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Montag, 22. April 2013

Uli Hoeneß - Ein Vorbild für die Jugend? - Blog von Kiat Gorina


Junge Menschen brauchen Vorbilder! Und so ein Fußballspieler kann ein Vorbild sein. Und was aus ihm wird. Wie der Uli Hoeneß, zuerst sammelt er im Fußball viele Lorbeeren, viele Meisterschaftstitel. Das beflügelt die Phantasie junger Menschen: "So wie der will ich auch sein!" Und wenn ich berühmt bin, dann werde ich Manager und scheffle Geld! Wie der Uli Hoeneß!

Und dann bekomme ich vom Staat noch viele Orden - dann bin ich wer! Wie der Uli Hoeneß! Was hat er für Auszeichungen erhalten?

  • Torschütze des Monats, bereits 1972!
  • Manager des Jahres. schon 1999!
  • Der Bayerische Verdienstorden wurde ihm verliehen - als "Zeichen ehrender und dankbarer Anerkennung für hervorragende Verdienste um den Freistaat Bayern und das bayerische Volk"
  • und den Bayerischen Sportpreis!
  • und die Goldene Sportpyramide - ja er kam so in die Hall of Fame des deutschen Sports. Da kommen nur Persönlichkeiten rein, "die durch Leistung, Fairplay und Miteinander Vorbild geworden sind"
  • und einen Bambi in der Kategorie "Wirtschaft"
  • und den Querdenkerpreis für ein besonderes soziales Engagement
  • und einen Ehrenpreis, weil er den Verein St. Pauli gerettet hat
  • und 2012 wurde er "Bayer ehrenhalber"; die "Einbürgerungsurkunde" überreichte Ministerpräsident Seehofer höchstpersönlich! 

Quelle: RP ONLINE Bei "Hey Jude" war Ulis Welt in Ordnung: Uli Hoeneß verrät das Geheimnis seines Erfolges: "Mein oberstes Prinzip war immer: Nicht nach oben buckeln und nach unten treten - sondern umgekehrt. Ich habe nie vergessen, wo ich herkomme."

Und nicht vergessen: Bereits 1974 erschien eine Sonderbriefmarke mit einem leicht verfremdeten Uli Hoeneß!

Also, wenn das einen jungen Menschen nicht anspornt, diesem Uli Hoeneß nachzueifern. Eine Ikone des deutschen Fußballs zu werden. Leider haben manche Ikonen die schlechte Angewohnheit, tief zu fallen. Vor allem, wenn sie im Verdacht stehen, über hundert Millionen Euronen am deutschen Finanzamt vorbei in die Schweiz geschleust zu haben. 

Und dabei hatte doch der Bundesfinanzmister mit der Schweiz ein Abkommen ausgehandelt: Da hätten solche Fälle wie Uli Hoeneß anonym Geds gezahlt und dann wäre alles in Ordnung gewesen. Aber da gab es dann wache Politiker - diesmal vor allem im Bundesrat, die waren mit so einem Kuhhandel nicht einverstanden. Im Gegenteil, immer mehr Bundesländer kauften CDs mit den Beweisen für Steuerbetrug.

Das wurde dann auch dem Uli Hoeneß zu heiß. Noch im Januar diese Jahres zeigte er sich beim zuständigen Finanzamt selbst an und schob als "Abschlagzahlung" gleich mal sechs Millionen Euronen rüber...

Wenn das die jugendlichen Fans erfahren, bricht da für sie nicht eine Welt zusammen - die Scheinwelt des fairen und gerechten Fußballs?!

Und auch die CSU war ja bislang ein Fan von Uli Hoeneß, sie wollte ihn gar zum Kandidaten küren. Doch Uli Hoeneß lehnte ab. Spätestens im Januar 2013 war Seehofer gewiss froh darüber, dass Hoeneß nicht kandidierte - da erfuhren seine Excellenz Herr Ministerpräsident von den Behörden, dass Hoeneß verdächtigt wird, Steuern hinterzogen zu haben.

Und viele Bürgerinnen und Bürger werden grübeln: Ist bei einer Würschtelfabrik wirklich soviel verdient? Woher kommen die über 100 Millionen Euronen? Was waren das für Geschäfte? Ist beim Fußball soviel verdient?

Und was sagen die Politiker dazu?


Veröffentlicht am 21.04.2013 von don desi

Und was sagt Uli Hoeneß selbst zur Steuerflucht in die Schweiz?


Veröffentlicht am 21.04.2013 von 12345687764

Gibt es vielleicht zwei Uli Hoeneß? Oder ist Uli Hoeneß eine gespaltene Persönlichkeit? Jedenfalls ist er wohl kein Vorbild mehr - auch nicht für die Jugend! Und dabei hatte ja bereits 2010 die Redaktion von EXTRA3 (NDR) alle potentiellen Steuerflüchter mit einem Song gewarnt:


Hochgeladen am 12.02.2010 von SehrWitzigComedy

Freitag, 22. März 2013

GLOSSE: Die diebische Elster und die deutschen Finanzämter - Blog von Kiat Gorina


Ab 2013 kann die monatliche Umsatzsteuer-Voranmeldung nicht mehr auf dem Papierweg am Finanzamt eingereicht werden. Grund: Das ist nicht mehr vorgesehen. Nur noch eine elektronische Steuererklärung ist erlaubt:

Quelle: MIttelstandsWiki Umsatzsteuer-Voranmeldungen auf Papier sind die absolute Ausnahme: Seit 2005 müssen Unternehmen die Umsatzsteuer-Voranmeldungen elektronisch einreichen und seit 2011 auch die Steuererklärungen vermehrt auf elektronischem Weg übermitteln. Die Einkommensteuererklärung, sofern nur Gewinneinkünfte erzielt werden, sowie die Körperschafts- und Gewerbesteuererklärung sind zwingend elektronisch zu übermitteln.

Dafür wurde die diebische Elster entwickelt - mit großem Aufwand. Und unter Einsatz von Java. Diese diebische Elster braucht angeblich so viel Java, dass Nutzer ohne DSL-Anluss ans Internet sehr alt ausschauen.

In diesem Staat weiß die Rechte nicht, was die Linke tut. Es gibt in diesem Staat immer noch weiße Stellen auf der Landkarte, da gibt es kein DSL. Da sind Internet-Nutzer auf ISDN oder gar analoge Verbindungen angewiesen. Und die ELSTER-Entwickler schreiben selbst: „Die Kommunikation zwischen Ihrem PC und dem ElsterOnline-Portal setzt das Laden großer Java Applet-Dateien im Browser (z.B. Internet Explorer) voraus. Hierzu sind ausreichende Übertragungsgeschwindigkeiten erforderlich, die durch einen analogen Anschluss nicht und mit ISDN nur bedingt gegeben sind.“

Quelle: Bayerisches Landesamt für Steuern ELSTERONLINE

Aber nicht nur das hemmt den Einsatz von ELSTER ungemein. Heise warnt vor riesigen klaffenden Sicherheitslücken bei Java. Ja, diese Sicherheitslücken haben sich auch bis in Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik herumgesprochen. Aber offensichtlich noch nicht bei den Finanzämtern! Doch, langsam haben auch die Finanzämter gemerkt, dass das mit Java nicht so weitergeht. Also wurde eine Übergangszeit bis zum 31. August eingeräumt. Und dann?

Ja, es tauchten Gerüchte auf, dass es eine Java-freie Elster-Version geben soll ... Ob das diese Administration bis dahin schafft? Ich habe da meine Zweifel. 

Und wieder einmal blamiert sich dieser Staat - nach dem Debakel mit Elena - der digitalen Lohnsteuerkarte - jetzt das Disaster mit Elster. Wieso ein simples Formular wie das zur Umsatzsteuervoranmeldung ein aufgeblähtes Programm mit übermäßig vielen und dazu noch unsicheren Java-Anwendungen braucht, das ist für mich nicht nachvollziehbar.

Ob das mit der fortschreitenden Verblödung der Eliten zusammen hängt?

Quelle: Nachtrag zur Verblödeten Elite - Blog von Kiat Gorina 


Veröffentlicht am 29.08.2012 von TheYoustartv


Veröffentlicht am 11.01.2013 von SemperVideo

Samstag, 12. Januar 2013

GLOSSE: Die Wahrheit über GEZ und Haushaltsabgabe - Blog von Kiat Gorina


Bisweilen sind auch die Mainstreammedien zu etwas gut - so zum Beispiel bei der GEZ und der seit diesem Jahr praktizierten Haushaltsabgabe. Da veröffentlichte Katharina in ihrem Blog einen Artikel über die GEZ - unter anderem auch einen Link auf einen hochinteressanten Artikel in der FAZ:

Quelle: FAZ Jetzt klagt Rossmann

Das Interessanteste steht ganz am Schluss dieses Artikels:

Allein der Satz des früheren GEZ-Geschäftsführers Hans Buchholz vor dem Medienausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags im Sommer 2011 musste aufhorchen lassen: Die Ministerpräsidenten hätten vorgeben, das Beitragsaufkommen um ein Prozent zu steigern und 400.000 Betriebe und 200.000 Kraftfahrzeuge zusätzlich „in den Bestand zu heben“.

So, jetzt wissen wir es alle - schwarz auf weiß! Die Haushaltsabgabe wurde nur deshalb eingeführt, um mehr Geld in die Kasse der GEZ zu spülen! Und die ehrenwerten Ministerpräsidenten haben auch gleich vorgegeben, wieviel Geld mehr die GEZ kassieren soll.

Um wieviel Geld geht es da eigentlich? Um Milliarden! Schauen wir doch auf die GEZ-Einnahmen der Jahre 2004 bis 2011. Am meisten kassierte die GEZ im Jahr 2009: ganze 7,6 Milliarden Euronen. Dann sanken die Einnahmen - im Jahr 2011 waren es nur noch 7,5 Milliarden Euronen. Das ist den Ministerpräsidenten zu wenig, also verlangten sie intern nach einer Steigerung um 1 Prozent, das sind immerhin über 75 Millionen Euronen!

Quelle: statista Einnahmen der GEZ aus Rundfunkgebühren von 2004 bis 2011 (in Millionen Euro) nach Geräteart

Wieviele Haushalte zählte 2011 diese Republik? Nehmen wir zunächst die Privathaushalte: 40,439 Millionen!

Quelle: statista Anzahl der Privathaushalte in Deutschland nach Bundesländern 2011 und Prognose für 2030 (in 1.000)

Und was soll jeder Haushalt pro Monat zahlen? 17,98 Euronen! Das macht pro Monat nur für die privaten Haushalte: 727,09322 Millionen Euronen. Und im Jahr: 8.725,11864  Millionen Euronen! Also über 8,7 Milliarden Euronen! Das ist ja eine Steigerung! Nur um ein Prozent? Dass ich nicht lache!

Mit der Haushaltsabgabe fließen allein von den privaten Haushalten 8,7 Milliarden Euronen - das sind 1,2 Milliarden Euronen mehr als 2011 insgesamt an GEZ Einnahmen! Nur von den privaten Haushalten.

Jetzt fragen wir uns: Wieviele Firmen gibt es? Nein das frage ich mich nicht mehr! Es reicht ja schon, dass diese Haushaltsabgabe allein von den privaten Haushalten über 1,2 Milliarden zusätzlich in die GEZ-Kasse spült!

Ich finde es sehr gut, dass Dirk Rossmann gegen diese Abgabe klagt. Denn das ist keine Abgabe, das ist eine Steuer! Die trifft ja jeden! Ohne Ausnahme! Also brauchen wir diese GEZ gar nicht, für Steuern ist das Finanzamt zuständig! Und keine GEZ!

Und wenn wir feststellen, dass diese GEZ jetzt völlig überflüssig ist, wozu brauchen wir dann noch Ministerpräsidenten? Gleich sechzehn Stück! Die bestimmen ja, was bei den öffentlich-rechtlichen Sendern passiert. Wieso eigentlich. 

Was Rossmann angeht, da geht es ja nicht nur um Rossmann alleine, sondern auch um einen Koreaner, der 40 % von Rossmann besitzt: der Investor Li Ka-shing.

Quelle: Die Superreichen - Auch deren Leichenhemd hat keine Taschen

Was ist, wenn dieser Investor klagt, nicht in Deutschland, sondern vor dem Schiedsgericht ICSID`Das sitzt ja praktischerweise in der Weltbank in Washington.

Quelle: Was Deutschland vom kleinen Uruquay lernen kann?

Wird es dann in dieser Republik eine Lex Rossmann geben? Falls ja, werden dann die anderen von der Haushaltsabgabe Betroffenen protestieren? Mit Recht!

Kurzum, diese GEZ-Haushaltsabgabe ist ein illegaler Schnellschuss. In diesem Fall von den Ministerpräsidenten ausgeheckt. Wie steht es mit der Kompetenz dieser Ministerpräsidenten? Offensichtlich sehr schlecht!

Was soll ich nur beispielsweise von einem Ministerpräsidenten halten, der Probleme hat, eine siebenstellige Zahl vorzulesen?

Quelle: Blamage: Seehofer soll Zahl vorlesen

Und solche Ministerpräsidenten bestimmen dann, was ein Prozent mehr bedeutet?! Wir sehen ja, was dabei herauskommt.

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Freitag, 4. Januar 2013

GLOSSE: GEZ und kein Ende - Blog von Kiat Gorina


Die GEZ - Gebühreneinzugszentrale - des öffentlichen Rundfunks und ihre Schnüffler. Die immer auf der Spur waren nach nicht angemeldeten Rundfunk- und Fernsehgeräten. Und diese armen GEZ-Schnüffler waren oft die bedauernswerten Opfer von Witzen - ja wie wurden sie veralbert - führten sich manche ja albern auf:

So stellten sie fest, dass ein Adam Ries in der Johannisgasse 23 in Anna-Buchholz wohnt, und der ist nicht bei der GEZ angemeldet. Also flugs Aufforderungen geschickt. Auch wenn unter dieser Adresse ein Museum "wohnt" - nämlich das Adam-Ries-Museum.

Quelle: Adam Ries und die GEZ

Jetzt ist mit diesem Spuk zu Ende, diese GEZ-Schnüffelei gibt es nicht mehr. Und die Comedy-Typen haben ein Thema weniger:


Hochgeladen von SehrWitzigComedy am 23.11.2009

Ab Januar 2013 wird alles anders: Da muss jeder Haushalt achtzehn Euronen jeden Monat bezahlen - ob die Mitglieder des Haushaltes öffentliche Sender schauen oder nicht. Pro Haushalt ist diese Haushaltsabgabe fällig! So wie die Müllgebühr!

Aber zwischen GEZ und Müll gibt es Unterschiede: Bei der Müllabfuhr wird wenigstens ein Haushalt von überflüssigem Müll befreit, aber bei den GEZ-Gebühren muss ein Haushalt auch für geistigen Müll bezahlen. Und all die GEZ-Einzahler können das Programm nicht beeinflussen. Das machen andere, die von den GEZ-Gebühren leben.

Sonst heißt es ja, "der Kunde ist König!" - nicht bei der GEZ - da gibt es keine Kunden, nur Einzahler!

Wer jetzt meint, dass das Personal bei der GEZ reduziert wird, irrt. Im Gegenteil: Das Personal wird aufgestockt! Von derzeit runde 1.000 Mitarbeiter auf 1.100 Leuten. 

Das verstehe ich nicht! Die ganzen Schnüffler entfallen doch jetzt! Ja, aber, das GEZ-System muss doch umgestellt werden! Das ist offensichtlich ziemlich schwierig!

Ich verstehe auch nicht, was da so schwierig ist. Die Stadt- und Landkreisverwaltungen wissen doch, was für Haushalte es gibt. Und die Finanzämter auch! Können die nicht gleich den Einzug der Haushaltsabgaben für die GEZ mit übernehmen. Und die ganze GEZ wird aufgelöst?!

Nein, das geht auf keinen Fall. Angeblich sind die Finanzämter zu teuer: Also macht es die GEZ weiterhin selbst, das sei ja viel billiger! Also, bei der Kirchensteuer funktioniert es doch. Die erheben die Finanzämter für die Kirchen. Wieso geht das nicht mit der GEZ? Und die 1.000 Personalstellen, die dann entfallen, das eingesparte Geld könnte doch gleich mit der neuen Haushaltsabgabe verrechnet werden!

Ja, es kursieren Gerüchte, dass sogar die GEZ-Schnüffler nicht arbeitslos werden: Sie erhalten neue Aufgaben: Sie sollen die GfK ablösen und deren Aufgabe übernehmen - also die Ausspähung der Fernsehgewohnheiten der Deutschen! Aber diese Schnüffler müssen keine Hausbesuche mehr machen, sondern sie sitzen in zentralen Überwachungstäumen:

Und beobachten die Haushalte - dafür wurden eigens neue elektronische Möglichkeiten installiert - über die Stromversorgung der Haushalte! Am Anfang wird diese Beobachtung etwas hapern, weil das Stromnetz noch nicht voll ausgebaut ist, aber das wird sich schon geben!

Die Kanzlerin hat höchste Priorität für diesen Ausbau verordnet! Schließlich war sie mal in einer "Anderwelt" FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda, sie weiß wie wichtig es ist zu wissen, welche Sendungen sich Bürger ansehen.

Bürger, die sich noch für Politik interessieren, sind höchst verdächtig! Und Bürger, die sich die eigens produzierten Programme für Bekloppte reinziehen, sind ungefährlich!

Aber ganz gefährlich sind die sejr seltenen Sendungen, die die ungeschminkte Wahrheiten berichten - wie beispielsweise die Märchen über den Euro:


Veröffentlicht von MrMarius239 am 16.08.2012

Jetzt wissen wir auch, wieso die Haushaltsabgabe gerade jetzt eingeführt wurde. Grund: Bisher konnten Bürger ihren Fernseher abmelden oder gar ihr Radio. Aber das geht mit der Haushaltsabgabe nicht mehr. Da müssen die Bürger zahlen, ob sie in die Röhre gucken oder nicht - schließlich wollen ja die Rundfunksender auch weiterhin leben!

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Freitag, 2. November 2012

GLOSSE: Die Schamanin, die Hausnummern klaut - Blog von Kiat Gorina


Da wollte mich heute eine junge Frau besuchen. Also fragte sie ihren Navigator nach Windsbach. Das kannte dieses Ding. Ich wohne aber auf einem Einzelhof - weit genug vom nächsten Dorf entfernt. Trotzdem habe ich die Hausnummer 29.

In den 1970-er Jahren gab es eine Gemeindereform: bisher hatte dieses Dorf einen eigenen Bürgermeister, er “residierte” im Dorf mit der Hausnummer 29. Und damals wohnte der Vorbesitzer meines Hofes unter der Hausnummer 28. Nach der vollzogenen Gemeindereform gab es keinen Bürgermeister mehr. Und er bekam eine neue Hausnummer, die 28. Und mein Hof die Nummer 29.

Dann starb der frühere Bürgermeister, die Witwe nannte sich seitdem “Altbürgermeisterwitwe”. Und sie bestand auf ihrer alten Hausnummer - der 29. Aber die hatte ja ich!

Also war die Hausnummer 29 doppelt vergeben, die Nummer 28 gab es nicht mehr, darauf bestand diese Altbürgermeisterinwite.

Ich merkte, dass da etwas nicht stimmte, als ich meinen Hof bei der Landesbrandversicherung versichern wollte. Ich gab bei der Adresse meine Hausnummer 29 an. Dann kam die Police. Und was stand da? Die 28!

Ich führte ein längeres Telefonat mit der Hauptstelle in München. Nach einigem Hin und Her stellte sich heraus, dass im Computer bereits mit der Nummer 29 ein Anwesen eingetragen ist. “Unser Computer lässt es nicht zu, dass die 29 doppelt eingetragen wird!”

Ich bestand auf der richtigen Hausnummer 29, so war sie ja auch beim Finanzamt und beim Katasteramt eingetragen. Dann ließ sich offensichtlich der Münchner Computer überreden. für mein Anwesen die Hausnummer 29 zu akzeptieren. Und in der Landesbrandversicherung wurde  dann das Haus der “Altbürgermeisterwitwe” mit der Hausnummer 28 geführt.

Ich sprach sie an und erzählte ihr das. Sie wurde böse: “Das ist nicht richtig! Ich habe immer die Nummer 29 gehabt!” Ich ließ sie kopfschüttelnd stehen.

Und heute fragte die junge Frau, die mich besuchen wollte, im Dorf nach mir und wo ich wohne. Ausgerechnet bei der “Altbürgermeisterwitwe” klingelte sie. 

“Da draußen!” Und die Altbürgermeisterin zeigte nach Südwesten. Und fügte hinzu: “Das ist eine böse Frau! Die hat meine Hausnummer geklaut!” Und schlug die Haustür vor ihr zu.

Als die junge Frau meinen Hof doch noch gefunden hatte, erzählte sie mir diese Episode. Wir lachten zusammen. Über so viel Borniertheit! Sie hatte ja nur dreißig Jahre Zeit, sich an ihre neue Hausnummer zu gewöhnen - das ist offensichtlich nicht lange genug ...
Ich habe gar nicht gewusst - und auch nicht geahnt, dass ich die Schamanin bin, die Hausnummern klaut!

Und im Toilettenwagen einbricht. Hoffen wir nur, dass das Wirtshaus nie verschwindet, sonst habe ich das auch noch “geklaut”.


Hochgeladen von weissfirst1 am 30.07.2009
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Samstag, 12. Mai 2012

Attac und das Trockenlegen von Steueroasen - Blog von Kiat Gorina


Attac hat einen Kinospot produziert zum Thema "Steueroasen". Ich halte ihn für sehr zutreffend! Da heißt es immer, die Bezieher von Hartz IV seien Schmarotzer! Aber was sind die Steuerhinterzieher, die ihr Vermögen vor dem Finanzamt verschleiern?
Diese Steuerflüchter, die ihre Vermögen in Steueroasen bunkern? Die Steuerflüchter, die keinen Bock haben, ihre Steuern zu zahlen?! Und wer bezahlt die Zeche? Der kleine Mann wieder einmal! Denn jede hinterzogene Steuermillion, die nicht gezahlt wird, fehlt der Allgemeintheit! 
Und deshalb sind diese Steuerflüchter die wirklichen Schmarotzer - sie saugen diesen Staat aus und befolgen nicht die Steuergesetze. Sie vertrauen darauf, dass die Finanzämter überlastet sind und dass sie - die Steueflüchter - vor einer Steuerprüfung verschont werden!
Veröffentlicht am 09.05.2012 von AttacD


Quelle: attac Attac veröffentlicht Kinospot zum Thema Steueroasen


Notabene: Diesen Link schickte mir Juliane. Verteilt dieses Video, wo es geht! Dieses Video muss überall bekannt werden!

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Donnerstag, 22. Dezember 2011

Achtung Grundbesitzer! Widerspruch einlegen! - Blog von Kiat Gorina

Wer soll Widerspruch einlegen? Alle Grundbesitzer, also Leute, die Grundsteuer A oder Grundsteuer B zahlen müssen - ans Finanzamt. Und warum? Tja, weil die Grundsteuer womöglich verfassungswidrig ist! Das sage nicht ich, eine kleine Schamanin, sondern vor allem der Bundesfinanzhof, er hatte in diesem Jahr verfassungsrechtliche Bedenken geäußert, ob die Bemessungsgrundlagen für die Grundsteuer - also die Einheitswerte - noch realsitisch sind.

2012 ist ein entsprechendes Urteil fällig. Danach kann es durchaus sein, dass Gemeinden und Finanzämter die bislang gezahlte Grundsteuer an die Hausbesitzer zurückzahlen müssen, aber nur, wenn bis spätestens 31.12.2011 Widerspruch eingelegt wurde.

WEITER ...

Sonntag, 14. August 2011

Schweiz, Geldwäsche und Dr. Wolfgang Schäuble - Blog von Kiat Gorina

Heike hat mir einen hochinteressanten und hochbrisanten Link geschickt - vielen Dank an Heike. Worum geht es? Um die in der Schweiz versteckten Gelder. Es ist ja bekannt, dass viele Wohlhabende in Deutschland meinen, sie haben so viel, dass sie keine oder nur wenig Steuern bezahlen müssen. Und sie deponieren ihr Geld in der Schweiz. Vorbei an den deutschen Finanzämtern.

Da wird über die Hartz IV Bezieher geschimpft, die angeblich auf Kosten der Steuerzahler leben, aber wenn Reiche noch reicher werden wollen, indem sie sich vor dem Zahlen der Steuern drücken, dann findet das die Mehrheit dieser Republik in Ordnung. Ja, offenbar findet unser Bundesfinanzminister Dr. Wolfgang Schäuble das auch in Ordnung.

Freitag, 22. Juli 2011

S21: SPD tritt den Grünen ans Schienbein! - Blog von Kiat Gorina

In Stuttgart musste der ohne demokratische Legitimation an die Macht gekommene Landesvater Stefan Mappus abtreten, bei der letzten Landagswahl wurde er abgewählt. Neuer Ministerpräsident wurde Winfried Kretschmann von den Grünen. Er regiert zusammen mit der SPD.

Was jedoch das Monsterprojekt S21 angeht, da trat jetzt diese SPD den Grünen gewaltig ans Schienbein! Wieso das? Da gibt es den SPD-Lantagsabgeordneten Martin Rivoir - ein S21-Befürworter. Er stellte eine kleine Anfrage an die neue Landesregierung: scheinheilig kritisierte er die finanziellen Verbindungen des BUND zu anderen Gruppen von S21-Gegnern.