Donnerstag, 24. Oktober 2013

Was das "große" Deutschland vom "kleinen" Luxemburg lernen kann ...

Luxemburger Opposition freut sich
 Auch in Luxemburg wurde gewählt. Es mussten Neuwahlen durchgeführt werden. Wegen einer Geheimdienstaffäre. Auch in Luxemburg war geschnüffelt worden. Deswegen gab es Streit in der bisherigen Regierungskoalition. 60 Sitze gibt es im luxemburgischen Parlament. Die Christdemokraten erhielten diesmal nur 23 Sitze, sie brauchen einen Partner.

Aber die Opposition - Sozialdemokraten, Liberale und Grüne - haben zusammen mehr Sitze, ja sie haben die Mehrheit. Da wollte der bisherige Premierminister Jean-Claude Juncker - Chef der Christlich-Sozialen-Volkspartei - zur Regierungsbildung schreiten, aber da sagte die Opposition: "Momentchen, wir haben mehr Stimmen, also bilden wir die Regierung!"

Quellen:

  • tagesschau.de Luxemburg: Dreierkoalition könnte Juncker ablösen: In Luxemburg schickt sich eine Koalition aus drei Parteien an, den seit 18 Jahren regierenden Premierminister Jean-Claude Juncker aus dem Regierungssitz zu drängen. Sozialdemokraten, Liberale und Grüne wollen sich am Nachmittag zu ersten Sondierungsgesprächen treffen.
  • SPIEGEL ONLINE Jean-Claude Juncker: Luxemburg verstößt seinen starken Mann: Europas dienstältester Regierungschef steht vor dem Aus. Obwohl Jean-Claude Juncker bei der Wahl in Luxemburg die meisten Stimmen bekam, schmieden die anderen Parteien eine Koalition gegen ihn. Wechselt er nun auf einen EU-Posten?

Kommt uns dies nicht irgendwie bekannt vor? Am 22. September durften auch die Deutschen wählen. Frau Merkel ließ sich nach der Wahl feiern. Hatte sie wirklich gesiegt? Oder war das nur ein Pyrrhus-Sieg?

Quelle: Nachgedanken zur Wahl - Ein Pyrrhussieg für Merkel?

Schauen wir uns das amtliche Ergebnis an:

CDU/CSU: 311 Sitze
SPD....: 193 Sitze
LINKE..:  64 Sitze
GRÜNE..:  63 Sitze

Das bedeutet doch, dass die Opposition - bestehend aus SPD, LINKE und Grüne über 320 Sitze verfügt, also die Mehrheit! Anders als in Luxemburg sprechen die SPD und die Grünen nicht mit den LINKEN! Obwohl die LINKEN die drittstärktse Partei im Bundestag sind!

Eine theoretisch mögliche Koalition von CDU, CSU und Grüne ist vorerst gescheitert. Die SPD will mit den Schwarzen wirklich Koalitionsgespräche führen! Wie finde ich das? Sehr schlecht! Wieso führt die SPD keine Gespräche mit den LINKEN?

Weil der SPD Kandidat vor der Wahl gesagt hat, mit den Linken spreche er nicht. Aber dieser Kandidat hat sich aufs Altenteil zurückgezogen - er ist schon Geschichte. Oder ist die LINKS-Partei keine demokratische Partei? Verstößt sie gegen das Grundgesetz? Nicht, dass ich wüsste!

Deshalb wird es allerhöchste Zeit, dass die Politiker einen Blick zum Nachbarn Luxemberg werfen - da geht es demokratischer zu als in Deutschland!


Veröffentlicht am 21.10.2013 von euronewsde

Da frage ich mich auch: Sind die Oppositionspolitiker in Lúxemburg klüger als ihre deutschen Kollegen? Die Luxemburger erkennen ihre Chance - die Deutschen offensichtlich nicht!

Ich kann ja verstehen, dass die SPD immer noch einen Groll auf die LINKEN pflegt. Aber Oskar Lafontaine ist auch Geschichte - er hat sich zurückgezogen. Und mit Gregor Gysi lässt sich bestimmt reden! Also, ihr verbliebenen SPD-Granden, gebt euch einen Ruck und sprecht wenigstens mit den LINKEN!

Übernommen von Over-Blog

Kommentare:

  1. Es ist allerhöchste Zeit, dass die SPD mit den LINKEN spricht! Eine Dreierkoalition von SPD, Linke und Grüne steht an, sie hat die Mehrheit, auch im Bundesrat! Merkel muss abtreten, sie kann ja nach Brüssel entsorgt werden :-))

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    1. Dein Vorschlag, Merkel in Richtung Brüssel zu entsorgen, gefällt mir sehr. Da trifft sie auf alte Bekannte: Energie-Kommissar Oettinger, Ex-Premier Juncker :-))

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  2. Das hat nun Juncker von seiner arroganten Haltung ;-)

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    1. 18 Jahre am Stück regiert, das scheint Juncker in den Kopf gestiegen zu sein! Das kann auch Merkel passieren! Solche Gestalten meinen allen Ernstes, es gehe immer so weiter ;-)

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