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Freitag, 8. August 2014

GLOSSE: Roland K. tritt ab - in den Orkus der Vergessenen?


Der frühere Ministerpräsident von Hessen wagte vor über drei Jahren den Sprung in die Wirtschaft: Er wurde Vorstandsvorsitzender des Konzerns Bilfinger. Besonderes Fortune hat er nicht gehabt - nach zwei Gewinneinbußen innerhalb kurzer Zeit zog K. die Reißleine und verkündete seinen Rücktritt. 

Bilfinger wurde in der Vergangenheit immer wieder mit Skandalen in Verbindung gebracht. Beispielsweise

  • Kölner-U-Bahn: es wurden gefälschte Bauprotokolle gefunden.
  • ICE-Strecke Nürnberg-München: die Hälfte der 600 Protokolle zu Metallankern sollen gefälscht sein.
  • Düsseldorfer U-Bahn gegen zwei Bilfinger-Mitarbeiter: Vorwurf Fälschung von Bauprotokollen.
  • Korruptionsskandal wegen Nigeria-Pipeline
  • Einsturz des Kölner Stadtarchivs

Skandale sind ja für K. nichts Neues: Erinnern wir uns an den CDU-Parteispendenskandal. Da hatten der damalige Innenminister Kauther und der Landesschatzmeister Prinz zu Sayn-Wittgenstein illegale Spenden als das Vermächtnis verstorbener Juden deklariert. K. behauptet, nichts davon gewusst zu haben! Im Mai 2010 trat er überraschend als Ministerpräsident zurück. Und fünf Monate später wurde er in den Vorstand von Bilfinger berufen. Und dann wurde er Chef von Bilfinger. 

K. fällt mit seinem Rücktritt sehr weich: Sein Gehalt von rund 3,5 Millionen Euronen wird weiterhin gezahlt. Grund: Er kündigte nicht aus einem wichtigen Grund. So ist K. bis 2016 gut versorgt.

Quelle: WELT Bilfinger zahlt Roland Koch Millionengehalt weiter

K. hat ja noch längst nicht das Rentenalter erreicht, aber im nächsten Jobcenter muss er sich nicht melden. Er ist von Beruf Rechtsanwalt, da werden sich schon Mandanten finden. 

Erinnern wir uns im Zusammenhang mit Roland K. an die kleine Andrea Y.:
Quelle: Hessen aus der Sicht einer Schamanin


Hochgeladen am 16.01.2009 von x3songs

Übernommen von OverBlog

Montag, 29. Juli 2013

Siemens: Der Stundenlohn des Peter Löscher

Da schrieb der Stern:


Entlassung von Siemens-Chef Löscher
"Zehn Milliarden Euro vergeigt"

In welcher Zeit? Am 20. Mai 2007 war Peter Löscher zum Vorstandsvorsitzenden von Siemens ernannt worden. Und am 1. Juli 2007 trat er sein Amt an. Vorher war er Manager in der Pharmaindustrie. Und Siemens brauchte damals einen Fachmann, der Siemens von einer schlimmen Erkrankung heilen konnte - der Korruptitis! Ja, der Siemenskonzern war zur damaligen Zeit von Bestechungen geplagt - ganz übel.

Also kurierte Peter Löscher den Konzern von dieser schier unglaublichen Krankheit - bald tauchten keine neuen Bestechungsfälle mehr auf. Allerdings hatte Löscher als Siemenschef kein glückliches Händchen. Und als Löscher jüngst die Versprechen von Gewinnen zurücknehmen musste, traf ihn der Unmut der Aktionäre! Mit voller Wucht! Sie forderten seinen Rücktritt:

Quelle: stern.de "Zehn Milliarden Euro vergeigt": "In den letzten 18 Monaten ist die Entwicklung einfach nur noch enttäuschend", hatte Fondsmanager Henning Gebhardt von der DWS auf der Hauptversammlung geklagt. Privataktionär Hans-Martin Buhlmann rechnete für Löschers Amtszeit vor: "Zehn Milliarden Euro Aktionärsgeld wurden vergeigt."

Also soll Löscher entlassen werden. Es gibt nur ein kleines Problem: Löschers Vertrag läuft noch bis 2017! Also steht Löscher eine kleine Abfindung zu - es sind ja nur über neun Millionen Euronen! Das berichtet jedenfalls der SPIEGEL:

Quelle: SPIEGEL ONLINE Peter Löscher: Chefwechsel kostet Siemens mehr als neun Millionen Euro: Gemäß den Vergütungsregeln der Münchner bekommt ein Vorstand bei einvernehmlichen Ausscheiden zwei Jahresgrundgehälter inklusive Bonus, was sich in Löschers Fall auf 6,7 Millionen Euro summiert. Dazu kommt ein Zuschuss für sein Pensionskonto über gut 2,2 Millionen Euro sowie anteilig der - noch nicht festgelegte - Bonus für das laufende Geschäftsjahr.

Ja, wir haben richtig gelesen: Löscher erhält auch noch Bonuszahlungen! Wofür?

Andererseits behauptet ein Privataktionär, Löscher habe zehn Milliarden vergeigt. Wenn ich jetzt da die Abfindung plus Boni gegenrechne, komme ich auf eine "tolles" Ergebnis:

Für jede "vergeigte" Milliarde erhält Löscher eine Million Euronen als Belohnung resp. Abfindung! Gilt bei Abfindungen gar folgende Regel?


Eine Milliarde vergeigt
eine Million Belohnung!

Das ist doch ein Bombengeschöft - für scheidende Manager! Und wer sind die wirklich Betroffenen, wenn es einem Konzern schlecht geht? Wieder die Heerscharen von Arbeitnehmern! Es gibt wieder Entlassungen. Es muss ja eingespart werden - auf Kosten der Arbeitnehmer. Das Heer der Arbeitslosen muss vergrößert werden! Schließlich dürfen die Jobcenter selbst nicht arbeitslos werden!

Und wie der Bundesrechnungshof feststellen musste, gibt es Fälscher vom Dienst, die die Arbeitslosenstatistiken manipulieren. Die haben sich so sehr an ihre Tätigkeit gewöhnt. Und der Chef der Bundesarbeitsagentur für Arbeit hat sich auch an seinen Standardspruch "Der deutsche Arbeitsmarkt ist stabil!" gewöhnt! Nicht auszumalen, wenn Weise einen neuen Spruch auswendig lernen muss!


Veröffentlicht am 27.07.2013 von Helmut Zermin

Die arme Kanzlerin! Sie muss sich wieder an ein neues Gesicht gewöhnen, wenn sie mit einem Schwadron von "Wirtschaftslenkern" an Bord auf Reisen geht ...

Und Peter Löscher selbst? Im Interview stellt er klar: "Ich bin fernab vom Popstar!"


Veröffentlicht am 05.03.2013 von handelsblatt

Und vor acht Monaten sprach Löscher von einem guten Gesamtjahr - so schnell ändern sich die Zeiten:


Veröffentlicht am 08.11.2012 von DAFChannel

Mein Fazit: Irgendwann platzen auch die größten Dampf- und Wortblasen - sehr zum Schaden der Mitarbeiter - leider!

Achja, im Titel stand ja was vom Stundenlohn von Peter Löscher. Der ist schnell errechnet: Löschers Vertrag gilt bis 2017. Das sind vier volle Jahre. Erhält Löscher zum Abschied zehn Millionen Euronen, dann macht das 2,5 Millionen pro Jahr. Und ein Jahr hat zwölf Monate: Also 208.333,33 Euronen pro Monat! Wiviel Stunden im Monat arbeitet ein Manager wie Löscher? Sagen wir mal 200. Das macht dann 1.041,67 Euronen pro Stunde! Fürs Nichtstun! Denn Bedingung ist, dass Löscher ja nicht mehr für Siemens tätig ist!

Da schimpft Springers BILD immer über die schmarotzenden Langzeitarbeitslosen! Und was ist mit Managern wie Löscher? Halten wir fest:


Künftiger Stundenlohn für Peter Löscher: 1.041,67 €
 fürs Nichtstun! 
Geringfügig über den Mindestlohn von 8,50 €!

Also erhält Löscher künftig für Null Stunden seine zehn Millionen! Treudoof tippe ich in den Rechner ein: 10 Millionen geteilt durch Null. Der Rechner meldet ERROR! Ach ja, Stundenlohn für eine Null - das ist nicht möglch!

Übernommen von Over-Blog

Donnerstag, 11. Juli 2013

Schlechte Nachrichten aus der deutschen Wirtschaft: Praktiker pleite

Die schlechten Nachrichten aus der deutschen Wirtschaft reißen nicht ab: Erst der Einbruch der deutschen Exportzahlen und jetzt die Nachricht: 


Praktiker insolvent!

Soso, die Praktiker-Baumärkte sind zahlungsunfähig. Die Banken haben ihren Daumen nach unten gesenkt:

Quelle: REUTERS Sanierung gescheitert - Baumarktkette Praktiker pleite: Frankfurt/Mülheim (Reuters) - Rund 20.000 Mitarbeiter von Praktiker müssen nach der Pleite der Baumarktkette um ihren Arbeitsplatz bangen.

Da haben wir es wieder: Wer bezahlt die Zeche für eine verfehlte Wachstumspolitik? Wieder die Arbeitnehmer. Allein 15.000 Jobs in Deutschland sind von der Praktiker-Pleite betroffen. Das bedeutet für viele: Erst Arbeitslosengeld I und dann der unaufhaltsame Sturz in die Armut - unter der Knute von König Hartz dem Vierten!

Und wer soll alles schuld sein an dieser Pleite? Das verregnete Frühjahr! Und die ständigen Rabattaktionen wie "Alles um 20 % billiger!". Nein das waren nicht die Gründe für diese Pleite:

Diese Baumarktkette hat sich schlichtweg überdehnt. Da wurden in anderen Ländern Praktiker-Baumärkte eröffnet. Beispielsweise in Griechenland. Gerade in Griechenland! Wer kann dort noch Baumaterial kaufen? So gut wie niemand. Viele griechischen Familien sind froh, wenn sie täglich etwas zu essen bekommen.

Und auch in Deutschland sitzt das Geld der Verbraucher längst nicht mehr so locker wie früher. Eine Wirtin erzählte mir: Früher kamen zu mir Gäste, die jede Woche essen gingen. Jetzt nur noch alle zwei Wochen ...

Grund für diese Zurückhaltung sind die inflationären Preise - gerade für Lebensmittel! Wenn Gurken teurer sind als Fleisch?! Immer stärker macht sich diese verfehlte Energiepolitik bemerkbar: Wer übers Land fährt, sieht meist nur noch diese Monokultur von Maisfeldern - kaum noch Getreide, kaum noch Kartoffeln. Dabei schneiden sich die Landwirte ins eigene Fleisch: Diese alljährliche Monokultur lässt die Böden auslaugen, die Spritzmittel verseuchen das Grund- und damit das Trinkwasser!

Nur davon spüren die für diese Misere verantwortlichen Politiker nichts - sie leben in ihren Parallelwelten. in denen sie ihre Potemkinschen Dörfer bauen. Die raue Wirklichkeit schaut ganz anders aus! Und was sagen zur Praktiker-Pleite die zuständigen Minister? Was sagt der Vizekanzler und Wirtschaftsminister? Für Pleiten hat er keine Zeit - mit Negativem gibt er sich nicht ab, das schadet seinem Image!

Und die Kanzlerin und ihr Finanzminister blasen weiterhin in das Horn der Einsparungen: Den Griechen dröhnen derzeit wieder die Ohren: Ihr müsst noch mehr einsparen, damit der Euro gerettet wird! Wo sollen die Griechen denn noch einsparen? Und wohin fließen die Milliarden, die die Superbank ESM in Luxemburg den Griechen zukommen lässt? 

Kommt das bei den notleidenden Griechen an? Nicht die Bohne! Das versickert im Geflecht der angeblich notleidenden Banken ...

Wie lange werden sich die Griechen und andere Länder noch derart verschaukeln lassen? 

Dass diese EU alles andere als demokratisch ist, zeigt auch das Beispiel Lettland: Nur ein Drittel der Letten ist für den Beitritt zur Eurozone - trotzdem trat Lettland bei! Ist das die neue Demokratie? Nicht das gesamte Volk bestimmt - sondern nur ein Drittel! Und was sind die anderen zwei Drittel? Ja, die gehören zu den "Überflüssigen", die braucht diese EU-Bankokratie nicht!

Bald dürfen die Deutschen wieder einmal ihre Kreuzchen auf den Wahlzetteln machen - sind diese Euro-süchtigen Parteien noch wählbar? Wohl kaum!

Jetzt, sogar der als Mister Euro geltende Ministerpräsident von Luxemburg - Jean-Claude Junker - musste gestern seinen Rücktritt ankündigen! Er - der sonst den Euro symbolisierte! Wenn das kein schlechtes Omen ist! Für die Zukunft des Euro! 

Quelle: FAZ Juncker reicht Rücktritt ein: Juncker kündigte an, er werde an diesem Donnerstag seinen Rücktritt beim Großherzog einreichen.

Damit ist die Euro-Gruppe "kopflos" geworden. Bereits am 22. September 2012 schrieb ich die Glosse  Die neue Völkerwanderung nach Luxemburg: Aber gleich mit solchen Gehältern um sich schmeißen?! Tja, da zeigt sich die vorausschauende Weisheit der Gouverneure: Sie haben gleich die erwartete Inflation des Euro einkalkuliert - deshalb diese hohen Mindestgehälter für Hilfskräfte und Praktikanten! In kurzer Zeit kommt sowieso eine Hyper-Inflation. Und dann ist der Euro nicht mehr das Papier wert, auf dem er gedruckt wird.

Wann werden diese Euro-Fetischisten unter den Politikern einsehen: 


Euro-Land ist abgebrannt!

Höchstwahrscheinlich erst dann, wenn es zu spät ist!


Veröffentlicht am 27.09.2012 von Rita Weiß

Und so schaut ein leerer Praktiker-Baumarkt aus: Leute, da haben Menschen gearbeitet! Die wurden alle weggeschmissen - die allermeisten werden Opfer von Hartz IV - aber sie erscheinen nicht in der Arbeitslosenstatistik. Grund: Die Jobcenter denken sich immer neue Schikanen aus und sanktionieren auf Teufel komm raus! Was mit den Betroffenen geschieht, ist doch denen egal! Hauptsache, diese Arbeitslosen verschwinden aus den Statistiken!

Damit der unweise Weise von der Bundesagentur für Arbeit verkünden kann: "Der deutsche Arbeitsmarkt ist stabil!" Ob der das selbst glaubt? Bestimmt! Er lebt auch in einer Parallelwelt - vollgestopft mit Potemkinschen Dörfern:


Veröffentlicht am 10.11.2012 von AlltagLive

Samstag, 1. Dezember 2012

Die Osram-Funzel - Arbeiter auf der Straße - Blog von Kiat Gorina


Da berichtete ich über den Gewinneinbruch von Siemens und schon kommt eine Verzweiflungshandlung: Osram - eine hundertprozentige Siemens-Tochter muss entlassen! Siemens-Chef Peter Löscher hat das Sparen angeordnet. Und wo lässt sich am meisten sparen? An den Mitarbeitern!

Quelle: Siemens - Gewinneinbruch - Entlassungen

Über 1.000 Menschen sollen bei Osram ihren Arbeitsplatz verlieren. Das ist wieder eine vorweihnachtliche Botschaft:

Quelle: süddeutsche.de Osram baut in München Stellen ab

Wieso geht es Osram so schlecht? Eigentlich müsste Osram gut dastehen: Einmal wurde die gute alte Glühlampe verboten - es gab daher vorher einen Run auf die alte Glühbirne. Und zweitens, müssen künftig die europäischen Verbraucher die überteuerten sogenannten Energiesparlampen laufen. Also müsste es Osram blendend gehen. Trotzdem erlischt der Osram-Schein. Trotzdem wirbt Osram am Münchner Stachus immer noch mit: "Hell wie der lichte Tag!"

Noch im Mai 2010 wurde im Hause Osram Optimismus verbreitet:

Quelle: süddeutsche.de Der Mann fürs Leuchten

Trotzdem beginnen finstere Zeiten für Osram: Der Börsengang wurde bis auf weiteres verschoben. Und der oberste Siemenschef Peter Löscher? Er hält viel von Schnellschüssen wie "Fix it, close it or sell it!" Das ist gnadenlos: Wenn eine Tochter wie Osram nicht die geplanten Gewinne abwirft, dann gibt es nur die Wahl zwischen Schließung oder Verkauf!

Ursachenforschung nach dem ausgebliebenem Gewinn? Das war mal! Das ist viel zu mühsam! Und das bringt kein Geld - keine Rendite! Also weg mit solchen Töchtern. Auch wenn damit Menschen entlassen werden müssen. Was geht das Peter Löscher an? Sein Arbeitsplatz ist sicher - vorerst!

Quellen

  1. süddeutsche.de Firmenlenker ohne lange Atem
  2. heise online Osram plant Entlassungen
  3. presse.com Osram: 1050 Entlassungen nach Verbot von Glühbirnen

Löscher lässt Osram fallen - wie eine heiße Kartoffel. Stattdessen kauft er ein - die britische Invensys - das kostet zwar Milliarden und gefährdet weitere Arbeitsplätze in Deutschland. Aber das schert Löscher nicht die Bohne - er denkt global!


Veröffentlicht am 29.11.2012 von DAFChannel

Wenn er sich da nicht verschätzt! Für das kommende Jahr geht das Wachstum zurück:


Veröffentlicht am 29.11.2012 von DAFChannel


Veröffentlicht am 29.11.2012 von ReutersVideo

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Freitag, 2. November 2012

GLOSSE: Die Schamanin, die Hausnummern klaut - Blog von Kiat Gorina


Da wollte mich heute eine junge Frau besuchen. Also fragte sie ihren Navigator nach Windsbach. Das kannte dieses Ding. Ich wohne aber auf einem Einzelhof - weit genug vom nächsten Dorf entfernt. Trotzdem habe ich die Hausnummer 29.

In den 1970-er Jahren gab es eine Gemeindereform: bisher hatte dieses Dorf einen eigenen Bürgermeister, er “residierte” im Dorf mit der Hausnummer 29. Und damals wohnte der Vorbesitzer meines Hofes unter der Hausnummer 28. Nach der vollzogenen Gemeindereform gab es keinen Bürgermeister mehr. Und er bekam eine neue Hausnummer, die 28. Und mein Hof die Nummer 29.

Dann starb der frühere Bürgermeister, die Witwe nannte sich seitdem “Altbürgermeisterwitwe”. Und sie bestand auf ihrer alten Hausnummer - der 29. Aber die hatte ja ich!

Also war die Hausnummer 29 doppelt vergeben, die Nummer 28 gab es nicht mehr, darauf bestand diese Altbürgermeisterinwite.

Ich merkte, dass da etwas nicht stimmte, als ich meinen Hof bei der Landesbrandversicherung versichern wollte. Ich gab bei der Adresse meine Hausnummer 29 an. Dann kam die Police. Und was stand da? Die 28!

Ich führte ein längeres Telefonat mit der Hauptstelle in München. Nach einigem Hin und Her stellte sich heraus, dass im Computer bereits mit der Nummer 29 ein Anwesen eingetragen ist. “Unser Computer lässt es nicht zu, dass die 29 doppelt eingetragen wird!”

Ich bestand auf der richtigen Hausnummer 29, so war sie ja auch beim Finanzamt und beim Katasteramt eingetragen. Dann ließ sich offensichtlich der Münchner Computer überreden. für mein Anwesen die Hausnummer 29 zu akzeptieren. Und in der Landesbrandversicherung wurde  dann das Haus der “Altbürgermeisterwitwe” mit der Hausnummer 28 geführt.

Ich sprach sie an und erzählte ihr das. Sie wurde böse: “Das ist nicht richtig! Ich habe immer die Nummer 29 gehabt!” Ich ließ sie kopfschüttelnd stehen.

Und heute fragte die junge Frau, die mich besuchen wollte, im Dorf nach mir und wo ich wohne. Ausgerechnet bei der “Altbürgermeisterwitwe” klingelte sie. 

“Da draußen!” Und die Altbürgermeisterin zeigte nach Südwesten. Und fügte hinzu: “Das ist eine böse Frau! Die hat meine Hausnummer geklaut!” Und schlug die Haustür vor ihr zu.

Als die junge Frau meinen Hof doch noch gefunden hatte, erzählte sie mir diese Episode. Wir lachten zusammen. Über so viel Borniertheit! Sie hatte ja nur dreißig Jahre Zeit, sich an ihre neue Hausnummer zu gewöhnen - das ist offensichtlich nicht lange genug ...
Ich habe gar nicht gewusst - und auch nicht geahnt, dass ich die Schamanin bin, die Hausnummern klaut!

Und im Toilettenwagen einbricht. Hoffen wir nur, dass das Wirtshaus nie verschwindet, sonst habe ich das auch noch “geklaut”.


Hochgeladen von weissfirst1 am 30.07.2009
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Sonntag, 7. Oktober 2012

Das Dorf - Einbruch in Toilettenwagen - Blog von Kiat Gorina


Gestern befielen mich wieder mal heftige Zweifel. Zweifel, ob ich in Bayern oder im Komödienstadel wohne. Ich war im Stall und streute Knopfis Box ein, da hörte ich es draußen an der Tür schaben. Riffel? 

Nein, eher nicht. Was da so breit in der Tür steckte, war ein schon älterer Jungbauer aus dem Dorf. Ich musste mir - wieder mal - das Lachen verkneifen. Da stand er, stramm wie eine Urwaldtrommel in seine Latzhose gezwängt. Auf dem Kopf thronte das unvermeidliche Kochtopfhütchen vom Futterhändler. 

"Grüß dich", quetschte ich heraus, was wollte die Trommel hier? Er hatte seit 2006 kein Wort mit uns gewechselt, obwohl sein Acker mit der Feldscheune direkt an meinen Hof grenzt. 

Also? 

Schon ging es los: "Seit ein paar Jahren wird es hier immer krimineller! Man kann sich gar nicht mehr sicher fühlen!" 

"?" 

"Ja, unten am Waschplatz, die Hütte vom Schnupfclub und der Toilettenwagen - er hat sich wirklich so "vürnöhm" ausgedrückt! - sind aufgebrochen worden! Mit einem Brecheisen!" 

"Ja und? Ist bei dir auch eingebrochen worden, in die Scheune?" 

"Naa, des is unde om Woschblotz. Dei hom de ganze Woar higmocht! Weils nix gfunne hom!" Aha, Dialekt.Jetzt ist er ganz von der Rolle. 

"Was sollte denn da drin sein?", kam meine verblüffte Frage. 

"Na Geld natürlich!", krähte er empört, "und wir wissen noch gar nicht, was da alles geklaut wurde!" 

"Geld? Im Klowagen?" Ich schnupperte unauffällig: Komisch, keine Fahne, der meint das ernst. 

Und dann kam seine große Drohung: "Wir rufen jetzt die Polizei! Dann werdet ihr sehen, was ihr davon habt!" 

Damit stiefelte er davon. 

Und ich überlegte, was man denn aus einem Lokuswagen klaut. Die Klobrille vielleicht? 

Kein Fremder würde einen Klowagen aufbrechen, weil er schon von weitem riechen kann, was da drin ist. 

Oder war der Sammler wieder am Werk?

Sammler-Geschichten:




Hochgeladen von SennaRossiFan46 am 12.04.2011
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Dienstag, 21. August 2012

Fitnesskur für Siemens = Stellenabbau? - Blog von Kiat Gorina


Da veröffentlichte ich jüngst meinen Artikel "Lausige Zeiten - auch für die deutsche Wirtschaft" und musste mir viele Beschimpfungen anhören, weil ich die deutsche Wirtschaft miesmache und schlechtrede! Das sei unverantwortlich! 

Und was muss ich heute lesen? Einen Artikel wie "Bei Siemens wackeln bis zu 10.000 Arbeitsplätze". Da geht s darum, dass Siemens derzeit ein großes Problem hat - die Konjunktur lahmt - es gibt immer weniger neue Aufträge. 

Der Siemens-Chef Peter Löscher hat schon angedroht, dass er für seinen Konzern "Fitness"-Programme verordnen müsse. Solchen Programmen fielen in der Vergangenheit stets Tausende von Arbeitsplätze zum Opfer! So wird es auch diesmal sein! 10.000 Arbeitsplätze können es sein. Das ist bestimmt kein Pappenstiel. 

Und wenn Aufträge für Siemens ausleiben, dann zieht das weite Kreise, bis hin zu den Zulieferfirmen für Siemens. Das ist dann wie beim Domino-Spiel - nach dem Fall eines Unternehmens fallen auch die andern. 

Ich verstehe nicht, wieos die veranwortlichen Politiker hier auf Vogel-Strauß machen und ihren Bürgern keinen reinen Wein einschenken!


Veröffentlicht am 26.07.2012 von BoerseStuttgart
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Samstag, 28. Juli 2012

Stürmische Zeiten - auch für Siemens - Blog von Kiat Gorina


Das der Euro immer weniger wert ist - das spricht sich ja herum. Und dass die Aufträge bei deutschen Konzernen einbrechen, das ist auch Fakt, wird jedoch immer noch schön geredet. 


Jetzt hat es auch Siemens erwischt: Im dritten Quartal brach der Auftragseingang um fast ein Viertel ein! Wenn das kein Alarmsignal ist! Irgendwie ist es auch nachvollziehbar. Innerhalb Europa kann Deutschland immer weniger exportieren. Grund: Die bisherigen Abnehmer müssen sparen, also können sie nicht mehr einkaufen. 


Und bei Siemens kommen nochj technologische Entwicklungen daher. Beispielsweise bei Windkraftanlagen: Es ist noch gar nicht lange her, da hatte jede Windkraftanlage ein Riesengetriebe. Die neuen Anlagen kommen ohne Getriebe aus. Tja, was machen dann die Getriebebauer bei Siemens? Däumchen drehen? 


Und dann kommen bei Siemens hausgemachte Probleme dazu. Bleiben wir bei den Windkraftanlagen. Da soll Siemens ganze Windparks mitten in die Nordsee stellen. Und dann wird festgestellt, dass es Probleme gibt mit der Anbindung an das Stromnetz! 


Da meldet bereits am 24.04.2012 das Handelsblatt: "Der Elektrokonzern hat am Dienstag personelle Konsequenzen aus den Problemen bei der Anbindung der Nordsee-Windparks ans Stromnetz gezogen und den zuständigen Manager Udo Niehage abgelöst. Neuer Leiter der Stromübertragungs-Sparte mit über sechs Milliarden Euro Jahresumsatz ist von nächstem Dienstag (1. Mai) an Karlheinz Springer."
Quelle: Handelsblatt Siemens löst glücklosen Chef ab 


Ich stelle mir gerade vor: Da schaut Nicola Tesla von seiner Wolke auf die Erde und schüttelt seinen Kopf, über die Siemens-Ingenieure! Er - Nicola Tesla - hatt ja bereits vor über hundert Jahren gezeigt, dass er elektrische Energie drahtlos übertragen konnte! 


Leider gefiel das seinem Finanzier Morgan überhaupt nicht. Grund: Dann hätte er ja nichts verdient, wenn Strom ohne Leitungen verschickt werden kann! Also wurden Teslas Labor- und Versuchseinrichtungen abgefackelt und der Geldhahn zugedreht.
Aber die Patente, die zu diesem Punkte Tesla angemeldet hatte, die gibt es noch! 


Tja, das ist wieder ein Beispiel dafür, wie die maßlose Gier von sehr wenigen den technologischen Fortschritt für die gesamte Menschheit brutal behindert!


Hochgeladen von apollo1150 am 09.01.2012

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