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Dienstag, 25. Februar 2014

GLOSSE: ECRI benotet Deutschland im Kampf gegen Rassismus - Note mangelhaft!

Wie peinlich für Deutschland! Da gibt es ECRI - die europäische Kommission gegen Rassismus und Intoleranz - Und Deutschland fällt durch. Ein glatter Sechser wurde  "erreicht"! Zunächst einmal weil Deutschland seine Hausaufgaben nicht gemacht hat! So hat Deutschland immer noch nicht das Protokoll Nr. 12 der Europäischen Menschenrechtskonvention ratifiziert! 

Quelle: Protokoll Nr. 12 zur Konvention zum Schutz der Menschenrechte und Grundfreiheiten

Warum eigentlich nicht? Weil da folgender Satz drin steht: Die Mitgliedstaaten des Europarats, die dieses Protokoll unterzeichnen - eingedenk des grundlegenden Prinzips, nach dem alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind und Anspruch auf gleichen Schutz durch das Gesetz haben... 

Hätte Deutschland dieses Protokoll ratifiziert, dann könnte ein kleiner Oberinspektör im Landratsamt nicht mehr Gesetze nach Gutdünken auslegen! Wie in meinem Fall geschehen. Grund: Ich bin Halbmongolin! Und ich bin ja beileibe kein Einzelfall! Gerade in Bayern werden je nach Wohnort Gesetze unterschiedlich ausgelegt. In vollkommen identischen Fällen! 

Mit solchen Willküraktionen festigt die CSU ihre Macht! Nach dem Motto: Wer kuscht und bei Ungerechtigkeit sein Genick einzieht, wird nicht schikaniert. Aber wehe, jemand protestiert, für solche Bürger gelten offensichtlich andere Gesetze! 

Deshalb wurde dieses Protokoll Nr. 12 noch nicht ratifiziert! Auch wenn die EU-Kommission ungeduldig wird. Vor allem die CSU will das aussitzen! 

Und auch andere Punkte sind immer noch nicht in die deutschen Gesetze aufgenommen. Beispielsweise:

  • Bis heute gelten im Strafgesetzbuch rassistische Motive nicht strafverschärfend. 
  • Die Diskriminierung von Homosexuellen, Lesben, Bisexuellen und Transgender.
  • In Deutschland gibt es Rassismus erst dann, wenn er in Gruppen auftritt.

Es gibt noch viel zu tun für Deutschland. In zwei Jahren wird wieder geprüft. Ob dann Deutschland wieder durchfällt? Ich denke schon. 

Viele der deutschen Poltiker wollen von ihren Vorurteilen gegenüber Ausländern nicht abrücken. Grund: Auf die lässt so schön schimpfen und die Bürger von Missständen ablenken. 


Veröffentlicht am 07.10.2013 von Malcolm Reynolds

Übernommen von OverBlog

Montag, 24. Februar 2014

Die Angst der Langnasen vor den Schlitzaugen

Als ich noch ein Kind war, wurde ich als "Langnasen-Bastard" beschimpft! Ich wunderte mich und konnte dies nicht verstehen. Immer wieder beugte ich mich über das Wasser an der Wasserstelle und schaute mein Spiegelbild an. Zugegeben, meine Nase sah etwas anders aus als die der anderen Kinder. Aber lang? 

Daran wurde ich wieder erinnert, als ich von dem offenen Brief erfuhr, den in Berlin lebende Asiaten veröffentlichten: 

Quelle: Wir sind keine Schlitzaugen!

Worum geht es? Da gab es eine Ausstellung mit dem Titel "I LOVE NK" - gemeint war Neu-Kölln! Und da wurde eine weiße, blonde Frau gezeigt, die ihre Augenwinkel mit den Fingern zu Schlitzaugen hochzieht. Viele Asiaten sahen das als Beleidigung an. Und sie beschwerten sich in einem offenen Brief darüber. 

Ich sehe das nicht so eng. Vielleicht bin ich - da ich langsam, aber stetig auf die 60 zugehe - auch an solche "Beleidungen" gewöhnt. Oder einfach abgestumpft dagegen. Meine Erfahrung ist halt die, dass viele Deutsche Rassisten sind. Sie haben etwas gegen Ausländer. 

Natürlich geben sie das nicht zu. Aber wenn sie unter sich sind, da geht es hoch her - mit den Witzen über Ausländer! Wenn ich solche Sprüche höre, dann gilt für mich die Migration als gescheitert. Selbst die derzeitige Kanzlerin hält nichts von der Migration: 


Hochgeladen am 03.11.2010 von dieLinke77

Habt ihr es gehört? Merkel: "Migration ist gescheitert!" Und Seehofer legt noch drauf: "Multikulti ist tot!" 

Da brauche ich mich nicht zu wundern, dass ein Oberinspektor im Landratsamt behauptet, ein Paragraf der Bayerischen Bauordnung gelte nicht für mich! Und sein Chef - der Landrat - mir schreibt, sein Mitarbeiter habe korrekt gehandelt! 

Wenn solche Politiker so weitermachen, dann vergiften sie die Atmosphöre der Zwischenmenschlichkeit. Und ich finde es sehr ungerecht gegenüber Mischlingen wie mich. Was kann ich denn dafür, dass mein - sonst strammer Deutscher und früher Mitglied der SS - Vater mit meiner mongolischen Mutter schlief und sie schwängerte?! 

Was können denn die Kinder für die Taten" ihrer Eltern? 

Ich frage mich auch, wieso sind Merkel und Seehofer gegen Multikulti? Weil sie ein neues Feindbild brauchen! Wofür? Um abzulenken. Die Zeiten werden immer schwieriger - also müssen die Massen abgelenkt werden. Deren Zorn auf die verantwortlichen Politiker muss abgeleitet werden. Und die Migranten sollen dann die Rolle des Blitzableiters übernehmen. Ob sie wollen oder nicht. 


Hochgeladen am 14.06.2011 von KiatGorina1



Sonntag, 24. Februar 2013

Agrarskandale im Wochentakt - Wo Bio draufsteht ist kein Bio drin - Blog von Kiat Gorina


Zur Zeit muss Ilse Aigner - die Bundesverbraucherministerin - Überstunden machen. Grund: Derzeit gibt es Skandale in der Agrarwirtschaft im Wochentakt. Da haben wir Verbraucher noch nicht die Betrügereien mit dem Pferdefleisch verdaut, da kommt schon die nächste Schreckensnachricht.

Beim Pferdefleischskandal wurde - um das teuere Rindfleisch einzuspraren - billigeres Pferdefleisch verarbeitet - vor allem in Fertigprodukten. Aber auf den Packungen stand immer noch Rindfleisch! Die Verbraucher wurden betrogen. Abgesehen davon, dass im Pferdefleisch Rückstände von Medikamenten gefunden wurden.

Und der nächste Skandal kommt sogleich: Bio-Eier, die keine sind. Also werden und wurden die Verbraucher wieder betrogen. Da gibt es Kunden, die wollen etwas für den Tierschutz tun und kaufen die teueren Bio-Eier. Und dann stellt sich heraus, dass diese Bio-Eier keine Bio-Eier sind!

Da frage ich mich: Da leistet sich diese Republik einen riesigen und sauteuren Behördenapprat, aber wirklich geprüft wird offensichtlich nicht! Da gibt es zwar das Bundesverbraucherministerium - aber das ist ein zahnloser Tiger, es kann offensichtlich die Agrarbetriebe nicht überprüfen. Die eigentliche Crux ist, dass die Veterinärämter immer bei einem Landratsamt angesiedelt sind. Und da bestimmen so manche Landräte, wie und wer überprüft wird. 

Dabei ist in diesem Fall die Überprüfung sehr einfach: Wenn ein Betrieb Bio-Eier verkauft, dann müssen doch nur die Bedingungen für die Hühner überprüft werden. Und wenn ein Prüfer Legebatterien findet - die sind seit 2010 verboten - dann muss eben sofort Alarm gegeben werden.

Aber so ein großer Agrarbetrieb schaltet dann seine Lobby ein und aktiviert gewisse Verfilzungen, und die Prüfer prüfen dann qausi mit verbundenen Augen! Dieser Betrug mit Bio-Eiern soll ja schon einige Jahre laufen! Unvorstellbar.

Dass gerade nach dem Regierungswechsel in Niedersachsen dieser Skandal entdeckt wurde, spricht ja Bände. Und spricht gegen die bisherige Landesregierung von McAllister in Niedersachsen!

Was wird jetzt passieren? Nicht viel! Es wird viele Gespräche geben, aber am grundlegenden Problem wird nicht gerüttelt! Das Hauptproblem ist die Großindustrialisierung der Agrarwirtschaft. Die Hühnerfabriken sind einfach zu groß, die Betreiber sind zu mächtig, sie können den Regierungen drohen. Und das machen sie auch!

Ich war ja einmal in einem Landesamt in NRW als Prüferin tätig. Da habe ich erlebt, wie versucht wurde, mich einzuschüchtern und am Prüfen zu hindern. Und das Schlimmste war, dass ich von meinen Vorgesetzten keine Rückendeckung erhielt - eher das Gegenteil. 

Der nächste Agrarskandal wird nicht auf sich warten lassen - er kommt bestimmt! 

Quelle: stern.de Bio-Eier aus der Legebatterie

Wo blieben denn die Prüfer? Haben sie nicht diese Haltung überprüft, das sollen angeblich Biohühner sein?!


Veröffentlicht am 29.11.2012 von dieTierfreunde

Dieses Video gibt es - wohlgemerkt - seit November 2012! FAKT - ARD - berichtete darüber! Wieso dauert es solange, bis solche Schreckensbilder bis zum Bundesverbraucherministerium gelangen?

Wer solche Bilder von solch geschundenen Kreaturen sieht, muss sich doch fragen: Was sind das für Menschen, die solche Betriebe führen? Geht diesen Menschen der Profit über alles? Und wo bleiben die Kirchen? Diese geschundenen Hühner sind alle Geschöpfe GOTTES! Und sie können sich nicht wehren! Aber wir Verbraucherinnen und Verbraucher können uns wehren. Wir als Kunden können solche Produkte meiden!

Und vor allem müssen die Betriebe, in denen solche schandbaren Zustände herrschen, an den öffentlichen Pranger gestellt werden! Und Minister und Ministerinnen, die dafür bezahlt werden darauf zu achten, dass die Vorschriften hinsichtlich Tierhaltung eingehalten werden und solche Zustände nicht verhindern, müssen ebenfalls an den Pranger gestellt werden! Wählbar sind solche Politiker längst nicht mehr!

Mittwoch, 10. Oktober 2012

GLOSSE: Was wollte die Kanzlerin in Athen? - Blog von Kiat Gorina


Da reiste Frau Dr. Angela Merkel nach Athen - und im Vorfeld wurde vom Mainstream der Medien gleich klargestellt: Die Kanzlerin hat keine Mitbringsel! Also, was wollte Frau Merkel in Athen? Ganz einfach, Frau Merkel wollte einmal hautnah erleben, wie es sich anfühlt, wütenden Protestanten gegenüber zu stehen:


Veröffentlicht am 09.10.2012 von euronewsde

Zehntausende demonstrierten gegen die deutsche Bundeskanzlerin. Frau Merkel hätte also reichlich Gelegenheit gehabt, mal protestierende Massen zu erleben! Aber die griechische Polizei machte der Kanzlerin einen Strich durch die Rechnung: 

Das Regierungsviertel war weiträumig abgesperrt und die Zufahrtstraßen und die U-Bahnen und S-Bahnen waren einfach gesperrt worden. Da hat sich Frau Merkel gedacht, sie muss mit ihren Ministern reden. Denn irgendwann werden auch die Deutschen gegen Frau Merkel protestieren. 

Und dann muss ganz Berlin abgesperrt werden! Da müssen dann die Minster ran, der Verkehrsminister, der Verteidigungsminister und der Innenminister! Gleich nach ihrem Griechenland-Besuch hat sie ihre Minister zur kleinen Krisensitzung geladen. 

Der Ramsauer Peter hat auch brav sein Quetschen mitgebracht und wollte der Kanzlerin Gstanzerln vorsingen. Damit habe er im freistaatlichen Bayern stets Erfolg! Wenn da im Bierzelt Randale gegen die Politiker sich anbahnt, dann singt er Gstanzerl und die Bayern singen brav mit! 

Das ist auch das Geheimnis der bayerischen CSU: deshalb regiert sie seit vielen Jahrzehnten! Nur die aktuelle Koalition mit den Gelben hat sich als Reinfall herausgestellt: Mit den Gelben will niemand mehr singen. Und deren Mantra "Steuern senken!" kommt einfach in Bayern nicht an! 

Jetzt sucht der Horst ja verzweifelt neue Sänger - vielleicht sind die Freien so frei! 

Und mit dem roten Christian aus München will er nicht im Duett singen - der Christian ist ihm einfach zu langsam! Andererseits denkt er sich, wenn der Christian redet, dann hat das auf die Zuhörer eine gewisse narkotisierende Wirkung. 

Ja, was bleibt da noch übrig? Die Grünen? Nein, die wollen auf keinen Fall! Sie schmollen noch, weil der Alexander so Spottlieder über die Grünen verbreitet hat. Das können sie ihm nie verzeihen:


Hochgeladen von csumedia am 11.01.2011

Und diese bösen Grünen haben gleich gekontert:


Hochgeladen von swisslupe am 22.01.2011

Das geht auf keinen Fall, da kommt es dann noch zum Wettsingen in den Bierzelten und dann zur Rauferei. Und außerdem der Obergrüne Trittin war besonders frech. Was der über den bayerischen Finanzminister gesagt hat - das ist unverzeihlich! 

Und selbst auf die Großkonzerne ist nicht mehr Verlass. IKEA fiel dem Finanzminister in den Rücken: 

Quelle: GLOSSE:  IKEAs neue Werbestrategie und der Bayerische Finanzminister 

Tja, und da soll es ja noch versprengte Parteien geben, sogar eine LINKE, aber die singen doch nur die Internationale und die passt halt nicht zur Bayernhymne. 

Und was ist mit den Piraten? Die Piraten? 


Veröffentlicht am 30.09.2012 von Phaidros02

besucherzhler

Montag, 9. Juli 2012

Aus dem Archiv: Opa Rudi spielt mit seinem Enkel - Lehrstück - Blog von Kiat Gorina


Das Jahr 2009 war ein sehr schwieriges Jahr für die Schwarzen im Landkreis. Da ging es um ein kleines, aber feines Krankenhaus in Feuchtwangen - das sollte geschlossen werden. Die Politiker hatten schon alles abgesprochen.

Aber die Bevölkerung war nicht einverstanden. Sie demonstrierte. Was noch nie bisher geschah, Bürgerinnen und Bürger, die vorher noch nie demonstriert und protestiert hatten, gingen auf die Straße und setzten sich für ihr Krankenhaus ein! Mit Erfolg!

Die zuständigen Politiker konnten nicht anders - sie mussten dieses Krankenhaus erhalten. Und heute ist es ein floriendes Krankenhaus, das sogar eine schwarze Null erwirtschaftet - anders als die Bezirkskliniken, deren Chef in die Wüste geschickt wurde, nachdem er in einem Jahr für Millionenverluste verantwortlich gemacht wurde.

In dieser Zeit entstand dieses Lehrstück, das genau am 24.12.2009 veröffentlicht wurde und wie eine "Bombe" einschlug!


Heute war Bescherung. Opa Rudi spielt mit seinem Enkel ein Lehrspiel für künftige Landräte und solche, die es werden wollen: "Wie mache ich ein Krankenhaus kaputt?"


"Da, geh her, Bub, wir schauen uns mal die Figuren an! Das ist der Heinrich, der geht bald in Rente und das ist der Neue, sein Nachfolger."
"Opa, der Heinrich hat doch nie Jahresabschlüsse veröffentlicht, obwohl er das machen muss, das steht so im Gesetz."
"Aber Bub, woher hast du das?"
"Das stand in der Zeitung! Oder stimmt das nicht?"
"Doch das stimmt schon, aber das ist jetzt Sache vom Neuen. Wenn du mal Landrat bist und etwas ist schief gelaufen, dann musst du immer schauen, dass dafür jemand anders die Schuld hat."
"Und Opa, die vielen Menschenfiguren, sind das die Demonstranten, die dich und den Heinrich als Pfeifen beschimpft haben?"
"Aber Bub, da war mal was, aber ich bin danach in Kur gegangen und hab alles vergessen. Und später habe ich es so gedeichselt, dass es wieder eine Demonstration gab, da haben Menschen Pappdeckel hochgehalten mit den Worten RUDI HILF. Da siehst du, Bub, was du mit Menschen machen kannst!"
"Opa, wer ist der Mann mit dem Hammer?"
"Das ist der Hammer, Oberbürgermeister von Dinkelsbühl. Der hat den richtigen Namen. Wenn ihm etwas nicht passt, dann haut er rein!"
"Ja, er hat sich doch über den Gutachter geärgert, gell?"
"Ja, das war vielleicht eine Pflaume. Der hätte doch merken müssen, dass wir ein Gutachten brauchen, in dem steht, dass das Krankenhaus Feuchtwangen zu teuer ist. Und da hat der Gutachter, dieser Depp, doch wirklich geschrieben, dass das Krankenhaus in Feuchtwangen sich selber finanzieren kann."
"Opa, ich stell jetzt das Feuchtwanger Krankenhaus auf, es ist ein schönes Haus. Da wurde doch viel Geld reingesteckt, um es zu renovieren. Ist das Geld jetzt futsch?"
"Bub,  das interessiert doch keinen!"
"Aber die Zeitung schreibt, dass das Zuschüsse waren, und wenn das Krankenhaus jetzt geschlossen ist, müssen die zurückgezahlt werden."
"Bub, du darfst nicht alles glauben, was die Zeitung schreibt. Und wenn es soweit kommt, bin ich in Rente."
"Opa, wieso schreibt die Zeitung dann so etwas?"
"Ja, das frage ich mich auch. Da muss ich mal mit dem Verleger ein Wörtchen reden, so geht das nicht!"
"Und diese Figur, die schaut doch aus wie die Pauli?"
"Häh? Wie kommt die Pauli da rein? Schmeiß diese Figur gleich weg!"
"Aber Opa, die Pauli war doch Landrätin, achtzehn Jahre lang, wieso soll ich die wegschmeißen? Die schaut doch gut aus!"
"Bub, ich sage dir eins, diese Pauli hat Bayern fast ruiniert. Das ist eine Studierte. Und sie hat einen Doktor. So etwas als Landrätin ist sehr gefährlich. Seit die Pauli Rabbatz gemacht hat, kommt unser Bayern nicht mehr zur Ruhe!"
"Aber jetzt ist sie doch kaltgestellt!"
"Bei der Frau weißt du nie, was die wieder anstellt. Und die gibt nicht auf. Das ist eine ganz Schlimme!"
"Warum Opa?"
"Bub, wegen der musste der Stoibers Edi zurücktreten, und der Beckstein auch, nach nur wenigen Monaten. Und wegen der haben wir jetzt den Horst als Ministerpräsident. Und wegen dem haben wir am Hesselberg kein Feriendorf bekommen. Da siehst du, wie gefährlich die Pauli ist."
"Opa, bleibt das Krankenhaus in Feuchtwangen für immer zu?"
"Ich glaube schon. Aber ich will das nicht! Das sage ich immer wieder!"
"Aber Opa, was tust du dafür, dass das Krankenhaus wieder geöffnet wird?"
"Dafür bin ich nicht zuständig!"
"Wer dann?"
"Frag mich etwas Leichteres, Bub!"
"Opa, warum sind die Grünen auch dafür, dass das Krankenhaus geschlossen bleibt. Der Dicke aus Neuendettelsau ist ja auch dagegen, dass es wieder aufgemacht wird."
"Das ist doch klar! Er hat in Neuendettelsau ein sehr gutes Krankenhaus, der geht nie nach Feuchtwangen, das ist ihm wurscht!"
"Aber ein Arzt in Feuchtwangen, der ist auch dafür, dass das Krankenhaus geschlossen bleibt."
"Ach der ist ein Ödi, auf den hört doch keiner. Und wenn er etwas gegen das Krankenhaus schreibt, dann regen sich die Leute auf und er steht endlich mal in der Zeitung."
"Opa, meinst du wirklich, ich werde auch mal Landrat?"
"Aber sicher Bub, ich helfe dir dabei."
"Ich bin aber nicht gut in der Schule."
"Das macht überhaupt nichts. Nur rechnen musst du können!"
"Rechnen? Da gibst doch Taschenrechner!"
"Also, Bub, als meine Parteifreunde nachträglich den Ehrensold für mich beschlossen haben, da habe ich gleich einen Bleistift und Papier genommen und ausgerechnet, wie viel ich dann bekomme. Und es hat auf den Cent genau gestimmt. Obwohl ich in der Schule nur mit Mark und Pfennig rechnen gelernt habe. So flexibel musst du als Landrat schon sein!"
"Opa, ich habe da eine Frage zu dem Doktor Arnulf. Wieso ist der auch gegen das Krankenhaus Feuchtwangen. Er wurde doch extra dafür eingestellt?"
"Da musst du den Hammer fragen, ich habe damit nichts zu tun! So, Bub, jetzt fangen wir zu spielen an, nimm den Hammer, und hau das Krankenhaus kaputt!"
"Nein, Opa, das mag ich nicht! Mir gefällt das Krankenhaus. Und Feuchtwangen hat viel mehr Einwohner als Dinkelsbühl. Warum wird nicht das Dinkelsbühler Krankenhaus kaputt gemacht?"
"Weil da der Hammer ist! So, gib mir jetzt den Hammer, wir fangen jetzt an!"
"Nein, Opa, ich mag das blöde Spiel nicht! Das ist ein Scheißspiel!"


Etwaige Übereinstimmungen mit lebenden oder verstorbenen Personen sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.


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Dienstag, 15. Mai 2012

CSU "bestraft" Josefa Schmid - Nein, CSU bestraft sich selbst


Über Josefa Schmid habe ich schon des öfteren geschrieben. Jetzt hat die CSU wieder eine Posse vom Stapel gelassen: Josefa Schmid darf zwar Mitglied dieser Partei bleiben, aber sie darf fünf Jahre lang kein Parteiamt übernehmen.
Quelle: wochenblatt Josefa Schmid von allen Parteiämtern enthoben!)
Ja, richtig gelesen! Josefa Schmid ist ab sofort nicht mehr Vorstandsmitglied der Frauen-Union Regen und auch nicht mehr Schriftführerin des CSU Kreisverbandes! Was hat denn Josefa Schmid Schlimmes angestellt?
Nichts! Aber auch nichts! Einmal hat sie für das Bürgermeisteramt in Kollnburg kandidiert und wurde gewählt. Was kann sie dafür, dass der Gegenkandidat nicht gewählt wurde?
Und dann gab es vorzeitig eine Landratswahl - der bisherige Landrat wählte den Freitod - vermutlich wegen hoher Schulden. Josefa Schmid wollte kandidieren - als Landrätin. Aber die CSU-Männer waren dagegen. Also gründete Josefa Schmid eine eigene Bewegung - "Aufbruch Regen" - und erhielt fast zehn Prozent der Stimmen - als Einzelkämpferin.
Der Kandidat der CSU fiel durch, Landrat wurde der Kandidat der SPD. Die Männer suchten die Schuld für diese Blamage nicht bei sich, sondern erkoren Josefa Schmid als die Schuldige. Grund: Sie habe der CSU Stimmen weggenommen!
Tja, so sind diese schwarzen Männer - Schuld haben immer die andern - vor allem die Frauen. Also mussten sie die aufmüpfige Josefa Schmid bestrafen. Mir fällt dazu nur ein: Total albern! 
Jetzt sitzt diese CSU vor einem Scherbenhaufen:

  1. ihr Landratskandidat ist im Orkus der Vergessenen verschwunden
  2. jetzt hat Regen den jüngsten Landrat deutschlandweit, er ist evangelisch und bekennt sich öffentlich zu seiner Homosexualität

Schlimmer hätte es für diese CSU gar nicht kommen können!
Und daran soll Josefa Schmid schuld sein? Tja, diese CSU-Männerriege brauchte halt jemanden, dem sie den Schwarzen Peter zuschieben konnte.
Das ist wieder ein typisches Possenspiel dieser CSU. Diese Partei hat mit ihrem offensichtllichen Filz endgültig abgewirtschaftet. Erheblich dazu beigetragen hatte der frühere Ministerpräsident Edmund Stoiber. 
Er stolperte ja auch über eine Frau - nicht, das was ihr denkt, es gab ja mal Gerüchte von einem Sohn in Berlin etc. - aber das sind nur Gerüchte. Aber Stoiber stolperte - wegen Gabriele Pauli - der früheren Landrätin von Fürth. 
Viele Männer in der CSU waren Gabriele Pauli sehr dankbar, dass sie den langen Rücktritt Stoibers initiierte. Dann hatte sie ihre Schuldigkeit getan und von der CSU kannten sie die meisten nicht mehr. Soviel zu schwarzen Parteifreunden.
Wie sehr der schwarze Filz in Bayern sich breitgemacht hat, sehen wir auch an Stoibers Kindern: beide wurden des Plagiates verdächtig:

  1. Dr. Veronica Saß - eine Abschreiberin und
  2. Dominic Stoiber - Kopie von Drittsemester

Wie sagt der Volksmund? "Der Fisch stinkt immer vom Kopf!" Und so war es offensichtlich in der Familie Stoiber. Der Nachwuchs vertraute auf den Filz - der Papa wird es schon richten!
Da müssen sich die einstigen Wählerinnen und Wähler geohrfeigt fühlen, wenn sie sich daran erinnern, wen sie einst gewählt haben?!
Veröffentlicht am 12.05.2012 von pnptv


Da saßen sie also die schwarzen Männer vom CSU Scherbengericht über Josefa Schmid: 

  1. Christian Hügel, 
  2. Landwirtschaftsminister Helmut Brunner und 
  3. Bezirksvorsitzender Manfred Weber! 

Vielleicht spielten sie auch nur "Wer hat Angst vorm Scharzen Mann?" Vor solchen schwarzen Männern hat niemand mehr Angst - vor allem keine Frauen! Solche "Männer" sind einfach nur lächerlich!

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Dienstag, 3. April 2012

Schwarze Männer fordern: Josefa Schmid soll aus der CSU austreten - Blog con Kiat Gorina


Über Josefa Schmid habe ich schon öfters geschrieben. Da musste ja in Regen ein neuer Landrat gewählt werden. Der alte hatte sich das Leben genommen. Auch Josefa Schmid hatte kandidiert - allerdings nicht als Kandidatin der CSU, sonder für "Aufbruch Regen"!
Es kam zu einer Stichwahl, und zur Überraschung der CSU-Granden verlor der Kandidat der CSU - es wurde der Bewerber der SPD, obwohl er erstens evangelisch ist und sich zweitens öffentlich zu seiner Homosexualität bekennt.
Tja, jetzt hat dieser Kandkreis Regen erstmalig einen evangelischen und homosexuellen SPD-Genossen als Landrat. Das verträgt das Weltbild der CSU nicht, es wurde nach Schuldigen gesucht. Natürlich, diese Josefa Schmid ist schuld!
Hatte sie nicht brav gekuscht, wie es sich für ein braves weibliches CSU-Mitglied gekuscht, wäre der Landrat wieder von der CSU - glauben die wütenden CSU-Männer. Wenn sie sich nicht täuschen!
Hätten sie vielmehr die Josefa Schmid unterstützt, dann hieße die Landrätin von Regen bestimmt Josefa Schmid! Aber das wollen diese bornierten Männer nicht einsehen. Deshalb versuchen sie, der Josefa Schmid die Schuld zuzuweisen.
Hinzu kommt, dass der neue Landrat seine Sache bisher sehr gut macht, so dass für die CSU die Chancen sinken, bei der nächsten Landratswahl wieder einen CSU-Landrat zu bekommen.
Diese CSU-Männergilde geht sogar soweit, der Josefa Schmid einen Austritt aus der CSU zu empfehlen. Und wenn sie nicht spurt, dann wollen sie beim CSU-Bezirksverband ein Amtsenthebungsverfahren beantragen.
Ja, Amtsenthebungsverfahren? Ja, Josefa Schmid ist nämlich seit vielen Jahren Schriftführerin des CSU-Kreisverbandes.
Und was sagt Josefa Schmid dazu?
"Es fiel und fällt einigen CSUlern schwer, mich entsprechend zu fördern, deshalb wurde auch mein Angebot, Verantwortung übernehmen zu wollen, von vornherein ausgeschlagen. Darum bin ich meinen eigenen Weg gegangen, weil die Politik Frauen braucht. Ich warte das Verfahren gelassen ab", so Josefa Schmid in einer Stellungnahmen zur CSU-Entscheidung. Sie werde nicht aus der Partei austreten, bekräftigt sie.
Dazu sage ich: Richtig so!
Quelle: Der Bayerwald Bote Im Kreisverband unerwünscht: CSU legt Josefa Schmid Parteiaustritt nahe


Die Männer der Schwarzen CSU wollen unter sich bleiben! Starke Frauen sind nicht erwünscht! Deshalb gibt es auch viel zu wenig Frauen in der CSU! Ist eine solche von Männern beherrschte Partei für Frauen noch wählbar? Ich denke nein!

Weitere Artikel über Josefa Schmid

Montag, 2. Januar 2012

Rückblick Region Regen - Blog von Kiat Gorina

Das wochenblatt veröffentlichte - wie es sich gehört - einen Rückblick auf die Region Regen. Regen? Erinnern wir uns, da gab es ja einen spannenden Wahlkampf um die Nachfolge des Landrats. Der bisherige Landrat hatte im August den Freitod gewählt.

Als einzige Frau kandidierte Josefa Schmid, Bürgermeisterin von Kollnburg, die in ihrer Gemeinde schon viel bewegt hatte. Über Josefa Schmid hatten auch überregionale Zeitungen berichtet. Es ist halt für die Region Regen offenbar etwas Besonderes, wenn kein Mann, sondern eine Frau kandidiert. Josefa Schmid wurde von ihrer Partei - der CSU - auch nicht unterstützt - im Gegenteil.

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Mittwoch, 30. November 2011

Politisches Erdbeben in Regen - Blog von Kiat Gorina

Ja, richtig gelesen: in Regen, nicht "im Regen". Obwohl, nach der Stichwahl des Landrates steht jemand im Regen - die CSU! Wann gab es das, dass im tiefschwarzen niederbayerischen Regen ein Kandidat die Wahl gewann, der alles auf sich vereinte, was früher für die Wählerinnen und Wähler im Landkreis Regen als unwählbar galt:

Die CSU ist im Kern undemokratisch. Ein Beispiel: Da kündigte im Landkreis Ansbach der amtierende Landrat öffentlich an, dass er aus gesundheitlichen Gründen sein Amt vorzeitig zur Verfügung stellen muss. Dann meldeten sich innerhalb der CSU gleich mehrere Kandidaten, die auch Landrat werden wollten.

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Montag, 12. September 2011

GLOSSE: Zensus - eine Tragikomödie in sieben Auftritten - Blog von Kiat Gorina


ERSTER AKT:
Der Erhebungsbeamte 

Es ist Mai, ich bin bei der Stallarbeit. Draußen gießt es in Strömen. Da kommt ein Auto angerattert, ein etwas beleibter Mann steigt aus, schreitet zu meiner Stalltür und baut sich auf. 

Mann (Befehlston): "Ich komme vom Landrat, wegen der Umfrage!" 

Ich schaue mir den Typen an. Keine Regenjacke, dafür ein Hemd mit zerrissenem Ärmel. 

Ich  (zweifelnd): "Haben Sie denn einen Ausweis?" 

Er: "Muss ich suchen" (kramt in seinen Taschen

Dann hält er mir seinen Personalausweis unter die Nase, anfassen darf ich seinen Ausweis nicht! 

Ich (sehr zweifelnd): "Und Sie sind Erhebungsbeauftragter?" 

Er: "Jawoll! Ich bin Erhebungsbeamter! Und jetzt müssen wir den Frageboden ausfüllen!" 

Ich (im Babyton): "Lassen Sie den Fragebogen da, ich kann schon lesen und schreiben und den Fragebogen alleine ausfüllen!" 

Er: "So, aber ich muss wissen, was Sie eintragen!" 

Ich: "Jetzt geben Sie mir schon den Fragebogen, ich setze mich nachher an den Computer!" 

Er: "So einfach geht das nicht, ich muss vorher ihre Fragebogennummer aufschreiben und ihren Code!" 

Er zückt sein Notizbuch, schreibt etwas vom Fragebogen ab und verschwindet. 

ZWEITER AKT:
Die Erfassung 

Den Fragebogen lege ich im Stall auf einen Futtersack, da kommt ein Windstoß, der Bogen landet in der Abflussrinne für Gülle und bekommt einige Flecken ab. 

Ich (murmelnd): "Das passt zusammen!" 

Dann versorge ich die Tiere und gehe ins Haus, wasche mir die Hände und setze mich gleich an den Computer. 

Ich rufe die Webseite auf, tippe die Nummer des Fragebogens ab und den Aktivierungscode.
Ich (fragend murmelnd): "Ist das jetzt ein großes O oder eine Null?" 

Ich entscheide mich für ein großes O. 

Ich (überrascht): "Glück gehabt!" 

Die aufgerufene Seite geruht zu antworten, die Fragen erscheinen. 

Ich: "Das ist ja kinderleicht! Wozu brauchen die Erhebungsbeauftragte?" 

Also flugs alle Fragen beantwortet - die meisten wurden ja - da unzutreffend - übersprungen. 

Abschließend:
Ich (ahnungsvoll): "So, jetzt den Ausdruck! Wer weiß, wozu das gut ist! 

DRITTER AKT:
Die erste Mahnung 

Mittlerweile ist Ende Juli, ein großer Umschlag steckt im Briefkasten. 

Ich (seufzend): "Was will das Landratsamt jetzt schon wieder von mir? Im Zweifelsfalle Geld!" 

Ich öffne den Umschlag und lese, dass die Erhebungsstelle im Landratsamt noch keinen ausgefüllten Fragebogen erhalten habe. 

Ich: "So ein Quatsch! Den habe ich doch längt im Computer eingetragen!" 

und suche nach dem Ausdruck. 

Ich: "Klar! Mit Datum!" 

Anruf bei der Erhebungsstelle, ein junger Mann meldet sich. 

Ich: "Ich habe heute eine Mahnung von Ihnen erhalten, ich hätte den Fragebogen noch nicht abgegeben. Aber das kann nicht sein, ich habe sogar einen Ausdruck von meinem Eintrag!" 

Junger Mann: "Aber wir können auf Ihre Daten nicht zugreifen! Sie müssen deshalb den Fragebogen ausfüllen. Aber ich bin kulant, sie müssen das Antwortkuvert nicht frankieren!" 

Ich: "Wieso soll ich das noch einmal ausfüllen? Einmal genügt doch!" 

Junger Mann: "Aber wir können nicht darauf zugreifen, das Programm meldet zwar, dass Sie den Fragebogen abgesandt haben, aber wir sehen ihn hier nicht!" 

Ich: "Das ist nicht mein Problem!" 

Junger Mann (im scharfen Ton): "Sie sind gezwungen, den Fragebogen auszufüllen und uns zu schicken. Wenn Sie das unterlassen, erhalten Sie eine Ordnungsstrafe von bis zu 50.000 Euro. Wegen mangelnder Mitwirkunsgpflicht! Also, überlegen Sie sich das gut!" 

Ich: "Aber hier steht, ich zitiere: Sie können die Angaben auch im Rahmen einer Online-Meldung abgeben." 

Junger Mann: "Wo steht das?" 

Ich (süffisant): "Auf der Rückseite Ihres Briefes!" 

Junger Mann (versuchter Befehlston): "Das interessiert mich nicht! Ich brauche Ihren Fragebogen, damit ich ihn eintippen kann! Wenn Sie keinen Fragebogen schicken, setzt es ein Zwangsgeld!" 

Ich: "Das werden wir sehen. Auf Wiederhören!" 

VIERTER AKT:
Bundesamt für Statistik, Wiesbaden 

Ich setze mich wieder an den Computer, rufe die Webseite auf und tippe Nummer und Code ein. 

Ich (murmelnd): "Das Programm akzeptiert meine Eingaben nicht mehr - irgendwie logisch, ich bin ja schon erfasst." 

Ich suche mir die Nummer des Bundesamtes für Statistik in Wiesbaden und erzähle meine Geschichte einer Frau: 

Ich: "Ich wollte den Fragebogen neu eintippen, aber das Programm akzeptiert keine Eingaben mehr!" 

Frau: "Das geht auch nicht! Aus Datenschutzgründen darf nur einmal erfasst werden!" 

Ich: "Das leuchtet mir ein. Aber im Landratsamt können sie auf meine Daten angeblich nicht zugreifen!" 

Frau (zögernd): "Ja, solche Fehler sind uns bekannt. Im Freistaat Sachsen da können die Erhebungsstellen die eingetragenen Fragebögen zwar aufrufen, aber dann bleibt der Bildschirm dunkel!" 

Ich: "Da kann doch ich nichts dafür!" 

Frau: "Wo wohnen Sie?" 

Ich: "In Bayern." 

Frau: "Dann wenden Sie sich an das Landesamt für Statistik, das sitzt in Fürth, ich gebe Ihnen die Nummer."  

So geschieht es.  

FÜNFTER AKT:
Das Landesamt für Statistik, Fürth 

Mit der Nummer bewaffnet, rufe ich im Landesamt für Statistik in Fürth an und erzähle meine Geschichte - wieder einer Frau: 

Ich: "Wenn ich nicht den Fragebogen erneut ausfülle, dann droht die Erhebungsstelle mit Zwangsgeld!" 

Frau: "Dazu ist die Erhebungsstelle berechtigt, weil Sie gegen Ihre Mitwirkungspflicht verstoßen." 

Ich: "Ich habe nicht gegen die Mitwirkungspflicht verstoßen, ich habe den Fragebogen ausgefüllt und erfasst!" 

Frau: "Ich gebe Ihnen einen guten Rat, die Erhebungsstelle sitzt am längeren Hebel. Füllen Sie den Fragebogen aus und schicken Sie ihn ins Landratsamt. Diese Art der Erhebung funktioniert jedenfalls." 

Ich: "Soll das heißen, dass die Online-Erfassung nicht funktioniert? Und was ist mit meinen bereits erfassten Daten? Schwirren die irgendwo im weltweiten digitalen Nirwana herum?" 

Frau: "Ich weiß nicht, wo der Fehler liegt." 

Ich: "Wenn nicht bekannt ist, wo die Fehlerursache liegt, dann habe ich kein Vertrauen zu der Art und Weise, wie Sie den Datenschutz handhaben." 

Frau: "Ich werde die Erhebungsstelle im Landratsamt anrufen, Sie erhalten Bescheid!" 

SECHSTER AKT:
Der Datenschutzbeauftragte für Bayern, München 

Wieder suche ich mir eine Nummer heraus, diesmal für den Datenschutzbeauftragten für Bayern. Und rufe an. Und erzähle meine Geschichte - einem gemütlich wirkenden Münchner. 

Ich: "Und ich soll sogar Zwangsgeld bezahlen, weil ich angeblich gegen meine Mitwirkungspflicht verstoße!" 

Datenschützer: "Sie brauchen natürlich kein Zwangsgeld zu bezahlen, Sie haben nicht gegen die Mitwirkungspflicht verstoßen. Das Problem dürfte in der Erhebungsstelle im Landratsamt liegen. Schreiben Sie alles auf und schicken Sie uns den gesamten Vorgang. Wir werden der Sache nachgehen." 

SIEBTER AKT:
Erhebungsstelle im Landratsamt 

Im August erhalte ich eine Kopie des bereits bekannten Mahnungsschreibens. Ich setze mich - wieder einmal - an den Computer und will den Fragebogen eingeben. Diesmal geruht der Computer, sowohl Nummer als auch Code anzunehmen. Also tippe ich die Eingaben von meiner ausgedruckten Ersteingabe noch mal ein. 

Ich (murmelnd): "Wieso erscheint da kein Hinweis, dass die Daten bereits vorliegen?" 

Ich erfasse alles - mittlerweile habe ich ja schon Übung und drucke noch einmal aus. Dann rufe ich die Erhebungsstelle an, eine Frau meldet sich: 

Frau: "Mein Kollege hat mir gerade gemeldet, dass sie soeben die Daten erfassen." 

Ich (perplex): "Wieso? Werde ich von der Erhebungsstelle überwacht?" 

Frau (stotternd): "Ich wollte sagen, dass mir der Kollege mitteilte, dass sie den Fragebogen online ausgefüllt haben." 

Ich: "Vorhin haben Sie sich aber ganz anders ausgedrückt. Aber sei es wie es sei, weil ich Sie gerade an der Strippe habe, eine Frage: Ist der Erhebungsbeauftragte berechtigt, die Daten von dem Fragebogen abzuschreiben? Auch den Aktivierungscode?" 

Frau (schnaufend): "Nein, natürlich nicht! Aber selbst wenn er das gemacht hat, die Daten sind vertraulich! Er ist ja Erhebungsbeauftragter und wurde ausgebildet." 

Ich: "Auch in Sachen Datenschutz?" 

Frau: "Selbstverständlich!" 

Ich: "Und wo sind meine Daten gelandet, die ich das erste Mal eingegeben hatte?" 

Frau (stammelnd): "Das entzieht sich meiner Kenntnis." (Pause, dann festere Stimme) "Ich rate Ihnen, lassen sie das alles auf sich beruhen, wir haben Ihre Daten!" 

Ich: "Und ich habe Ruhe vor Ihnen?" 

Frau: "Vorerst ja!" (legt auf

Ich (murmelnd): "Hört sich an wie eine Drohung ... Bin mal gespannt, was als nächstes kommt!"

Samstag, 23. Juli 2011

Hast du etwas damit zu tun? - Blog von Kiat Gorina

Das fragte mich heute eine Bekannte, sie war extra zu mir hinaus gefahren - seltsamerweise vom Westen her zu meinem Hof, so dass ihr Auto nicht vom Dorf aus gesehen werden konnte. Höchstmerkwürdig. Dann kam sie auf den Hof - grußlos - und fragte: "Hast du damit etwas zu tun?" und zeigte auf die Schlagzeile der Lokalzeitung.

Ich hatte heute früh den Artikel bereits gelesen. Da ging es darum, dass der Landrat den Kreisrat gebeten hatte, ihn von seinem Amt als Landrat zu entbinden. Grund: Er habe Parkinson. Und nun diese Frage! Was soll das! Also fragte ich sie: "Wie kommst du darauf?"

Dienstag, 21. Juni 2011

GLOSSE: Was macht ein Landrat, wennn ... - Blog von Kiat Gorina

Ja, was macht ein Landrat, wenn ihm die Einwohner weglaufen? Wieso, dem Landrat laufen die EInwohner weg? Das gibt es doch nicht! Doch, das gibt es! Im flächengrößten Landkreis von Bayern ist das der Fall. Der Landkreis hat seit Jahren immer weniger Bewohner!

Wie denn das? Nun, immer mehr Menschen finden diesen Landkreis offenbar nicht mehr attraktiv genug - und zeihen weg. Und immer weniger ziehen neu dazu. Das macht unter dem Strich: Immer niedriger Einwohnerzahlen für diesen Landkreis!

Donnerstag, 9. Juni 2011

GLOSSE - Die Sau heißt Biotonne! - Blog von Kiat Gorina

In Sachen EHEC wird jeden Tag eine neue Sau durch das Dorf getrieben - heute hieß diese Sau Biotonne. Das ist ein Novum. Sonst wurden immer Gemüse durch die EHEC-Dörfer getrieben - jetzt die Biotonnen. Wohlgemerkt - das sind keine Nahrungsmittel!
Ja, und auf Gurkenresten aus einer solchen Biotonne wurde etwas gefunden - das Bakterium EHEC O104! Auf einem Gurkenstückchen! Ja, deshalb sind alle Gurken wieder verdächtig, EHEC zu übertragen. Aber nur, wenn jemand seine Gurke aus der Biotonne bezieht.

Dienstag, 22. März 2011

GLOSSE: Neues von Opa Rudi und seinem Enkel - Das Biotonnenspiel! - Blog von Kiat Gorina

Opa Rudi kommt von der schweren Arbeit als Landrat nach Hause und schaut ins Zimmer seines Enkels und ist erstaunt: "Was machst du da, Bub, warum hast du die Zeitung zerschnitten?"

Freitag, 30. April 2010

GLOSSE: Was haben Landrat und Bischof gemeinsam? - Blog von Kiat Gorina

Da fragte mich mal eine Freundin: "Du, ich habe gelesen, dass ein Bischof 7.900 Euro verdient. Kann das stimmen?"

"Ja, in einem Artikel über Bischof Mixa habe ich das auch gelesen. Und da stand auch, dass ein Landrat auch so viel bekommt."

"Was, unser Landrat auch?"

"Ja, der auch. Er vielleicht noch etwas mehr. Da gab es doch die Geschichte mit dem Ehrensold ..."

"Ehrensold? Was ist das denn wieder?"

"Wenn Bürgermeister längere Zeit hauptamtlich tätig waren, dann bekommen sie zur Pension noch einen Ehrensold."

"Aber unser Landrat war doch nur ehrenamtlicher Bürgermeister!"

"Jetzt nicht mehr! Seine politischen Freunde haben sein früheres Bürgermeisteramt nachträglich als hauptamtlich definiert ..."

"Das gibt es doch nicht! Unsereiner racktert sich ab, allein schon was die Konfirmation unseres Sohnes gekostet hat!"

"Ja, so ist es! Da gibt es doch den biblischen Spruch: Die viel haben, denen wird viel gegeben werden. Und die wenig haben, denen wird das Wenige noch genommen werden."
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Dienstag, 20. Januar 2009

Die Halbwertzeit von Zusagen ...

werden immer kürzer, vor allem dann, wenn die Zusagen von PolitikerInnen stammen. Früher wurde noch eine Schamgrenze von ein paar Jahren eingehalten, bevor sich PoltikerInnen nicht mehr an ihre Zusage erinnern konnten.

Nun hat der Landrat vom Landkreis Ansbach den Vogel abgeschossen: Noch im November 2008 tönte er: "Der Verwaltungsrat und damit der Landkreis Ansbach stehen zum Krankenhaus Feuchtwangen." Und weiter: Der Bestand der Klinik sei "derzeit nicht gefährdet."

Jetzt, ganze zwei Monate später sagt der Landrat dazu gar nichts mehr, dafür verkündet der Klinik-Vorstand Heinrich Prossel das Ende dieses Krankenhauses. Frage: Wer hat Prossel gewählt? Die Feuchtwanger bestimmt nicht! Wozu gab es 2008 eine Landtagswahl, wenn der Landrat das jetzt einfach abnickt?

Und seine Stellvertreter erst: Sein Stellvertreter sagt überhaupt nichts, aber das scheint typisch für ihn zu sein. Als die Ober-Telekomiker verkündeten, dass das Call-Center in Ansbach geschlossen wird, da blieb er stumm wie ein Mönch, der ein Schweigegelübde abgelegt hat. Obwohl: wenn ich richtig informiert bin, ist er Prokurist bei den Telekomikern ...

Kein Wunder, dass die Volksseele immer heftiger kocht! Wenn die WählerInnen im Freistaat Bayern jetzt nicht einmal mehr einem CSU-Landrat glauben können?


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