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Samstag, 8. März 2014

GLOSSE: Das Dorf - Ein Schwarzes Loch?

Das meine ich weniger politisch, sondern mehr physikalisch. Physiker von heute sprechen ja oft von und über schwarze Löcher, die Materie regelrecht ansaugen und verschwinden lassen. Dieses Dorf und seine Umgebung zumindest scheint Fluggeräte wie Flugzeuge und Warmluftballons anzusaugen und zur Landung zu zwingen. 

Ich denke da nicht nur an die Notlandung eines Sportfliegers, der mit seinem Fluggerät auf dem Rücken landen musste. Grund: Der Sprit war ihm ausgegangen.  Er landete auf meiner Wiese und wollte sich zur nächsten Tankstelle begeben. Kaum war er weg, kamen auch schon Dorfkinder hervor - mit Scheren und Messern bewaffnet. Sie wollten den bunten Fallschirm zerschneiden. 

Mein Bär fuhr dann den Flieger zur nächsten Tankstelle - ich bewachte den Fallschirm ... 

Oder ein ander Mal, da musste ein Segelflieger im nahegelegenen Acker notlanden - die nicht mehr vorhandenen Aufwinde ließen das Flugzeug sinken. Wir hatten gerade Besuch aus München. Er war erstaunt, was auf dem Land so alles passieren kann. 

Und heute war es wieder so weit: Mein Bär ging mit Knopfi - dem Maulesel - spazieren. Plötzlich erstarrte Knopfi: Ängstlich schaute er zum Himmel, ein riesiger Ballon! Er sank und sank! In der Eselwelt Knopfis bedeutet dies bestimmt ein schlimmes Omen. Aber neugierig war er auch. Er zog in Richtung der Stelle, wo der Ballon landen musste. Grund: Das Gas für den Brenner war ihm ausgegangen. 

Knopfi war erst erschrocken, als er den riesigen Ballon im Gras liegen sah. Aber mein Bär beruhigte ihn: Dem Ballon geht die Luft aus, der ist schon tot! Der beißt nicht mehr! 

Das überzeugte Knopfi, er sah selbst, dass der Ballon immer kleiner wurde. Trotzdem wollte er ganz genau zuschauen, bis nichts mehr vom Ballon übrig blieb. Es blieb aber etwas übrig: die zusammengefaltete Hülle. Sie wurde in einen großen Futtersack gesteckt. Befriedigt schnaufte Knopfi tief durch, als der Sack zugebunden wurde. 

Mit Knoten kennt Knopfi sich gut aus. Er hat auch Geduld und kann so ziemlich alle Knoten öffnen - mit seinen Lippen. Wenn er genügend Zeit hat. 

Einige der gelandeten Fahrgäste fanden Knopfi süß und wollten ihn streicheln. Dagegen hat Knopfi nichts. Auch nicht, als Fotoapparate klickten und Handycams surrten. Einige Eltern waren etwas angesäuert: Da spendieren sie eine Fahrt mit einem Ballon. Und dann kommt ein Esel daher, der stiehlt dann die Schau. 

Ja, und dann hatte ein anderer seinen Auftritt: Der Jagdaufseher! Mit seinem Traktor kam er angerollt. Er musste ja nach dem Rechten sehen. Als er sich durchgefragt hatte, wer der Veranstalter ist, wurde derselbige aufgeklärt, auf welchem Grund er gelandet ist. Mehrmals musste sich der Veranstalter anhören: "Dös is fei net die Gma von Eschenbach, des is unsere Gma. Doa is die Grenz ..." Natürlich mit erhobenem Zeigefinger. 

Aber der Veranstalter ließ sich nicht weiter stören, sondern verstaute seinen Ballon und den Korb auf dem Anhänger - die männlichen Passagiere halfen kräftig mit. Nur der Jagdaufseher nicht. Er wollte endlich seinen Gma-Spruch loswerden, keiner hörte zu. Obwohl er ein fettiges Hütchen auf hatte! 

Notgedrungen stiefelte zurück zu seinem Traktor ... 


Veröffentlicht am 11.07.2012 von Dietsen21

Übernommen von OverBlog

Freitag, 17. August 2012

GLOSSE: Ein Bauer zensiert - Blog von Kiat Gorina

Da hatte ich doch gestern abend einen Artikel veröffentlicht - über den Ministerpräsidenten Seehofer, seine Scheidung und seine zweite Ehe, seinen Besuch beim Papst und die Handkommunion in Rom.
Quelle: Handkommunion für den Ministerpräsidenten 

Und da dauerte es nicht lange, da hörte ich einen riesigen Traktor lärmen - es war schon nach 22 Uhr! Er fuhr auf eine Wiese mit sehr kümmerlichen Bewuchs. Und er fing an zu mähen. Genau - spät am Abend.  Dann fuhr noch ein Traktor auf diese Wiese, noch größer, noch lauter, und im Schlepptau einen riesigen Heuwender. 

Er war bald fertig, das wenig gemähte Gras lohnte sich gar nicht, zusammengeschlagen zu werden! Dann fuhr er mit seinem Monstertraktor wieder heim. Sein rückwärtigen Arbeitsscheinwerfer waren so etwas von grell, so dass ich sein Ungetüm von Heuspinne erkennen konnte. 

Fuhr er da ein Riesenrad spazieren? 

Da machte es plötzlich RUMMS! Dieser RUMMS pflanzte sich durch mein Haus fort. Der Traktorfahrer hielt an und fuhr weiter. Einfach so. Tja, später wollte ich noch einen Artikel veröffentlichen - es ging nicht. Keine Internetverbindung mehr! Mit Taschenlampe bewaffnet gingen wir nach draußen und sahen die Bescherung: Der Traktor hatte mit dem Riesenrad von Heuwender einfach die Telefonleitung gekappt - ich habe noch eine Freileitung zu meinem Haus. 

Jetzt wusste ich, wieso er angehalten hatte. Aber einfach weiterfahren?! Das ist ja nicht gerade die feine bäuerliche Art. Ich sah das durchschnittene Kabel auf der Straße liegen. Er hat es wohl von seinem Riesenrad heruntergezogen. Und ist dann einfach weitergefahren. 

Ich wollte bei der Störungsstelle anrufen, mit Handy? Nö, das ist mir zu teuer - da hänge ich in der Warteschleife ... Ins Dorf gehen und klingeln, ib ich telefonieren darf? Das kommt erst recht nicht in Frage. Erst vor einigen Tagen musste ich mit einem Landesamt in Augsburg telefonieren, da erfuhr ich, dass diese Dörfler schon auch dort die Nachricht hinterlassen hatten, dass ich eine Hexe sei. Unglaublich, aber wahr. 

Die Dame im Landesamt hatte aber Humor und gab mir einen Rat: "In Landesämtern gibt es immer zwei Wege: den Holzweg und die Sackgasse!" Wir lachten beide. 

Zurück zum Telefonierproblem. Also ins Auto geschwungen und zur nächsten Telefonzelle gefahren und dort die Polizeiinspektion verständigt. Und die Störungsstelle der Telekom. 

Irgendwie kam mir diese Sache komisch vor: Wieso ist der Bauer nicht bei der Hinfahrt an der Telefonleitung hängen geblieben, erst bei der Rückfahrt? Oder war das die Strafe des Gottes der Christen, weil ich einen solch despektierlichen Artikel veröffentlicht hatte? 

Jedenfalls heute morgen schauten wir uns die Bescherung beim Hellen an - es waren noch die Reifenspuren des Monstertreckers zu sehen. Und heute nachmittag kam ein Entstörtrupp, der die Leitung flickte. 

Bis zum nächsten Mal! 

Das war ja nicht das erste Mal, dass diese Freileitung beschädigt wurde, einmal waren es Arbeiter der Stadt Windsbach, die Bäume ausästen wollten - und offensichtlich diese Leitung für einen komischen Ast hielten - ein Schelm, wer Böses sich dabei denkt ;-)
Oder war das auch ein versteckter Zensurakt wegen meinen frechen Artikel?


Veröffentlicht am 09.03.2012 von MrChri9595

besucherzhler

Montag, 25. Juni 2012

Ein DORF-Exemplar: der Sammler - Blog von Kiat Gorina

In grauer Vorzeit waren die Menschen Jäger und Sammler. Dass die Vorzeit längst vorbei ist, hat sich offenbar bei gewissen Dorfinsassen noch nicht herumgesrochen. Jedenfalls lebt in diesem Dorf noch eine Sammler-Sippe.
Das erste, was ich von dem Sammler zu Gesicht bekam, war ein hell behostes, gewaltiges, ausladendes Hinterteil, das aus meinem Scheunentor ragte. "Donnerwetter! Mondaufgang in Großaufnahme!", rutschte es mir heraus. Der "Mond", der gerade meine frisch gelieferten Heuballen inspizierte, drehte sich schnaufend um. Ui! Von vorn hatte der Mond  eine blassrosa Weihnachtskugel in Spezialgröße als Kopf ...
Anfangs dachte ich mir noch nichts dabei, dass der Sammler überall seine Nase und seine Wurstfinger hineinsteckte.
Bestimmt meint er es nur gut, wenn er mit seinem Traktor - einem Geräteträger - auch GT genannt - vorbei kommt und Werkzeug und anderes einsammelt, wenn man es draußen stehen hat. Wenn ich oben im Hof Holz hacke, und zum Essen ins Haus gehe, dann leistet der Sammler seine Samariterdienste.
Nach dem Essen ist nämlich zumindest das Beil verschwunden. 
Ist doch wirklich fürsorglich! Wie leicht könnte ich sonst über das Beil stolpern oder mich sogar - wie schrecklich! - daran schneiden! Mit Gartengeräten, Gießkannen, gelben Plastikeimern usw. ist es ähnlich! Auch darüber kann ich ja stolpern! Und so ein gelber Plastikeimer, den ein anderer Bauer zum Markieren seiner Heuwiese hinstellt, der muss auch weg! Das ist ja sonst Umweltverschmutzung!
Seither passe ich höllisch auf, dass nichts mehr draußen liegt, wenn ich mal ins Haus muss. Sogar an meinem Briefkasten an der Straße habe ich ihn schon gesehen. Ob der Gute womöglich etwas mit meiner verschwundenen Post zu tun hat? Ich weiß es nicht. Die Male, wo mich Leute gefragt haben, ob der von ihnen geschickte Brief oder das Päckchen noch nicht eingetroffen sei, kann ich bald nicht mehr zählen.  
Aber wenigstens scheint der Sammler meine Wäsche und meine wackeligen Gartenmöbel für harmlos zu halten. Die zumindest sind noch nicht verschwunden.
Vielleicht trägt dieser Sammler ein großes Geheimnis mit sich herum: Er ist zwar kein Werwolf, sondern ein Werkater: 
Hochgeladen von FrownsUpsideDown am 16.02.2011


besucherzähler

Freitag, 20. April 2012

Todesgesang der Kiebitze - Blog von Kiat Gorina


Auch in diesem Jahr wartete ich auf das Kiebitzpaar, das im Acker nebenan immer brütete. Wie habe ich mich gefreut, als das bekannte "Kuwitt- kuwitt" ertönte und die Kiebitze auch über meinem Hof ihre Runden drehten. Das Paar brütet nie in meiner Wiese, weil da zu viel Betrieb ist: 
Ab und zu sind meine Katzen da, und auch der Fuchs jagt dort nach Mäusen. Manchmal sehe ich ihn, wie er mit dem Mund voller Mäuse davonschnürt. Es sieht witzig aus, wie die ganzen Mausschwänze seitlich heraushängen. Auf das offene Feld geht der Fuchs ungern, weil er da zu leicht gesehen werden kann.
Und die Kiebitze brüten vielleicht aus diesem Grund auf dem Feld.
Das Paar musste wohl schon Küken haben. Vor zwei Tagen kreiste ein großer Greif über dem Feld, bis ihn die Kiebitzeltern todesmutig immer wieder angriffen. Sie konnten ihn dann vertreiben. Die Küken waren gerettet. Für diesmal.
Heute Abend, es war schon dunkel, hörte ich Traktoren auf dem Acker. Einer mit einerm dieser riesigen Odelfässer. Und ein zweiter Traktor, der gleich den Odel untereggte. 
Die kleinen Küken hatten keine Chance. Die Eltern waren in der Luft und riefen verzweifelt nach ihren Kleinen. Vergebens.
Noch lange konnte ich den Todesgesang der Kiebitze hören ...
Hochgeladen von boru9999 am 01.06.2010 besucherzähler

Mittwoch, 8. Juni 2011

Hasentöter - Wer überfährt mutwillig Hasen? - Blog von Kiat Gorina

Heute früh ging ich mit Riffel spazieren - da plötzlich wurde sie schneller, sie signalisierte mir: Da ist frisches Hasenblut auf der Straße. Gut, dass ise angeleint war! Ja, wirklich wir kamen zu einer Stelle, da zeigte sich uns ein grausiges Bild.
Ein junger Hase - getötet von einem Jeep - den Reifenspuren nach! Und vom Jeep überfahren: mitten durch! Nicht auf einer Schnellstraße, sondern auf einem Seitenweg, der meist nur von Traktoren bevölkert wird und nachts, wenn sich Betrunkene hinters Lenkrad klemmen und versuchen, ihr Auto im Suff nach Hause zu schlängeln und dabei keiner Polizeistreife in die Hände zu fallen.