Posts mit dem Label bauer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label bauer werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 4. Mai 2014

Die Hetze gegen Russland geht weiter: Wer mit Putin spricht, bricht ein Tabu?

Die Hetze gegen Russland und ganz besonders gegen Putin nimmt in Deutschland immer schlimmere Formen an. Selbst wenn ein Deutscher mit Putin spricht, gilt er gleich als Russlandfreund und automatisch als Deutschlandfeind! Da feierte Altbundeskanzler Gerhard Schröder seinen 70. Geburtstag nach - zusammen mit Wladimir Wladimirowitsch Putin! Und die beiden umarmten sich! 

Das war zuviel! Für die deutschen Mainstreammedien! Und der CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer - ja der mit dem aus Tschechien importierten "Baby-Doktortitel" - setzte noch eins drauf: Während deutsche Soldaten bei Wasser und Brot darben, isst Schröder Kaviar und trinkt ... Scheuer stellt den Altkanzler als Verräter der Deutschen hin! Was Blöderes ist diesem CSU-Generalsekretär wohl nicht eingefallen?! 

Und noch jemand erhielt verbale Prügel - Philipp Missfelder von der CDU. Er nahm an der Schröderschen Geburtstagsfeier teil - zusammen mit dem deutschen Botschafter. Gleich stänkerten einige seiner "Parteifreunde" gegen ihn - Tenor: Deutschlandverräter! 

Ist bei unseren Politikern die Stimmung schon derart aufgeheizt, dass sie nicht mehr logisch denken können? 

Missfelder ist ja vorher schon in die Schusslinie geraten: Er trat von einem Posten zurück. Er gab Merkel seinen Posten "Koordinator für tranatlantische Beziehung der Bundesregierung" zurück. Begründung: Er wolle sich mehr auf Aufgaben in der CDU konzentrieren. Ich vermute, diese Begründung war nur ein Vorwand! Missfelder wollte sich nicht in diese Entwicklung reinziehen lassen. Er hat bestimmt schon vorher mitbekommen, was da die USA geplant haben. 

In der heutigen Zeit ist es selten, dass auch junge Politiker gegen den Strom sich entscheiden, auch wenn das der Karriere nicht dienlich ist. 

Quelle: DIE WEILT Merkel verliert überraschend Amerika-Beauftragten

Bei älteren Politikern sieht es anders aus. Vor allem dann, wenn ihre Pension gesichert ist, dann sagen sie öfters die Wahrheit und ihre eigene Meinung. Ein solches Urgestein ist der bayerische Abgeordnete Peter Gauweiler. Ihm kann auch Seehofer nicht den Mund verbieten. Gauweiler nahm kein Blatt vor seinem Mund und kritisierte die neue Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen.

Weswegen? Weil sie es zugelassen hat, dass Soldaten der Bundeswehr als Kundschafter oder gar Spione - sie trugen ja Zivikleidung - in die Ostukraine geschickt wurden.

Quelle: SPIEGEL ONLINE Heimgekehrte Geiseln: Gauweiler kritisiert freigelassene Bundeswehrsoldaten

Er kritisiert auch die Soldaten. Irgendwie hat er Recht. Und - wie gesagt - an der Verteidigungsministerin lässt er kein gutes Haar:

Quelle: DW Gauweiler kritisiert von der Leyen für OSZE-Mission

Mir kommt bei diesen deutschen angeblichen "OSZE-Beobachtern" ein schlimmer Verdacht? Kann es sein, dass sie als Bauernopfer ausgewählt wurden? Dass irgendjemand von den Drahtziehern im Hintergrund es gerne gesehen hätte, wenn mindestens einer der "Spione" getötet worden wäre. Dann hätte es einen Grund für einen Krieg gegen Russland gegeben! Endlich, hätten manche Hintermänner aufgeatmet.

Erinnern wir uns: Was war der Anlass für den Ersten Weltkrieg? Da gab es ein Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand ...

Quelle: Der Große Krieg - Wann kommt er? (Teil I)


Veröffentlicht am 28.04.2014 von AllgäuTV AllgäuerPromotion

Übernommen von OverBlog

Freitag, 13. Dezember 2013

Italien in Aufruhr: Forconi - Mistgabeln - Vergogna! - Schande!

Wenn wir in die Geschichte vieler Länder zurückblicken, dann waren es oft kleine Anlässe, die das Fass zum Überlaufen und die unterdrückten Bürger in Wut brachten. So auch in Europa, in Italien, in Sizilien. Da wurden Bauern wütend - über die immer höher steigenden Benzinpreise. Sie protestierten! 

Und wie es Bauern geziemt, protestierten sie mit Mistgabeln. Daraus wurde eine über ganz Italien sich ausbreitende Mistgabel-Bewegung. Zunächst wurde diese Bewegung ignoriert. Auch im deutschen medialen Mainstream. Aber dann musste sogar die Tagesschau darüber berichten. 

Quelle: ARD "Mistgabeln" wollen Regierung stürzen: Seit Montag demonstrieren die Verlierer der Krise in Italien. Sie nennen sich "Forconi", "Mistgabeln", blockieren Eisenbahngleise und Straßen. Ihr Zorn richtet sich gegen die Politiker des Landes. Landwirte, Lastwagenfahrer, Arbeitslose und Studenten. 

Das ist wieder eine Berichterstattung, die die deutschen Zuseher einlullen soll: Italien, die streiken ja immer. Das sind ja nur die "Verlierer"! Blockieren Straßen, Gleise! Eben Bauern, LKW-Fahrer, Arbeitslose (sic!) und Studenten! 

Da wird suggeriert: Das sind alles Leute, die nicht richtig oder gar nicht arbeiten! Wenn die Tagesschau über "Arbeitslose" herzieht, dann sollte sie auch berichten, wie hoch die Arbeitslosigkeit in Italien ist! Dem Handelsblatt entnehme ich:


  • Über 12 % der arbeitsfähigen Bevölkerung sind arbeitslos
  • Bei den Italienern bis 25 Jahre sind es 40 %!
  • In den letzten Jahren wurde eine halbe Million Arbeitsplätze vernichtet!
  • Immer mehr junge Italiener wandern aus!
  • Die Maßnahmen der Regierung gegen die Arbeitslosigkeit verpuffen ohne Wirkung!

Wen wundert es da, wenn die Wut der Betroffenen wächst? Und die ARD-Meldung unterdrückt auch die Ziele dieser Forconi. SIe kämpfen gegen 

  • den Euro - sie wollen wieder eine eigene italienische Währung
  • diese EU und der von der EU verordneten Totsparpolitik
  • für eine Senkung der enormen Abgabenlast
  • für die Senkung der Preise
  • gegen die Privatisierung von Trinkwasser

Quelle:  DWN Italien in Aufruhr: Bürger mit Mistgabeln gegen die Regierung:  Aus dem Nichts sind in Italien am Mittwoch plötzlich tausende Bürger auf die Straßen gegangen. Ausgehend von der Mistgabel-Bewegung fordert sie eine völlig andere Politik und das Ende des Euro. Die Regierung in Rom ist nervös.
Hinzu kommt, dass der Gründer der Bewegung "Fünf Sterne" - Beppe Grillo - seine  Anhänger aufgefordert hat, sich diesem Protest anzuschließen! Jetzt ist der Zeitpunkt erreicht, ab dem unterschedliche Bewegungen sich zusammenschließen und gemeinsam gegen die Unterdrückung und Ausbeutung kämpfen. 

Welche Wut von den Protesten ausgeht, das zeigt folgendes Video: 


Veröffentlicht am 11.12.2013 von JUDA

Da spüre ich richtig die Wut und Empörung, die aus diesem Video strömt! Ja, sogar Polizisten schließen sich den Protesten an: 

Quelle: Opposition24 Polizisten schließen sich der italienischen Mistgabel-Bewegung an: Schauen wir nach Italien – so geht Protest, das ist Zivilcourage! 

Wie die Kleine Zeitung meldet, breiten sich Proteste weiter aus. Mit dem vorweihnachtlichen Frieden ist es wohl vorbei. 

Übernommen von OverBlog

Samstag, 2. November 2013

Die gespielte Empörung der Landwirtschafts-Lobby über ein BUND-Video

Da hat der BUND ein Video produziert: Da wachsen Babyköpfe aus dem Ackerboden, ein Flugzeug verspüht Gift, die Kinder sterben. Unter dem Motto: "Pestízide! Hergestellt, um zu töten!" Das war den Lobbyisten der Landwirtschaftsindustrie nicht nur ein Dorn im Auge. Sie sahen die Ehre der Bauernschaft angekratzt, ja in den Schmutz gezogen. Werfen wir doch einen Block in dieses Video:


Veröffentlicht am 28.10.2013 von BUND Germany

Es geht um Glyphosat - besser bekannt als "Roundup"! Das ist ein Teufelszeug, das sogar die Bauern, die es verspritzen, krank macht. In Frankreich ist Roundup als Verursacher einer Krankheit von Landwirten verdächtigt, die als Berufskrankheit anerkannt wird! Wird da der Belzebub mit dem Teufel ausgetrieben? Das will die Monsanto-Lobby auf keinen Fall hören!

Deshalb die Empörung! Wenn ich mir die heutige Landwirtschaft so ansehe, da wird ein Kampf gekämpft. Der Kampf zwischen Teller und Tank! Will sagen: Früher war die Landwirtschaft da, um die Teller hungriger Mäuler zu füllen. Aber heute sind viele Bauern nur noch Lieferanten von Biogas. Und wie wird Biogas erzeugt? Durch Vergasung! Ja, es werden Nahrungsmittel vergast!

Da wird Biomasse auf den Äckern in Monokultur erzeugt, meist wird Mais gesät und geerntet. Die Monokultur hungert die Böden aus. Die überschweren Maschinen verdichten die Böden so sehr, dass kaum noch etwas wächst. Also muss gespritzt werden. Auf Teufel komm raus. Und der Teufel kommt raus - an vielen Stellen:

In den Biogasanlagen entsteht als Abfall eine derart giftige Brühe an Gülle, die nicht nur stinkt, sondern hochgiftig ist. Manchmal stehen große Lachen tagelang auf den Feldern, die nicht abfließen, weil der Boden zu sehr verdichtet ist! Ich habe mehrmals mit einem pH-Messgerät die Jauche gemessen und war immer wieder erschrocken. pH-Werte über 11 - diese Jauche ist doch glatt als WC-Reiniger zu verwenden!

Wenn ich das den Biogas-Bauern erzählte, sie waren nicht interessiert. Sie sind nur an der Vergütung für den erzeugten Strom interessiert! Und wenn ich mich an die Landwirtschaftsämter wende, dann kommt gleich die Gegenfrage, ob mein Messgerät überhaupt "amtlich" geeicht ist?! Bisher fand es kein Amt für nötig, selbst Messungen durchzuführen!

Sie haben einfach Angst vor den Ergebnissen. Es könnte ja sein, dass ich Recht habe! Was dann? Und die Bauern vernichten ihr eigenes Kapital: ihren guten Ackerboden! Noch ein paar Jahre, dann wächst nichts mehr auf diesen ausgelaugten Böden!

Und die wirklichen Biobauern schauen in die Röhre: Sie können kaum noch Äcker pachten, um dort ihr Biogemüse anzubauen. Die Erzeuger von Biogas pachten alles, was zu pachten ist. Sie zahlen astronomische Preise für Äcker. Da können die Biobauern nicht mithalten. Folge: DIe Preise für Nahrungsmittel steigen und steigen!

Aber das soll nicht bekannt werden! Menschen sollen nicht über diesen Irrsinn nachdenken. Da gibt es in Deutschland eine florierende Maschinenindustrie für die Biogaserzeuger. Immer größer und schwerer werden die Maschinen. Die Maschinenringe für Landwirte verleasen diese Mammutmaschinen an die Landwirte. Den größten Profit streichen nicht deutsche Firmen ein, sondern US-amerikanische!

Für die Biogas-Erzeuger ist dieses Spielchen ein Nullsummenspiel: Je mehr sie verdienen, umso mehr müssen sie für Maschinen ausgeben. Immer größer, immer teurer! Dieser Wahnsinn zeigt sich immer öfters: Da sind die Maschinen derart groß, dass die Äckerchen viel zu klein für die Monstermaschinen sind. Eben der tägliche Wahnsinn.

Dabei gibt es eine viel bessere Methode, heute Landwirtschaft zu betreiben: Permakultur! Damit können genügend Pflanzen auf nur einem Hektar angebaut werden, dass eine vierköpfige Familie ein Jahr versorgt ist. Und es werden keine Pestizide gebraucht! Und die Böden werden geschont!

Aber davon will diese Nahrungsmittelindustrie nichts wissen. Da gibt es ja dann kein "Wachstum"!


Veröffentlicht am 03.10.2013 von FILMSORTIMENT.de

Übernommen von Over-Blog

Samstag, 16. Februar 2013

GLOSSE: Sie haben einen Vogel! - Blog von Kiat Gorina


Da begegnete ich heute einem Altbauern. Aber wie sah er denn aus? Ganz rot im Gesicht! Und schnaufend! Kaum hatte er mich erspäht, rief er mir zu, er habe mir etwas zu erzählen. Da war ich aber gespannt.

"Stell dir vor, gestern rief mich jemand an und sagte: Sie haben einen Vogel! Ich habe gleich gepoltert: Was soll ich haben? Wer sind Sie überhaupt? Da hat die Frau etwas von einer Werbeagentur gefaselt! Dann habe ich aufgelegt. Das ist doch eine Sauerei! Kannst du dir das erklären?"

Ich schüttelte den Kopf, aber wollte ihn nicht enttäuschen: "Du, ich denke drüber nach! Vielleicht habe ich eine Idee."

Stunden später, blätterte ich in einem Anzeigenblatt. Mein Blick blieb auf einer seltsamen Kleinanzeige hängen: Da suchte jemand Tiere für ein casting. Casting? Ach ja, ich habe mal eine Glosse geschrieben - über S21 und Pinocchio

Aber das war etwas anderes. Da wurden Tiere gesucht. Für die Werbung. Da war auch eine Internetadresse angegeben. Neugierig wie ich bin, schaute ich da nach. Ja, da hatte jemand offenbar eine Geschäftsidee:

Da konnten sich Tierbesitzer eintragen, sie würden dann benachrichtigt werden, wenn ein Casting für Tiere stattfinde. Und wer die ersten Plätze gewinne, könne dann viel Geld mit seinem Haustier verdienen ... Also die üblichen falschen Versprechungen im Internet. Gelangweit wollte ich weiterblättern.

Da sah ich mir an, welche Angaben die künftigen Kunden angeben sollten. Was die Tiere anging, wurden ganz ausführliche Angaben verlangt: Art des Tieres, Rasse, Alter, besondere Fähigkeiten ...

Und dann fiel mir plötzlich der Groschen! Was ist, wenn ein "netter" Zeitgenosse die Telefonnummer des Altbauern angegeben hatte. Und er hat angegeben, dass der Altbauer als Haustier einen Vogel habe ... Könnte sein.

Ich musste nochmal weg, da machte ich einen kleinen Umweg und fuhr beim Altbauern vorbei. Er war zu Hause und ich erzählte ihm von meinem Verdacht. Er dachte nach. Dann: "Wenn das so war, dann war das mein blöder Nachbar! Der hat gestern abend so frech gegrinst! Warte mal, den frage ich gleich."

Der Altbauer stiefelte auch gleich zu seinem Nachbarn und fragte ihn - ziemlich laut: "Hast du im Computer geschrieben, dass ich einen Vogel habe?" Der Nachbar bekam einen roten Kopf. "Spinnst du? Was soll ich haben? Du hast wirklich einen Vogel!" 

Beide wurden immer lauter. Die Gardinen der umliegenden Häuser bewegten sich ... Da kam der Enkel des Altbauern angefahren und fragte: "Opa, was ist passiert?" Sein Opa erzählte ... Der Enkel hörte sich das an und beruhigte seinen Opa: "Ich ruf mal bei der Firma an und frage die mal." So geschah es. 

Das interessierte mich auch - ich bin ja gar nicht neugierig. Der Enkel rief bei der Firma an. Ja, da hatte gestern jemand im Kontaktformular den Altbauern eingegeben, dass er einen Vogel besitze. Die Firma war sehr kooperativ, sie rückte auch die Internetadresse des Eintragenden heraus.

Mit dieser Internetadresse bewaffnet ging er gleich zum Nachbarn und fragte ihn, wieso er das gemacht habe. Der Nachbar stritt alles ab. Aber der Enkel bluffte: "Ich habe von der Firma deine Internetadresse bekommen, da schau her!" Und zeigte ihm den Zettel.

Der Bluff wirkte, der Nachbar meinte: "Das war doch nur eine Gaudi, ihr versteht halt keinen Spaß!" Der Enkel blieb ruhig und sagte scharf: "Das war kein Spaß! Was hast du gegen meinen Opa? Entschuldige dich wenigstens bei ihm!". Der Nachbar schlug die Türe zu. Dann war im Haus ein immer lauter werdendes Geschrei zu hören. Seine Frau schumpfte ihren Mann aus - sie hatte alles mitbekommen. 

Dann dauerte es eine Weile. Ich wollte schon wegfahren. Da kam der Nachbar aus seinem Haus, hatte einen Korb in der Hand und ging zum Altbauern. Er entschuldigte sich und reichte ihm den Korb: "Da habe ich ein Vesper für dich. Es tut mir leid. Meine Frau hat mich auch schon ausgeschimpft!" und zeigte ihm die Sachen: Schinken, Schwarzgeräucherte, zwei Flaschen Bier. 

Der Altbauer grinste und scherzte: "Au wei, wenn deine Frau dich schimpft, dann hast du dein Fett weg! Komm, wir trinken zusammen ein Bier!"

So war der Frieden wieder eingekehrt.


Hochgeladen am 06.05.2008 von dreitvjunkies

Montag, 15. Oktober 2012

Hirsutismus, Hypertrichose oder Morbus Cushing - Blog von Kiat Gorina


Heute sah ich einen Mann, ich erinnerte mich an ihn, das letzte Mal traf ich ihn in einem Gerichtssaal - im August. Eine Freundin bat mich, sie zu begleiten. Was war passiert? Sie hatte ihre zwei Pferde bei einem Bauern eingestellt. Am Anfang ging alles gut.

Aber eines Tages versuchte der Bauer sie zu begrapschen. Sie wehrte sich. Da begann der Bauer sie zu schikanieren. Sie suchte sich einen anderen Stall. Und meinte, damit wäre alles erledigt. Ein Irrtum:

Da flatterte ihr Post vom Amtsgericht ins Haus. Der Bauer hatte geklagt. Ihre Pferde hätten seine Wiese zerstört. Und er wollte die "Renaturierungsarbeiten" bezahlt haben. Er verlangte dafür 200 Euronen.

Sie fragte mich, ob sie zahlen solle. "Der Bauer hat doch die eine Wiese als Koppel gegeben - so war es ausgemacht!" Aber sie hatte das nicht schriftlich. Leider. Ob sie einen Anwalt nehmen solle? Das ist ein Rechenexempel. Ich fragte sie, ob sie eine Rechtsschutzversicherung habe. Ja, mit 250 Euro Selbstbeteiligung.

Na dann rechnet sich das mit einem Anwalt nicht. Zusammen setzten wir eine Klageerwiderung auf und es kam zum Gerichtstermin. Eine Richterin. Sie hatte offensichtlich etwas gegen mich. Ob ich Zeugin sei? Nein, ich begleite meine Freundin. Ob ich etwas mit dem Verfahren zu tun habe? Nein, aber ich begleite meine Freundin. 

Dann meinte die Richterin, ich solle in den Zuschauerreihen Platz nehmen. Nahm ich auch. Und die Richterin ermahnte mich: "Wenn Sie etwas sagen, fliegen Sie raus!" Ich hatte schon so etwas erwartet. Deshalb hatten meine Freundin und ich vereinbart, wenn ich zu husten anfange, dann solle sie eine Pause beantragen. Grund: Sie ist Diabetikerin, und ihr Diabetes drohe zu entgleisen ...

Der klagende Bauer erwies sich als totales Ekel und als Lügenbold: Er behauptete, dass nicht vereinbart war, was die Wiese anginge. Er wurde von einem Assessor vom Bauernverband begleitet. Der unterstützte natürlich sein Vereinsmitglied. Meine Freundin hatte keine Chance.

Da ergriff mich eine solche Wut über diesen Bauern, dass ich dachte: "Du Ekelpaket! Du führst dich auf wie ein zänkischer Schimpanse!" Nach der Verhandlung tröstete ich meine Freundin. Sie kam bald über diese Niederlage hinweg.

Und heute sah ich diesen Bauern. Aber wie sah er aus? Er trug einen dunklen Anzug - etwas zu stramm. Und - ich glaubte es zunächst nicht und sah noch mal hin: Aus den Ärmel quollen Haare, so als sei eine Rosshaarmatratze geplatzt. Ich erinnerte mich an die Verhandlung - da hatte er ein kurzärmeliges Hemd an. Und war nicht behaart.

Und heute? Ja, sogar seine Handrücken waren über und über behaart! Ich überlegte: Hirsutismus? Nein, das bekommen nur Frauen. Aber vielleicht Hypertrichose? Oder gar Morbus Cushing? Vielleicht ein Tumor in der Hypophyse? Oder ...

Und ich erinnerte mich an den Tag im Gerichtssaal, als ich so wütend war. Ob meine Wut etwas ausgelöst oder in Gang gesetzt hat? 

Jedenfalls rief ich meine Freundin an und erzählte ihr von der Begegnung. Ihr Kommentar: "Das geschieht ihm recht, diesem Schwein!" Worauf ich sagte: "Beleidige nicht die Schweine." Und sie konnte darüber lachen. 

Vielleicht geht dieser haarige Bauer auch ins Guiness Buch der Rekorde ein ...


Veröffentlicht am 26.09.2012 von DiagonalViewDE
besucherzhler

Freitag, 17. August 2012

GLOSSE: Ein Bauer zensiert - Blog von Kiat Gorina

Da hatte ich doch gestern abend einen Artikel veröffentlicht - über den Ministerpräsidenten Seehofer, seine Scheidung und seine zweite Ehe, seinen Besuch beim Papst und die Handkommunion in Rom.
Quelle: Handkommunion für den Ministerpräsidenten 

Und da dauerte es nicht lange, da hörte ich einen riesigen Traktor lärmen - es war schon nach 22 Uhr! Er fuhr auf eine Wiese mit sehr kümmerlichen Bewuchs. Und er fing an zu mähen. Genau - spät am Abend.  Dann fuhr noch ein Traktor auf diese Wiese, noch größer, noch lauter, und im Schlepptau einen riesigen Heuwender. 

Er war bald fertig, das wenig gemähte Gras lohnte sich gar nicht, zusammengeschlagen zu werden! Dann fuhr er mit seinem Monstertraktor wieder heim. Sein rückwärtigen Arbeitsscheinwerfer waren so etwas von grell, so dass ich sein Ungetüm von Heuspinne erkennen konnte. 

Fuhr er da ein Riesenrad spazieren? 

Da machte es plötzlich RUMMS! Dieser RUMMS pflanzte sich durch mein Haus fort. Der Traktorfahrer hielt an und fuhr weiter. Einfach so. Tja, später wollte ich noch einen Artikel veröffentlichen - es ging nicht. Keine Internetverbindung mehr! Mit Taschenlampe bewaffnet gingen wir nach draußen und sahen die Bescherung: Der Traktor hatte mit dem Riesenrad von Heuwender einfach die Telefonleitung gekappt - ich habe noch eine Freileitung zu meinem Haus. 

Jetzt wusste ich, wieso er angehalten hatte. Aber einfach weiterfahren?! Das ist ja nicht gerade die feine bäuerliche Art. Ich sah das durchschnittene Kabel auf der Straße liegen. Er hat es wohl von seinem Riesenrad heruntergezogen. Und ist dann einfach weitergefahren. 

Ich wollte bei der Störungsstelle anrufen, mit Handy? Nö, das ist mir zu teuer - da hänge ich in der Warteschleife ... Ins Dorf gehen und klingeln, ib ich telefonieren darf? Das kommt erst recht nicht in Frage. Erst vor einigen Tagen musste ich mit einem Landesamt in Augsburg telefonieren, da erfuhr ich, dass diese Dörfler schon auch dort die Nachricht hinterlassen hatten, dass ich eine Hexe sei. Unglaublich, aber wahr. 

Die Dame im Landesamt hatte aber Humor und gab mir einen Rat: "In Landesämtern gibt es immer zwei Wege: den Holzweg und die Sackgasse!" Wir lachten beide. 

Zurück zum Telefonierproblem. Also ins Auto geschwungen und zur nächsten Telefonzelle gefahren und dort die Polizeiinspektion verständigt. Und die Störungsstelle der Telekom. 

Irgendwie kam mir diese Sache komisch vor: Wieso ist der Bauer nicht bei der Hinfahrt an der Telefonleitung hängen geblieben, erst bei der Rückfahrt? Oder war das die Strafe des Gottes der Christen, weil ich einen solch despektierlichen Artikel veröffentlicht hatte? 

Jedenfalls heute morgen schauten wir uns die Bescherung beim Hellen an - es waren noch die Reifenspuren des Monstertreckers zu sehen. Und heute nachmittag kam ein Entstörtrupp, der die Leitung flickte. 

Bis zum nächsten Mal! 

Das war ja nicht das erste Mal, dass diese Freileitung beschädigt wurde, einmal waren es Arbeiter der Stadt Windsbach, die Bäume ausästen wollten - und offensichtlich diese Leitung für einen komischen Ast hielten - ein Schelm, wer Böses sich dabei denkt ;-)
Oder war das auch ein versteckter Zensurakt wegen meinen frechen Artikel?


Veröffentlicht am 09.03.2012 von MrChri9595

besucherzhler

Montag, 25. Juni 2012

Ein DORF-Exemplar: der Sammler - Blog von Kiat Gorina

In grauer Vorzeit waren die Menschen Jäger und Sammler. Dass die Vorzeit längst vorbei ist, hat sich offenbar bei gewissen Dorfinsassen noch nicht herumgesrochen. Jedenfalls lebt in diesem Dorf noch eine Sammler-Sippe.
Das erste, was ich von dem Sammler zu Gesicht bekam, war ein hell behostes, gewaltiges, ausladendes Hinterteil, das aus meinem Scheunentor ragte. "Donnerwetter! Mondaufgang in Großaufnahme!", rutschte es mir heraus. Der "Mond", der gerade meine frisch gelieferten Heuballen inspizierte, drehte sich schnaufend um. Ui! Von vorn hatte der Mond  eine blassrosa Weihnachtskugel in Spezialgröße als Kopf ...
Anfangs dachte ich mir noch nichts dabei, dass der Sammler überall seine Nase und seine Wurstfinger hineinsteckte.
Bestimmt meint er es nur gut, wenn er mit seinem Traktor - einem Geräteträger - auch GT genannt - vorbei kommt und Werkzeug und anderes einsammelt, wenn man es draußen stehen hat. Wenn ich oben im Hof Holz hacke, und zum Essen ins Haus gehe, dann leistet der Sammler seine Samariterdienste.
Nach dem Essen ist nämlich zumindest das Beil verschwunden. 
Ist doch wirklich fürsorglich! Wie leicht könnte ich sonst über das Beil stolpern oder mich sogar - wie schrecklich! - daran schneiden! Mit Gartengeräten, Gießkannen, gelben Plastikeimern usw. ist es ähnlich! Auch darüber kann ich ja stolpern! Und so ein gelber Plastikeimer, den ein anderer Bauer zum Markieren seiner Heuwiese hinstellt, der muss auch weg! Das ist ja sonst Umweltverschmutzung!
Seither passe ich höllisch auf, dass nichts mehr draußen liegt, wenn ich mal ins Haus muss. Sogar an meinem Briefkasten an der Straße habe ich ihn schon gesehen. Ob der Gute womöglich etwas mit meiner verschwundenen Post zu tun hat? Ich weiß es nicht. Die Male, wo mich Leute gefragt haben, ob der von ihnen geschickte Brief oder das Päckchen noch nicht eingetroffen sei, kann ich bald nicht mehr zählen.  
Aber wenigstens scheint der Sammler meine Wäsche und meine wackeligen Gartenmöbel für harmlos zu halten. Die zumindest sind noch nicht verschwunden.
Vielleicht trägt dieser Sammler ein großes Geheimnis mit sich herum: Er ist zwar kein Werwolf, sondern ein Werkater: 
Hochgeladen von FrownsUpsideDown am 16.02.2011


besucherzähler

Dienstag, 12. Juni 2012

Nachtrag: Deutschlands Zukunft - importiert aus den USA - Blog von Kiat Gorina


Da hatte ich doch den Artikel über die USA geschrieben - über die immer größer werdenden Scharen on Obdachlosen, die sich in Zeltstädte zurückgezogen haben! Und ich habe davor gewarnt, dass diese Entwicklung auch Deutschland ereilen wird.
Quelle: Deutschlands-Zukunft - importiert aus den USA
Einige Tage später fuhr ein riesiger Traktor auf den Hof, die Seiten wurde geöffnet und der Fahrer brüllte etwas Unfreundliches - dem Tonfall nach. Ich zuckte mit den Schultern und gab ihm zu verstehen, dass ich nichts verstünde.
Dann kapierte er, stellte seinen Traktor ab und kletterte aus der Fahrerkabine. Dann wollte er den Gang von John Wayne imitieren - es sah nur albern aus. Er baute sich vor mir auf, Riffel machte eine Bürste vom Kopf bis zur Rute und knurrte - leise, aber gefährlich. Und sie zeigte ihm einen Eckzahn. 
Er zuckte zusammen - wie die meisten Bauern in der Gegend hatte er anscheinend Angst vor Hunden. Aber er sprach mitch an: "Was schreibst du so Lügengeschichten? Die andern sagen auch, dass du lügst!"
"Was für Lügengeschichten?"
"Na, das über Amerika! Dass es da so viele Arme gibt! Unser Vorsitzender sagt, dass man dir das Maul stopfen muss, sonst wählen die Leute noch die Piraten!"
Ich unterbrach ihn: "Du bist bei der Jungen Union?"
"Freilich! Wir Bauern wählen nur die CSU. Die anderen Parteien wollen uns Bauern das Land wegnehmen! Und die Piraten erst! Das sind Raubritter!"
"Kennst du Piraten?"
"Die brauch ich nicht zu kennen, das weiß ich auch so! Das ..."
Ich unterbrach ihn wieder: "... hast du alles von deinem Vorsitzenden? Gell?"
Er ging nicht darauf ein, sondern: "Woher willst du wissen, wie es in Amerika ausschaut? Du blöde Kuh!"
"Kühe sind nicht blöd, das müsstest du als Landwirt wissen. Habt ihr überhaupt Kühe?"
"Ja, freilich, einen ganzen Stall voll!"
"Und wo?" Er sagte es mir. Ich wusste, wo das ist. Das war ein großer lichter und offener Stall. Die Kuhe sahen zufrieden und gut aus. Das sagte ich ihm.
Er wurde freundlicher. Aber die Sache mit Amerika beschäftigte ihn immer noch. Er fragte noch einmal: "Woher hast du das?"
"Von Menschen, die in den USA leben, mit denen stehe ich in Kontakt! Aber wenn du mir nicht glaubst, da gibt es Quellen, da kannst du nachlesen. Komm doch mit rein in mein Büro, ich schmeiß den Computer an!"
Erst zögerte er, dann siegte doch die Neugier. Ich weckte den Computer aus dem Standby-Dornröschenschlaf und wählte heise.de an, da hatte ich einen sehr guten Artikel über den schrumpfenden Mittelstand in den USA gelesen:
Quelle: TELEPOLIS USA: Dramatische Verarmung der Mittelschicht
"Und da gibt es einen Bericht von der amerikanischen Notenbank - FED - mit vielen Grafiken."
Er fing an zu lesen und begann die Linkadresse abzuschreiben. Ich sagte zu ihm: "Das brauchst du nicht aufschreiben, ich drucke dir das aus". Gesagt, getan. 
Dann wollte er gehen. An der Haustür druckste er herum und entschuldigte sich, dass er so grob war. "Kein Problem!" Dann druckste er noch einmal und fragte mich: "Was machst du eigentlich gegen Euterentzündung?" 
"Also, bei Mastitis empfehle ich für den Anfang ein altes bewährtes Mittel. Reibe das Euter mit Gänseschmalz ein!"
"Du willst mich verarschen?"
"Nein, ich meine das ernst! Probier es aus! Vielleicht kennst du jemand, der selbst Gänseschmalz zubereitet."
"Doch, unsere Nachbarin hat Gänse, die frage ich mal."
Hochgeladen von muthich am 20.11.2011

besucherzähler

Dienstag, 22. Mai 2012

Milchpreis - Der Ober schlägt den Unter - Blog von Kiat Gorina


Der Milchpreis sinkt - die Discounter - allen voran ALDI - haben eine neue Milchpreissenkung eingeläutet. Aber die Discounter denken gar nicht daran, weniger am Liter Milch zu verdienen. Sie diktieren den Molkereien einfach einen niedrigeren Preis.
Das ist wie beim Kartenspiel: der Ober schlägt den Unter. Und die Molkereien geben den Preisverfall weiter - an ihre Lieferanten - den Bauern. Die müssen diese Kröte schlucken - schließlich haben sie keine Möglichkeit, den Preisverfall aufzuhalten oder gar auszugleichen.
Doch, sagt die Landwirtschaftsindustrie: Die Bauer sollen nur billiger produzieren. Mit Melkrobotern beispielsweise. Das bedeutet jedoch sehr teuere Investitionen. Manche Milchviehbauern haben diesen Schritt gewagr - und sitzen jetzt auf einen Haufen Schulden.
Um nun diesen Teufelskreis aufzulösen, sehe ich nur einen anderen Weg: Wie vor über hundert Jahren müssen sich die Bauern wieder zu regionalen Genossenschaften zusammenschließen. Von der Erzeugung der Milch, über die Molkereien und bis zum Verkauf!
Ja, bis zum Verkauf! Nicht den Hauptgewinn den Discountern überlassen! Die verdienten sich in der Vergangenheit dumm und dämlich! Denken wir zurück an die Gründerzeiten eines Raiffeisen - damals war die Situation für die Bauern auch sehr schlecht. Aber mit den kleinen Genossenschaften vor Ort gelang es ihnen, finanziell zu überleben!
Ich kenne viele kleine Läden, die hauptsächlich die vor Ort produzierten Produkte verkaufen. Und die keine Verluste machen! Und was die Milch angeht, da ist mir Milch, die von Kühen aus der Region gemolken wird viel lieber als anonyme Milch, von der ich nicht weiß, was sie alles enthält.
Und noch einen großen Vorteil haben solche regionale Genossenschaften: Die Transportwege werden kürzer, wir belasten weniger die Umwelt. Und solche Genossenschaften fördern die Kommunikation vor Ort.
Die Zeiten, in denen diese Discounter Geld scheffeln, müssen zu Ende gehen. Wieso müssen die Besitzer von ALDI und Lidl Multimilliardäre sein? Das ist doch nicht einzusehen. Also graben wir ihnen das Wasser resp. die Milch ab!
Quelle: SPIEGEL ONLINE Die neue Milchschwemme
Veröffentlicht am 27.04.2012 von Filmfritze111

besucherzähler

Mittwoch, 7. September 2011

GLOSSE: Was macht eigentlich Ilse Aigner? - Blog von Kiat Gorina

Die Bundesministerin für Landwirtschaft und Verbrauchwrschutz - was macht sie jetzt eigentlich? Das Killerbakterium EHEC ist offensichtlich besiegt - zumindest gibt es keine Erkrankungen mehr. Ja, da hat sich Ilse Aigner sehr angestrengt!

Wobei? Na, bei der Schuldschieberei! Es ist gar nicht so einfach, die Schuld - in diesem Fall an EHEC in ein anderes Land zu schieben! Zuerst schob sie die Schuld nach Spanien - aber die schoben zurück. Dann waren Tomaten und Salat schuld.

Sonntag, 29. Mai 2011

GLOSSE: EHEC und der Schwarze Peter - Blog von Kiat Gorina

Erinnern wr uns, da gibt es das Schwarzer-Peter-Spiel. Viele haben es als Kinder gespielt. Ich nicht - in der mongolischen Steppe kannten die Nomaden dieses Spiel nicht. Ich habe es erst später kennen gelernt, nachdem ich nach Deutschland gebracht worden war.
Was zur Zeit bei der Suche nach der Ursache für EHEC-Erkrankungen abläuft, erinnert mich sehr an den Schwarzen Peter. Keiner will den Schwarzen Peter haben, nicht die Bauern, nicht die Funktionäre der Bauern, nicht der Handel, nicht die Spanier - keiner will den Schwarzen Peter haben. Einer aber muss doch schuld sein an den an EHEC Erkrankten, wer hat den Schwarzen Peter für die wegen EHEC Gestorbenen?