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Mittwoch, 9. Januar 2013

Was Deutschland vom kleinen Uruquay lernen kann - Blog von Kiat Gorina

Da berichtete DER SPIEGEL am 21.12.2012, dass Vattenfall 3,5 Milliarden Euro fordert als Entschädigung für den Gewinnausfall durch den Atomausstieg. Vattenfall musste ja die Pannenreaktoren Brunsbüttel und Krümmel endgültig abschalten! 

Vattenfall behauptet, dass damit dem Konzern ein Gewinn von einer Million Euro entgeht - pro Tag. Aber - diese Pannenreaktoren liefen doch vorher kaum ... Das macht nichts. Vattenfall hat geklagt.

Quelle: SPIEGEL ONLINE Vattenfall fordert 3,5 Milliarden Euro Entschädigung

Vattenfall hat Klage eingereicht. Und wo? Bei einem internationalen Schiedsgericht - ICSID in den USA. ICSID? Was soll das sein? Stimmt, die wenigsten wissen, dass es so etwas gibt. Aber dieses Schiedsgericht ist sehr mächtig, es residiert praktischerweise in den Räumen der Weltbank. In Washington.

Bei diesem Schiedsgericht klagen Großkonzerne oft gegen kleine und arme Staaten. Vor allem Staaten, die Geld von der Weltbank erhalten haben. Und das bekamen sie nur, wenn sie sich einverstanden erklärten, ein "Urteil" des Schiedsgerichtes ICSID anzuerkennen.

Wenn also ein kleines armes Land sich nicht so verhält wie die  Großkonzerne es möchten, klagt der Großkonzern und bekommt meist Recht zugesprochen. Oder der kleine arme Staat ist von vorneherein so eingeschüchtert, dass er gleich macht, was der Großkonzern möchte.

Philip Morris klagte auch gegen einen kleinen Staat - Uruquay. Warum? Weil Uruquay seine früheren Präsidenten, die dem neoliberalen Raubtierkapitalismus dienten, in die Wüste jagte. Und der Nachfolger setzte sich für die Bevölkerung ein. Und er erließ ein ziemlich striktes Rauchverbot.

Das stank Philip Morris und klagte - vor dem ICSID. Und da wurde gedroht - mit Milliarden Verlusten! Dabei hat Uruquay doch nur dreieinhalb Millionen Einwohner!

Das müssen wir uns vor Augen halten: Tatsache ist, dass Rauchen schwerkrank macht! Aber das juckt einen Großkonzern nicht die Bohne - der will nur seine Giftzigaretten verkaufen - koste es, was es wolle - auch des Leben der Raucher!

Da bin ich wirklich gespannt, wie dieses Schiedsgericht sich entscheidet: für das Leben von Menschen und gegen Philip Morris oder für Philip Morris und gegen das Leben von Menschen!

Ach ja, diese Entscheidung wird geheim und vertraulich gefällt ...

In Uruquay sind die Menschen empört über diesen Großkonzern Philip Morris und die Kapitalisten. Wie im bolivianischen Wasserkrieg lässt sich die Bevölkerung von Uruquay nichts mehr gefallen! 

Und ich bin gespannt, ob Deutschland die geforderten 3,5 Milliarden Euro an Vattenfall zahlen muss? Und falls ja, ob Deutschland wirklich zahlen wird?

Eines lernen wir daraus: Die Weltbank dient nur dem Großkapital - vor allem das Weltbank-Anhängsel ICSID!

Quelle: Deutschlandfunk David Uruguay versus Goliath Philip Morris: Dort gibt es auch eine Adresse, wo  eine PDF-Datei mit dem gesamten Sendetext heruntergeladen werden kann - allerdings nur für den privaten Gebrauch!

Einige Sätze in diesem Feature gefallen mir besonders: 

Es sind die schlimmen Nachwehen der 90er-Jahre, als der damalige Präsident Carlos Menem mit der neoliberalen Brechstange regierte.

Menem privatisierte Staatsunternehmen wie kein anderer. Große ausländische Konzerne rieben sich die Hände und kauften fast alles auf. Abgesichert nunmehr durch Investitionsschutzabkommen, die bis dahin am Rio de la Plata unbekannt waren. Menem hatte zudem die Parität zwischen Peso und Dollar dekretiert, beide Währungen hatten nun den gleichen Wert.

Die Unternehmen kassierten Wasser, Licht und Gas fortan nach dem ‚eins zu eins’- System. Es war ein phantastisches Geschäft. Doch als dieses System zusammenbricht, erhalten sie nur noch einen Bruchteil in Dollar.

Kommt uns das nicht irgendwie bekannt vor? Was läuft seit Jahren in Deutschland ab. Wer regiert denn mit der "neoliberalen Brechstange"? Und wie wird es enden?

Wie in Südamerika, da wenden sich immer mehr Länder vom Neoliberalen Raubtierkapitalismus ab - und das ist gut so!


Empresa Philip Morris demanda a Uruguay
Veröffentlicht von hispantv am 28.07.2012

Halten wir fest: Weltbank und sein verlängerter Arm ICSID sind unglaubwürdig!
besucherzhler

Montag, 19. November 2012

IKEA - Zwangsarbeit - DDR - Studie - War es das? - Blog von Kiat Gorina


Erinnern wir uns, passend zum diesjährigen Tag der Arbeit veröffentlichte am 1. Mai 2012 einen Artikel über die DDR und Zwangsarbeit für IKEA:

Quelle: Die angeblichen Gutmenschen bei Ikea - Zwangsarbeit

Und in der letzten Woche berichtete der Mainstream über eine "Studie", die angeblih von IKEA in Auftrag gegeben wurde. Und darin wurde bestätigt, dass in der DDR politische Gefangene Zwangsarbeit für IKEA leisten mussten. Und dann war der allgemeine Tenor: Wir müssen noch weiter forschen ...

Über die Opfer dieser Zwangsarbeit wurde kein Wort verloren! Auch nicht darüber, welche Firmen aus Westdeutschland auch in DDR-Gefängnissen "produzieren" ließen? Und besonders still war in diesem Zsuammenhang die Kanzlerin. Dabei könnte sie vielleicht auch etwas dazu beitragen.

Dabei gibt es ja viele Gerüchte, dass die damaligen deutschen Versandhäuser viele Waren aus der DDR importierten. Da ist es doch nur recht und billig zu erfahren, was davon in DDR-Gefängnissen angefertigt wurde. Und ob da auch politische Gefangene zwangsarbeiten mussten.

Und ich frage noch einmal: Welche Rolle spielte die KoKo dabei? Vor allem Alexander Schalck-Golodkowsky?


Veröffentlicht am 16.11.2012 von kleineglocke3


Veröffentlicht am 17.05.2012 von deutschewelle

Eine Frage ist nach wie vor offen? Wie kann das Unrecht an diesen politischen Gefangenen wieder gutgemacht werden? Eines dürfte klar sein: Mit ein paar Cents ist es nicht getan!
besucherzhler

Dienstag, 6. November 2012

Ralph Boes - Sanktionshungern - Folter - Blog von Kiat Gorina


Ralph Boes setzt seine Aktion "Sanktionshungern" fort! Ja, er setzt sich der Folter durch das Jobcenter Berlin Mitte aus! Und er erfährt eine große Solidarität. Für viele Menschen ist es unfassbar, dass dieser Staat einen Bürger zu solchen Maßnahmen zwingt:


Veröffentlicht am 05.11.2012 von isibiene

Ralph Boes setzt sich seit vielen Jahren für das bedingungslose Grundeinkommen ein. Somit ist er diesem "System" ein Dorn im Auge! Und deshalb wird er schikaniert, ja, er wird sanktioniert! Er ist für dieses System eine große Gefahr! Deshalb wird er gefoltert. Denn Nahrungsmittelentzug ist Folter!

Leider kennt das deutsche Strafgesetzbuch nicht den Straftatbestand der Folter. In  Wikipedia steht: 

"Folter (auch Marter oder Tortur) ist das gezielte Zufügen von psychischem oder physischem Leid (Gewalt, Qualen, Schmerz, Angst, massive Erniedrigung) an Menschen durch andere Menschen, meist als Mittel für einen bestimmten Zweck, beispielsweise um eine Aussage, ein Geständnis, einen Widerruf oder eine Information zu erhalten oder um den Willen und den Widerstand des Folteropfers (dauerhaft) zu brechen."

Quelle: Wikipedia Folter

Wenn also das Jobcenter seinen "Kunden" Ralph Boes um 90 % sanktioniert, das bedeutet, dass er pro Tag nur einen guten Euro zum Essen kaufen zur Verfügung hat, dann ist das demnach Folter! Und das Jobcenter droht mit 100 % Sanktion! Das heißt, ein solches Folteropfer des Jobcenters bekommt überhaupt nichts mehr!

Hier zeigt sich die perfide Denkweise dieses Systems: Wer nicht spurt, der soll vor die Hunde gehen! Ja, der ist "überflüssig" für diese Gesellschaft! Diese Methoden widersprechen sowohl 

  • Artikel 5 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen besagt: "Niemand darf der Folter oder grausamer, unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden." Diese Folter durch die Jobcenter widersprechen auch
  • Ärtikel 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention des Europarats: "Niemand darf der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden." Und diese Folter durch ein Jobcenter verstößt gegen
  • Artikel 4 der Charta der Grundrechte der Europäischen Union: "Niemand darf der Folter oder unmenschlicher oder erniedrigender Strafe oder Behandlung unterworfen werden." 

Die Jobcenter in dieser Republik werden tagtäglich gezwungen, gegen Artikel 1 des Grundgesetzes zu verstoßen: 

"Die Würde des Menschen ist unantastbar." 

Welch ein Armutszeugnis für diese Republik. Da reist die deutsche Kanzlerin in andere Länder und ermahnt sie, die Menschenrechte einzuhalten. Und was geschieht in Deutschland?

Bei Folter möchte ich an wegen Mord an dem elfjährigen Jakob Metzler verurteilten Magnus Gäfgen erinnern. Ihm wurde beim Verhör Folter angedroht! Gäfgen klagte sich durch alle Instanzen. Und er erhielt Recht: Er erhält eine Entschädigung von 3.000 Euro plus Zinsen.

Quelle: BILD.de Kindsmörder Gäfgen bekommt Entschädigung

Was lernen wir daraus? Für die Jobcenter in dieser Republik haben ihre Kunden weniger Rechte als ein verurteilter Mörder! Wo bleibt der Grundsatz: "Gleiches Recht für Alle!"? 

Wie sich die Jobcenter gegenüber ihren "Kunden" verhalten (müssen), ist ein schwerer Verstoß gegen die Menschenrechte! Dies wird sich immer mehr herumsprechen! Und wieder bewahrheitet sich der Spruch: "Wer mit dem Finger auf andere zeigt, übersieht, dass vier Finger auf ihn selbst zeigen!"


Veröffentlicht am 24.06.2012 von copym3
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Montag, 5. November 2012

GLOSSE: Australischer Kammerjäger kämpft gegen Finanz-Parasiten - Blog von Kiat Gorina


Da gibt es Professor Dr. Max Otte, der den finanziellen Crash seit langem vorausgesagt hat, jedoch gelten ja die Propheten im eigenen Land nichts. Auch in Deutschland werden Ratschläge lieber von weit her eingeholt. Von eigentlich zwielichtigen Firmen, sie nennen sich Rating Agentur. 

Ja diese "Firmen" vergeben Noten für Unternehmen. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Australien. Und da gibt es in Sidney eine Rating Agentur, sie nennt sich Standard's & Poor. Und wieder behielten die alten Römer recht: NOMEN EST OMEN - an den Namen werdet ihr sie erkennen.

Wenn schon das Wörtchen "arm" im Firmennamen auftaucht, wer nimmt schon so eine Firma. Es war das Jahr 2006, da wollten australische Kleinstädte spekulieren, um die Gemeindekassen aufzufüllen. Und sie kaufte Papiere - Standard's & Poor hatte ihnen die Bestnote AAA verliehen! Und das Risiko sei äußerst gering: Der Verlust liege bei weniger als einem Prozent!

Da griffen die Politiker dieser Kleinstädte gierig zu - und verloren 90 Prozent des Einsatzes. Aber sie ließen sich das nicht gefallen, beauftragten einen Rechtsanwalt und klagten. Und das Bundesgericht in Sidney verurteilte Stand's & Poor zur Zahlung einer Entschädigung von umgerechnet 24 Millionen Euronen.

Ein Schock für Standard's & Poor: Lebten sie doch bisher wie die sprichwörtlichen Maden im Speck. Nicht ohne Grund spricht der oben genannte Professor Otte von einer "parasitären Kaste":


Veröffentlicht am 04.11.2012 von DieBananenrepublik

Dieses Urteil des australischenBundesgerichtes wird Folgen haben und Nachahmer finden - hoffentlich auch in Deutschland. Diesen Finanzparasiten muss endlich das Handwerk gelegt werden! Von den Politikern ist ja keine Hilfe zu erwarten - offensichtlich wird da kräftig geschmiert!

Quelle: Südeutsche.de Standard & Poor's erstmals für irreführende Ratings verurteilt

Was machen also Rating Agenturen? Wie der Name schon sagt: Sie raten:

Quelle: Italien wehrt sich - gegen Rating!

Und Chin Meyer erklärt, wie das mit diesen Rate Agenturen so läuft. Und der Finanzprofi Dirk Müller bestätigt: "Genau so läuft es!"


Hochgeladen von GeldBetrug am 03.09.2011

Und ein anderer Maier - Country Maier -  packte das in ein Lied:


Hochgeladen von OlisAbendshow am 19.03.2009

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