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Donnerstag, 12. Dezember 2013

Stuttgart S21: Neuauflage des Untersuchungsausschusses - Muss auch die Kanzlerin aussagen?

Erinnern wir uns, der 30. September 2010, ein Donnerstag, ging in die Geschichte Baden-Württembergs und auch Deutschlands ein - als Schwarzer Donnerstag. Da wurde friedlich gegen die Fällung der Bäume im Schlosspark demonstriert - die Staatsgewalt antwortete mit Wasserwerfern, Reizgas und Knüppeln. 

Diese überzogene Reaktion der Staatsgewalt führte letztendlich zur Abwahl des damals amtierenden Ministerpräsidenten und zur Wahl eines neuen Ministerpräsidenten - erstmalig einem Grünen! Es ging und geht um viele ungereimte Vorkommnisse, um Mails, die erst verschwunden waren, die geheim gehalten wurden und jetzt doch auftauchten. 

Damals gab es einen Untersuchungsausschuss, jetzt kommt angesichts der neuen Aktenlage eine Neuauflage dieses Untersuchungsausschusses - zum ersten Mal in der Geschichte Baden-Württembergs. 

Erinnern wir uns, wie brutal die Polizei dmals gegen friedliche Bürger vorging: 


Hochgeladen am 01.02.2011 von Xjnur1654

Jetzt sind allerdings Unterlagen aufgetaucht, die teilweise so geheim sind, dass sie geschwärzt wurden. Da frage ich mich: Was ist an dem Bau eines unterirdischen Bahnhofes so geheim? Handelt es sich gar um ein militärisches Projekt? Wohl kaum! 

Und wieso dürfen die Bürger nicht erfahren,  worüber die Kanzlerin und der Bahnmanager Grube in einem geheim gehaltenen Gespräch geredet haben? 

Quelle:  SPIEGEL ONLINE Untersuchungsausschuss zu S21: Neue Fragen zum "Schwarzen Donnerstag": So findet sich nur knapp eine Woche vor dem Polizeieinsatz in Stuttgart - am 23. September 2010 - in den Unterlagen ein "Gesprächsführungsvermerk" für die "Frau Bundeskanzlerin". Die Vorbereitung diente demzufolge einem bislang unbekannten Gespräch mit Bahnchef Rüdiger Grube am Folgetag. 

Die Stuttgarter Zeitung spricht sogar von der Angst vor der Zeugin Merkel: 

Quelle: stuttgarter zeitung.de Die Angst vor der Zeugin Merkel: Die Scheu vor der Zeugin Merkel war verständlich. Erst Mitte September hatte sich die Kanzlerin unerwartet klar für das Bahnprojekt eingesetzt. Bei ihrer Haushaltsrede wandte sie sich gegen eine Bürgerbefragung zu Stuttgart 21 und erklärte „genau die Landtagswahl“ im März 2011 zur Abstimmung darüber. 

Ja, und im August 2012 sind Mails des Stefan Mappus aufgetaucht, die bislang nicht bekannt waren: 

Quelle: SWR Neuer Untersuchungsausschuss beschlossen: Was genau in den Mails steht, ist der Landesregierung noch nicht bekannt. "Wir kennen den Inhalt dieser Mails definitiv nicht", erklärte Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne). Die Mails waren überraschend im August 2012 aufgetaucht.

Weitere Informationen:

  1. schwäbische.de Wird ein blutiges Kapitel zu Stuttgart 21 neu geschrieben: Zum anderen sollen die Unterlagen, die die Regierung dem kurz darauf eingesetzten Untersuchungsausschuss zum sogenannten Schwarzen Donnerstag zukommen ließ „frisiert“ worden sein. 
  2. RP ONLINE Grün-Rot will Polizeieinsatz neu untersuchen: Wurden nach dem überharten Polizeieinsatz bei Stuttgart 21 im ersten Untersuchungsausschuss Dokumente unterschlagen? Grüne und SPD im Stuttgarter Landtag wollen den Fall einem Zeitungsbericht zufolge neu aufrollen.
  3. SWR Staatsanwaltschaft prüft Mappus-Mails: Die Staatsanwaltschaft will noch einmal die Mails des Ex-Ministerpräsidenten zum sogenannten Schwarzen Donnerstag prüfen. Bei dem eskalierten Polizeieinsatz im Stuttgarter Schlossgarten im September 2010 waren mehr als 130 Demonstranten und 34 Polizisten verletzt worden.
  4. SÜDWET PRESSE Einsatz gegen S-21-Gegner: Neuer Zoff um Mappus-Mails: Medien zufolge hält die Staatsanwaltschaft E-Mails von Ex-Ministerpräsident Mappus zum "Schwarzen Donnerstag" zurück. Diese ließen den Umgang der Regierung mit dem Landtag in neuem Licht erscheinen.
  5. DIE WELT Regierung wirft Bahnchef Missmanagement vor: Auf Rüdiger Grube ist die Bundesregierung nicht gut zu sprechen. Der Bahnchef will mehr Geld für die Trassen und senkt gleichzeitig die Gewinnerwartung. Im Aufsichtsrat geht es um Missmanagement.
  6. morgenweb Gelöschte Mails beleben Debatte: "Wir müssen wissen, weshalb E-Mails von der Mappus-Regierung geheim gehalten worden sind und wer dafür die Verantwortung trägt."

Übernommen von OverBlog

Donnerstag, 28. März 2013

GLOSSE: Stuttgart 21 - Schwarzer Donnerstag hat endlich ein Nachspiel - Blog von Kiat Gorina


Die Stuttgarter Staatsanwaltschaft ist wirklich schnell: In nur zweieinhalb Jahren hat sie es geschafft, hat sie handschriftliche Protokolle, den damaligen Funkverkehr und Videos durchgeforstet und geforscht, ob die von Demonstranten erhobenen Vorwürfe gegen die Polizei wahr sein könnten. Zweieinhalb Jahre suchten die Ermittler und wurden fündig: Das Verfahren gegen sechs Beamte wurde eingestellt. An den Vorwürfen ist nichts dran.

Und gegen vier Beschuldigte wurde der Erlass eines Strafantrags beantragt. Und gegen zwei Beamte wurde gar Anklage erhoben - das ließ sich wirklich nicht vermeiden. Die Fülle der vorliegenden Beweise war erdrückend: Den beiden Beamten wird fahrlässige Körperverletzung im Amt vorgeworfen!

Ja, die Ermittler fanden heraus, dass diese beiden Beamten führungsverantwortlich waren, sie hätten deshalb ihre Untergebenen darauf hinweisen müssen, dass die Hochdruckwasserwerfer ja nicht auf die Gesichter der Demonstranten gerichtet werden durften. Aber genau das ist geschehen. Sogar die Stuttgarter Zeitung fragte: "Werden Demonstranten erblinden?"

Quelle: Stuttgarter Zeitung Anklage nach Stuttgart-21-Demo erhoben 

Es gibt ja immer noch unverbesserliche Demonstranten, die allen Ernstes behaupten, der damalige amtierende Ministerpräsident Stefan Mappus sei für diese Gewaltorgien verantwortlich. Aber die Staatsanwaltschaft fand dafür keine Hinweise.

Immerhin hatte der Schwarze Donnerstag dazu beigetragen, dass bei der nächsten Wahl Mappus als Ministerpräsident abgewählt wurde. Sein Nachfolger wurde ein Grüner. Aber wie Christine Prayon in der NDR Intensivstation feststellen musste, ist dieser Grüne - gewendet - schwarz wie die Nacht:


Veröffentlicht am 10.11.2012 von Piti117

Und Stuttgart 21 - dieser unterirdische Monsterbahnhof - wird gebaut werden. Das weiß der Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer - die Kanzlerin will es so! Jetzt - vor den Bundestagswahlen im Herbst braucht die Kanzlerin keinen Bauabbruch! Wer anderer Meinung ist, der darf sich natürlich nicht mehr anonym äußern - früher war das im Südkurier noch möglich! Jetzt nicht mehr!

Quelle: Südkurier Ramsauer: Stuttgart 21 wird Kosten erwirtschaften

Das  müssen wir verstehen: Es gibt zwar jetzt ein neues Gesetz zur Bestandsdatenauskunft, da bekommen die Geheimdienste automatisch die persönlichen Daten der Internetnutzer - auch der Kommentarschreiberlinge - frei Haus resp. Büro geliefert. Und dann kann überprüft werden, ob ein Kommentarschreiberling auch schön brav seinen richtigen Namen angegeben hat. Und falls nicht, dann handelt es sich ganz gewiss um ein höchst verdächtiges Subjekt!

In den Augen der S21-Befürworter gibt es solche verdächtige Subjekte. Die schrecken auch vor einer Strafanzeige gegen die Bahnvorstände und Aufsichtsräte nicht zurück! Und das vor den Bundestagswahlen! 

Quelle: BEI ABRISS AUFSTAND Pressemitteilung: Juristen erstatten Strafanzeige gegen Bahnvorstände und Aufsichtsräte: Den Bahnvorständen Grube und Kefer sowie den Aufsichtsräten wird Betrug und Untreue auch deshalb vorgeworfen, weil sie neueren Informationen zufolge schon im Jahre 2009 die Überschreitung der vereinbarten Kostenobergrenze von 4,526 Milliarden Euro um 350 Millionen Euro gebilligt und zugleich ihre Projektpartner über angebliche „Einsparpotentiale“ von 900 Millionen Euro getäuscht hätten.

Da kommt viel Arbeit auf die Staatsanwälte zu: Da wurde umfangreiches Beweismaterial zusammengestellt, das müssen die Staatsanwälte alles lesen. Dabei wollen sie das gar nicht lesen! Es könnte ja sein, dass sie dann gezwungen sind, Ermittlungen gegen Rüdiger Grube einzuleiten. Dabei hat Grube einen ganz mächtigen Freund - Hartmut Mehdorn. In früheren Zeiten war Grube Büroleiter bei Mehdorn. Mehdorn selbst ist heute Master of Disaster für den Großflughafen in Berlin:

Quelle: GLOSSE: Master of Disaster wird Chef des Großflughafens

So etwas verbindet. Und "Mutti", die Kanzlerin braucht keine Ermittlungsverfahren vor der Wahl! Aber die S21-Gegner werden oben bleiben:


Veröffentlicht am 27.11.2012 von Walter Steiger


Dienstag, 5. März 2013

Stuttgart 21 wird gebaut - koste es, was es wolle! - Blog von Kiat Gorina

Heute gab es eine Sondersitzung der Bahn - es ging um das Monsterprojekt Stuttgart 21! Selbst Bahnchef Grube gibt öffentlich zu: Hätte die Bahn bereits 2009 gewusst, was es mit diesem Projekt auf sich hat, dann hätte die Bahn nicht gebaut. Und wieso haben die Verantwortlichen der Bahn nicht hingeschaut und nicht gelesen?

Dass eine solche Äußerung des Bahnchefs allenfalls als Märchenstunde zu bezeichnen ist, das können wir im Blog InfoOffensive nachlesen:

Quelle: InfoOffensive Bahn & Politik: Lug & Trug zum Machterhalt?

Bereits 2006 hätten die Projektverantwortlichen wissen müssen, wie es um dieses Monsterprojekt bestellt ist:

Der aktuelle Tunnelblick zeigt auf, dass dem Bund bereits 2006 bekannt war, dass S21 kein Verkehrsprojekt ist: http://www.tunnelblick.es/press/2013/02/30-betrug/, das Politmagazin Monitor belegt, dass die Kostenexposion 2009 bereits bekannt war – zum Zeitpunkt als Stadt, Land und Bahn das Finanzierungsabkommen unterzeichneten: http://www.bei-abriss-aufstand.de/2013/02/21/monitor-das-versagen-von-aufsichtsrat-und-bundesregierung/. Sogar die Stuttgarter Zeitung kann nicht anders als zugeben, dass der Bund spätestens 2008 vom Bundesrechnungshof über Zahlen ins Bild gesetzt wurde, die das Verkehrsministerium gerne noch verschwiegen hätte: http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.rechnungshof-ueber-stuttgart-21-bund-wusste-schon-2008-von-kostenexplosion-bei-stuttgart-21.e30080be-e178-4640-8218-754084365745.html

Also, ist Grube blind? Kann er nicht lesen? Sonst hätte er spätestens 2009 wissen müssen, dass S21 ein Synonym ist für die Verbrennung von Steuermilliarden! Aber nein, auch heute klammern sich die Verantwortlichen wie Schiffsbrüchige an dieses Projekt. Und sie nennen sogar einen Fertigstellungstermin für den unterirdischen Monsterbahnhof: 2021. 

Ich wette, dass dieser Termin bestimmt mehrmals verschoben wird - der Großflughafen Berlin lässt grüßen. Das ist ja auch ein Großprojekt, an dem sogar ein renommierter Berater wie Wilhelm Bender nicht mitarbeiten will. Er sagte ab:

Quelle: Tagesspiegel Bender geht mit Flughafen-Gesellschaft ins Gericht

Das war ja nicht die erste Absage:

Die Liste der Absagen ist inzwischen lang – und es dürfte nun immer schwieriger werden, einen Nachfolger für den geschassten Flughafenchef Rainer Schwarz zu finden, der im Januar abtreten musste. Mehrere Kandidaten, die im Gespräch waren oder sich vielleicht auch nur selbst ins Rampenlicht gebracht hatten, sagten bereits öffentlichkeitswirksam ab. Auch Benders Name war früh genannt worden. Dabei gilt in der Branche das ungeschriebene Gesetz, dass ein Kandidat „verbrannt“ ist, sobald er öffentlich gehandelt wird. So wird manchmal ein Name ins Spiel gebracht, um einen Kandidaten um seine Chancen zu bringen.

Doch zurück zu S21! Sogar der mediale Mainstream geht bei S21 auf Distanz:


Aber die Kanzlerin hat sich festgelegt: S21 muss gebaut werden. Sie will keine Diskussion mehr. Vor allem nicht vor der Bundestagswahl. Wenn sie sich da nicht verrechnet hat! In Stuttgart gibt es immer noch die Montagsdemonstrationen gegen S21! Die heutige Entscheidung, S21 unbedingt bauen zu wollen, treibt die S21-Gegner in den Bundestagswahlkampf!

Die Diskussion, wer die Mehrkosten zahlen solle, ist  eine Gespensterdiskussion. Grund: In jedem Fall müssen die Steuerzahler bezahlen! Und was erhalten sie dafür? Ein unausgegorenes Baukonzept - garniert mit vielen Risiken! Es ist nicht mal sicher, ob dieser Monsterbahnhof je fertig gebaut werden kann!


Veröffentlicht am 05.03.2013 von zdf

Montag, 4. März 2013

Stuttgart 21, die Richtlinienkompetenz der Kanzlerin und der Anfang von Ende - Blog von Kiat Gorina

Ist es so weit, dass das Ende des Monsterprojektes Stuttgart 21 naht? Es scheint so. Langsam kommen auch Fakten auf den Tisch, die die Bürger an dieser "Demokratie" zweifeln lassen, weil die Grundprinzipien einer Demokratie mit Füßen getreten werden! Da schickte mir Juliane einen Link  auf einen Artikel der Stuttgarter Zeitung:

Quelle: stuttgarter-zeitung.de Mappus, Grube und das „Handbuch der Krawalle“

Da gab es eine Akteneinsicht, die es - ginge es nach dem Willen der S21-Befürworter - gar nicht hätte geben dürfen. Aber der pensionierte Richter Dieter Reicherter fand eine Lücke, wie eine Einsicht der S21-Akten erreicht werden konnte: Sie beantragten Einsicht in alle Dokumente, die mit dem Fällen der Bäume im Schlosspark zu tun hatten. 

Und Wunderliches und Erschreckliches kam zu Tage! Unter anderem kam heraus: 

  • Bahnchef Rüdiger Grube schickte dem damaligen Ministerpräsident Mappus ein "Handbuch für Krawalle"
  • eine Richterin am Amtsgericht gratuliert dem Ministerpräsidenten für seine harte Haltung gegenüber Demonstranten
  • Warnungen vor dem unberechenbaren Heiner Geißler als Schlichter

Dieser Artikel zeigt die Kooperation zwischen dem Kapital und dem Ministerpräsidenten auf. Ich denke, es werden noch weitere Artikel folgen. Immer mehr kommt ans Licht der Öffentlichkeit.

Heute strahlte das DeutschlandRadio einen Beitrag aus - auch zu S21. Gerade im Hinblick auf das morgige Treffen des Aufsichtsrates der Bahn. Da geht es um die Zukunft von S21. Objektiv und nüchtern betrachtet hat dieses Projekt keine Zukunft mehr. 

Quelle: Deutschlandfunk Zwischen Baustopp, Sprechklausel und Kostenexplosion

In diesem Betrag bekommt auch der Bundesverkehrsminister sein Fett ab:

Im Februar gelangte ein Papier aus dem Bundesverkehrsministerium an die Öffentlichkeit, das als Sitzungsvorlage für die drei Staatssekretäre gedacht war, die die Bundesregierung im Bahn-Aufsichtsrat vertreten. Dieser sogenannte Sprechzettel, der dem Deutschlandfunk vorliegt, enthält kritische Fragen bezüglich Kostenrahmen und Zeitplan. Ein maßgeblicher Vorwurf: Die vorgelegten Zahlen seien nicht valide.

Die von der DB AG ermittelten Mehrkosten sind nur teilweise belastbar und keinesfalls abschließend. Die Argumente, eine weitere Finanzierung nicht abzulehnen, sind mit Abstand zu schwach.

Die Veröffentlichung erwischte den Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer, CSU, auf einer Auslandsreise im heißen Bagdad. Er dementierte sogleich. Es handele sich bei dem Dossier um Einzelmeinungen aus der untersten Ebene seines Ministeriums. Natürlich stehe der Bund weiterhin zu Stuttgart 21. 

Und es wird endlich mal die Wahrheit ausgesprochen, wer immer noch am Monsterprojekt S21 festhält: die Bundeskanzlerin persönlich. Nicht etwa, weil sie von der Notwendigkeit von S21 überzeugt ist, sondern allein aus Machterhaltungsgründen!

Im September 2013 ist Bundestagswahl. Da kann Frau Kanzlerin kein Ende von S21 brauchen! Da wird dann viel Staub aufgewirbelt. Nicht nur das. Viel schlimmer: Sobald ein Abbruch von S21 beschlossen ist, tauchen Fragen über Fragen auf.

Und die Medien sind dann nicht mehr an den bisherigen Maulkorb gebunden und buddeln in Akten, Mails etc. Da könnten dann in der Wahlkampfzeit unliebsame Internas zu Tage gefördert werden. Internas, die dann viele potentielle Wählerinnen und Wähler überzeugen, dass die Schwarzen nicht mehr wählbar sind!

Andererseits befindet sich die Kanzlerin in einer Zwickmühle: Stimmt sie dem Weiterbau zu, dann bedeutet das, dass über zwei Milliarden neue Kosten zusätzlich finanziert werden müssen. Es ist egal, ob der Bund, das Land Baden-Württemberg oder Stuttgart zahlen - es handelt sich immer um Steuergelder!

Und beim Geld hört die Freundschaft auf - gerade bei den Schwaben! Aber die Kanzlerin will keine Diskussionen über die Mehrkosten. Am liebsten möchte sie solche Diskussionen aus dem Wahlkampf raushalten. Am besten bis nach der Wahl verschieben!

Die S21-Gegner werden ihr diesen Gefallen nicht tun - im Gegenteil: Sie werden die Kostenexplosion bei S21 zum Bestandteil des Wahlkampfes machen. Die Kanzlerin hat bereits zweimal wegen S21 verloren: 

  1. ihr Liebling Stefan Mappus wurde als Ministerpräsident nicht gewählt - schlimmer noch: Ein Grüner ist jetzt Ministerpräsident!
  2. ihr Favorit zum Oberbürgermeister von Stuttgart wurde ebenfalls nicht gewählt. Und wieder ein Grüner ist jetzt Oberbürgermeister!

Will die Kanzlerin die Wahrheit des Spruches "Aller Dinge sind drei!" testen?

Offensichtlich ja, wie Monitör meldete:


Veröffentlicht am 21.02.2013 von DukeNafets


Veröffentlicht am 04.03.2013 von Walter Steiger

Sonntag, 16. Dezember 2012

S21: Der Anfang vom Ende - Blog von Kiat Gorina


Bereits am 14. Oktober 2011 schrieb ich über das Monsterprojekt S21 und die Industrie- und Handelskammer in Ulm unter anderem: 

In Ulm gibt es eine Industrie- und Handelskammer (IHK). Und die Ulmer IHK - allen voran deren Präsident Dr. Peter Kulitz - plädierten, wo  immer es möglich war, für das Monsterprojekt S21 - also für den geplanten unterirdishen Maulwurfsbahnhof.

Jetzt nicht mehr! Was ist passiert? Wurde die Ulmer IHK vernünftig? Nein, das nicht! Aber das Verwaltungsgericht Sigmaringen hat der Werbung für S21 durch die IHK Einhalt geboten! Wie es dazu kam? Tja, da haben neun Unternehmer gegen die IHK Ulm geklagt. Als Unternehmer müssen sie ja zwangsweise Mitglied bei der IHK sein, aber sie wollten auf keinen Fall zwangsweise diese Werbung für S21 unterstützen. Also klagten sie. Und bekamen Recht!

Die Ulmer IHK hat es ja ziemlich übertrieben: Da hängten sie ein 100 Quadratmeter großes Plakat mit "JA zu S21" an ihre Mauern - jetzt müssen sie es abhängen - wie peinlich! Oder es wird ein Ordnungsgeld von 10.000 Euronen fällig! Und da die IHK Ulm von den Zwangsmitgliedsgeldern "lebt", reagieren die Zwangsmitglieder bestimmt sauer, wenn da so viele Euronen zum Fenster rausgeworfen werden!

Quelle: IHK Ulm - Ein Bollwerk für S21 weniger!

Und vor zwei Tagen meldete der Südkurier: "Ulmer IHK hängt Stuttgart-21-Plakat ab"

Quelle: Südkurier Ulmer IHK hängt Stuttgart-21-Plakat ab.

Für mich bedeutet das den symbolischen Anfang vom Ende des Megaprojektes S21. So meldete beispielsweise das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 in einer Pressemitteilung, dass die Bahnmanager persönlich haften im Falle einer Missachtung eines hohen Schadensrisikos.

Quelle: Pressemitteilung des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21

Und der Südkurier meldete: "Bahn geht auf Distanz zum Projekt."

Quelle: Südkurier Bahn geht auf Distanz zum Projekt

Bahn-Infrastrukturvorstand Volker Kefer habe im Verkehrsausschuss Zweifel geäußert, ob die Bahn aus heutiger Sicht unter Berücksichtigung der neuen Fakten Stuttgart 21 auf den Weg gebracht hätte, sagte SPD-Fraktionsvize Florian Pronold in Stuttgart.

Jetzt sind die Kanzlerin und ihr Verkehrsminister Ramsauer gefragt! Die Deutsche Bahn gehört ja immer noch dem Bund! Also muss die Kanzlerin endlich die Bahnmanager Grube und Kefer zurückpfeifen und sie dazu verdonnern, darüber nachzudenken, wie die beiden die bereits angerichteten Schäden wieder beseitigen können!

Bahnmanager Kefer versucht immer noch zu tricksen: So redet er von einer Kostenüberschreitung von über eine Milliarde Euronen. Aber das betrifft nur die Kosten, die auf die Deutsche Bahn zukommen. Da jedoch auch Bund und Land und Stadt ihren Beitrag für S21 leisten sollem, müssen deren Mehrkosten auch berücksichtigt werden: insgesamt 2,3 Milliarden. Und dabei wird es nicht bleiben!

Quelle: Stuttgarter Nachrichten Bahn-Manager Kefer und die halbe Wahrheit

Alle Beteiligten versprachen noch vor einem Jahr, dass S21 gestoppt wird, wenn die Kosten überschritten werden. Will von dieser Zusage niemand mehr etwas wissen? Oder leiden alle beteiligten Verantwortliche an Gedächtnisschwund?

Dabei gab Kefer zu, dass die Kosten der Bahn davonlaufen. Und "Die Wirtschaftlichkeit von S 21 geht massiv in die Knie." Wer unter solchen Bedingungen immer noch an diesem Monsterprojekt S21 festhält, handelt extrem verantwortungslos!


Veröffentlicht von Bonatz21 am 03.12.2012


Veröffentlicht von Bonatz21 am 03.12.2012


Veröffentlicht von Bonatz21 am 16.10.2012

besucherzhler

Mittwoch, 12. September 2012

Wo bleibt denn heute der Dorf-Spion? - Blog von Kiat Gorina


Dass der Sammler und der Dorf-Spion ein und dieselbe Person sind, versteht sich wohl von selbst. Nur dass dieser Mensch mit dem ausladenden Hinterteil seit meinem Blog-Artikel seine riesige Mondaufgangs-Hose nicht mehr anzieht. 

Heute fehlte uns direkt etwas. Immer, wenn sich bei uns etwas tut, kommt er nämlich mit seinem GT - Geräteträger - angerattert, vorn auf der Ladefläche den obligatorischen Eimer. Den fährt der Dorf-Spion  zu solchen Anlässen spazieren. Meist bleibt er direkt vor meiner Hofeinfahrt stehen. Und ihm wachsen Trichterohren und Teleskopaugen.  

Aber heute? Da kam der große Tank-LKW, um  meine Klärgrube leer zu pumpen. Das gute Stück ist erstens blau und zweitens kommt er nur, wenn die Grube voll ist. Das müsste den Spion doch magisch anziehen? Wo bleibt er nur? 

Dafür war unser Kater Murrli auf dem Posten. Egal was sich hier auf dem Hof tut, Murrli passt aus sicherer Deckung auf, ob die großen Zweibeiner auch alles richtig machen. Die Müllabfuhr kennt er schon, das ist nicht so dramatisch. Aber dies hier? Was machten die Menschen da? 

Und was war das für ein langer riesiger Schwanz, der vom Lkw in ein großes Loch hing? Und warum schmatzte das komische Ding so laut? 

Mit großen runden Augen hockte Murrli oben an der Scheune auf dem Mäuerchen. So ganz geheuer war ihm die Sache nicht. 
Uff, endlich! Der große schmatzende LKW verschwand, alles schien wieder in Ordnung. 

Vorsichtshalber setzte Murrli sich für die nächste Zeit mitten auf den Klärgrubendeckel. Nur so, zur Sicherheit. 

Wozu Katzen dressiert werden können, zeigt folgendes Video:


Hochgeladen von malibudogtraining am 21.07.2009
besucherzhler

Dienstag, 13. Dezember 2011

GLOSSE: Ist die Deutsche Bahn ein Treppenwitz? - Blog von Kiat Gorina

Da hat sich die Deutsche Bahn wieder mal etwas geleistet: express.de berichtet von einem Abiturienten, der mit dem Regionalexpress fuhr. In einem doppelstöckigen Wagen, Im oberen Stock befindet sich die Erste Klasse, vom unteren Stockwerk führt eine Treppe zur oberen Etage, der Ersten Klasse.

Der Abiturient setzte sich auf eine der Treppenstufen. Fahrkartenkontrolle! Da sitzt jemand auf der Treppe, die zur Ersten Klasse führt! Das geht nicht! Da könnten sich ja die Fahrgäste der Ersten Klasse belästigt fühlen. Die Zugbegleiter der Bahn sind offenbar angehalten, den gemeinen Pöbel von den Fahrgästen Erster Klasse fernzuhalten!

WEITER ...

Mittwoch, 3. August 2011

Nachschlag zum Grinsekäfer - Blog von Kiat Gorina

Meine Glosse "Das Grinsen des Grinsekäfers und der Stresstest" fand Echo im Internet. Einmal im Spiegelfechter und zum andern bei Egon W. Kreutzer.

Ihr kennt Egon W. Kreutzer nicht? Er hat eine sehr lesenswerte Homepage, er schreibt da über ihm und auch anderen Menschen wichtige Themen, ao auch am 30. Juli über den Stresstest und S21. Ich zitiere:

Mittwoch, 20. Juli 2011

Stuttgart S21: Egon Hopfenzitz widerlegt den Stress-Test - Blog von Kiat Gorina

Juliane hat mir wieder einen Link geschickt, auf eine Datei mit vielen Informationen zu S21. Da gibt es den Egon Hopfenzitz, er war 14 Jahre lang Bahnhofvorsteher in Stuttgart und ist ein Praktiker in Sachen Bahn der ersten Stunde! Und was er schreibt, das hat Hand und Fuß!

Eben als Praktiker hält er überhaupt nichts von dem geplanten unterirdischen Monsterbahnhof S21! Und er widerlegt und zerlegt die angeblichen Vorteile eines unterirdischen Bahnhofes. Und er schreibt auch ganz deutlich, was S21 in Wirklichkeit ist: Ein Immobilienprojekt und kein Bahnprojekt.

Sonntag, 20. März 2011

Sonntag, 6. März 2011

Stuttgart S21 Filme - Blog von Kiat Gorina

In Stuttgart wird protestiert - gegen das Monsterprojekt S21. In der Protestszene entstehen Filme, einen habe ich gefunden: Stuttgart 21 2.0 reloaded. Den möchte ich euch nicht vorenthalten. Er zeigt die Zukunft Stuttgarts ...

Donnerstag, 24. Februar 2011

Stuttgart S21 - Ein Lied von Reinghard Mey - Blog von Kiat Gorina

Pat hat in ihrem Blog ein Video veröffentlicht, da singt Reinhard Mey "Sei wachsam!" und passend dazu werden Bilder zu Aktionen gegen den geplanten Maulwurfbahnhof eingeblendet. Dieses Video ist wirklich sehenswert geworden.