Posts mit dem Label platz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label platz werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Freitag, 6. Juni 2014

Permakultur und Politik


Heute wollte ich einen politiklosen Artikel schreiben. Ich beobachte die Natur. Wie macht sie es, dass Samen aufgehen. Wenn wir ein Stück Land brach liegen lassen, dann dauert es nicht lange und der Boden ist bewachsen. Wie schafft das die Natur? Menschen ackern, pflügen, buddeln, streuen und spritzen Unkrautmittel usw. 

Die Natur baucht das alles nicht. Da machte ich ein Experiment:  

Ich wollte Schnittlauch und Dill säen. Ohne großen Aufwand. Also ein Stückchen Land ausgesucht. Ein bisschen vom Gras befreit und dann die Samen über den Boden gesät. So wie es die Natur macht. Und damit niemand die Samenkörner wegpickt, legte ich ein paar Braken und Dornen darüber. 


Dann ließ ich es wachsen. Was soll ich sagen? Einen solch riesigen Schnittlauch, einen sch wuchernden Dill habe ich noch nicht erlebt! Und wie der Schnittlauch blühte! Das merkten gleich die Schmetterlinge und besuchten ihn. Auf dem Foto ist nur noch ein Schmetterling zu sehen - bis ich die Kamera geholt hatte, waren die anderen davon geflattert! 


Da fällt mir ein anderes Erlebnis ein. Letztes Jahr verschenkten wir "Heu auf der Blume" - fast einen Hektar. Der Bauer, der dann das Gras mähte, war erstaunt: Die kleine Wiese ergab sechzehn große Quaderballen Heu. Mehrmals fragte er, was und wie wir gedüngt hätten!
Meine Antwort: "Wir düngen nicht! Wir lassen einfach nur wachsen!" 

Ja das ist das Grundprinzip: Einfach nur wachsen lassen! Nicht der Natur ins Handwerk pfuschen! 

Keine Pestizide! Keine Herbizide! Keinen Kunstdünger! Dafür erhalten wir einen lebendigen Boden. 

Ja, das wäre es! Und schon sind wir bei der Politik. Was machen wir dann mit den Herstellern von Pestiziden, Herbiziden, Kunstdünger? Dann gehen doch Arbeitsplätze verloren? Usw. 

In welch einer verrückten Welt leben wir? Wir pfuschen der Natur ins Handwerk und trotzdem - oder gerade deswegen werden die Erträge immer geringer. Wir haben künstliche Systeme aufgebaut, die bald zusammenbrechen werden. Wir beten einen Gott "Wachstum" an, dem wir die Zukunft unserer Spezies opfern! 

Und warum das alles? Weil nur ein paar hundert Superreiche ihren Hals nicht voll bekommen, weil sie meinen, sie müssten den gesamten Globus beherrschen?! 

Auch sie werden erkennen: Die Natur braucht diese Spezies nicht! Und eines Tages wird sich die Natur von dieser störenden Spezies befreien. 


Veröffentlicht am 27.06.2013 von Thomas Jacob

Übernommen von OverBlog

Montag, 28. April 2014

Der schleichende Tod der Verlagsgruppe Weltbild

Erinnern wir uns an den Freitag, den 10. Januar 2014? Da musste die Verlagsgruppe Weltbild eingestehen, dass sie zahlungsunfähig ist! Weltbild? Die hatten doch eine Firmentochter, mit über 220 Filialen bundesweit. Und in diesen Filialen abeiten Menschen. Die sind auf den Lohn angewiesen. Und ihre Familien. 

Aber das interessiert die Verantwortlichen nicht. Es geht alles seinen amtlichen Gang: Ein Konkursverwalter wurde bestimmt. Bis Ende April musste die Arbeitsagentur die Gehälter bezahlen, ab 1. Mai nicht mehr. Also wurde nach einer Lösung gesucht: über 50 Filialen werden geschlossen. Basta! 24 gleich im Juli. Welche das sind, steht in der Zeitung: 

Quelle: Süddeutsche.de Diese Weltbild-Filialen schließen

Wer sich die Liste anschaut, muss sich wundern. Das sind Filialen in größeren Städten! Gibt es da keine Buchleser mehr? Oder was waren die Gründe, gerade diese Filialen zu schließen. Wurde da Rücksicht genommen auf etwaige Mitbewerber? Was läuft da im Hintergrund ab? Wer hat die zu schließenden Filialen ausgewählt? 

Und wie sieht es mit der "Anschlussverwendung" für die betroffenen Mitarbeiter aus? Dieses an Zynismus nicht zu überbietende Wortungetüm stammt vom früheren Wirtschaftsminister und Vizekanzler, der sein Heil in der Schweiz gesucht hat! Anschlussverwendung! Wie schaut sie aus? Natülich: Transfergesellschaft! 

Bei der Konzernmutter, Weltbild, mussten bereits am 1. April 580 Mitarbeiter in eine "Auffanggesellschaft" wechseln. Das war kein Aprilscherz, sondern bitterer Ernst für die Betroffenen. Da schwafeln die Funktionäre von der Möglichkeit der Weiterqualifizierung! Was soll das heißen? Hat Weltbild deshalb Konkurs anmelden müssen, weil die Mitarbeiter nicht gut genug ausgebildet waren? 

Das wohl nicht! Da wird doch den Bürgern wieder Sand in die Augen gestreut! Weiterbildungsmaßnahmen! Wenn ich das schon höre! Ihr politisch Veranwortlichen! Sagt doch endlich die Wahrheit! Es gibt immer weniger Arbeitsplätze, ihr habt versagt! Ihr lügt euch selbst die Hucke voll! Ihr Abgeordneten, die ihr euch fast zehn Prozent Diätenerhöhung genehmigt habt! Mit welchem Recht?  

Und was ist mit den Ärmsten der Armen? Mit den 114 "geringfügig Beschäftigten"? Für sie gibt es überhaupt keine Anschlussverwendung mehr! Sie gehören zu den "Überflüssigen", sie erhalten eine kleine Abfindung und wenn sie die abgeschmolzen haben, dann dürfen sie sich beim nächsten Jobcenter melden! 

Wer ist dafür verantwortlich? Stimmt es wirklich, dass die katholischen Bistümer zugesagtes Kapital von mehr als 60 Millionen Euronen zurückgezogen haben? Sollte das zutreffen, dann hat die deutsche katholische Kirche mehr als 6.300 Arbeitsplätze gefährdet!  
Bravo! Kann ich da nur sagen! Ist es schon so weit gekommen, dass nicht einmal mehr den Zusagen der Kirche vertraut werden kann? 

Andererseits durfte ein früherer Bischof von Limburg nur für den Bau seines Bischofsitzes mehr als 30 Millionen Euronen verjubeln, aber wenn es um das wirtschaftliche Überleben von 6.300 Mitarbeitern geht, dann ist dafür kein Geld mehr da! 

Quelle: DeutschlandRadio Kultur Weltbild-Verlag ist insolvent

Muss das nicht ein Faustschlag mitten ins Gesicht der Gläubigen sein? Da opfert die katholische Kirche - resp. die deutschen Bistümer -  6.300 Arbeitsplätze! Wenn nun die meisten Betroffenen keine "Anschlussverwendung" mehr finden, dann können sie auch keine Kirchensteuer mehr bezahlen?! Habt ihr Bischöfe das bedacht? 

Was hat die Bischöfe bewogen, bei Weltbild den Daumen nach unten zu senken? Waren es wirklich moralische Bedenken der Bischöfe? Angeblich war das Buchprogramm nicht "katholisch" genug! Deshalb musste Weltbild sterben! 

Sollte das der Grund gewesen sein, dann frage ich mich: Wieso habt ihr 25 Jahre gebraucht, um das festzustellen? Oder gab es in Wirklichkeit ganz andere Gründe? Wurden da Ängste geschürt, das Filialgeschäft sei zu kostspielig und der Onlineversand sei zu aufwändig? Fielen die Verantworrtlichen auf fasche Berater herein? Berater, die in Wirklichkeit die Aufgabe hatten, ein floriendes Unternehmen kaputt zu beraten? 

Schaut euch die Gesichter an, die sich anmaßen, über die wirtschaftliche Existenz von 6.300 Mitarbeitern zu entscheiden! Hört euch die hohlen Wortblasen der zuständigen Politiker an! Allein, was die bayerische Wirtschaftsministerin von sich gibt:


Veröffentlicht am 17.01.2014 von katholisch1tv

Übernommen von OverBlog

Dienstag, 1. Oktober 2013

Vor der Wahl ist nach der Wahl: Jobvernichtung geht weiter - auch bei Siemens!

Da schrieb ich bereits am 14. August 2013: Der Jobvernichtungs-Tsunami überrollt Deutschland - ohne Rücksicht auf Verluste! - einen Monat vor der Bundestagswahl. Im Wahlkampf lobte sich die Kanzlerin, Deutschland gehe es gut! Von welchem Deutschland sprach sie denn?

Was werden wohl 5.000 Siemensianer denken? Sie erfuhren jüngst, dass 5.000 Mitarbeiter in Deutschland ihren Arbeitsplatz verlieren! Das war zwar schon länger für Insider bekannt, aber verkündet wurde es erst nach der Wahl! So eine schlechte Nachricht hätte ja der Kanzlerin die Wahl vermasseln können.

Quelle: n-tv "Neues" Sparprogramm sorgt für Chaos Siemens verpatzt Präsentation: Das Streichkonzert im Siemens-Konzern sorgt für neue Verunsicherung in der Belegschaft. Vor zwei Monaten hatten Siemens-Mitarbeiter ihrem neuen Chef Joe Kaeser noch applaudiert, als er ihnen nach turbulenten Jahren Ruhe versprach. "Es ist keine unternehmerische Leistung, möglichst viele Arbeitsplätze zu vernichten"

Da hatte Peter Löscher seinen Arbeitsplatz bei Siemens verloren. Und um zu verhindern, dass er wieder zurückkehrt, wurden ihm viele Millionen nachgeworfen: Allerdings hatte Löscher als Siemenschef kein glückliches Händchen. Und als Löscher jüngst die Versprechen von Gewinnen zurücknehmen musste, traf ihn der Unmut der Aktionäre! Mit voller Wucht! Sie forderten seinen Rücktritt

Der Stern schrieb dazu: "In den letzten 18 Monaten ist die Entwicklung einfach nur noch enttäuschend", hatte Fondsmanager Henning Gebhardt von der DWS auf der Hauptversammlung geklagt. Privataktionär Hans-Martin Buhlmann rechnete für Löschers Amtszeit vor: "Zehn Milliarden Euro Aktionärsgeld wurden vergeigt."

Ja, ihr habt richtig gelesen! Zehn Milliarden soll Löscher bei Siemens vergeigt haben. Da ist es doch klar, wer dafür bezahlen muss: die Arbeitnehmer bei Siemens, erst mal 5.000 Arbeitsplätze werden wegrationalisiert! Das sind 5.000 Schicksale! Das sind alles gut ausgebildete Mitarbeiter, die werden jetzt in die Armut geworfen! Viele von ihnen werden auf die Jobenter angewiesen sein!

Und in den Jobcentern werden Vorkenntnisse nicht berücksichtigt, denn die Jobcenter sind ja nur für die Leute da, die keine Ausbildung haben - sagt die Springer Presse - die muss es ja wissen! Also fallen mit einem Strich die Vorkenntnisse weg. Das sind alles Unausgebildete! Die sind selbst schuld - sagt die Springer Presse! Und was passiert Peter Löscher? Muss er für seine Fehlleistung aufkommen? Nein, im Gegenteil, er erhält saftige Abfindungen:

Quellen:

  • Siemens: Der Stundenlohn des Peter Löscher: Für jede "vergeigte" Milliarde erhält Löscher eine Million Euronen als Belohnung resp. Abfindung!
  • Nachschlag: Peter Löschers Stundenlohn und seine künftige Rente: Ja, da muss ich neu rechnen: Für die nächsten vier Jahre bekommt Löscher 15 Millionen Euronen, das macht pro Jahr. 3,75 Millionen. Und pro Monat bekommt Löscher 312.500,00 Euronen. Und da Löscher als Manager in einem Monat bestimmt 200 Stunden gearbeitet hat, macht das 1.562,5 Euronen! In der Stunde! Wenn das keine gepfefferte Lohnerhöhung ist! Peter Löschers Lohnerhöhung: von 1.061,67 € auf 1.562,50 € (pro Stunde)


Ja, einen solchen Stundenlohn erhält Löscher von Siemens für seine "Leistung", zehn Milliarden verbrannt zu haben! Und was erhalten 5.000 Siemensianer? Einen Tritt in den Hintern!


Veröffentlicht am 29.09.2013 von DAFChannel

Übernommen von Over-Blog

Donnerstag, 21. Februar 2013

Katholische Kirche: Kein Platz für Tiere? - Blog von Kiat Gorina


Da schickte mir Michaela - vielen Dank! - einen hochinteressanten Link auf einen Artikel mit dem schockierenden Titel "In der katholischen Kirche haben Tiere keinen Platz". Wirklich! Wer das behauptet, ist niemand anderes als ETN-Botschafterin Maja Prinzessin von Hohenzollern. ETN steht für Europäischer Tier- und Naturschutz e. V.

Dieser Verein schrieb auch an den Vatikan und erhielt eine Antwort: "In der katholischen Kirche haben Tiere keinen Platz"! Unglaublich - aber wahr! Und die ETN-Botschafterin grübelte: Liegt es daran, weil Tiere keine Kirchensteuer bezahlen? Es scheint so! Unglaublich - aber wahr!

Quelle: pro jure animalis In der katholischen Kirche haben Tiere keinen Platz 

Das stimmt mich doch sehr betrüblich. Werfen wir einen Blick in den katholischen Katechismus. Auch Renate Pichler von vegetarismus.ch hat dies getan:

Im aktuell gültigen Katechismus hat die katholische Kirche ihre Beziehung zu den Tieren deutlich dargestellt: «Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen. Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig, weil sie dazu beitragen, menschliches Leben zu heilen und zu retten.» (2417)

Und etwas weiter:

Noch zwei «Ratschläge» aus dem Katechismus: 2418: «Auch ist es unwürdig, für sie [die Tiere] Geld auszugeben, das in erster Linie menschliche Not lindern sollte. Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt.»

Quelle: Vegetarismus.ch Katholische Kirche und Tiere

Ich fasse es nicht! Was ist das für ein GOTT dieser Kirche, wenn es eine Liebe gibt, die einzig dem Menschen gebührt? Was bilden sich diese Vertreter dieser Kirche ein, wenn sie ihren Gläubigen vorschreiben wollen, in welchem Maß ein Mensch ein Tier liebt! Dabei steht doch auch in der Glaubenslehre dieser Kirche, dass GOTT die Welt geschaffen hat. Also hat dieser GOTT auch die Tiere geschaffen. Und wieso sollen dann Tiere weniger geliebt werden als Menschen?

Ich bin wahrhaftig nicht kirchenfeindlich. Wenn ich jedoch solche Worte lesen muss, dann kann ich über solche Vertreter einer solchen Kirche nur mitleidig meinen Kopf schütteln. Ja, solche Menschen tun mir leid, weil sie nicht akzeptieren wollen, dass auch Tiere ein Recht auf Leben in Würde haben!

Es gibt jedoch auch Menschen wie Eugen Drewermann, die solche "Lehren" ablehnen:


Hochgeladen am 17.03.2008 von Rainer Ebert

Und andererseits werden in katholischen Kirchen Tiere gesegnet: 


Hochgeladen am 30.08.2011 von ChoralBerlin

Was schließe ich daraus? Dieser GOTT sollte mal sein "Bodenpersonal" - vor allem in den höheren Positionen - auswechseln.

Montag, 18. Februar 2013

One Billion Rising - Eine Milliarde Frauen stehen auf und kämpfen - Blog von Kiat Gorina


Am 14. Februar 2013 fand er statt - der Tag: ONE BILLION RISING - Eine Milliarde Frauen stehen auf, sie lassen sich nicht mehr unterdrücken, sie kämpfen für ihre Freiheit! Für ihre Rechte! In Deutschlamd wurde nur wenig darüber berichtet. Da gab es ja "wichtigere" Meldungen wie "Pferdefleisch in der Lasagne" und "Amazon als Sklaventreiber".

Nichtsdestotrotz trafen sich viele Frauen - in Berlin: Auch in Deutschland werden Frauen unterdrückt, ausgebeutet. Wieso erhalten Frauen immer noch weniger Lohn als ein Mann - für die gleiche Arbeit? Hallo, ihr Männer, könnt ihr das mal begründen? Oder die Ausbeutung von Zwangsprostituierten! Auch in Deutschland! 

Quelle: hna.de Zwangsprostitution: "Die Dunkelziffer ist hoch"

Ich finde es sehr beeindruckend, wenn sich so viele Frauen treffen! WIe in Berlin - Pariser Platz! 5.000 sollen es gewesen sein!


Veröffentlicht am 16.02.2013 von MaedchenSportZentrum

Ich wünsche mir, dass sich daraus eine größere Bewegung entwickelt: FRAUEN AN DIE MACHT! DIE MÄNNER HABEN VERSAGT!


Veröffentlicht am 20.01.2013 von vdayorg

Mittwoch, 30. Januar 2013

Deutschland - immer weniger Pressefreiheit - Rang 17! - Blog von Kiat Gorina


Deutschland fällt zurück? Was für eine Rangliste soll das sein? Die Reporter ohne Grenzen haben eine Rangliste erstellt - für die Informationsfreiheit. Aha, für die Pressefreiheit. Aber in Deutschland ist die Pressefreiheit im Grundgesetz garantiert:

Da steht unter anderem in Artikel 5 Absatz 1: Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt. Wieso ist dann Deutschland zurückgefallen? Wegen der mangelnden Vielfalt der Presse.

Quelle: Reporter ohne Grenzen Rangliste der Pressefreiheit 2013

Genau das ist eines der größten Probleme in Deutschland. Wer eine überregionale Tageszeitung gelesen hat, braucht keine andere Zeitung mehr zu lesen - da steht in den meisten Blättern das Gleiche drin. Oft sogar im gleichen Wortlaut.

Da jammern viele Verleger, dass die Leserinnen und Leser wegbleiben und damit lukrative Anzeigenaufträge, und eben diese Verlage suchen die Ursache nicht bei sich selbst, sondern der "böse Mann" ist das Internet. 

Viele deutsche Verlage haben die Möglichkeiten des Internet schichtweg verschlafen! Wenn ein Verlag seinen Online-Auftritt als Abklatsch der Druckausgabe präsentiert, hat er bereits verloren.

Und noch zwei Ursachen gibt es meiner bescheidenen Meinung nach für die mangelnde Vielfalt der Presse:

  1. Große Verlage bauen Stellen in ihren Redaktionen ab und legen Redaktionen für mehrere Zeitungen zusammen. Das kann nicht gut gehen - wie die jüngste Entwicklung es aufgezeigt hat.
  2. Und wenn es vereinzelt Zeitungen gibt, deren Herausgeber es wagt, eine eigene Meinung zu veröffentlichen, dann werden solche Zeitungen und deren Herausgeber diskriminiert. Wie es Jakob Augstein, Herausgeber des Freitag, am eigenen Leib erfahren  musste:


Quelle: GLOSSE: Wer Israel kritisiert, gleich als Antisemit diffamiert

Gerade Jakob Augstein als Antisemit zu bezeichnen, das war wohl das Eigentor des Simon Wiesenthalzentrums des Jahres! Und wieso gerade Jakob Augstein? Weil er in seiner Wochenzeitung es wagt, eine eigene Meinung zu vertreten und Missstände in dieser Republik aufzuzeigen.

Also wird ein solcher Verleger wie Jakob Augstein zum medialen Abschuss freigegeben.

Dass vor allem in den Lokalredaktionen immer noch kräftig zensiert wird, erfahre ich immer wieder: Unlängst sprach mich eine Anzeigenwerberin eines Lokalblattes an, ob ich wieder inserieren werde. Ich erklärte ihr, dass ihr Blatt kaum noch interessante Artikel bringe. Wenn da über mehrere Seiten von Kaninchenzüchtervereinen berichtet wird, das lockt doch keinen Hund hinterm Ofen hervor. Sie nickte betrübt, das habe sie auch schon festgestellt.

Oder ich habe mal eine mir persönlich bekannte Lokalredakteurin gefragt, wieso sie über das brisante Thema Trinkwasser und Krebs und Uran nichts schreibt. Ich zeigte ihr sogar meine recherchierten Unterlagen. Sie las sehr interessiert, aber dann seufzte sie: "So etwas lässt der Chefredakteur nicht zu!"

Aber hallo?! Nennt sich das Pressefreiheit? Die Quittung bekommen die Verleger selbst präsentiert: Die Leserinnen und Leser wandern ab! Weg vom medialen Mainstream.

Gerhard Wisnewski erzählt, was da intern abläuft:


Veröffentlicht am 04.05.2012 von yoicenet2

Freitag, 9. November 2012

Peep-Show im Baumarkt - Blog von Kiat Gorina


So was kann auch nur mir passieren! Weil ich immer Probleme habe, passende Klamotten für meine Größe zu finden, kaufe ich halt Herrenkleidung. 

Wer kennt das nicht? Wenn eine Frau breitschultrig ist, und dazu noch muskulöse Arme hat, steht sie dumm - oder gar nackt - da. Passt so eine Bluse im Rücken, knacken die dünnen Armschläuche schon verdächtig, wenn man die anziehen will. Hat man sich trotzdem da hineingezwängt, sind vorne mindestens zwei Quadratmeter Stoff zuviel. Was an den Armen zu wenig ist, hängt nun vorn als Stoffgewalle schlapprig herunter. 

Und viele Verkäuferinnen sind keine große Hilfe, im Gegenteil! Das habe ich gemerkt, als ich einen BH kaufen wollte. Ich ging zur besagten  Verkäuferin und fragte sie nach einem BH in meiner Größe. 

Diese lackierte "Gazelle" warf mir einen scheelen Blick zu, schnaufte verächtlich und hielt mir so ein mickriges "Geschirr" vor die Nase: "Das hier hat genau Ihre Größe!" Zweifelnd drehte ich das Ding hin und her. Hämisch wandte sich die Gazelle an ihre Kollegin, die, hochnäsig mit den angeklebten Wimpern klimpernd im knallengen Mini nähersstöckelte. Auch die pampte:"Sie können ihn ja anprobieren, dann merken Sie schon, wie gut er passt." 

Ich wurde langsam auch grätig, schob mich in eine Kabine und zwängte mich in das BHchen. Uff, nein, ich bin doch kein Masochist."Na, sehen Sie, der passt doch wie angegossen ..." zwitscherte eine der Grazien - und ich holte einmal tief Luft. Peng! Ich fühlte mich merklich freier. Nur der BH war nicht mehr zu gebrauchen.

Ich gab den Damen die kläglichen Reste zurück: "Der ist ja kaputt, ich sehe mich lieber noch in einem anderen Laden um..." 

Passende robuste Kleidung finde ich am ehesten im Bau- und Landwirtschaftsmarkt. Auch diesmal: ein schönes gefüttertes Flanellhemd mit Strickkragen, riesigen Taschen - was nicht in meine Hemd- oder Hosentaschen passt, wird nicht gebraucht, basta! - und Reißverschluss.  

Das Ding war sehr praktisch und bequem, darum hatte ich es fast immer an. Dummerweise auch, als ich wieder mal in diesem Baumarkt etwas besorgen musste. 

Futterkrippen, Salzsteinhalter usw. lagen im Regal neben - wo auch sonst - dem Ständer mit den bewussten Hemden … 

Ich hatte Zaunverbinder und Torgriffe zusammen gesucht und wollte zur Kasse, da brach es, ach nein, ER über mich herein! "Zieh sofort das Hemd aus und häng es da wieder hin! Hier wird nicht geklaut!" 

Was da so keifte war ein Jung-Verkäufer mit blonder Dauerwelle, um den eine heftige Herrenparfümwolke waberte.

Ich drehte mich um und hielt mir als erstes die Nase zu. "Sonst geht's gut?", knurrte ich näselnd zurück. Der Kerl sah aus wie ein Model für Schwulenmode und er roch - eher stank - geradezu aufdringlich. 

"Na? Wirds bald! Ich rufe sonst die Polizei!" 

Das war wohl das Stichwort. Gleich drei Ehepaare mittleren Alters umzingelten uns sensationslüstern. 

"Na gut, ich ziehe mich hier aus, aber nur, wenn Sie wirklich die Polizei rufen ..."

Das Schwulenmodel zückte sein Handy, ich zog mein Hemd aus - und stand im Freien! Ich hatte nämlich nichts drunter an. Ich schwenkte das Hemd neckisch herum, dann zog ich es wieder an:

"Einmal Peep-Show macht hundert Euro" und hielt die Hand auf. 

Die Ehefrauen erbleichten im Gleichtakt, die gestandenen Göttergatten schmunzelten und der Verkäufer ward nicht mehr gesehen. 

Mein Zeug kaufte ich dann ein Städtchen weiter ...


Hochgeladen von basimelia am 19.06.2010
besucherzhler