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Sonntag, 15. September 2013

GLOSSE: Leiden die Bayern am Stockholm-Syndrom oder dem Semmelweis-Reflex?

Da stellte Der Postillon fest: "47 Prozent aller Bayern leiden unter Stockholm-Syndrom!": Aktuellen Umfragen zufolge leiden etwa 47 Prozent aller bayerischen Wähler am sogenannten Stockholm-Syndrom. Darunter versteht man ein psychologisches Phänomen, bei dem Opfer von Geiselnahmen ein positives emotionales Verhältnis zu ihren Entführern aufbauen. Dies kann dazu führen, dass das Opfer mit den Tätern sympathisiert und mit ihnen kooperiert – etwa indem es am Sonntag CSU wählt.

Nach meinen langjährigen Beobachtungen ist es nicht nur das Stockholm-Syndrom, das zu dieser abnormen politischen Haltung vieler Bayern führt, sondern es ist der Semmelweis-Reflex:

Quelle: Die Lügen der Springer-Presse und der Semmelweis Reflex: Was für ein Reflex? Wer ist überhaupt Semmelweis? Ignaz Semmelweis war ein Arzt in Ungarn und suchte nach den Ursachen, weshalb viele Kinder an Kindbettfieber starben. Er fand auch die Ursache - mangelnde Hygiene in den Krankenhäusern! Das geschah bereits in der Mitte des 19. Jahrhunderts! Seine Kollegen waren nicht erbaut, sie nahmen Semmelweis und seine Studien nicht ernst! Sie lachten ihn aus - was nicht sein darf, auch nicht sein kann! Und so ging sein Name in die Geschichte der Medizin ein - immer dann, wenn Menschen Tatsachen nicht wahrhaben wollen, wenn sie nicht in ein Weltbild passen.

Das Jahr 2013 war ja für den Freistaat ein Jahr der Affären und Skandale! Wieso soll es da immer noch Bayern geben, die trotzdem stur CSU wählen?

Nur zum Teil ist das Stockholm-Syndrom dafür verantwortlich zu machen, dass die Bayern resistent gegen neue Erkenntnisse sind und Skandale und Affären der CSU-Granden weiterhin ignorieren. 

Außerdem protestieren die letzten Versprengten der Bayernpartei gegen die Unterstellung, die Bayern litten an einem ausländischen Syndrom! Also, wenn schon Syndrom, dann ein bayerisches Syndrom oder wenigstens ein deutsches Syndrom oder - gerade noch zu akzeptieren - ein Syndrom aus dem deutschsprachigen Raum. Deshalb kommt nur der Semmelweis-Reflex in Frage: 


Wer etwas auf- oder entdeckt, wird nicht dafür belohnt, sondern bestraft! 

Und um dieser Strafe zu entgehen, wählen die braven Bayern eben immer CSU! Das ist doch einleuchtend. 

Ein weiterer Beweis ist die Tatsache, dass Ignaz Semmelweis seinerzeit die mangelnde Hygiene anprangerte, genauso wie in Bayern, wo es keinerlei politische Hygiene, sondern nur politische Sauereien gibt! 

Aber das laut und öffentlich auszusprechen ist nicht ungefährlich, wie der Tod von Semmelweis zeigt: Er wurde ohne Angabe von Gründen in die Irrenanstalt eingewiesen und zwei Wochen später von Pflegern erschlagen. 

Die bayerische Variante des Semmelweis-Reflexes gilt als unheilbar. Es gibt derzeit nur zwei Vorschläge, wie mit dem Problemfall Bayern umgegangen werden könnte:

  1. Dietmar Wischmeyer bezeichnet die CSU als "Aussätzigenkolonie der CDU", da sind "alle Verwandten von der Oma bis zum Murmeltier in den Staatsdienst eingeschleust" und 
  2. anonym bleiben wollende Politikwissenschaftler meinen, ganz Bayern müsse eingezäunt werden und als geschlossene Landesanstalt - auch Freistaat genannt - betrieben werden.



Veröffentlicht am 11.09.2013 von fullepisode71

Übernommen von Over-Blog

Sonntag, 7. Juli 2013

Justizministerin Dr. Beate Merk - Rücktrittsreif?

Der Freistaat Bayern hat auch seit vielen Jahren eine Justizministerin: Frau Dr. Beate Merk. Und es gehen die Gerüchte um, dass sie gerne Maulkörbe verteilt. In einem Fall ist das nachweisbar: In Bayern wird ja am 15. September 2013 gewählt. Da können sich die Bayern einen neuen Ministerpräsidenten aussuchen - für den Fall, dass sie mit dem alten nicht mehr einverstanden sein sollten.

Ja, es gibt wirklich einen Gegenkandidaten - den Christian Ude - derzeit seit vielen Jahren Oberbürgermeister von München. Und dieser Ude ist ganz schön frech - meint die Merk. Hat doch der Ude den Rücktritt der Justizministerin gefordert. Damit steht der Ude nicht allein - immer mehr Bayern kommen zur Meinung: die Merk soll zurücktreten.

Das ficht jedoch Frau Justizministerin nicht an. Sie hat ja vor dem Untersuchungsausschuss in Sachen Mollath erklärt, was sie ist? 


DIE POLITISCHE SPITZE!

Quelle: Merk und Mollath: Die politische Spitze sagt aus!: Gell, damit das allen klar ist, Frau Ministerin ist keine Sachberarbeiterin, das wollte Frau Ministerin gleich klarstellen! Und Frau Ministerin sagt auch, was sie in Wirklichkeit ist: "Ich bin keine Sachbearbeiterin. Das sage ich jetzt ironiefrei. Ich bin die politische Spitze dieses Hauses." 

Und da wagt es dieser Oberbürgermeister Ude, sie, die Justizministerin und die politische Spitze zum Rücktritt aufzufordern!

Quelle: Mittelbayerische „Fall Mollath ist unfassbar“: Muss Sie zurücktreten? Ich glaube, dass Sie mit einem Rücktritt am besten weiterer Kritik entgeht. Nach meinem Eindruck schwillt die Empörung über den Fall Mollath in der bayerischen Bevölkerung immer stärker an. Beate Merk, die ich durchaus auf anderen Themenfeldern sehr schätze, tut sich keinen Gefallen, wenn sie sich an ihr Amt krallt. Ihr Rücktritt wäre eine Geste, um die Krise schneller zu beenden. Eine Krise, die in erster Linie eine Vertrauenskrise ist. 

Und wie reagierte Frau Ministerin? Mit einem Maulkorb!

Quelle: SÜDWEST PRESSE Fall Mollath: Ude fordert Merk zum Rücktritt auf: Die Justizministerin reagiert scharf. „Mit Verlaub: Der Herr Oberbürgermeister soll nicht nur Wort halten, sondern Mund halten - wenigstens aus Respekt vor unserem Rechtsstaat.“ Damit bezog sie sich auf Udes Wahlplakate mit dem Slogan „Wort halten“.


Ganz klar - Frau Ministerin erteit dem Ude einen Maulkorb - "aus Respekt vor dem Rechtsstaat"? Was Frau Ministerin wohl damit gemeint haben will?

Dies ist jetzt schon der zweite Maulkorb, den Christian Ude bekommt - einen erteilte ihm der Ministerpräsident persönlich. Wegen der "Verwandtenaffäre" - da forderte Ude die Minister und Staatssekretäre zum Rücktritt auf. Grund: Sie hatten Familienmitglieder in den Wahlbüros beschäftigt und sie von der Landtagskasse bezahlen lassen!

Und wie reagierte der Ministerpräsident? Scharf, sehr scharf!

Quelle: Das Gepoltere eines dünnhäutigen Ministerpräsidenten: Der Bayerische Rundfunk berichtet: Rücktrittsforderungen von SPD-Spitzenkandidat Christian Ude an fünf Kabinettsmitglieder wies Seehofer zurück: "Ich weiß gar nicht, was der sich da einmischt", sagte Seehofer. "Er ist weder Parteivorsitzender noch Fraktionsvorsitzender, noch braucht ihn irgendjemand zur Lösung des Problems."

Menschenskinder! Das ist ja ein Selbstverständnis von Politik: Bei der "Verwandten-Affäre" dürfen sich demnach nur Parteivorsitzender und Fraktionsvorsitzender "einmischen" - das dumme Wählvolk hat sich nicht einzumischen! Auch nicht der Ude! Den braucht sowieso niemand - sagt der Ministerpräsident! Und der muss es ja wissen!

Sind solche Politiker noch wählbar? Niemals! Sie haben sich selbst disqualifiziert!


Veröffentlicht am 30.11.2012 von Direktkandidat

Quellen

  • Süddeutsche.de Ist das echt, @BayernSPD?: Ein vertrauenswürdig aussehender Mann hält zwischen seinen Händen vier Buchstaben, die zusammen den Schriftzug "Wort" ergeben. Na? Keine Ahnung? Gut, Sie haben recht, das ist schwer. Deswegen ist es auch sehr freundlich, dass die Bayern-SPD, die sich stets als Anwalt aller Benachteiligten versteht, die Antwort sicherheitshalber gleich mitliefert: "Ein Ministerpräsident, der Wort hält", steht über dem Bild, auf dem Christian Ude das Wort "Wort" hält. 
  • GMX.de Ude-Plakat: Ein Wort wird zum Renner: Damit haben sicherlich weder Christian Ude noch die dafür verantwortliche Werbeagentur gerechnet: Das Plakat, das eine Salzburger PR-Firma für den anstehenden Wahlkampf des Spitzenkandidaten der SPD für die Landtagswahl in Bayern entworfen hat, entwickelte sich binnen kürzester Zeit zum Renner im Internet und in den sozialen Netzwerken.

Montag, 19. November 2012

IKEA - Zwangsarbeit - DDR - Studie - War es das? - Blog von Kiat Gorina


Erinnern wir uns, passend zum diesjährigen Tag der Arbeit veröffentlichte am 1. Mai 2012 einen Artikel über die DDR und Zwangsarbeit für IKEA:

Quelle: Die angeblichen Gutmenschen bei Ikea - Zwangsarbeit

Und in der letzten Woche berichtete der Mainstream über eine "Studie", die angeblih von IKEA in Auftrag gegeben wurde. Und darin wurde bestätigt, dass in der DDR politische Gefangene Zwangsarbeit für IKEA leisten mussten. Und dann war der allgemeine Tenor: Wir müssen noch weiter forschen ...

Über die Opfer dieser Zwangsarbeit wurde kein Wort verloren! Auch nicht darüber, welche Firmen aus Westdeutschland auch in DDR-Gefängnissen "produzieren" ließen? Und besonders still war in diesem Zsuammenhang die Kanzlerin. Dabei könnte sie vielleicht auch etwas dazu beitragen.

Dabei gibt es ja viele Gerüchte, dass die damaligen deutschen Versandhäuser viele Waren aus der DDR importierten. Da ist es doch nur recht und billig zu erfahren, was davon in DDR-Gefängnissen angefertigt wurde. Und ob da auch politische Gefangene zwangsarbeiten mussten.

Und ich frage noch einmal: Welche Rolle spielte die KoKo dabei? Vor allem Alexander Schalck-Golodkowsky?


Veröffentlicht am 16.11.2012 von kleineglocke3


Veröffentlicht am 17.05.2012 von deutschewelle

Eine Frage ist nach wie vor offen? Wie kann das Unrecht an diesen politischen Gefangenen wieder gutgemacht werden? Eines dürfte klar sein: Mit ein paar Cents ist es nicht getan!
besucherzhler

Dienstag, 1. Mai 2012

Die angeblichen Gutmenschen bei Ikea - Zwangsarbeit - Blog von Kiat Gorina


Da stand gestern in der Süddeutschen Zeitung: "Ikea soll DDR-Zwangsarbeiter eingesetzt haben". Und Ikea lässt das jetzt prüfen - und fragt auch bei der deutschen Stasiunterlagenbehörde nach!
Also, für wie blöd hält Ikea die deutschen Verbrauerinnen und Verbraucher? Die Stasibehörde wird kaum darüber Unterlagen in die Archive gesteckt haben, wer von den politischen Zwangsarbeitern für den Klassenfeind arbeiten durfte.
Solche Arbeiten wurden doch als Umerziehungsmaßnahmen oder politische Bildung tituliert. Und es musste ja seine Gründe haben, dass Ikea gerade in der DDR fertigen ließ. Gefangene sind halt spottbillig. Und geht der Nachschub aus, dann gibt es eine Verhaftungswelle.
Die Chinesen praktizieren das ja im ganz großen Stil: Bei denen gibt es richtige Gefängnissteinbrüche und andere Gefängnisfabriken. Ja, sogar die Organe von zum Tode Verurteilten werden in den Organhandel eingeschleust.
Und wenn eine Knappheit an Organen droht, dann gibt es eine Verhaftungswelle. Aber das hatten wir schon!
Was mich stört, ist, dass erst jetzt solche Anschuldigungen veröffentlicht werden. Und ich frage mich auch, wieso sich Ikea nicht auf dem diplomatischen Weg gleich an das deutsche Bundeskanzleramt wendet? 
Die Kanzlerin soll ja früher in der DDR FDJ-Sekretärin gewesen sein. Ja, es soll böse Zungen geben, die gar von einer IM "Erika" sprechen! Wieso fragen die Ikea-Manager nicht gleich da nach? Oder den damaligen Chef der Kommerziellen Koordinierung? Alexander Schalck-Golodkowski?
Dieser Mensch ist ja immer noch greifbar. Er sitzt zwar mittlerweile im Rollstuhl - 2003 war er nach einem Schlaganfall Patient in Bad Aibling. Und damit die Mitpatienten nicht mitbekommen, wer da einer der ihren ist, wurde er mit dem seltenen Namen "Schulz" geführt.
Also, fragt doch mal diesen Alexander G.! Vielleicht rückt er auch mit Namen von anderen namhaften Firmen des Westens heraus, die ebenfalls bei der DDR "fertigen" ließen.
Da redeten die Westpolitiker ihren Wählern stets ein, wie schrecklich das Regime in der DDR gewesen sei - aber die westlichen Firmen arbeiteten mit eben dieser DDR zusammen. Welch eine Heuchelei!
Im Brennpunkt 1991 - Schalck-Golodkowski
Hochgeladen von Himmelstor am 09.12.2007

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Mittwoch, 30. November 2011

Politisches Erdbeben in Regen - Blog von Kiat Gorina

Ja, richtig gelesen: in Regen, nicht "im Regen". Obwohl, nach der Stichwahl des Landrates steht jemand im Regen - die CSU! Wann gab es das, dass im tiefschwarzen niederbayerischen Regen ein Kandidat die Wahl gewann, der alles auf sich vereinte, was früher für die Wählerinnen und Wähler im Landkreis Regen als unwählbar galt:

Die CSU ist im Kern undemokratisch. Ein Beispiel: Da kündigte im Landkreis Ansbach der amtierende Landrat öffentlich an, dass er aus gesundheitlichen Gründen sein Amt vorzeitig zur Verfügung stellen muss. Dann meldeten sich innerhalb der CSU gleich mehrere Kandidaten, die auch Landrat werden wollten.

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Mittwoch, 14. September 2011

Meine Glosse als Theaterstück? - Blog von Kiat Gorina

Heute rief mich eine junge Frau an, sie hat etwas gebayert, ich finde das immer schön - so richtig sympathisch! Zunächst wollte sie wissen: "Sie sind doch die Schriftstellerin?" Ich bejahte. Dann stellte sich heraus, dass sie meinen Blog regelmäßig liest, aufs Gymnasium geht und bei einem Theaterprojekt mitmacht.
"Ich habe Ihre Glosse gelesen, die über den Zensus. Da habe ich mir gedacht, dass wir das bei uns in der Schule aufführen. Haben Sie etwas dagegen?" - "Natürlich nicht, wenn die Schulleitung einverstanden ist. Bei politischen Themen reagieren sie manchmal komisch."
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Samstag, 27. August 2011

GLOSSE: Das Zeitalter der Talkshow Industrie - Blog von Kiat Gorina

Was soll das wieder heißen? Eine Talkshow Industrie? Was soll das sein? Es gibt zwar Norman Finkelstein, er hatte ein Buch geschrieben über die Holocaust Industrie. Dieses Buch ist so gut, dass sein Autor nicht nach Israel einreisen darf. Da sehen wir, dass es nicht ungefährlich ist, den Terminus "Industrie" zu missbrauchen.

Trotzdem, wir brauchen eine Industrie für Talkshows. Wieso? Ja, weil ab September an fünf Tagen in der Woche jeden Tag eine politische Talkshow abläuft! Und das muss geplant und natürlich kontrolliert und koordiniert werden. Und wie früher, dass da sich einer hinstellt und Blödsinn redet und die Zuseher manchmal lachen - das geht auf keinen Fall!