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Samstag, 16. November 2013

Augsburger müssen ihr Trinkwasser aus den Fernwasserleitungen abkochen - Eine Folge des bayerischen Fernwasserwesens?

Da gibt es im Augsburger Raum einen Zweckverband "Staudenwasser-versorgung". Er hatte plötzlich ein ganz großes Problem: Bei einer Wasseruntersuchung wurden coliforme Bakterien gefunden. Da hilft nur Abkochen - mindestens zehn Minten lang! 


Quelle: Augsburger Allgemeine Keime im Staudenwasser: Diese Gemeinden müssen abkochen: Auf Anordnung der staatlichen Gesundheitsämter hat der Verband ein Abkochgebot für das gesamte Versorgungsgebiet des Zweckverbandes verbreitet. Es geht an Kommunen in der Staudenregion der drei Landkreise Augsburg, Unterallgäu und Günzburg. Rund 8000 Hausanschlüsse und weitere tausend Grundstücksanschlüsse könnten betroffen sein....

Augsburg, Unterallgäu und Günzburg - das ist ja ein Riesengebiet. Ja, diese Zweckverbände zur Trinkwasserversorgung frönen auch dem Wachstumsgedanken: Immer größer, immer länger die Rohre! Früher waren die Zweckverbände viel kleiner und damit überschaubarer! Aber heute! Da gibt es viele lange Leitungen!

Das Versorgungsgebiet umfasst 440 Quadratkilometer! Bayern selbst ist ja nur 70.000 Qudratkilometer groß! Das Staudenwassergebiet ist demnach der 150-te Teil der Fläche Bayerns! Da fragt doch der gesunde Menschenverstand: Müssen die Flächen der Zweckverbände wirklich so groß sein? 

Was ist, wenn irgendwo in einem so großen Gebiet ein schwerer Fehler auftaucht? Das dauert doch viel zu lange, bis dieser Fehler geortet werden kann! So auch jetzt beim Staudenwasser! Das kann Wochen dauern! Und in der Zwischenzeit? Da müssen die Verbraucher abkochen! Mindestens zehn Minuten lang! 

Ist das nicht ein Witz? Ja, es ist ein Witz - jedoch ein sehr trauriger! Traurig ist auch, dass nicht bekanntgegeben wurde, um welche Keime es sich genauer handelt. Dass sich immer mehr coliforme Keime im Grundwasser tummeln, ist klar. Grund: Die Monokulturen wegen des Maisanbaus! Für die Energiegewinnung durch Biogasanlagen! 

Was glaubt ihr, was sich in der Gülle der Biogasanlagen alles tummelt! Hochkonzentriert! Das ist noch längst nicht erforscht! Aber diese Unmengen von Gülle werden regelmäßig auf die Äcker und Wiesen ausgebracht. Und wandern ins Grundwasser. Und irgendwann gelangen Reste davon ins Fernwasser. Vielleicht. 

Kurzum, was die Trinkwasserversorgung in Bayern angeht, da sitzen wir auf einer immer lauter tickenden Zeitbombe: Verkeimung, Verstrahlung und Vergiftung! Das sind die drohenden Gefahren! 

Je größer das Versorgungsgebiet eines Zweckverbandes ist, desto größer sind die Gefahren - logisch. Und desto länger dauert es, bis die Gefahr geortet und gefunden ist! Ob dann diese Gefahr abgestellt werden kann, ist ein anderer Stiefel! 

Es soll ja Zweckverbände geben, die wissen, welche Gefahren in ihren Rohrsystemen lauern. Aber sie betreiben Vogel-Strauß-Politik. Eine Gefahr sind überlange Rohrleitungen, in denen wegen der Überdimensionierung das Wasser zu langsam fließt, ja oft steht. Und schon die alten Römer wussten: 
"Wasser muss fließen!"
Und wenn die Bevölkerung auf dem Land immer mehr abnimmt, dann gibt es am Ende der Leitungen zu wenig Verbraucher. Folge: Das Wasser steht zu lange. Und stehendes Wasser beginnt zu faulen! Sagen die Hausfrauen. 

Trinkwasserversorger in anderen Bundesländern haben die Zeichen der Zeit erkannt und begannen mit dem Rückbau der überlangen und überdimensionierten Versorgungsleitungen. Nicht so in Bayern - die Folgen zeigt u. a. das Staudenwasser! 

Lange Leitungen bedeuten auch hohe Reparaturkosten, wie folgender Beitrag zeigt: 


Veröffentlicht am 14.12.2012 von TV Allgäu Nachrichten

Dass dann die metallenen Leitungen durch Kunststoffrohre ersetzt werden, da frage ich mich: Wird da der Teufel nicht mit dem Belzebub ausgetrieben? Ich habe ja schon pH-Werte von Biogasgülle gemessen - mit Werten von 11! Also ist diese Gülle als WC-Reiniger tauglich! Und was ist, wenn solche Gülle an den Kunststoffrohren nagt? Ich frage ja nur ...

Übernommen von Over-Blog

Dienstag, 28. Mai 2013

Vaterns "Märchenstunde" - Blog von Kiat Gorina

Gibt es eigentlich so etwas wie den großen “Münchhausen-Orden”? Wenn ja, müsste mein Vater ihn schon mehrfach verliehen bekommen haben. Wenn der nämlich von seinen Heldentaten anfing, log er, dass sich die Balken bogen. 

Es hat allerdings ein Weilchen gedauert, bis ich dahinter kam. Frisch aus der Lubjanka in diese komische Familie geraten, wusste ich sowieso nicht, wo mir der Kopf stand. 

So erzählte Vatern oft: “Die Dürkopp-Werke in Bielefeld haben mich bei Adler abgeworben, um dort Chefkonstrukteur zu werden. Dürkopp ging es damals nicht so gut, da habe ich den Laden erstmal umgekrempelt und in Schuss gebracht! Allein meinen Konstruktionen hat die Firma es zu verdanken, dass es jetzt bergauf geht! Hätten sie mich nicht bekommen, wären die schon längst pleite!” Usw. usw. Ob Vatern sein Getöne selber glaubte? Das werde ich wohl nie erfahren. 

Peinlich war es nur für zwei Verwandte von ihm, die seine Geschichten geglaubt hatten: “Wenn ihr mal nach Bielefeld kommt, zeige ich euch die ganze Firma”, prahlte er. “Ja, kannst du das so einfach?”, fragte Anni vorsichtig, “musst du nicht erst fragen, ob du uns hereinlassen darfst?” “Natürlich kann ich das! Ich bin schließlich der Chefingenieur!” 

Nun kamen Anni und ihre Cousine wirklich nach Bielefeld, und sie erinnerten sich an Vaterns Angebot. Sie pilgerten zu den Dürkopp-Werken und fragten arglos an der Pforte nach dem Chefingenieur Herrn K.” 

“Was, Chefingenieur?”, staunte der Pförtner, “wir haben zwar einen Herrn K., aber der sitzt irgendwo in einem Büro ... und murkst vor sich hin.” 

Oha, das war peinlich. Beschämt zogen die Cousinen von dannen. Von Vaterns Geschichten hielten sie seither nicht mehr viel. 

Vaterns Lügengeschichten hatten speziell für mich oft fatale und betrübliche Folgen. Wenn ich z. B. an die Geschichte mit dem Karussellpferdchen aus Kunststoff denke. 




Die kam mir heute wieder in den Sinn, als ich das Büchlein “Das patentierte Leichtgewicht” von Clemens B. Rintelen in meinem Bücherregal wiederfand. Es handelt von Ferdinand Schäfer, Vaterns Schwager, der in seiner kleinen Firma schon Anfang der 1960-er Jahre schwimmfähige Wohnwagen aus Kunststoff konstruierte und herstellte. 





Und noch so manches andere. Wie die allseits bekannten Automatenpferde, wo die Kinder 10 Pfennig in den Kassenschlitz warfen und sich dann selig ein Weilchen auf den wirklich hübschen Pferdchen mit den schwarzen Westernsätteln wiegen konnten. 

Ab und zu kamen Schäfers mal bei uns vorbei. Wenn etwas wegen der Oma zu besprechen war. Dabei stellte der kleine scharfsinnige Onkel Ferdi eines Tages etwas fest: “Sagt mal, kann eure Tochter eigentlich auch lachen? Die sieht mir immer reichlich 'bedröppelt' aus …” 

“Das geht euch gar nichts an!”, fauchte Vatern los, “das dumme Luder hat einen Tick, den wir ihr grade austreiben. Stellt euch vor, sie zerschneidet einfach unsere alten Zeitungen! Dabei kann man die doch noch brauchen!” 

“Ah ja”, Schäfers nickten sich bedeutsam zu, der Kippmannsche Geiz war wohlbekannt, “und warum tut sie das?” 

“Sie schneidet sämtliche Pferdebilder aus, die sie finden kann! Pfferde! So etwas Unnützes!” 

“Wenn sie Pferde mag, dann kann sie doch mal zum Reiten gehen. Das macht ihr bestimmt Spass ...”

“Das fehlte noch …” Längere Zetertirade folgte. 

Was Schäfers davon hielten, ahne ich zumindest. Denn sie brachten mir ein Modell ihrer Automatenpferde vorbei. Weißlichgrau, noch etwas rauh und unfertig. 

Egal! Ich schwebte im siebten Himmel! Endlich etwas, was ich auch anfassen und berühren konnte. Was eine bekannte und tröstliche Form hatte. 

Für diejenigen, die meine Geschichte nicht kennen: Nomadenkind - Armee - Lubjanka - eiskalte garstig keifende “Familie”. Von Muttern mit clownartigen Omakleidern ausgestattet - schon in der Schule die totale Isolation, nur gut als Lachnummer. Zuhause keine Wärme, kein einziges Tier, nichts …

Da ist es klar, was diese Pferdefigur für mich bedeutete. Wer nämlich ringsum nur Fremdes, Unbekanntes und Unverständliches vorfindet, freut sich über jeden halbwegs vertrauten Anblick. Ächzend schleppte ich das gute Stück in den Keller, um es da abzuschleifen und anzumalen. 

Tja, anmalen. Aber womit? Ich besaß nur einen schwarzen Filzstift und einen Tuschkasten. Für die Augen wollte ich den Filzstift nehmen und dann mit Klarlack aus diesem blöden Schmuckbastelkasten von Tante Friedhilde überziehen. Damit sie glänzten. 

Zweifelnd betrachtete ich die Farbnäpfchen. Das reichte hinten und vorne nicht - außer ich malte mein Pferd als Schecken an. Vergnügt pinselte ich los. Wenn ich das fertig hatte, wollte ich ein schönes Halfter fabrizieren. Ich hatte nämlich in Mutterns Putzlumpenkiste auch Reste von Kunstleder gefunden. 

Dummerweise kam einiges dazwischen. Und zwar in Form von Mutterns regelmäßig stattfindender Sachenkontrolle. Dabei sah sie alles genau durch. “Woher hast du das? Wofür brauchst das? ….” Dann der Hammer: natürlich kontrollierte sie auch meinen Farbkasten. Wozu? Da kann ich nur raten. Wahrscheinlich argwöhnte sie, dass ich darin eine Ameisenfarm betrieb oder gar irgend ein bazillenbehaftetes Tier beherbergte. Fehlanzeige! Aber: “Da fehlen ja Farben!”, schrillte sie los, sah genauer nach und entdeckte, dass schwarz und braun fehlten. 

Schon holte sie Luft, um eine ihrer berüchtigten Schuldzuweisungen von sich zu geben - da schellte es oben an der Haustür. 

Muttern rannte, mit meinem geplünderten Farbkasten in der Hand, nach oben um die Tür zu öffnen.
Uff, gerettet - dachte ich. Von wegen! Was da ins Haus quoll, gehörte zu Vaterns von mir so “geliebten” Verwandtschaft. Die beiden Frauen - Helga und Viola - hatte ich noch nie leiden können. Mutter Helga wollte immer alles so wie bei sich zu Hause haben, und wehe, sie bekam etwas anderes. 

Tochter Viola war so eingebildet, dass sie immer darauf wartete, dass ihr Spiegelbild sie zuerst grüßte. Dazu hatte sie, obwohl schon in reiferem Alter, noch ein Studium zur Sozialpädagogin angefangen.
Die Gute hatte doch sowieso schon “eine Meise unterm Pony”, dazu noch Sozialpädagogik. Also doppelt “bemeist”. 

Viola erspähte natürlich gleich den Farbkasten mit den leeren Farbnäpfchen. 

Aha! Schwarz und braun! Dustere Farben! Gleich erschreckte sie Muttern mit der Feststellung, dass ich mit Sicherheit manisch-depressiv sei! Das würde sie allein schon an meinem ausgefransten Pinsel erkennen, den ich noch in der Hand hielt. 

Sie schleppte mich gleich in die Essecke ab, um mir ernsthaft ins Gewissen zu reden und um ihren Verdacht bestätigt zu bekommen. 

“Schau mal, so ein schöner Tuschkasten”, säuselte sie mit seifenmilder Babystimme auf mich ein, “damit kannst du doch so schöne bunte Sachen malen! Muss es denn immer schwarz sein? Bist du so aggressiv, dass du solche Farben favorisierst?” 

Puh, die Gute musste wohl mit dem Klammerbeutel gepudert worden sein. 

“Was juckt es dich, was ich male? Schau dich doch mal im Spiegel an: Schwarz getuschte Wimpern und oben drüber alles in dunkel-lila. Sieht aus, als hättest du ein Veilchen. Ein Beerdigungsveilchen aber!”, schloss ich boshaft. “Soll ich deinetwegen vielleicht anfangen, Blümchenmuster zu malen?” Viola nickte ernst, sie schien meine Schnapsidee gut zu finden. 

Und ich schüttelte mich innerlich. Ein Pferd mit Blümchenmuster?! Und womöglich mit rosa Mähne? Grauenhaft. Inzwischen gibt es tatsächlich solch zuckrige Spielzeugpferdchen in Bonbonfarben zu kaufen.

Über die weitere Bemalung meines Pferdes brauchte ich gar nicht weiter nachzudenken. Als ich am nächsten Tag nach Hause kam, war es verschwunden. 

“Schäfers brauchten das Pferd für ein kleines Mädchen, sie haben es vorhin wieder abgeholt,” teilte Muttern mir im befriedigten Ton mit. 

Dass diese Geschichte stimmte, hatte ich stets bezweifelt. Und viele Jahre später kam die Wahrheit ans Licht: Schäfers besuchten uns in Mögersbronn. Sie begrüßten auch Tiger und dann kamen wir auf das besagte Kunststoffpferd zu sprechen. 

“Ich war schon sehr geknickt, als ihr das Pferd wieder weggeholt habt”, gab ich zu. 

Und Tante Millie riss vor Staunen die Augen kugelrund auf. “Was? Adolf hat es uns doch selbst  zurückgebracht. Er sagte, dass du es nicht haben wolltest. Gewundert haben wir uns schon. Aber du kennst deinen Vater ja gut genug um zu wissen, dass man besser nicht nachfragt ...”

Das war wieder ein Beispiel für seine ”fürsorgliche Vaterliebe” ...


Veröffentlicht am 12.10.2012 von HappyShiner


Montag, 27. Mai 2013

GLOSSE: Was die Schreibtischtäter der Bundeswehr den Soldaten raten - Blog von Kiat Gorina

Da mussten einst Soldaten der Bundeswehr in einen richtigen Krieg ziehen. In den Krieg am Hindukusch. Ja, auch am Hindukusch wurde und wird Deutschland von deutschen Soldaten verteidigt. Das sagte zumindest der bereits verstorbene Verteidigungsminister Peter Struck. Und die Soldaten wurden auch ausgerüstet - mit einem Gewehr G36 aus der einst berühmten Waffenschmiede Heckler & Koch. 

Und um Gewicht zu sparen, besteht dieses Gewehr überwiegend aus leichtem Kunststoff. Das fiel bei Manövern in deutschen Landen nicht so schnell auf. Aber im Kampf am Hindukusch. Der Gegner dort ist ja auch gemein - der schießt richtig! Und das Gewehr G36 hat einen kleinen Nachteil. Der SPIEGEL meldete:

Die Standardwaffe deutscher Soldaten, das Gewehr G36, ist in langen Feuergefechten nicht voll einsatzfähig. Nach mehreren hundert Schuss wird der Lauf der Waffe so heiß, dass auf 300 Meter Entfernung die Trefferwahrscheinlichkeit auf ein Drittel sinkt.

Quelle: SPIEGEL Bundeswehr-Gewehr G36: Bitte nicht so viel schießen: Seit 15 Jahren ist das Gewehr G36 bei der Bundeswehr im Einsatz, nun stellt sich nach SPIEGEL-Informationen heraus: Die Waffe wird bei langen Gefechten zu heiß, die Präzision lässt drastisch nach. Was sollen Soldaten im Kampf also tun? Die Gebrauchsanweisung gibt einen einfachen Tipp.

Unglaublich - aber wahr!

Die Soldaten der Bundeswehr kämpfen einen Zweifrontenkrieg: einmal gegen die Taliban am Hindukusch und zum andern gegen das Beschaffungs(un)wesen, das für die Bewaffnung der Soldaten sorgen soll. Diese Beamten tun das auch: Sie verfassen Gebrauchsanweisungen - auch für das Gewehr G36: 

Demnach muss "nach dem Verschießen von Patronen im schnellen Einzelfeuer oder in kurzen Feuerstößen bei starker Rohrerhitzung das Rohr auf Handwärme abkühlen, bevor weitergeschossen werden darf".

Findige Soldaten machten aus ihrer Not eine Tugend: Sie ließen von ihren Frauen weiße Fähnchen nähen, die wollten sie den Taliban zuwinken und ihnen signalisieren, dass sie gerade nicht schießen können - ihre Gewehre müssen abkühlen.

Die Beschwerden nahmen auch die Beamten für das Beschaffungsunwesen sich zu Herzen und gaben ein neues Gewehr in Auftrag - das G3 DMR! Das wurde sogar ausgeliefert - aber viele Scharfschützen wollten und konnten damit nicht schießen. Grund: So soll sich das G3 DMR im Anschlag nicht entsichern lassen, weil die Daumen der Schützen zu kurz sind, um die Sicherung zu erreichen.

Quelle: DER TAGESSPIEGEL In der Schusslinie

Aber das müssen wir verstehen. Die Beamten im Beschaffungsunwesen sind ja damit beschäftigt, gegen aufmüpfige Scharfschützen vorzugehen. Da gibt es wirklich Soldaten, die stellten das Kunststoffgewehr G36 in die Ecke und nahmen das uralte G3, wenn sie es in Depots und Waffenkammern noch fanden. Das alte G3 ist noch aus Metall. Und damit lässt sich viel weiter schießen und auch treffen. 

Solch Ungehorsam selbst denkender Soldaten muss natürlich unterbunden und vor allem bestraft werden.

Und um die empörte Truppe zu beruhigen, wurde ein weiteres Gewehr in Auftrag gegeben - das DMR 762. Aber damit handelte sich das Beschaffungsunwesen noch mehr Probleme ein: Denn diese neuen Scharfschützengewehre brauchen spezielle Patronen - aber die führt die Bundeswehr nicht.

So könnten die Soldaten mit den neuen Gewehren zwar theoretisch bis 800 Meter schießen. Nur woher die passende Munition nehmen? Und die Beamten im Beschaffungsunwesen brummeln: Wer kann schon an alles denken?!

Und das G3 DMR ist nicht "nachtkampffähig"! Das ist auch verständlich. Denn die Beamten im Beschaffungsunwesen arbeiten nur tagsüber - aber nie nachts! Ihnen kam es offensichtlich nie in den Sinn, dass Kriege auch nachts stattfinden.

Und der TAGESSPIEGEL zitiert einen nörgelnden Soldaten:

Die Verstellmöglichkeiten des Zielfernrohrs bis 800 Meter können die Bundeswehrsoldaten also bereits rein technisch nicht nutzen. Doch selbst dies ginge nur am Tage, denn das G3 DMR ist nicht „nachtkampffähig“: Die Nachtsichtbrille funktioniert nicht zusammen mit dem Zielfernrohr. „Bis ich damit das Okular vom Zielfernrohr gefunden habe“, beklagt sich ein Schütze, „ist der Krieg vorbei.“

Ja, jetzt ist auch verständlich, wieso die Bundeswehr so erpicht war, die unbemannte Drohne EURO HAWK zu bekommen. Damit hätte ein Krieg ganz bequem vom Schreibtisch aus geführt werden können. Aber auch damit gab es Probleme - Probleme, die den Steuerzahler mindestens über eine Milliarde Euronen kosten werden.

Quelle:  GLOSSE: Bundeswehr und seine Falken - der milliardenschwere Reinfall des Jahrhunderts: Der Hersteller versicherte, er habe so etwas bereits eingebaut - eine Kamera im Bug des Falken und die Bilder werden an die Bodenstation geschickt. Er nannte das System "See and Avoid"! Da waren die deutschen Generäle beruhigt - erst später merkten sie, dass sie einem Übersetzungsfehler zum Opfer gefallen waren: Die Deutschen hatten "Sense and Avoid" gefordert, aber die Amerikaner hatten "See and Avoid" verstanden. 

Der derzeitige Verteidigungsminister Thomas de M. kann einem richtig leid tun: Da hat er gerade die Riesenpanne mit dem europäischen Falken verdaut, schon gibt es neue böse Nachrichten: Da soll eine Waffenschmiede einen General bestochen haben, damit untaugliche Gewehre geliefert und auch bezahlt werden.

Quelle: Radio RAMASURI Neuer Bundeswehr-Skandal?: Neben dem Desaster um den Euro Hawk steht Verteidigungsminister de Maiziere neuer Ärger ins Haus: Seine Soldaten wurden möglicherweise mit mangelhaften Gewehren beliefert. Laut Bild am Sonntag ermittelt die Staatsanwaltschaft Koblenz wegen eines Korruptionsverdachts.

Der Vorwurf wiegt schwer: Ein Rüstungsunternehmen soll einen General bestochen haben, der für die Beschaffung von Waffen zuständig ist. Die Firma lieferte Gewehre, die ganz offensichtlich große Mängel aufwiesen: die Zielvorrichtungen und diverse Verschleißteile sollen mangelhaft gewesen sein.

Quelle: stern.de Mängel bei Bundeswehr-Waffen: Nach dem Drohnen-Debakel folgt für Verteidigungsminister de Maizière das Waffen-Wirrwarr. Die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt wegen Korruptionsverdachts. Die Beschaffung von Gewehren sei unklar.

Aber dem Verteidigungsminister Thomas de M. kann ja nichts passieren - schließlich hat die Kanzlerin ihm ihr volles Vertrauen ausgesprochen. Und vor zwei Wochen schaute sie selbst im Hindukusch nach dem Rechten - zusammen mit ihrem Verteidigungsminister:


Veröffentlicht am 10.05.2013 von euronewsde

Mit Gewehren als Waffe hat sie weniger am Hut - schließlich war sie mal FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda - ihre Waffe ist das Wort! Das haben ja zwei Springer-Journalisten herausgefunden und ein Buch darüber geschrieben:

Quelle: Angela M. und ihre zwei Leben

Und auch der Kanzlerin kann nicht viel passieren: Sie war ja zur Privataudienz beim Heiligen Vater!


Veröffentlicht am 21.05.2013 von phoenix

Und habt ihr es gehört? Wie die Kanzlerin sagte: "Wir leben alle von Voraussetzungen, die nicht in unserer Hand liegen!" - Also Leute, was wollt ihr nur? Für diese Skandale in der Bundeswehr gilt das auch! Das liegt nicht in der Hand der Kanzlerin und ihrem Verteidigungsminister! Liegst das dann alles in den Händen des Parlamentarischen Staatssekretärs Christian Schmidt, der arbeitet ja für den Verteidigungsminister und kommt von der CSU - also per se ein Alleskönner :-)

Übernommen von Over-Blog

Montag, 11. März 2013

Lebensmittelskandale wie am Fließband und der globale Genozid - Blog von Kiat Gorina


Da schrieb Katharina in ihrem lesenswerten Blog über Rattengift im Salat und veröffentlichte auch eine Adresse "Lebensmittelwarnung.de". Wer da reinschaut, sollte sich vorher auf einen stabilen Stuhl setzen - zu erschlagend ist, was sich derzeit in Deutschland abspielt:

Das ist ein Portal des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. Immerhin etwas! Aber ich frage mich, was haben die Unternehmen, die gesundheitsschädigende Lebensmittel verkaufen, sonst noch zu befürchten? Dass sie in diesem Portal genannt werden, da zucken die doch nur mit den Schultern und gehen zur nächsten Schandtat über.

Wieso eigentlich? Weil es sich um große Firmen handelt. Und weil seit Jahren in Europa eine Rezession herrscht. Und weil der "Markt" nicht gestört werden darf - sagen die Kommissäre der EU. 

Also wird uns Verbraucherinnen Salat - angeblich aus Italien - mit Rattengift angeboten! Und ich frage mich: Wie kommt Rattengift in den Salat? Es handelt sich um das Gift Raticid.

Wie wirkt dieses Gift? Es stört die Blutgerinnung, Mensch und Tier verbluten innerlich. Abhilfe: Vitamin K. Aber: Zuviel Vitamin K kann auch tödlich sein, dann gerinnt das Blut zu schnell. 

Quelle: Frankfurter Neue Presse Rattengift im Romana-Salat 

Es ist immer noch ungeklärt: Wie kommt das Rattengift in den Salat? Werden in Italien Salatpflanzen mit Rattengift gedüngt? Oder wimmelt es dort so sehr von Ratten, dass vorbeugend Rattengift verteilt wird? 

Oder sind die italienischen Ratten mittlerweile immun gegen Rattengift? Die Hamburger Morgenpost berichtet das:

Quelle: Hamburger Morgenpost Monster-Ratten: Immun gegen Rattengift: Sie gelten als heimtückische Überträger von Krankheiten. Jetzt soll es in Deutschland sogar mutierte Ratten geben, die immun gegen die meisten Gifte sind.

Auch der stern schrieb darüber - über Wanderratten: 

Quelle: stern.de Sie Kommen:  Sie wohnen gleich nebenan, hinter der Rigipswand, dort wo die Kabel liegen. Ihr Festmahl finden sie draußen, und nicht nur in der Biotonne. Die Wanderratten sind auf dem Vormarsch. Und jetzt sind die ersten immun gegen Gift. 

Es ist ja nicht nur Rattengift, was in Deutschland sogenannte "Lebensmittel" enthalten. Immer wieder werden Metallstückchen gefunden! Wie kommt Metall in die Nahrung? Darüber wird der Teppich des Stillschweigens gebreitet. Von Aufklärung und der Suche nach Ursachen keine Spur!

Und wenn im Chili con Carne Kunststoffteile gefunden werden, wie kann so etwas passieren? Auch darüber wird geschwiegen! Und ganz schlimm finde ich es, wenn Leberknödel Listerien enthalten! 

Das sind Bakterien! Und Ursache ist mangelnde Hygiene! Denn Hygiene kostet Geld - also wird immer öfter an der Hygiene gespart. Wird schon nichts passieren. Wikipedia schreibt: Durch die zunehmende industrielle Produktion von Lebensmitteln mit ihren vielen Zwischenstufen erhöhen sich aber die Kontaminations-Möglichkeiten. Dem versucht man durch entsprechende Hygiene-Maßnahmen zu begegnen.

Und wieder sind es die Nahrungsmittelfabrikanten, die ihren Rachen nicht vollbekommen und überall sparen wollen, um noch mehr Gewinn zu machen. Und die Lobby dieser Nahrungsmittelmafia will dann den Verbrauchern die Schuld in die Schuhe schieben: Die Kunden wollen nur Billiges kaufen. 

Das ist ein ganz freche Lüge: Außerdem steigen die Preise für Lebensmittel fast im Wochentakt - Inflation lässt grüßen!

Nicht wenige hegen den begründeten Verdacht, dass die Bevölkerung vergiftet und unfruchtbar gemacht werden soll! Wieso? Es soll ein globaler Plan zur Eugenik laufen, so dass nur noch 500 Millionen Menschen überleben - der große Rest soll aussterben:


Hochgeladen am 26.01.2011 von prophet534

In der Beschreibung zu diesem Video steht unter andrem: Darüber hinaus zeigt Alex [Jones] auf, daß ein Muster von versteckten Studien, verfälschten Statistiken und einer kriminellen vorsätzlichen Vergiftung des Trinkwassers alle auf eine Reduktion der Weltbevölkerung abzielen.

Da frage ich mich: Wer von den sieben Milliarden derzeit lebenden Menschen maßt sich das Recht an zu bestimmen, dass 6,5 Milliarden sterben sollen?! Und wie wollen die Überlebenden dieses globalen Genozids dann ohne ihre Heere von Arbeits- und Konsumsklaven weiterleben? Wer auch immer sich solche Strategien ausgedacht hat, es wurde nicht zu Ende gedacht;-)

übernommen aus Over-Blog 

Montag, 14. Januar 2013

Diese Republik subventioniert Krebs - Blog von Kiat Gorina


Da gibt es den Ort Allerdorf in Niedersachsen, nur 27 Häuser, aber 10 (in Worten: zehn!) Krebserkrankungen in neun Häusern! Also in jedem dritten Haus ein Krebsfall! Was hat diese Krebserkrankungen ausgelöst? Die Antwort: Leitungsrohre aus Kunststoff, genaugenommen PE100. Das ist auch der Kunststoff, aus dem Leitungsrohre für Trinkwasser hergestellt und eingesetzt werden!

Was wurde in Allerdorf mit solchen Rohren befördert? Lagerstättenwasser! Dieses Wasser entsteht bei der Förderung von Erdgas! Seit Beginn der 1990-er wird dort Erdgas gefördert, dabei fällt giftiges Abwasser an, es wird durch solche PE100-Leitungen zur Entsorgung abgepumpt. Und dieses Lagerstättenwasser enthält Benzol, ein Stoff, der Krebs verursacht!

Und diese Kunststoffrohre sind für Stoffe wie Benzol so durchlässig wie ein Sieb, das hochgiftige Benzol gelangt nach außen und damit ins Grundwasser und damit ins Trinkwasser!

Bis vor lurzem wurde diese Erdgasförderung sogar noch subventioniert! Mit Steuergeldern! Das bedeutet, die Erkrankten mussten selbst für den Krebs bezahlen! Das erinnert mich an die Zeiten der unheiligen Inquisition der Kirchen: Wenn da ein Mensch der Hexerei bezichtigt, gefoltert und auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde, mussten die Hinterbliebenen für die Kosten dafür aufkommen.

Offensichtlich hat sich bis heute nicht viel geändert. Heute gibt es kaum noch Hexenverfolgungen - von wenigen Ausnahmen abgesehen wie Hexenjagd in Bayern: Behörde zwingt Schriftstellerin tödliches Wasser zu trinken, aber das Grundprinzip bleibt: Die Opfer eines Umweltskandales werden gezwungen, diesen Umweltskandal mit ihren Steuern zu finanzieren!

Und wer ist der Henker in diesem Fall? RWE - einer der vier großen Energiekonzerne in Deutschland. RWE fördert Erdgas! Dabei entsteht dieses giftige Abwasser. RWE leitet deses giftige Abwasser durch PE-Rohre. Dabei dringt hochgiftiges Benzol nach außen und ins Erdreich ...

Vom BR gab es dazu eine Reportage:

Quelle: BR Umweltskandal durch Erdgasförderung

Und ihr könnt auch eine PDF-Datei herunterladen - nur für den privaten Gebrauch: Umweltskandal durch Erdgasförderung. Wen das interessiert, sollte sich das herunterladen - wer weiß, wann solche brisanten Infos "depubliziert" werden?!


Hochgeladen von ARD am 31.01.2012

Ein weiterer Umweltskandal - in Niedersachsen! Wer kann und will da noch diese CDU wählen?


Hochgeladen von popscenede am 14.01.2011

Die Verantwortlichen bei RWE stellen sich dumm! Aber schon bei den alten Römern gab es einen Grundsatz: "Unkenntnis schützt vor Strafe nicht!".

Und wenn Benzol in PE-Rohren von innen nach außen dringt, dann kann es umgekehrt von außen nach innen dringen! Es gab ja schon Fälle, da führten Trinkwasserleitungen aus PE-Kunststoff an Tankstellen vorbei. Der Boden um die Tankstelle war mit Benzol verseucht - wenig später auch das Trinkwasser!

In der Fachliteratur ist zu lesen:

Im Boden sollte PE nicht mit Benzin oder ähnlichen Chemikalien in Berührung kommen. Durch thermische Bewegungen im teilkristallinen Gefüge können Benzin, Benzol,  Lösungsmittel, chlorierte Kohlenwasserstoffe u. ä. von außen durchdiffundieren, d. h. die Rohrwand durchdringen und die Wasserqualität beeinflussen, obwohl das Rohr unter Druck steht.

Quelle: Soiné, Klaus Joachim: Handbuch für Wassermeister - Wissenwertes für den Betrieb von Wasserversorgungsanlagen, Oldenbourg Industrieverlag, 1998. S. 177f

Hier zeigt sich, wie lebensgefährlich PE-Rohre sein können, wenn mit ihnen Trinkwasser transportiert wird und die Rohre in belasteten Böden liegen. Und belastete Böden gibt es heutzutage fast überall, auch auf dem freien Land, wenn Böden durch Pestizide wie Roundup verseucht werden.
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Sonntag, 13. Januar 2013

Trinkwasserverordnung schützt nicht vor Krebs - Trinkwasser nur mit Nase geprüft - Blog von Kiat Gorina


Wer  glaubt, die deutschen Gesetze würden den Verbraucher schützen, der irrt gewaltig! Es gibt Unmengen an Gesetzen, die die Deutschen im wahrsten Sinne des Wortes zu Tode regulieren. Nehmen wir die Trinkwasserverordnung: 

Die ist bitter nötig, weil Wasser das wichtigste Lebensmittel überhaupt ist. Schauen wir uns diese Verordnung näher an, gibt es jede Menge Schlupflöcher für die öffentlichen Wasserversorger. Die meisten sind zuverlässig und verantwortungsbewusst. Jedenfalls in anderen Bundesländern. Nicht unbedingt in Bayern. 

So soll das Trinkwasser in den Versorgungsleitungen auf keinen Fall stehen bleiben, also stagnieren. Weil sich dann gefährliche Keime vermehren und Schadstoffe aus den Kunststoffleitungen in das Wasser übergehen.  Deshalb soll man ja Wasser, das länger als vier Stunden in der Leitung steht, höchstens zum Blumengießen oder Putzen verwenden. Für menschlichen Verzehr ist es unbrauchbar - ja gefährlich!. 

So, wie komme ich jetzt auf dieses Thema? Ganz einfach, weil bis zu meinem Hof eine Wasserleitung mit mehreren tausend Litern Wasser  führt. Dort endet diese Leitung. Ich soll das Wasser zwangsweise nutzen, wehre mich aber dagegen. 

So kam ich dazu, mich über die Trinkwasserverordnung und die Gefahr von Stagnationswasser genau zu informieren. 

Mir standen die Haare zu Berge! Die reinste Giftbrühe! Und die wirklich sau-gefährlichen Wasser-Insassen werden da drin gar nicht erwähnt, eben weil das Wasser üblicherweise flott fließt. Bereits die alten Römer wussten: "Wasser muss fließen!" 

Nun gibt es das Bakterium Pseudomonas aeruginosa. Das kommt wirklich überall vor, es wächst sogar in destilliertem Wasser. Und es wächst ab der für Menschen ungemütlichen Temperatur von +4 Grad Celsius. In stehendem Wasser kann es sich in aller Ruhe fleißig vermehren, das ist wie eine Speisekammer für die kleinen Kerlchen. 

Bei Wasserproben im öffentlichen Versorgungsnetz werden diese Bakterien nicht untersucht, weil es ja kein “stehendes Wasser” ist oder sein sollte. Diese kleinen Biester sind sehr gefährlich. Sie sind auch als “Krankenhauskeime” berüchtigt. Sie verursachen allerlei Erkrankungen, wie z. B. 

  • Lungenentzündung, 
  • Hämolyse (Blutzersetzung), 
  • Meningitis (Hirnhautentzündung) und 
  • Enterokolitis (Darmentzündung).

Nicht so schlimm? Das kommt auf den Erkrankten an. Es gibt nämlich keine  Antibiotika, die gegen Pseudomonas aeruginosa helfen. Die Kerlchen sind multiresistent. 

Oder die Sache mit den “Kenngrößen und Grenzwerten zur Beurteilung der Beschaffenheit des Trinkwassers”. Das ist sehr löblich und nützlich. Bis man genauer hinschaut: 

Bekanntlich lösen sich aus den üblichen PE-Versorgungsleitungen  unter anderem Weichmacher (Phenole) und hormonwirksame Substanzen,  wenn das Wasser länger als sechs Stunden darin steht. 

Na wunderbar! Gerade der Grenzwert für Phenole ist sehr wichtig. Phenole sind nämlich hochgradig krebserregend. 

Dann die Ernüchterung: Der Grenzwert für Phenole beträgt 0,0005 mg/l. Aber wie wird er festgestellt? Als Geruchsschwellenwert! Also mit der amtlichen Nase eines amtlichen Prüfers!

Soll das ein Witz sein? Ich fürchte, nein! 

Das heißt also, so ein amtlicher Prüfer hält seinen Rüssel über das Probengefäß und schnuppert. Er kann nichts riechen, also ist der Grenzwert nicht überschritten. 

Was, wenn der Mensch Schnupfen hat oder stark einparfümiert ist? 

Oder haben diese Prüfer eine genormte Nase mit eingebauter Analysenwaage (die sind noch im Mikrogrammbereich genau) und Skala zum Ablesen? 

Wer das nicht glauben mag, schaue in die Trinkwasserverordnung, Anlage 4:

Quelle: Trinkwasserverordnung Anlage 4 

Die tödlichen Bakterien und die krebserregenden Phenole fielen mir heute Abend wieder ein, als mich eine Bekannte anrief: "Die haben dein Pferd und deinen Esel ermordet! Die gehören alle weg! Mach doch was! Du kannst das doch!" 

Anscheinend dachte sie an die Prophezeiung des alten Schamanen. Meine Antwort begriff sie nicht: "Wieso? Das macht doch schon der öffentliche Wasserversorger." 

Wie denn das? Ganz einfach: 

In den anderen Bundesländern werden Stichleitungen, die so genannten Totleitungen, vom Netz getrennt. Eben, weil sie ein tödliches Risiko sind. 

Aus dem stehenden Wasser kann es eine Rückverkeimung in die Hauptleitung geben. Und Keime können sich alle 20 Minuten verdoppeln. Dann ist ein krankmachendes Milliardenheer unterwegs … 

Und auch die Phenole und andere giftigen Stoffe gelangen zurück in das Hauptversorgungsrohr. Die ahnungslosen Menschen nehmen das Giftzeug beim Trinken oder beim Duschen/Baden über die Haut auf. Das Zeug sammelt sich über die Jahre im Körper an (in Fettgewebe, Leber) und ist alles andere als harmlos: 

Es ist nicht nur krebserregend, zuvor kann es Nieren, Leber, Blut, Zentralnervensystem oder das Herz-Kreislauf-System schädigen. 

Es ist erschreckend, dass die Dorf-Insassen nicht das Abtrennen der Stichleitung  vom Versorgungsnetz fordern. Ist ihnen ihr Leben und die Gesundheit so unwichtig?

Es wird zwar immer noch behauptet, deutsches Trinkwasser ist das am meisten geprüfte Lebensmittel. Aber das muss lange her sein:


Hochgeladen am 11.05.2011 von UnserWASSERinDE


Haben wir es mitbekommen? Trinkwasser macht krank, dick und dumm! Unglaublich, aber wahr!

Wie gefährlich beispielsweise Bisphenol-A ist und dass es auch in Trinkwasser vorkommt, beschreibt aerzteblatt.de:

Im Körper entfaltet Bisphenol A eine östrogenähnliche Wirkung, und die Substanz steht seit einiger Zeit im Verdacht krebserregend zu sein, weshalb Kanada im April 2008 Babyflaschen aus Kunststoff ganz verbot.

Aber Trinkwasser wird in Versorgungsleitungen aus PE-Kunststoff transportiert. Und bei langen Stichleitungen, in denen das Wasser steht, da kann dann Bisphenol-A aus dem Kunststoffrohr ins Trinkwasser gelangen. Und dann?

Quelle: Teil 2 Der große Bisphenol A Report
Übernommen von Over-Blog

Freitag, 7. Dezember 2012

Unfruchtbar! - stirbt die Menschheit aus? - Blog von Kiat Gorina


Da geistern zur Zeit Meldungen durch die Medien, die berichten, dass die französischen Männer immer unfruchtbarer werden. Allen voran die Männer in Paris!

Quellen:

  1. FOCUS ONLINE Franzosen leiden unter Spermien-Schwund
  2. Neue Zürcher Zeitung Weniger Samenzellen im Sperma der Franzosen

Hier zeigt sich wieder einmal, wie sehr die betroffenen Verbraucher verblödet werden sollen! Das Problem mit dem Spermien-Schwund besteht nicht nur bei Parisern, nicht nur bei Franzosen, sondern das ist mehr und mehr ein globales Problem!

Da hat 2010 der Sender ARTE eine sehr gute Dokumentation erstellt - aber nur wenige schauten hin! Die Verantwortlichen waren seit Jahren informiert, dass die Verwendung von Kunststoffen zusammen mit Nahrungsmitteln - auch Trinkwasser! - eine Zeitbombe darstellen.

Eine Zeitbombe deshalb, weil die Menschheit bald aussterben wird. Ganz einfach, weil immer mehr Männer unfruchtbar werden. Will heißen, dass deren Spermien zur Fortpflanzung nichts mehr taugen.

In den ARTE-Videos wid auch die Wissenschaftlerin Ana Soto genannt - darauf komme ich später noch zurück. Jetzt die ARTE-Dokumentation:


Hochgeladen von BilderbergerTV am 02.08.2011


Hochgeladen von BilderbergerTV am 02.08.2011


Hochgeladen von BilderbergerTV am 02.08.2011




So jetzt zu Ana Soto, sie hat bereits 1989 vor der Verwendung von Kunststoff zusammen mit Trinkwasser gewarnt! Aber diese Warnungen wurden von der Kunststoffindustrie kleingeredet. Grund: Heute werden bei der Trinkwasserversorgung aus Kostengründen nur noch Kunststoffrohre verlegt. Und Ana Soto und Kollegen mussten feststellen, dass gesundheitschädlche Stoffe ins Trinkwasser wandern. 

Zu diesem Komplex habe ich recherchiert und sehr traurige Fakten gefunden:

Quelle: "LEITUNGSWASSER KANN IHRER GESUNDHEIT SCHADEN" - Soll ein EU-weiter Skandal vertuscht werden?

Zugegeben, das ist ein sehr langer Artikel! Aber die Lektüre lohnt sich! Damals im Mai 2012 bettete ich auch ein Video ein. Da ging es darum, dass einer der gefährlichen Stoffe Bisphenol ist. Dieses Video wurde "zensiert" - angeblich wegen "Urheberrechtsverletzungen" ... Bisphenol A verringert die Anzahl der Spermien!

Nehmen wir halt ein anderes Video - die Wahrheit lässt sich nicht unterdrücken!


Hochgeladen von AlanWattResistance am 22.09.2011

Da bin ich gespannt, wie lange es dieses Video noch gibt ...

besucherzhler

Donnerstag, 3. Mai 2012

"LEITUNGSWASSER KANN IHRER GESUNDHEIT SCHADEN" - Soll ein EU-weiter Skandal vertuscht werden? - Blog von Kiat Gorina


Wer meinen Blog kennt, weiß, dass das Landratsamt Ansbach mich mit Zwangsgeldern zwingel will, gesundheitschädigendes Wasser zu trinken! Unglaublich - aber wahr! 
Infos: 

  1. PRESSEMITTEILUNG Hexenjagd in Bayern: Behörde zwingt Schriftstellerin tödliches Wasser zu trinken
  2. PRESS RELEASE Witch Hunt in Germany - Authorities Force Writer to Drink Killing Water

Ich wurde gezwungen, über diesen Komplex zu recherchieren. Und fand Haarsträubendes! Und ich musste feststellen, dass Dokumente und Unterlagen aus dem Internet entfernt werden. So ist beispielsweise eine Veröffentlichung des belgischen Wirtschaftsmagazins Knack nur noch in einigen wenigen Webarchiven zu finden. Warum  wohl?
Deshalb zitiere ich die kompletten Texte - damit sie nicht wieder verloren gehen:
Folgende Veröffentlichung wurde dem Wirtschaftsmagazin ‚Knack’ in Belgien entnommen. Wasserrohre aus Kunststoff, die in Wohnhäusern verlegt werden, geben verdächtige chemische Substanzen an das Trinkwasser ab. Wissenschaftler nennen diese Entwicklung alarmierend. Von Marleen Teugels, Chris Vermeire, Luuk Sengers und Kaare Gotfredsen
Es begann Ende 1989, als Ana Soto und Carlos Sonnenschein, beide Professoren für Zellforschung an der Tufts University in Boston, zufällig bemerkten, dass in ihrem Labor merkwürdige Dinge vorgingen. Sie führten gerade Experimente durch, um die Wirkung von Östrogenen auf die Entwicklung von Brustkrebs zu erforschen. „Die von uns untersuchten Brustkrebszellen begannen zusehends zu wachsen, sobald wir den Proberöhrchen Östrogene beimischten“, berichtet uns Ana Soto in einem Gespräch in Paris. „Außerdem stellten wir zu unserer Überraschung fest, dass auch in den Proberöhrchen, denen wir keine Östrogene beigemischt hatten, die Zellen sich zu vermehren begannen. Es war, als hätte jemand versehentlich Östrogene zugefügt.“
„Wir untersuchten monatelang sehr genau jede Phase des Tests, einschließlich der Apparaturen, die wir in dem Labor benutzten. Dabei entdeckten wir, dass die Östrogene aus den Kunststoff-Proberöhrchen gelaugt wurden, in denen wir das Serum aufbewahrten.“  
„Niemand hatte uns jemals gesagt, dass Kunststoffe Östrogene freisetzen. Der Hersteller der Proberöhrchen teilte uns mit, dass man den Röhrchen eine Substanz beigemischt habe, um sie widerstandsfähiger und weniger zerbrechlich zu machen. Um welche Substanz es sich handelte, wollte uns das Unternehmen allerdings nicht mitteilen: Geschäftsgeheimnis. Die Forscher des Massachusetts Institute of Technology (MIT) fanden heraus, dass es Nonylphenol war. Wir waren sehr besorgt. Was wäre, wenn solche künstlichen Östrogene auch aus den Plastikmilchfläschchen für Babys austreten würden?“ Die Forschungsergebnisse von Soto und Sonnenschein wurden 1991 in Environmental Health Perspectives veröffentlicht.  
Missbildungen 
„Wieder durch Zufall entdeckten unsere Kollegen eine weitere gefährliche Substanz, die von einigen Trinkverpackungen und -flaschen freigesetzt wurden: Bisphenol A“, fährt Ana Soto fort. „Wie es zu diesem Stand der Dinge kommen konnte, ist ein Rätsel, denn die Leute, die Bisphenol A im Jahr 1936 zum ersten Mal synthetisch herstellten, wussten, dass es östrogene Eigenschaften besitzt.“  
„Die Industrie und die Behörden haben uns immer gesagt, dass die von uns gefundenen Mengen zu klein seien, um für uns schädlich zu sein. Wenn wir aber ungeborene Babys berücksichtigen, gilt diese Meinung nicht mehr“, betont Ana Soto mit Nachdruck. „Es gibt kein unbedenkliches Maß an hormonstörenden Stoffen, wenn ihnen Embryonen ausgesetzt werden. Der Kontakt des Embryos mit hormonstörenden Verbindungen kann irreparable organische Schäden hervorrufen und sogar zu Problemen in der Pubertät oder im späteren Leben führen. Wir beobachteten eine anomale Entwicklung von Brustdrüsen bei pubeszenten Mäusen, denen nur die kleinste, noch zu verabreichende Dosis Bisphenol A gegeben wurde. Bei Mädchen, die sich in der Pubertät befinden, indiziert eine solche Entwicklung ein erhöhtes Brustkrebsrisiko.“  
„Während meiner Forschungsarbeiten über die Wirkungen von hormonstörenden Stoffen beobachtete ich, dass Versuchstiere fettleibig wurden oder ein absonderliches Verhalten zeigten. Japanische Wissenschaftler berechneten, dass die in unserer Studie verwendete Dosis mit dem Grad an Bisphenol A vergleichbar ist, dem wir Menschen ausgesetzt sind, und dass diese Menge zweitausend Mal geringer ist als der als sicher festgelegte Normwert. Und es ist unmöglich, der Substanz zu entkommen, da sie weit verbreitet ist.“  
„Wir brauchten fünfzehn Jahre, um die Wirkungen einer begrenzten Zahl von chemischen Stoffen auf Zellen und Tiere zu untersuchen. Es ist schwierig, die Wirkungen auf Menschen festzustellen, weil wir keine Experimente an Menschen durchführen können. Das Problem ist, dass die chemische Industrie die Welt mit Tausenden neuer Substanzen überflutet. Es wäre unmöglich, sie alle zu untersuchen. Wie lange dauert es noch, bis die Behörden einschreiten?“  
Das ist eine gute Frage, denn die Auswirkungen von Hormonstörern auf den Menschen werden jetzt immer deutlicher. So gebären Mütter, die während der Schwangerschaft hohe Dosen an Phtalaten (Weichmachern in Kunststoffen) im Urin aufwiesen, Babys mit z.B. kleineren Penissen und weniger entwickelten Hoden. Bei Ratten führen solche Entwicklungen zu Unfruchtbarkeit, geringerer Spermienproduktion und manchmal auch zu Hodenkrebs.  
„Die skandinavischen Studien führen viele Substanzen auf, die möglicherweise das menschliche Hormonsystem stören.“  
Kunststoff ist biologisch aktiv 
In Dänemark kam es zu einem öffentlichen Aufschrei der Entrüstung, als Professor Erik Arvin, ein Experte auf dem Gebiet der Wasserversorgung, Wasserrohre aus Polyethylen (PE) untersuchte, die europaweit in Hausinstallationen immer beliebter werden. „Ich dachte, das wäre eine gute Aufgabe“, vertraute uns der Akademiker an, als wir ihn in seinem Labor in der Dänischen Technischen Universität (DTU) in Kopenhagen besuchten. „Wenn neue Stoffe verwendet werden, ist es immer interessant zu untersuchen, ob sie Probleme verursachen könnten – obwohl es natürlich besser wäre, dies zu tun, bevor das Material auf den Markt kommt.“
„PE-Rohre bestehen hauptsächlich aus Polyethylen, aber es werden noch allerlei Stoffe beigemischt, zum Beispiel Antioxidantien (Phenole) und Weichmacher, um das Material haltbarer bzw. biegbarer zu machen. Wir wollten untersuchen, ob diese Beimischungen möglicherweise gefährlich sein könnten, falls sie ausgelaugt werden und ins Trinkwasser gelangen.“  
„In vier verschiedenen Arten von PE-Rohren ließen wir sieben Tage lang Wasser stehen. In diesem Wasser entdeckten wir an die zehn chemische Stoffe, meistens Phenole (wie z.B. 4-tertiär-Butylphenol) und phenolische Substanzen. Wir veröffentlichten die Ergebnisse unserer Untersuchung 2002 in der Fachzeitschrift Water Research.  
Nach nur sechs Stunden zeigte die Probenentnahme aus dem stehenden Wasser, dass die dänischen Grenzwerte für die Trinkwasser-Migration von Phenolen (0,5 Mikrogramm je Liter) bereits überschritten waren. Das ist auch von anderen dänischen Forschern belegt worden. Das Problem besteht weniger in den Hauptwasserrohren, in denen das Wasser schneller und bei niedrigeren Temperaturen fließt. Vielmehr sind die Wohnungen betroffen, wo das Wasser regelmäßig lange steht, die Rohre dünner sind und die Temperaturen ansteigen.
LEITUNGSWASSER 
Probleme entstehen meistens in den Wohnungen, wo das Wasser regelmäßig lange steht, die Rohre dünner sind und die Temperaturen ansteigen.    
Kontaminiertes Leitungswasser
Laut Professor Hans Jørgen Albrechtsen (DTU) sind die von Kunststoffrohren freigesetzten chemischen Substanzen auch ein ausgezeichnetes Kulturmedium für Bakterien wie die Legionellen. Das kann die Bildung eines Biofilms im Rohrinnern zur Folge haben. Die Untersuchungen des niederländischen Zertifizierungsinstituts KIWA haben bislang gezeigt, dass ein spezielles Kunststoffrohr, das PEX-Rohr, für diesen Effekt besonders anfällig ist.  
Ein zusätzliches Problem stellt die Tatsache dar, dass Substanzen wie Benzin und Lösungsmittel in Wasserrohre aus Kunststoff eindringen können. In Dänemark sind mittlerweile über sechzig Problemfälle berichtet worden. Diese Kontaminierung von Leitungswasser ist in der Nachbarschaft von Tankstellen und chemischen Reinigungen festgestellt worden und rührte von undichten Fahrzeugtanks. Für gewöhnlich offenbart der Geruch das Problem – doch einige Lösungsmittel sind geruchlos.  
Die ganze Frage erregte in Dänemark großes Aufsehen. Der dänische Rat für technische Forschung stellte Erik Arvin 240.000 € zur Verfügung, um die von Wasserrohren ausgehende Migration chemischer Stoffe weiter zu untersuchen. Daneben hat die dänische Regierung weitere 130.000 € für eigene Untersuchungen bereitgestellt.
Die Dänen sind nicht die Einzigen, die Untersuchungen anstellen: Auch norwegische Wissenschaftler haben verschiedene Typen von Kunststoff-Wasserrohren untersucht (PE-HD, PEX und PVC) und sind zu denselben Schlüssen gekommen. Der deutsche Wissenschaftler Andreas Koch stellte in Kunststoffrohren eine ganze Reihe migrierter Substanzen fest – teilweise identisch mit den Stoffen, die in den skandinavischen Studien ans Licht kamen.
Keine Untersuchungen 
„Es sind kaum Untersuchungen darüber vorgenommen worden, welche Wirkungen diese freigesetzten Rohrsubstanzen auf die Gesundheit haben“, meint Ana Soto, als wir ihr die wissenschaftlichen Studien aus Skandinavien vorlegen. „Aus der ganzen Liste habe ich selbst lediglich 4-tertiär-Butylphenol untersucht. Die von den Dänen gemessene Höchstdosis (6,6 Mikrogramm je Liter) ist hoch. Wenn man menschliche Zellen mit dieser Dosis kultiviert, beginnen sie sich zu vermehren, was auf hormonstörende Vorgänge hindeutet.“  
„Warum gibt es überhaupt so viele unterschiedliche Phenole, die aus den Wasserrohren migrieren?“, fragt Ana Soto empört. „Und in so hohen Konzentrationen. Könnten sich die Hersteller nicht auf ein Antioxidans beschränken?“  
„Phenole gehören nicht ins Trinkwasser“, meint der flämische Professor für Humanökologie, Luc Hens (VUB). „Ana Soto ist auf ihrem Gebiet eine weltweit anerkannte Expertin. Der Test, den sie mit Sonnenschein zur Ermittlung von Pseudo-Östrogenen in Proberöhrchen (der so genannte „E-Screen-Test“) entwickelte, ist sehr zuverlässig. Ein positiver E-Screen-Test ist wie ein erstes Alarmsignal. Aus diesem Grund erscheint es aus meiner Sicht sinnvoll, vorsorglich Substanzen zu beschränken und zu verbieten, die auf den Test ansprechen und scheinbar pseudo-östrogene Wirkungen haben.“  
„Die Messungen in Skandinavien sind in der Tat alarmierend“, bestätigt der Forscher An Verspecht (VUB), der mit der Abteilung für Humanökologie unter anderem für die flämische Regierung an einer Vielzahl von Projekten forschte, wie z.B. die Untersuchung von hormonstörenden Stoffen in Oberflächenwassern in Flandern (gemeinsam mit der Universität Gent und dem flämischen Institut für Technologieforschung). „Mehrere Substanzen aus den skandinavischen Studien verursachen möglicherweise Störungen im menschlichen Hormonsystem oder könnten allergische Reaktionen auslösen. Für diese Substanzen sind unbedingt Risikoanalysen erforderlich.“  
Installateure 
Macht es Flandern besser? Die Wasserversorgungsunternehmen sind sehr stolz auf die Qualität des Wassers. Ist es vorstellbar, dass die Entdeckungen der dänischen Wissenschaftler auch für Flandern zutreffen? Wie überall in Europa haben Kunststoffrohre auch in unserem Land bedeutende Marktanteile erobert. Kunststoffrohre sind bei Installateuren sehr beliebt, weil sie als Wasserleitungen schnell, einfach und unauffällig verlegt werden können. Sind die Wasserleitungen in unserem Land dieselben wie im übrigen Europa? „Ich glaube ja. Der Markt für Wasserrohre ist europaweit“, sagt Christian Legros, Geschäftsführer von Belgaqua, der Dachorganisation der belgischen Wasserindustrie. „Es ist sehr wahrscheinlich, dass eine Untersuchung der Wasserrohre, die von den Installateuren in unseren Wohnungen und Häusern verlegt werden, zu ähnlichen Ergebnissen wie in Dänemark kommen würde.“
ANA SOTO 
Die Zellbiologin und einige ihrer Kollegen bemerkten, dass im Labor merkwürdige Dinge vorgingen, als sie Experimente zur Erforschung der Wirkung von Östrogenen auf die Entwicklung von Brustkrebs durchführten.  
Prüft Belgaqua denn die Wasserrohre? „Nein“, antwortet Christian Legros. „Die einzigen Rohre, die geprüft werden, sind die Hauptrohre der öffentlichen Wasserversorgung.“  
Unternehmen die Wasserversorger irgendwelche Maßnahmen gegen die chemischen Stoffe, die von den Dänen und Norwegern im Leitungswasser gefunden wurden? „Nein“, entgegnet Marc Buysse, Leiter der Samenwerking Vlaams Water (SVW, Flämische Wasserpartnerschaft), der Dachorganisation der Wasserunternehmen. „Diese Substanzen sind nicht als Parameter in der Trinkwassergesetzgebung enthalten.“  
„Die Mengen der in Dänemark gefundenen Substanzen sind gering“, führt Paul Bielen an. Er ist Leiter von Pipda Laboratory, dem Trinkwasserunternehmen der Provinz Antwerpen. „Selbstverständlich ändert das nichts an der Tatsache, dass diese Substanzen am besten gar nicht erst entstehen sollten.“    
Was sagen die Kunststoffverarbeiter dazu?  
KUNSTSTOFFVERARBEITER:   
„So harmlos wie eine Tasse Tee.“  
Geert Scheys, Generalsekretär von Fechiplast, der Dachorganisation der belgischen Kunststoffverarbeiter, reagiert auf die Untersuchungsergebnisse.  
Eine ausländische Untersuchung gibt an, dass eine ganze Menge Substanzen ins Trinkwasser gelangen, darunter Phenole, MBTE, DBT und BHT. Gehören sie da hinein? 
Geert Scheys: Die für Trinkwasserrohre eingesetzten Additive sind für diese Anwendung zugelassen. Die Phenole sind Reaktionsprodukte bekannter Additive, die eingehend geprüft worden sind. Die Mengen, die während der dänischen Untersuchung im Trinkwasser festgestellt wurden, liegen weit unter den zugelassenen Grenzwerten. Phenole sind an sich nicht gefährlich – zum Beispiel kommen sie natürlicherweise in jeder Tasse Tee vor.  
Aber sind Phenole nicht potentielle Hormonstörer? 
Geert Scheys: Es ist korrekt, dass Phenole und phenolische Derivate auf der europäischen Liste der potentiellen Hormonstörer stehen. Sie waren Gegenstand einer umfassenden Risikobewertung, die zu dem Schluss kam, dass sie für die Verbraucher nicht gefährlich sind. Bei einigen dieser Substanzen dürfen gewisse Grenzwerte allerdings nicht überschritten werden. Diese Grenzwerte wurden so gewählt, dass sie eine wesentliche Sicherheitstoleranz beinhalten.“
Die dänische Untersuchung gibt an, dass die aufgestellten Grenzwerte überschritten werden, wenn das Wasser länger als sechs Stunden in den Rohren steht. 
Geert Scheys: Wahrscheinlich haben sie neue Rohre verwendet, von denen eine größere Migration ausgeht. Ein wirkliches Risiko geht von einer vorübergehend höheren Konzentration nicht aus. Es wird nur zum Problem, wenn die Grenzwerte über längere Zeiträume überschritten werden. Außerdem wurden die Tests in Dänemark mit statischem Wasser durchgeführt. Es ist etwas anderes, wenn das Wasser in einem Rohr konstant fließt.  
Die Wissenschaftlerin Ana Soto behauptet, dass die als sicher genehmigten Grenzwerte nicht gelten, wenn Embryonen den hormonstörenden Stoffen ausgesetzt werden. Sie untersuchte dies bei Bisphenol A. 
Geert Scheys: Hier besteht eine klare Meinungsverschiedenheit unter den Experten. In einem Bericht des Wissenschaftsausschusses für Lebensmittel der Europäischen Kommission haben führende Fachleute zum Beispiel herausgefunden, dass der derzeitige Kontakt mit Bisphenol A deutlich geringer ist als die zulässige Tagesmenge. Nichtsdestoweniger sind weitere Untersuchungen geplant.  
Was ist mit Benzin und Lösungsmitteln, die in Kunststoffrohre eindringen können? Geert Scheys: Das ist wohlbekannt. In einigen belasteten Böden ist es besser, keine Kunststoffrohre zu verwenden. Die Wasserunternehmen wissen das. Auch die Installateure. Ein Installateur würde kein Kunststoffrohr in einem belasteten Boden verlegen.     
Strenge Vorschriften 
Nach Meinung der Wasserunternehmen ist es nicht so schwierig, das Problem mit den im Rohrinnern freigesetzten Stoffen zu umgehen. „Falls das Wasser über Nacht in den Rohren gestanden hat, ist es nicht mehr für den Verbrauch geeignet“, sagt Paul Bielen. „Die Wasserunternehmen betrachten es nicht mehr als Frischwasser. Es kann für andere Dinge genutzt werden als damit Kaffee zu kochen.“   #
Wie stehen die Wasserversorgungsunternehmen zum möglichen Vorhandensein von Hormonstörern in der Wasserversorgung? Sie sind nicht gerade glücklich über die Art, wie die chemische Industrie mit dem Thema umgeht. „Es ist nicht hinnehmbar, dass wir als Lieferanten von Trinkwasser ständig mit neu produzierten Substanzen konfrontiert werden, die einen Einfluss auf die Wasserqualität haben“, meint Marc Buysse. „Wenn die Chemieindustrie mit neuen Verbindungen aufwartet, sollte sie diese sehr viel gründlicher auf ihre Auswirkungen auf Mensch und Umwelt untersuchen.“  
„Diese Untersuchung bestätigt, dass mit Hochdruck an REACH, den neuen europäischen Rechtsvorschriften für chemische Produkte, weitergearbeitet werden muss“, entgegnet der Europaabgeordnete Bart Staes von den Grünen. „Die Industrie geht ein hohes Risiko ein, wenn sie große Mengen an Substanzen auf den Markt bringt, ohne die Konsequenzen ihres Handeln zu kennen.“
Bisher ist es Aufgabe der Regierung, die Auswirkungen von Chemikalien auf Umwelt und Gesundheit zu prüfen. Sollte das REACH-System implementiert werden, ist die Industrie selbst dafür zuständig.  
Laut Bart Staes ist von den über hunderttausend chemischen Substanzen, die heute auf dem Markt sind, nur ein Bruchteil auf ihre Wirkung auf Mensch und Umwelt geprüft worden. Für die riesige Mehrheit können wir nur hoffen, dass sie nicht gefährlich ist.  
Es ist sehr umstritten, ob REACH eine fundamentale Änderung herbeiführen wird. Der intensive Lobbyismus der chemischen Industrie hat den ursprünglichen Plan bereits erheblich ausgehöhlt.  
„Die unterschiedlichen Fraktionen im Europaparlament gleichen derzeit ihre Positionen an“, sagt Bart Staes. „Sozialisten, Liberale und Progressive haben bereits erklärt, dass sie für ein wirksames und starkes REACH-System kämpfen werden. Die Konservativen haben ihrerseits verlautbaren lassen, dass sie Partei für die Industrie ergreifen werden.“  
„Trinkwasser ist ein Grundnahrungsmittel, das so rein wie möglich bleiben muss“, schließt Staes. „Zurück ins Mittelalter zu gehen, als die Menschen Bier tranken, weil das Wasser zu stark verschmutzt war, ist wohl kaum eine Lösung.“    
INFO 
Dieser Bericht ist eine Produktion des Investigate Reporters Network Europe (Irene,
www.irene-reporters.org). Das Projekt wurde mit finanzieller Unterstützung des Fonds Pascal Decroos (Brüssel) und des Fonds voor Bijzondere Journalistieke Projekten (Amsterdam) ins Leben gerufen.   Entnommen aus: Wirtschaftsmagazin Knack, Belgien
Veröffentlicht am 28.04.2012 von amigolobo48


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