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Samstag, 22. Februar 2014

Zwangsgeld oder ein Pfund Zucker ins Klo ...

Es gibt in Hessen eine evangelische Gemeinde, sie hat auch einen Kindergarten. Und da gibt es einen evangelischen Pfarrer. Der nimmt es sehr genau! Ja, womit? Mit den Faschingskostümen der Kinder! Ihm ist es ein Greuel, wenn Kinder sich als Zauberer oder Hexen verkleiden. 

Quelle: n-tv Zauberer und Hexen "für Gott ein Gräuel" - Pfarrer zensiert Kinderkostüme:  Als Tiere oder Bauarbeiter verkleidet dürfen die Kleinen aber kommen. 

Und warum das alles. Weil in der Bibel der Christen vor Zauberen und Hexen gewarnt wird. Die seien auch dem Gott der Christen ein Greuel - also auch dem Pfarrer. Die armen Kinder, die in Bauarbeiterkostüme gesteckt werden. So etwas von langwilig! 

Aber der Pfarrer denkt ja weiter - in die Zukunft. Schon früh sollen die Kleinen lernen, dass sie arbeiten müssen. Um die Kirchensteuer und das Kirchgeld zu bezahlen. Und Menschen, die als Zauberer und Hexen tätig sind, die sind meist keine Mitglieder der Kirche, zahlen deshalb auch keine Kirchensteuer. Und das ist dem Herrn Pfarrer auch ein Greuel. 

Gern hätte ich diesen Pfarrer gefragt, was er von der Bitte des Vaterunser hält: "Unser täglich Brot gib uns heute!" Daran hat er bestimmt nichts auszusetzen. Was aber ist, wenn er erfährt, dass es im christlichen Bayern einen Landkreis gibt, da muss eine Schriftstellerin Zwangsgeld zahlen, weil sie sich weigert, täglich ein Pfund Zucker ins Klo zu kipppen und mit mindestens 400 Liter Trinkwasser nachzuspülen! 

Ich bin nicht besoffen, das ist kein Witz! Das ist dem Oberinspektor in diesem Landratsamt voller Ernst. Und auch der Herr Landrat stellte fest, dass sein Mitarbeiter völlig korrekt arbeitet. 

Wie kam es dazu? Die Schriftstellerin wohnt auf einem Einzelhof. Zuammen zwei Personen. Auch sie produzieren Fäkalien. Und dafür hat sie eine Dreikammerklärgrube, die so groß ist, dass sie nur einmal im Jahr den Inhalt auf eine Wiese ausbringt. Wie es andere Landwirte auch machen. 

Und für entlegene Landwirtschaftsbetriebe gibt es sogar einen Paragraphen 41 der Bayerischen Bauordnung. Da steht etwas von Ausnahmegenehmigung für solche Fälle. Aber nein, dieser Oberinspektor bestand darauf, dass die Schriftstellerin eine Kleinkläranlage baut - für zwei Personen. 

Die Schriftstellerin wollte bauen, sie ist ja keine Spielverderberin. Aber es gibt ein kleines Problem: Auf dem Markt gibt es keine einzige funktionierende Kleinkläranlage für nur zwei Personen. 

Macht nichts, sagte der Gutachter: Machen wir vier Personen daraus. Aber damit funktioniert die Kläranlage trotzdem nicht. Die Biologie vertrocknet, die Bakterien bekommen zu wenig Nahrung. 

Das macht nichts, Hauptsache, die weltfremden Vorschriften sind erfüllt. Ja, aber die Kläranlage wird überprüft, ob die Messwerte stimmen. Und wenn die Bakterien tot sind - mangels Nahrung, dann sind die Werte im Keller. Sie fragt die Hersteller. Ja, das Problem kennen wir. Dann müssen Sie jeden Tag mindestens ein Pfund Zucker ins Klo kippen und mindestens mit 400 Liter Trinkwasser nachspülen. Jeden Tag! 

Wie stellt sich das der Hersteller vor? 

Das brauchen Sie doch nur sechs Wochen vor dem Prüftermin zu machen. Aber ich weiß doch nicht, wann dem Oberinspktor einfällt zu prüfen. Also muss ich die ganze Zeit Zucker ins Klo kippen und nachspülen. 400 Liter! Da muss ich ja mindestens 40-mal die Klospülung betätigen. Und der viele Zucker verstopft die Rohre, sagte mir ein Brunnenbauer. 

Und dann kommt das größte Problem: Die Schriftstellerin hat ein karge Kindheit erlebt - mit viel Hunger. Sie hat sich angewöhnt, keine Lebensmittel wegzuwerfen. Und auch heute noch, wirft sie keine Lebensmittel weg. Angesichts der Tatsache, dass alle zwei Sekunden irgendwo auf diesem Planeten ein Kind unter fünf Jahren verhungert! Und da soll die Schriftstellerin täglich ein Pfund Zucker ins Klo kippen und mit mindestens 400 Liter Trinkwasser nachspülen. Wieviele Menschen verdursten während dieser Zeit? 

Nein, das kann sie nicht mit ihrem Gewissen und mit ihrer religiösen Weltanschauung vereinbaren! Das ist Sünde! Das findet auch die Augsburger Allgemeine: 

Quelle: Brot wegwerfen ist eine Sünde

Der Oberinspektor bleibt hart: Wenn die Schriftstellerin keine Kläranlage baut und kein Pfund Zucker täglich ins Klo kippt und nicht mit mindestens 400 Liter nachspült, dann muss sie Zwangsgeld zahlen! 

Also zwingt dieser Oberinspektor und damit der Landrat die Schriftstellerin zur täglichen Sünde! Wieso eigentlich? Sie hat einen Verdacht: Die beiden wollen verhindern, dass sie in den weiß-blauen Himmel kommt! Eine Halbmongolin dort! Das muss verhindert werden! 


Film hungernde kinder
Veröffentlicht am 19.11.2012 von Kerl Blödmann

Und dieser Landrat ist Mitglied der Christlich Sozialen Union!

Übernommen von OverBlog

Mittwoch, 10. Juli 2013

Die bayerische Justiz - die Inquisition von heute

Aber, aber! Das ist doch wohl zu weit hergeholt! Weißt du überhaupt, was Inquisition ist resp. war? Doch, ich weiß es! Die Inquisition herrschte im Mittelalter und Spätmittelalter! Sie richtete sich gegen unschuldige Menschen, denen eine Kirche vorwarf, sie seien Ketzer, sie seien Hexen.

Wollte jemand einen anderen Menschen - wie beispielsweise seine eigene Frau - los werden, dann brauchte er nur zum Pfarrer zu rennen und zu sagen: Meine Frau ist eine Hexe! Und schon setzte sich ein Apparat von kirchlicher und weltlicher "Gerichtsbarkeit" in Gang, der damit endete, dass die arme beschuldigte Frau auf dem Scheiterhaufen verbrannte!

Wieviele unschuldige Menschen wurden verbrannt? Wieviele wurden in den "Verhören" grausam gequält, gepeinigt, verstümmelt? Nicht nur Frauen, auch Männer, ja sogar Kinder! Die Kirche wusch ihre Hände in Unschuld. Grund: Nicht die Kirche sprach die grausamen Urteile aus, sondern weltliche Gerichte.

Und dann endete dieser wahnsinnige Spuk! Weil das Zeitalter der Aufklärung kam. Weil immer Menschen erkannten: Hexen? So ein Quatsch! Weil immer mehr Menschen den fanatischen Pfarrern nicht mehr glaubten!

Und wie ist es heute? Nehmen wir den Fall Gustl Mollath: Was war passiert? Mollath stritt sich mit seiner Frau Petra. Worüber? Weil er herausgefunden hatte, dass seine eigene Frau reichen Menschen in Nürnberg und Umgebung half, Schwarzgeld in die Schweiz zu verschieben. Am Nürnberger Finanzamt vorbei!

Ja, Mollath informierte den Arbeitgeber seiner Frau - die Hypovereinsbank! Seine Frau verlor ihren Job bei dieser Bank. Sie sprach von "Denunziation"! Und sie und ihre Helfershelfer wollten es dem Mollath heimzahlen: "Den machen wir fertig!"

Sie behauptete, ihr Mann sei verrückt. Grund: Er habe ihr die Autoreifen zerstochen! Ja, er habe sie geschlagen! Ihre Ärztin schrieb ein "Attest", das landete in den unergründlichen Mühlen der bayerischen Justiz! Ja, so eine Anschuldigung war Wasser auf diese Mühlen. Ein Richter informierte informell gleich die Steuerbehörden: "Der Mollath ist verrückt! Er behauptet, eine Angestellte der Hypovereinsbank verschiebe Schwarzgeld in die Schweiz für ihre Kunden! Hihi!"

Das war unvorstellbar! Klar, wer so etwas behauptet, muss verrückt sein. Das Ende vom erbarmungslosen Lied war: Mollath sitzt als angeblich Geisteskranker seit über sieben Jahren in der Forensik! Und er sitzt immer noch! Sein Fall wurde jedoch publik, nicht nur in Bayern, nicht nur in Deutschland, sondern international!

Und selbst der Landtag musste sich mit dieser Affäre, mit diesem Justizskandal, befassen: in einem Untersuchungsausschuss. Und wie es so üblich ist, gab es einen Abschlussbericht! Nein, in diesem Fall gab es zwei Berichte: einen von der CSU und der FDP, und einen von der SPD, den Grünen und den Freien! Diese beiden Fronten zwischen schwarzgelb und der Opposition konnten sich nicht einigen!

Quelle: SPIEGEL ONLINE Untersuchungsausschuss: Opposition zieht vernichtende Bilanz im Fall Mollath: Die Opposition nutzte ihren Bericht auch dazu, um die Unabhängigkeit der bayerischen Justiz in Frage zu stellen: Die seit 56 Jahren währende Regierungszeit der CSU habe "Strukturen begünstigt", die einer solchen Unabhängigkeit nicht zuträglich seien. So würden die Karrieren von Richtern und Staatsanwälten von Entscheidungen der politischen Spitze der zuständigen Ministerien abhängen. Dies stärke "Korpsgeist, eine mangelnde Kultur der Korrektur eigener Fehler und vor allem die Tendenz zu vorauseilendem Gehorsam".

Und im anderen Bericht steht: "Die Regierung hat keinerlei Fehler gemacht!"

Quelle: FOCUS ONLINE Untersuchungsausschuss zu Gustl Mollath endet im Zwist: Im Untersuchungsausschuss konnten sich die Parteien nicht auf einen Abschlussbericht einigen – und legten einfach zwei vor. Während die Regierung keinerlei Fehler sieht und der Opposition „Wahlkampftaktik“ vorwirft, fordert jene Opposition den Rücktritt von Justizministerin Merk.

Es geht jetzt nicht nur um Wahlkampftaktik, sondern es geht um viel mehr! Jede Bürgerin, jeder Bürger in Bayern, kann Opfer werden einer solches Justizapparates. Sobald jemand eine Gefahr darstellt für diese Staatsregierung, steht er in der Gefahr der Zwangspsychiatrisierung! Weil eine 56 Jahre lange Herrschaft dieser CSU für derart verfilzte Verhältnisse gesorgt hat, dass Kritiker kaum noch Chancen haben.

Wie wahr sprach Dietmar Wischmeyer in der heute show in seinem "Logbuch der Bekloppten und Bescheuerten": "Tief im Südosten der Republik unterhält die CDU eine Aussätzigenkolonie namens CSU. Im sogenannten Freistaat Bayerns suhlt sich die hässliche Schwester der Union seither in den Pfründen ewiger Regentschaft. Immer getreu dem Parteimotto Mir san mir! - zu deutsch: Doof bleibt doof! Die Stammesältesten haben von der Oma bis zum Murmeltier, ja die gesamte bucklige Verwandtschaft in den Staatsdienst eingeschleust!"


Veröffentlicht am 10.05.2013 von michi2005

Und ein anderer Satiriker - Dieter Hildebrandt - bringt es - weider einmal - auf den berühmten Punkt: Dass Korruption in Bayern kein Missbrauch, sondern ein Brauch ist. Und dass deshalb viele Bayern meinen, der Mollath sitze zu Recht in der Forensik:


Veröffentlicht am 02.12.2012 von Direktkandidat

Es wird allerhochste Zeit, dass auch in Bayern das Zeitalter der Aufklärung anbricht!

Übernommen von Over-Blog

Montag, 14. Januar 2013

Diese Republik subventioniert Krebs - Blog von Kiat Gorina


Da gibt es den Ort Allerdorf in Niedersachsen, nur 27 Häuser, aber 10 (in Worten: zehn!) Krebserkrankungen in neun Häusern! Also in jedem dritten Haus ein Krebsfall! Was hat diese Krebserkrankungen ausgelöst? Die Antwort: Leitungsrohre aus Kunststoff, genaugenommen PE100. Das ist auch der Kunststoff, aus dem Leitungsrohre für Trinkwasser hergestellt und eingesetzt werden!

Was wurde in Allerdorf mit solchen Rohren befördert? Lagerstättenwasser! Dieses Wasser entsteht bei der Förderung von Erdgas! Seit Beginn der 1990-er wird dort Erdgas gefördert, dabei fällt giftiges Abwasser an, es wird durch solche PE100-Leitungen zur Entsorgung abgepumpt. Und dieses Lagerstättenwasser enthält Benzol, ein Stoff, der Krebs verursacht!

Und diese Kunststoffrohre sind für Stoffe wie Benzol so durchlässig wie ein Sieb, das hochgiftige Benzol gelangt nach außen und damit ins Grundwasser und damit ins Trinkwasser!

Bis vor lurzem wurde diese Erdgasförderung sogar noch subventioniert! Mit Steuergeldern! Das bedeutet, die Erkrankten mussten selbst für den Krebs bezahlen! Das erinnert mich an die Zeiten der unheiligen Inquisition der Kirchen: Wenn da ein Mensch der Hexerei bezichtigt, gefoltert und auf dem Scheiterhaufen verbrannt wurde, mussten die Hinterbliebenen für die Kosten dafür aufkommen.

Offensichtlich hat sich bis heute nicht viel geändert. Heute gibt es kaum noch Hexenverfolgungen - von wenigen Ausnahmen abgesehen wie Hexenjagd in Bayern: Behörde zwingt Schriftstellerin tödliches Wasser zu trinken, aber das Grundprinzip bleibt: Die Opfer eines Umweltskandales werden gezwungen, diesen Umweltskandal mit ihren Steuern zu finanzieren!

Und wer ist der Henker in diesem Fall? RWE - einer der vier großen Energiekonzerne in Deutschland. RWE fördert Erdgas! Dabei entsteht dieses giftige Abwasser. RWE leitet deses giftige Abwasser durch PE-Rohre. Dabei dringt hochgiftiges Benzol nach außen und ins Erdreich ...

Vom BR gab es dazu eine Reportage:

Quelle: BR Umweltskandal durch Erdgasförderung

Und ihr könnt auch eine PDF-Datei herunterladen - nur für den privaten Gebrauch: Umweltskandal durch Erdgasförderung. Wen das interessiert, sollte sich das herunterladen - wer weiß, wann solche brisanten Infos "depubliziert" werden?!


Hochgeladen von ARD am 31.01.2012

Ein weiterer Umweltskandal - in Niedersachsen! Wer kann und will da noch diese CDU wählen?


Hochgeladen von popscenede am 14.01.2011

Die Verantwortlichen bei RWE stellen sich dumm! Aber schon bei den alten Römern gab es einen Grundsatz: "Unkenntnis schützt vor Strafe nicht!".

Und wenn Benzol in PE-Rohren von innen nach außen dringt, dann kann es umgekehrt von außen nach innen dringen! Es gab ja schon Fälle, da führten Trinkwasserleitungen aus PE-Kunststoff an Tankstellen vorbei. Der Boden um die Tankstelle war mit Benzol verseucht - wenig später auch das Trinkwasser!

In der Fachliteratur ist zu lesen:

Im Boden sollte PE nicht mit Benzin oder ähnlichen Chemikalien in Berührung kommen. Durch thermische Bewegungen im teilkristallinen Gefüge können Benzin, Benzol,  Lösungsmittel, chlorierte Kohlenwasserstoffe u. ä. von außen durchdiffundieren, d. h. die Rohrwand durchdringen und die Wasserqualität beeinflussen, obwohl das Rohr unter Druck steht.

Quelle: Soiné, Klaus Joachim: Handbuch für Wassermeister - Wissenwertes für den Betrieb von Wasserversorgungsanlagen, Oldenbourg Industrieverlag, 1998. S. 177f

Hier zeigt sich, wie lebensgefährlich PE-Rohre sein können, wenn mit ihnen Trinkwasser transportiert wird und die Rohre in belasteten Böden liegen. Und belastete Böden gibt es heutzutage fast überall, auch auf dem freien Land, wenn Böden durch Pestizide wie Roundup verseucht werden.
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Freitag, 17. August 2012

GLOSSE: Ein Bauer zensiert - Blog von Kiat Gorina

Da hatte ich doch gestern abend einen Artikel veröffentlicht - über den Ministerpräsidenten Seehofer, seine Scheidung und seine zweite Ehe, seinen Besuch beim Papst und die Handkommunion in Rom.
Quelle: Handkommunion für den Ministerpräsidenten 

Und da dauerte es nicht lange, da hörte ich einen riesigen Traktor lärmen - es war schon nach 22 Uhr! Er fuhr auf eine Wiese mit sehr kümmerlichen Bewuchs. Und er fing an zu mähen. Genau - spät am Abend.  Dann fuhr noch ein Traktor auf diese Wiese, noch größer, noch lauter, und im Schlepptau einen riesigen Heuwender. 

Er war bald fertig, das wenig gemähte Gras lohnte sich gar nicht, zusammengeschlagen zu werden! Dann fuhr er mit seinem Monstertraktor wieder heim. Sein rückwärtigen Arbeitsscheinwerfer waren so etwas von grell, so dass ich sein Ungetüm von Heuspinne erkennen konnte. 

Fuhr er da ein Riesenrad spazieren? 

Da machte es plötzlich RUMMS! Dieser RUMMS pflanzte sich durch mein Haus fort. Der Traktorfahrer hielt an und fuhr weiter. Einfach so. Tja, später wollte ich noch einen Artikel veröffentlichen - es ging nicht. Keine Internetverbindung mehr! Mit Taschenlampe bewaffnet gingen wir nach draußen und sahen die Bescherung: Der Traktor hatte mit dem Riesenrad von Heuwender einfach die Telefonleitung gekappt - ich habe noch eine Freileitung zu meinem Haus. 

Jetzt wusste ich, wieso er angehalten hatte. Aber einfach weiterfahren?! Das ist ja nicht gerade die feine bäuerliche Art. Ich sah das durchschnittene Kabel auf der Straße liegen. Er hat es wohl von seinem Riesenrad heruntergezogen. Und ist dann einfach weitergefahren. 

Ich wollte bei der Störungsstelle anrufen, mit Handy? Nö, das ist mir zu teuer - da hänge ich in der Warteschleife ... Ins Dorf gehen und klingeln, ib ich telefonieren darf? Das kommt erst recht nicht in Frage. Erst vor einigen Tagen musste ich mit einem Landesamt in Augsburg telefonieren, da erfuhr ich, dass diese Dörfler schon auch dort die Nachricht hinterlassen hatten, dass ich eine Hexe sei. Unglaublich, aber wahr. 

Die Dame im Landesamt hatte aber Humor und gab mir einen Rat: "In Landesämtern gibt es immer zwei Wege: den Holzweg und die Sackgasse!" Wir lachten beide. 

Zurück zum Telefonierproblem. Also ins Auto geschwungen und zur nächsten Telefonzelle gefahren und dort die Polizeiinspektion verständigt. Und die Störungsstelle der Telekom. 

Irgendwie kam mir diese Sache komisch vor: Wieso ist der Bauer nicht bei der Hinfahrt an der Telefonleitung hängen geblieben, erst bei der Rückfahrt? Oder war das die Strafe des Gottes der Christen, weil ich einen solch despektierlichen Artikel veröffentlicht hatte? 

Jedenfalls heute morgen schauten wir uns die Bescherung beim Hellen an - es waren noch die Reifenspuren des Monstertreckers zu sehen. Und heute nachmittag kam ein Entstörtrupp, der die Leitung flickte. 

Bis zum nächsten Mal! 

Das war ja nicht das erste Mal, dass diese Freileitung beschädigt wurde, einmal waren es Arbeiter der Stadt Windsbach, die Bäume ausästen wollten - und offensichtlich diese Leitung für einen komischen Ast hielten - ein Schelm, wer Böses sich dabei denkt ;-)
Oder war das auch ein versteckter Zensurakt wegen meinen frechen Artikel?


Veröffentlicht am 09.03.2012 von MrChri9595

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Mittwoch, 9. November 2011

GLOSSE: Harry Potter und Frau von der Leyen - Blog von Kiat Gorina

Da hat Heike mir einen Link geschickt - auf einen Ausschnitt eines Harry Potter Films. Und sie meinte, da gebe es bei einer Schauspielerin eine verblüffende Ähnlichkeit mit Frau von der Leyen - der deutschen Arbeitsministerin. Ich habe mir das angesehen - und Heike hat recht! Da stellt sich doch die Frage: Wer ist die echte von der Leyen? Oder ist eine von beiden geklont? Oder ist das der Zweitjob von Frau von der Leyen. Schade, dass es keine neuen Potter Filme mehr geben wird. Jetzt bleibt uns nur die Ministerin von der Leyen.
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Freitag, 28. Oktober 2011

Hexen in Düsseldorf - Was Recht war, muss es bleiben? - Blog von Kiat Gorina

Düsseldorf, 19. August 1738, Gerresheim, Gallberg. Helena Curtens, nur sechzehn Jahre alt und Agnes Olmans, 47 Jahre alt, wurden der "Teufelsbuhlschaft" - also des Geschlechtsverkehrs mit dem Teufel, zur Anzeige gebracht von der Nachbarin Agnes Olmans - bezichtigt und lebendig verbrannt, weil sie angeblich Hexen sind!
Der Richter Johann Weyrich ermittelte 18 Monate und fällte dann dieses grausame Urteil! Vollstreckt wurde es vom Henker Sigismund Schwarz. Das gemeine Volk schaute bei der Verbrennung zu. Sigismund Schwarz sah in der Verbrennung ein erzieherisches Exempel, um die Bevölkerung vor Hexerei zu warnen. Er rief der Masse zu: "Diese beiden Frauen sind der Teufelsbuhlschaft und Götteslästerei schuldig!" Die Masse johlte.
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Sonntag, 26. Juni 2011

Vegetarier - Blog von Kiat Gorina

Eine fundamentalistische Vegetarierin warf mir vor, dass mongolische Schamanen schlechte Menschen seien und ein schlechtes Karma haben müssen. Grund: Sie essen Fleisch! Ich versuchte ihr klar zu machen, dass auch sie sich in der rauhen Steppe der Mongolei nicht rein vegetarische ernähren kann, weil die Sommer viel zu kurz sind.

Wer nicht verhungern will, muss jagen. Ich selbst habe immer nur so viel gejagt, wie ich zum Überleben brauchte. Und ich habe mich immer beim Geist des Tieres erstens entschuldigt und zweitens bedankt.

Mittwoch, 8. Juni 2011

Über Gewitter und Blitze und den Teufel ... - Blog von Kiat Gorina

Im benachbarten Dorf gibt es eine kleine Clique von jungen Mädchen, denen haben die Eltern verboten, mich zu besuchen. Das jedoch macht mich für die jungen Mädchen erst recht interessant. Also besuchen sie mich heimlich.
Sie stellen es ganz geschickt an und radeln einen Umweg, so dass ihre Eltern vom Dorf aus sie nicht sehen können. Und sie haben oft Fragen., die versuche ich zu beantworten. Dann gibt es Fragen, da sage ich: "Das weiß ich auch nicht, aber da können wir nachschauen."

Mittwoch, 19. Januar 2011

Heute kein Video - Blog von Kiat Gorina

Heute konnte ich kein Video aufnehmen - wegen einer Lesung in einer geschlossenen Veranstaltung. Dafür konnte ich die Story mit den aufreitenden Jungbullen erzählen-

Montag, 5. Oktober 2009

Ent-Taufung?

Heute war eine junge Frau bei mir, sie war ganz verzweifelt: Sie war aus der Kirche ausgetreten und hat jetzt in einem Internetforum gelesen, dass sie sich auch nochenttaufen müsse.

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Donnerstag, 27. August 2009

Aberglaube

Letzte Woche erzählte mir eine alte Bäuerin eine Geschichte, die ich nicht glauben konnte. Zugetragen hat sie sich in 1970-ern. Ich habe recherchiert, ja diese Geschichte stimmt wirklich.

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