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Freitag, 2. November 2012

GLOSSE: Die Schamanin, die Hausnummern klaut - Blog von Kiat Gorina


Da wollte mich heute eine junge Frau besuchen. Also fragte sie ihren Navigator nach Windsbach. Das kannte dieses Ding. Ich wohne aber auf einem Einzelhof - weit genug vom nächsten Dorf entfernt. Trotzdem habe ich die Hausnummer 29.

In den 1970-er Jahren gab es eine Gemeindereform: bisher hatte dieses Dorf einen eigenen Bürgermeister, er “residierte” im Dorf mit der Hausnummer 29. Und damals wohnte der Vorbesitzer meines Hofes unter der Hausnummer 28. Nach der vollzogenen Gemeindereform gab es keinen Bürgermeister mehr. Und er bekam eine neue Hausnummer, die 28. Und mein Hof die Nummer 29.

Dann starb der frühere Bürgermeister, die Witwe nannte sich seitdem “Altbürgermeisterwitwe”. Und sie bestand auf ihrer alten Hausnummer - der 29. Aber die hatte ja ich!

Also war die Hausnummer 29 doppelt vergeben, die Nummer 28 gab es nicht mehr, darauf bestand diese Altbürgermeisterinwite.

Ich merkte, dass da etwas nicht stimmte, als ich meinen Hof bei der Landesbrandversicherung versichern wollte. Ich gab bei der Adresse meine Hausnummer 29 an. Dann kam die Police. Und was stand da? Die 28!

Ich führte ein längeres Telefonat mit der Hauptstelle in München. Nach einigem Hin und Her stellte sich heraus, dass im Computer bereits mit der Nummer 29 ein Anwesen eingetragen ist. “Unser Computer lässt es nicht zu, dass die 29 doppelt eingetragen wird!”

Ich bestand auf der richtigen Hausnummer 29, so war sie ja auch beim Finanzamt und beim Katasteramt eingetragen. Dann ließ sich offensichtlich der Münchner Computer überreden. für mein Anwesen die Hausnummer 29 zu akzeptieren. Und in der Landesbrandversicherung wurde  dann das Haus der “Altbürgermeisterwitwe” mit der Hausnummer 28 geführt.

Ich sprach sie an und erzählte ihr das. Sie wurde böse: “Das ist nicht richtig! Ich habe immer die Nummer 29 gehabt!” Ich ließ sie kopfschüttelnd stehen.

Und heute fragte die junge Frau, die mich besuchen wollte, im Dorf nach mir und wo ich wohne. Ausgerechnet bei der “Altbürgermeisterwitwe” klingelte sie. 

“Da draußen!” Und die Altbürgermeisterin zeigte nach Südwesten. Und fügte hinzu: “Das ist eine böse Frau! Die hat meine Hausnummer geklaut!” Und schlug die Haustür vor ihr zu.

Als die junge Frau meinen Hof doch noch gefunden hatte, erzählte sie mir diese Episode. Wir lachten zusammen. Über so viel Borniertheit! Sie hatte ja nur dreißig Jahre Zeit, sich an ihre neue Hausnummer zu gewöhnen - das ist offensichtlich nicht lange genug ...
Ich habe gar nicht gewusst - und auch nicht geahnt, dass ich die Schamanin bin, die Hausnummern klaut!

Und im Toilettenwagen einbricht. Hoffen wir nur, dass das Wirtshaus nie verschwindet, sonst habe ich das auch noch “geklaut”.


Hochgeladen von weissfirst1 am 30.07.2009
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Sonntag, 7. Oktober 2012

Das Dorf - Einbruch in Toilettenwagen - Blog von Kiat Gorina


Gestern befielen mich wieder mal heftige Zweifel. Zweifel, ob ich in Bayern oder im Komödienstadel wohne. Ich war im Stall und streute Knopfis Box ein, da hörte ich es draußen an der Tür schaben. Riffel? 

Nein, eher nicht. Was da so breit in der Tür steckte, war ein schon älterer Jungbauer aus dem Dorf. Ich musste mir - wieder mal - das Lachen verkneifen. Da stand er, stramm wie eine Urwaldtrommel in seine Latzhose gezwängt. Auf dem Kopf thronte das unvermeidliche Kochtopfhütchen vom Futterhändler. 

"Grüß dich", quetschte ich heraus, was wollte die Trommel hier? Er hatte seit 2006 kein Wort mit uns gewechselt, obwohl sein Acker mit der Feldscheune direkt an meinen Hof grenzt. 

Also? 

Schon ging es los: "Seit ein paar Jahren wird es hier immer krimineller! Man kann sich gar nicht mehr sicher fühlen!" 

"?" 

"Ja, unten am Waschplatz, die Hütte vom Schnupfclub und der Toilettenwagen - er hat sich wirklich so "vürnöhm" ausgedrückt! - sind aufgebrochen worden! Mit einem Brecheisen!" 

"Ja und? Ist bei dir auch eingebrochen worden, in die Scheune?" 

"Naa, des is unde om Woschblotz. Dei hom de ganze Woar higmocht! Weils nix gfunne hom!" Aha, Dialekt.Jetzt ist er ganz von der Rolle. 

"Was sollte denn da drin sein?", kam meine verblüffte Frage. 

"Na Geld natürlich!", krähte er empört, "und wir wissen noch gar nicht, was da alles geklaut wurde!" 

"Geld? Im Klowagen?" Ich schnupperte unauffällig: Komisch, keine Fahne, der meint das ernst. 

Und dann kam seine große Drohung: "Wir rufen jetzt die Polizei! Dann werdet ihr sehen, was ihr davon habt!" 

Damit stiefelte er davon. 

Und ich überlegte, was man denn aus einem Lokuswagen klaut. Die Klobrille vielleicht? 

Kein Fremder würde einen Klowagen aufbrechen, weil er schon von weitem riechen kann, was da drin ist. 

Oder war der Sammler wieder am Werk?

Sammler-Geschichten:




Hochgeladen von SennaRossiFan46 am 12.04.2011
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Mittwoch, 12. September 2012

Wo bleibt denn heute der Dorf-Spion? - Blog von Kiat Gorina


Dass der Sammler und der Dorf-Spion ein und dieselbe Person sind, versteht sich wohl von selbst. Nur dass dieser Mensch mit dem ausladenden Hinterteil seit meinem Blog-Artikel seine riesige Mondaufgangs-Hose nicht mehr anzieht. 

Heute fehlte uns direkt etwas. Immer, wenn sich bei uns etwas tut, kommt er nämlich mit seinem GT - Geräteträger - angerattert, vorn auf der Ladefläche den obligatorischen Eimer. Den fährt der Dorf-Spion  zu solchen Anlässen spazieren. Meist bleibt er direkt vor meiner Hofeinfahrt stehen. Und ihm wachsen Trichterohren und Teleskopaugen.  

Aber heute? Da kam der große Tank-LKW, um  meine Klärgrube leer zu pumpen. Das gute Stück ist erstens blau und zweitens kommt er nur, wenn die Grube voll ist. Das müsste den Spion doch magisch anziehen? Wo bleibt er nur? 

Dafür war unser Kater Murrli auf dem Posten. Egal was sich hier auf dem Hof tut, Murrli passt aus sicherer Deckung auf, ob die großen Zweibeiner auch alles richtig machen. Die Müllabfuhr kennt er schon, das ist nicht so dramatisch. Aber dies hier? Was machten die Menschen da? 

Und was war das für ein langer riesiger Schwanz, der vom Lkw in ein großes Loch hing? Und warum schmatzte das komische Ding so laut? 

Mit großen runden Augen hockte Murrli oben an der Scheune auf dem Mäuerchen. So ganz geheuer war ihm die Sache nicht. 
Uff, endlich! Der große schmatzende LKW verschwand, alles schien wieder in Ordnung. 

Vorsichtshalber setzte Murrli sich für die nächste Zeit mitten auf den Klärgrubendeckel. Nur so, zur Sicherheit. 

Wozu Katzen dressiert werden können, zeigt folgendes Video:


Hochgeladen von malibudogtraining am 21.07.2009
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Mittwoch, 22. August 2012

Heilbronn: Wer mal muss, hat Pech gehabt - Blog von Kiat Gorina


Zumindest im Amtsgericht von Heilbronn. Wer da ein Bedürfnis hat, steht vor verschlossenen Türen! Auch Schulklassen. Es kommt ja immer wieder vor, dass eine Schulklasse das Amtsgericht besucht. Und wenn Schülerinnen und Schüler auf die Toilette müssem, dann werden sie auf die Personaltoiletten "umgeleitet". 

Und wieso das Ganze? Weil an diesem Gerichtsgebäude seit 30 Jahren nichts mehr repariert resp. saniert wurde und wird. Und warum nicht? Weil das Geld fehlt! Immerhin mindestens drei Millionen Euronen! Auch wenn es in ein Dienstzimmer regnet - es kann offenbar nicht saniert werden. 

Auch wenn der Fassadenputz bröckelt und Passanten auf den Kopf zu fallen droht, es ist kein Geld da! Tja, Heilbronn liegt im Bundesland Baden-Württemberg, und da wird ja in Stuttgart gerade eine Million nach der anderen verbuddelt - für den künftigen unterirdischen Bahnhof. Damit die oberirdische Gleisfläche endlich frei wird - für Grundstücksspekulationen. 

Derzeit schaut ja der Hauptbahnhof - oder die Rest davon - aus wie nach einem Bombardement. Wer mehr darüber wissen möchte, schaue in den Blog stuttgart-steht-auf.
Quelle: stimme.de Dem Heilbronner Amtsgericht droht der Verfall 

Das dürfte erst ein Vorgeschmack sein, wenn weiterhin für dieses Wahnsinnsprojekt Stuttgart 21 weiterhin Millionen in den Sand gesetzt werden! Übrigens, Stuttgart hat bei Insidern einen neuen Namen: Maulwurfshausen - wegen der zu bauenden Tunnel, und nicht wenige Fachleute rechnen ernsthaft damit, dass es zu erheblichen Schäden kommen kann. 

Erinnern wir uns: Wer hat das Stadtarchiv in Köln gebaut? Der Konzern Bilfinger Berger. Da gab es ja ein Debakel. Und welches Unternehmen baut in Stuttagart 21 mit? Tja, da können sich die Stuttgarter auf einiges gefasst machen: 

In Köln stürzte die U-Bahn ein und begrub das Stadtarchiv unter sich. Und was kann in Stuttgart passieren?


Veröffentlicht am 21.08.2012 von nachtschattenstgt

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Samstag, 12. Februar 2011

Nachtrag: Peep Show bei Otto - Blog von Kiat Gorina

Zur Familie des mehrfachen Milliardärs Otto gehört auch die ECE-Gruppe, die bundesweit über 90 Einkaufszentren betreiben. Und so ein Milliardär muss natürlich ganz genau wissen, was die Mitarbeiter so machen. WEITER

Donnerstag, 10. Februar 2011

GLOSSE: Peep Show bei Otto? - Blog von Kiat Gorina

Zur Familie des mehrfachen Milliardärs Otto gehört auch die ECE-Gruppe, die bundesweit über 90 Einkaufszentren betreiben. Und so ein Milliardär muss natürlich ganz genau wissen, was die Mitarbeiter so machen. WEITER