Posts mit dem Label kosmetik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label kosmetik werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 1. September 2012

WOT - Web of Trust - Was steckt dahinter? _ Blog von Kiat Gorina


Da schickte mir eine befreundete Bloggerin eine Mail und warnte mich: "Du hast eine ganz schlechte Wertung bei WOT!" Und sie schrieb auch "Möglicherweise hast du ein paar Rachebewertungen oder was in der Art erhalten." 

Klar, das ist ja an der Tagesordnung bei meinen Artikeln. Nicht weil sie nicht stimmen, sondern weil ich öfters die unangenehme Wahrheit schreibe. Wie besipielsweise bei einem meiner jüngsten Artikel "Haul-Videos und die Sklavinnen der Werbeindustrie".  

Da ist es nur zu verständlich, dass das "System" zurückschlägt. Und sei es mit Web of Trust, also WOT. Bei vielen Beauty-Blogs - also Blogs über Kosmetik und Mode et al. - läuft oft folgendes ab: 

Eine Bloggerin gibt vor, bestimmte Produkte eingekauft zu haben. Sie nennt das dann einen "Haul" - also eine Jagdbeute - sic! Und dann werden diese "erbeuteten" Produkte in einer Fotostrecke oder in einem Video präsentiert. Das animiert dann gerade junge Blogleserinnen, auch diese Produkte zu kaufen. 

Deshalb hat es sich unter Beauty-Bloggerinnen herumgesprochen, dass Firmen auf Anfrage gerne Proben aus ihrem Sortiment zuschicken. Diese jungen Mädchen sind dann überglücklich, wenn sie Kosmetikartikel umsonst erhalten und berichten darüber in ihrem Blog - natürlich positiv. 

Das ist dann eine Art Selbstläufer - es gibt immer mehr Beauty-Blogs. Und ich bekomme immer öfters mit, dass dann diese jungen Mädchen von einem richtigen Blogstrudel erfasst werden: sie denken nur noch an ihren Blog, vernachlässigen die Schule, ihre Ausbildung oder gar ihre Arbeit. 

Oft bemerken die Eltern erst spät, dass mit ihrer Tochter etwas nicht stimmt. Meist dann, wenn das Schuljahr zu Ende geht und eine Ehrenrunde droht. Oder wenn das Zwischenzeugnis katastrophal ausgefallen ist. 

Und diese Geschichte geht leider noch weiter: Da geben sich ganz andere als junge Bloggerinnen aus - nur um die Werbung für die Produkte einer Firma anzuheizen. Oder ein Erwachsener gibt sich als junges Mädchen aus - ein "Opfer" eines solchen Falles erzählte mir das einmal:
Quelle: Bluff und Blog 

Da ist es doch klar, dass ein solcher Blog wie meiner madig gemacht werden muss! Also werden aus "Rache" der Blog negativ bewertet - zum Beispiel bei WOT. Und da gibt es ja nur vier Allerweltskriterien ... 

Meiner bescheidenen Meinung nach ist WOT ein Instrumentarium, um unliebsame Blogs schlecht zu machen. Sehr ausführlich hat dies der Autor Maximus beschrieben:
Quelle: kriegsberichterstattung Aufklärung notwendig - WOT - Web of Trust: Die große Volksverarsche eines unseriösen Mozilla-Ad-On-Anbieters 

Diesen Artikel sollten alle lesen, vor allem dann, wenn sie vorhaben, das Add-On für WOT herunterzuladen! 

Darin ist auch zu lesen, das WOT ein "Siegel" für Homepages verkauft, das mehrere hundert Euronen kostet. Also, das erinnert mich doch stark an das Mittelalter und an Johann Tetzel, der einen regen Ablasshandel tätigte - nach dem Motto "Sobald der Gülden im Becken klingt im huy die Seel im Himmel springt." Wie gesagt, das Mittelalter lässt grüßen! 

Dass WOT auch dazu dienen kann, eine Zensur auszuüben, zeigt folgender Beitrag:


Veröffentlicht am 07.05.2012 von DerGuteTag

Da wurde über Facebook in Zusammenarbeit mit WOT vor einem Artikel über Pyrolyse gewarnt. Da wird einfach und verständlich erklärt, wie mit dem Pyrolyse-Verfahren aus Altreifen wertvolle Rohstoffe wie Benzin und Diesel gewonnen werden können. Das muss natürlich nach den Kriterien von Web of Trust (WOT) unbedingt zensiert werden:

  1. Trustworthiness (Vertrauenswürdigkeit): Das ist ja ganz verdächtig, weil sich Pyrolyse so ähnlich anhört wie Pyrotechnik ;-) Sollen da etwa Bomben gebastelt werden?
  2. Vendor reliability (Verkäufer/Händler-Zuverlässigkeit): Werden da Anleitungen für den Bau von Bomben angeboten?
  3. Privacy (Einhaltung des Datenschutzes): Klar, wer Bomben baut, hat auch bestimmt etwas gegen den Datenschutz! Solche Subjekte werfen Bomben - das ist doch klar!
  4. Child Safety (Kindersicherheit/Jugendschutz): Das ist selbsterklärend - durch Bomben ist die Sicherheit unserer Kinder höchst gefährdet!

Dieses Beispiel zeigt sehr krass, zu welchem Blödsinn WOT mutieren kann und leider mutiert ist. Schade für die Mozilla-Iniiative, deren Ruf dadurch sehr geschädigt wird. Und wieder zeigt es sich, dass mit solchen anonymen Algorithmen dem Missbrauch und der Manipulation Tür und Tor geöffnet wird. 

Ein System, mit dem Nutzer und Nutzerinnen andere Webseiten beurteilen, ist nur dann ernst zunehmen, wenn überprüft wird, wer die jeweilige Beurteilung abgegeben hat! Und zwar nicht nur eine Beurteilung zu vier schwammigen Punkten, die einfach angeklickt werden können, sondern mit einer fundierten Begründung. 

Alles andere ist "Verar...e"! 

Hier das Video, vor dem via WOT gewarnt wird:


Hochgeladen von NeuDeutschlandNet am 09.09.2011

Um hier Missverständnissen vorzubeugen, es geht mir hier nicht um "NeuDeutschland" und auch nicht um "Peter Fitzek" - ich selbst bin kein Mitglied dieser Bewegung und werde auch keines werden. Es geht mir darum, dass ein interessantes Video hier mit einem mysteriösen Algorithmus mundtot gemacht werden soll! 

Angesichts des desolaten Zustandes dieser Republik gibt es viele Meinungen und Pläne, wie diesem Missstand abgeholfen werden kann. Nur dadurch, dass wir uns mit vielen Meinungen und Pläne befassen und auseinandersetzen und daraus dann eine Lösung zimmern, erreichen wir unser Ziel: eine bessere und lebenswertere Welt! 

Sobald wir jedoch Meinungen und Ansichten, die nicht in unser persönliches Weltbild passen, unterdrücken resp. zensieren, verhalten wir uns genauso wie diejenigen, die wir kritisieren.

besucherzhler

Freitag, 31. August 2012

Haul-Videos und die Sklavinnen der Werbeindustrie - Blog von Kiat Gorina


Vor einigen Tagen rief mich eine Kundin - ihre ältere Eselstute hatte Probleme: Immer mehr Ekzeme. Da in Bayern derzeit Ferien sind, rief sie nach ihrer Tochter. Aber die Tochter rief zurück: "Ich kann nicht, ich muss ein Haul-Video aufnehmen!" 

Verdutzt fragte ich die Mutter: "Was ist das denn? Heult sie da und macht daraus ein Video?" 

Ihre Mutter lachte: "Du bist manchmal richtig weltfremd. Haul bedeutet Jagen, Beute. Da gehen die jungen Mädchen einkaufen und präsentieren ihren Einkauf als Beute in einem Video." 

Ich schüttelte meinen Kopf: "Und wozu soll das gut sein? Außer zum Angeben?" 

"Aber das machen doch die meisten Mädchen an ihrer Schule. Wenn wir hier fertig sind, kann sie dir das mal zeigen." 

Ja, und so geschah es. Die Ekzeme behandelte ich, die Eselin hörte auf, immer in die wunden Stellen zu beißen. Offensichtlich juckten diese Stellen nicht mehr. Also ging die Mutter ins Zimmer ihrer Tochter. Die Tür war offen - es war ja sehr heiß. 

Auf dem Schreibtisch stand ein ausgepacktes Paket - lauter Kosmetikartikel. Die Mutter erstaunt: "Was hast du denn da bestellt? Davon wusste ich gar nichts! Wer soll das bezahlen?" 

Die Tochter bekam einen roten Kopf und stammelte: "Das brauche ich nicht bezahlen. Ich muss nur darüber in meinem Blog schreiben." 

Meine Augen glitten über das Durcheinander und da sah ich einen Brief von einem Hersteller. Ich fragte das Mädchen: "Darf ich das mal lesen?" Widerwillig nickte das Mädchen. 

Ich las und las: Es war ein mehrseitiger Brief - da standen lauter Werbeaussagen zu den Artikeln drin. Dann dämmerte es mir: Die Firmen schicken den jungen Mädchen Artikel zum Testen, die sind stolz und schreiben die Werbetexte in ihrem Blog. Das ist ja nichts als Werbung. Ich reichte den Brief ihrer Mutter. Auch sie las und las. Dann fragte sie: "Hast du von anderen Firmen auch Sachen bekommen?" 

Das Mädchen nickte und öffnete ihren Kleiderschrank: Da war ein Fach vollgestopft - mit Kosmetika bis zum Umfallen. Die Mutter: "Darüber hast schon geschrieben?" 

Die Tochter fing an zu jammern: "Nein, noch nicht, es wird mir alles zu viel! Ich bekomme immer neue Sachen geschickt." Ihre Mutter kramte in den Artikeln und fand einen Brief. "Wieso ist der Brief an deine Freundin adressiert? Macht die das auch?" 

Wieder ein knallroter Kopf, dann Gestammel: "Die meisten Sachen habe ich an meine Freundin schicken lassen, damit du nichts merkst." 

"Ach so ist das, ich wundere mich, woher dieses Zeug kommt! Aber damit ist Schluss! Du hattest mir versprochen, in den Ferien zu lernen, damit du einen guten Abschluss schaffst. Kein Wunder, dass du schlechte Noten bekommen hast. Du warst wohl die ganze Zeit mit deinem Blog beschäftigt. Das kann doch so nicht weitergehen! Du versaust dir doch deine Zukunft damit! Was meinst du dazu?" fragte die Mutter mich. 

Ich versuchte zu vermitteln. Natürlich hatte die Mutter recht. Und ihre Tochter war das Opfer einer ausbeuterischen Werbeindustrie geworden. Und ich erklärte der Tochter mit einfachen Worten, was da läuft. Dass sie umsonst Werbung macht für Produkte, die sie sonst nie kaufen würde. 

Und dass sie dafür nicht bezahlt wurde. Ja, sie arbeite umsonst für die Werbefritzen. "Genau genommen, bist du eine Sklavin dieser Werbeindustrie! Die lachen sich ins Fäustchen, wieder eine Dumme gefunden zu haben, die umsonst Werbung macht!" 

Dann war Pause. Und das Mädchen murmelte: "Da war ich ziemlich blöd ..." 

Na, das war ja der erste Schritt der Selbsterkenntnis. Und sie fragte mich: "Was soll ich jetzt machen? Mir ist das alles zu viel!" 

"Hast du irgendetwas unterschrieben, wo du dich verpflichtest hast, über diesen Mist zu schreiben?" Sie schüttelte den Kopf.
"Dann schreibst du in deinem Blog, dass du derzeit Ferien hast und dass es etwas Besseres gibt, als Haul-Videos zu machen. Und du blogst einfach weniger. Deine Mutter hat völlig recht: Die Schule ist viel wichtiger!" 

Dann schaute ich auf die Uhr. Oje, ich hatte noch einen anderen Termin, also verabschiedete ich mich.


Hochgeladen von ToaLingLing am 18.04.2011

besucherzhler

Donnerstag, 30. August 2012

Holland in Not - Die Leiden einer jungen Bloggerin - Blog von Kiat Gorina


Gestern vormittag rief mich eine Kundin an - ihr Pferd mache Probleme. Also fuhr ich hin. Dem Pferd konnte geholfen werden. Da kam die Postfrau auf den Hof gefahren. Und hatte einen großen Brief für ihre Tochter. Sie hatte gerade die Mittlere Reife bestanden und schrieb Bewerbungen für eine Ausbildungsstelle. 

Die Mutter rief ihre Tochter, sie machte den Brief auf und wurde blass, dann fing sie an zu weinen. Ihre Mutter nahm den Brief, eine Absage. Sie fragte ihre Tochter: "Aber du hattest doch erst letzte Woche ein Vorstellungsgespräch, sie hatten dich extra eingeladen." 

Die Tochter schluckte: "Das ist alles wegen meinem blöden Blog!" 
Die Mutter: "Aber du schreibst lange schon nicht mehr."
Dann fragte mich die Tochter: "Kann ich diesen Blog nicht löschen?" Ich nickte. 

Die Mutter wurde hellhörig: "Was hast du geschrieben? Doch nur über Kosmetik?! Oder?"
Die Tochter flüsterte: "Nicht nur, ich habe auch manchmal Beleidigungen geschrieben, ich weiß, das ist gemein, aber das ist halt passiert."
"Und du meinst, dass die dich deshalb nicht genommen haben?" 

"Ja, ganz bestimmt. Die Assistentin des Personalchefs hat mich gefragt, ob ich das wirklich geschrieben habe. Ich habe ja gesagt, und wollte das erklären. Aber das hat sie nicht interessiert. Dann hat sie bald das Gespräch beendet." 

"Ach deshalb bist du mit hängendem Kopf vom Gespräch nach Hause gekommen. Was machen wir jetzt?" 

Ich mischte mich ein: "Als erstes löschen wir deinen Blog!"
"Aber ich weiß nicht, wie das geht!"
"Das kriegen wir schon raus. Wo steht dein Computer?" 

Wir gingen in ihr Zimmer, sie fuhr die Kiste hoch und dann suchten wir gemeinsam nach einer Möglichkeit, ihren Blog zu löschen. Das war gar nicht so einfach, die Löschfunktion war ziemlich versteckt.
Dann fragte ich das Mädchen: "Also wollen wir löschen?" Sie nickte und ich kommandierte: "Auf die Plätze, fertig, los!" und sie klickte auf den Lösch-Button. Und bejahte die Frage, ob sie wirklich ihren Blog löschen will. 

"Jetzt geht es mir viel besser!" seufzte sie erleichtert. Und ich riet ihr: "Es kann sein, dass noch Reste deines Blogs im Interet herumgeistern. Wenn dich da jemand anspricht, dann sagst du am besten die Wahrheit und dass du den Blog gelöscht hast. Und dass es dir leid tut mit den Beleidigungen."
"Das werde ich machen" und umarmte mich.


Veröffentlicht am 30.07.2012 von KanzleiWBS
besucherzhler

Donnerstag, 2. August 2012

Beauty-Reaktion - Undank ist der Welt Lohn - Blog von Kiat Gorina


Da stieß ich "zufällig" auf einen Blog, da ging es über gewisse Kosmetikartikel eines gewissenlosen Herstellers. Gewissenlos deshalb, weil sein Sortiment umgestellt wurde - das allein kommt ja öfters vor. 


Und wie bei anderen Produkten auch wird eine leidgeprüfte Verbraucherin sehr wachsam, wenn sie auf der Verpackung etwas liest von "Neuer Rezeptur!" Nach meinen bescheidenen Erfahrungen bedeutet das in den meisten Fällen, dass ein Controller den Sparstift angesetzt hat, um die Produktionskosten zu senken.  


Oft bedeutet das, auch am Einkauf der Rohwaren zu sparen. In diesem Fall war es schlimmer: Da wurden Wirkstoffe verwendet, die im Verdacht stehen, krebserregend zu sein. 


Und genau das schrieb ich in einem Kommentar und gab auch die Quelle an. Ich erwartete dafür auch keinen Dank! Aber es kam zu einem regelrechten Shit-Storm: Was mir einfiele, diesen Beauty-Blog zu stören? Oder ein Produkt schlecht zu reden? Und nicht wenige ergingen sich in Beleidigungen der ungeschminkten Sorte. 


Da war ich schockiert. Nicht wegen der Beleidigungen - da habe ich in meinem Leben schon Schlimmeres gelesen und gehört. Was mich schockiert, ist die Tatsache, dass junge Menschen so sehr dressiert sind, ein bestimmtes Produkt anzuwenden, dass sie es als Majestätsbeleidigung ansehen, wenn jemand sie darauf aufmerksam macht, dass eben dieses Produkt eine tödliche Krankheit auslösen kann. 


Hier zeigt sich, dass diese Dressur - ja regelrechte Abrichtung - der jungen Menschen zu Arbeits- und Konsumsklavinnen schon sehr weit fortgeschritten ist! 


Wie kann so etwas passieren? Das funktioniert doch nur mit einer Art Gehirnwäsche! Ja, und genauso ist es. Viele dieser jungen Menschen sind täglich einer Gehirnwäsche ausgesetzt! Ihr Leben ist offensichtlich derart hohl und inhaltsleer, dass sie sich selbst irgendwelche künstliche "Idole" aufbauen - und sei es ein Hersteller, der gerade "in" ist. 


Oder dessen Produkte "cool" sind. 


Und wenn ich dann trotzdem auf junge Menschen treffe, die sich einer solchen Gehirnwäsche widersetzen - ja, solche Menschen gibt es immer noch - dann freue ich mich! Dann sage ich mir: Trotz allem, diese Menschheit ist noch lange nicht verloren. 


Vielleicht ist es gut, dass das jetzige Finanz- und Wirtschaftssystem kurz vor dem Kollaps steht - denken wir nur an die Worte eines Prof. Bocker - dann kollabiert auch diese Werbeindustrie und damit diese permanente Gehirnwäsche und die damit verbundene Verblödung! 


Für viele wird das Erwachen fürchterlich sein - nur dafür gilt das Motto: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende! 


Beim folgenden Video steht in der Beschreibung: "Top Wissenschaftler packen aus und sagen die Wahrheit zu Krebs und gefährlichen Inhaltsstoffen in Kosmetik!"




Zum Abschluss der Vergleich eines Baby-Pflegeproduktes mit einem Insektizid:


Hochgeladen von 911newsmagazin am 21.07.2011

besucherzhler

Sonntag, 3. Juni 2012

Bluff und Blog - Blog von Kiat Gorina


Ein Mädchen aus meiner Lesung

Vor einigen Tagen radelte ein junges Mädchen vorbei, sie kam mir bekannt vor. Ach ja, ich hatte sie schon einmal einmal gesehen. Ja ich erinnere mich an meine letzte Lesung, da stand ein Mädchen, es schien mir, als wollte sie mich ansprechen - aber sie traute sich nicht.
Also sprach ich sie an und hatte recht gehabt. Sie war bei der Lesung und stellte jetzt ein paar Fragen - recht kluge Fragen! Als sich die Zuhörer verlaufen hatten, unterhielten wir uns noch weiter. Ihr schien es zu gefallen - und mir auch.
Dieses Mädchen radelte vorbei, ich rief ihr hinterher. Da kehrte sie um und fuhr auf den Hof. Sie stieg ab und steichelte Riffel, die in der Sonne lag und döste. Ich merkte, dieses Mädchen hatte etwas auf dem Herzen. Also wartete ich ab.

Kosmetik und Tierversuche

Dann fing sie an: "Ich habe in Ihrem Blog gelesen, dass Sie bei Kosmetik gegen Tierversuche sind?" "Du kannst ruhig du zu mir sagen, ich duze dich auch. Okay?" Sie nickte - erfreut.
Ich antwortete: "Stimmt! Es geht auch ohne Versuche und dann müssen keine Tiere leiden." Ich sah sie an: "Nimmst du viel Kosmetik?"
"Eigentlich nicht, aber meine Eltern wollen das." Ich war verblüfft.
"Wieso denn das? Normalerweise sind Eltern froh, wenn ihre Töchter erst spät mit dem Schminken anfangen."

Der Bluff: Ein Beauty-Blog wider Willen

Da stiegen ihr Tränen in die Augen, dann schluchzte sie haltlos. Ich nahm sie in die Arme und wir setzten uns beide auf die Bank. Ich ließ sie weinen. Vom Schluchzen unterbrochen erfuhr ich ihre Geschichte:
Ihr Vater war arbeitslos geworden und ihre Mutter machte ihrem Mann Vorwürfe, dass sie sich jetzt bei Kosmetik einschränken müsse. Es kam deshalb immer wieder zum Streit ...
Da hatte ihr Vater eine total verrückte Idee: Er fotografierte seine Tochter und bastelte einen Kosmetik-Blog - im Namen seiner Tochter. Das Mädchen wusste von nichts. Es kam nur drauf, weil ein anderes Mädchen in der Schule zu ihr sagte: "Du hast ja einen coolen Blog!"
Sie erschrak, sie wusste von nichts.  Zu Hause fragte sie ihre Eltern, was das mit dem Blog auf sich hat. Dann schaute sie zum ersten Mal in ihren Blog - und war entsetzt! Da hatte ihr Vater in ihrem Namen an Kosmetikfirmen geschrieben und um Probeartikel gebeten. Sie werde die dann in ihrem Blog positiv bewerten und so weiter. Das gestand ihr eigener Vater.

Die Werbegeschenke der Kosmetik-Industrie

Und die Mutter meinte: "Du weißt doch, dass wir wenig Geld haben, du glaubst gar nicht, wieviel Proben ich schon bekommen habe! Die Firmen schmeißen nur so mit dem Zeug um sich!"
Und der Vater fuhr fort: "Und die Meinung deiner Mutter setze ich um und schreibe das in einer etwas kindlichen Sprache - das kommt toll an!"
Das Mädchen war geschockt, da sagte ihre Mutter: "Da ist doch nichts dabei! Außerdem kannst du uns doch unterstützen, für dich fällt doch auch Kosmetik ab! Wenn wir Glück haben, kriegen wir auch schicke Klamotten geschenkt, das ist doch etwas. Oder?"
Das Mädchen sprang auf und schloss sich in ihr Zimmer ein. Sie wollte niemand hören und auch nicht sehen. Ihre Elten auf keinen Fall! Verständlich.
Tja, das war ja eine üble Geschichte! Ob das ein Einzelfall war? Ich denke nicht. Wenn ich da an overblog denke, da wimmelt es seit einiger Zeit nur von Lifestyle, Beauty etc. Meist von jungen Mädchen, oft minderjährig.

Ende gut - Alles gut!

Tja, was tun? Dieser Bluff mit dem Blog sollte so schnell wie möglich beendet werden! Aber wie?  Wen ansprechen? Ich entschied mich für die Mutter. Dann fragte ich das Mädchen, ob sie einverstanden ist, wenn ich gleich anrufe. Ich ließ mir die Nummer geben.
Ich stellte mich als Schriftstellerin vor, und erzählte, dass ihre Tochter in meiner Lesung war und wir uns dort kennenlernten.
"Ja, sie hat so gedrängt, da habe ich sie hingefahren. Mir hat Ihre Lesung auch gefallen. Meine Tochter hat sich Ihr Buch zum Geburtstag gewünscht."
Dann sprach ich die Mutter auf die Geschichte mit dem Blog an. Zunächst Schweigen, dann flüsterte sie leise: "Eigentlich bin ich froh, dass das aufgeflogen ist. Ich hatte ein schlechtes Gewissen ..." Dann fuhr sie fort: "Wir lassen den Blog einschlafen!"
"Das sagen Sie am besten ihrer Tochter, sie ist nämlich bei mir." Ich gab der Tochter den Telefonknochen und zog mich diskret außer Hörweite. Ich ging ins Haus und nahm vom Stapel der Freiexemplare ein Buch.
Als ich wieder rausging, redeten Mutter und Tochter immer noch - ohne sich anzuschreien - wie schön! Als die Tochter das Gespräch beendet hatte, fragte ich sie: "Was soll ich als Widmung reinschreiben? Ich möchte dir mein Buch schenken."
"Echt?" "Klar, was soll ich schreiben?" Dann überlegten wir gemeinsam die Widmung. Mit meiner KungFu-Schrift schrieb ich die Widmung. Sie nahm stolz das signierte Buch und verstaute es in ihrem Rucksack. Dann unterhielten wir uns und sie wollte noch die Tiere sehen. Erfreut fuhr sie wieder heim ...
Hochgeladen von KattiPueppchen am 17.12.2008
Botox-Tierversuche - Gequälte Schönheit
Hochgeladen von NeinZuTierversuchen am 19.05.2008
besucherzähler

Freitag, 9. März 2012

Femen in Istanbul - Weltfrauentag - Blog von Kiat Gorina

Heute zum Weltfrauentag demonstrierten Feministinnen von FEMEN in Istanbul. Und zwar gegen häusliche Gewalt! Auch heute noch ein großes Problem der türkischen Gesellschaft! Wir sind überzeugt, dass sich eine Frau nicht nur mit Kindererziehung, Kosmetik, Mutterschaft und dergleichen beschäftigen soll, sondern mit Politik und Wirtschaft. Unser größter Gegner dabei ist die patriarchale Prägung unserer Gesellschaft. Dagegen protestieren wir.
WEITER ...

Mittwoch, 7. September 2011

GLOSSE: Was macht eigentlich Ilse Aigner? - Blog von Kiat Gorina

Die Bundesministerin für Landwirtschaft und Verbrauchwrschutz - was macht sie jetzt eigentlich? Das Killerbakterium EHEC ist offensichtlich besiegt - zumindest gibt es keine Erkrankungen mehr. Ja, da hat sich Ilse Aigner sehr angestrengt!

Wobei? Na, bei der Schuldschieberei! Es ist gar nicht so einfach, die Schuld - in diesem Fall an EHEC in ein anderes Land zu schieben! Zuerst schob sie die Schuld nach Spanien - aber die schoben zurück. Dann waren Tomaten und Salat schuld.

Freitag, 2. September 2011

Vegane Kosmetik - Lasst die Tiere leben! - Blog von Kiat Gorina

Die allermeisten Frauen lieben Kosmetik, und sie lieben Tiere. Und deshalb geraten sie in ein Dilemma: Auch heute noch werden für die Entwicklung von Kosmetika immer noch Tiere grausam gequält - in Versuchen, die überflüssig sind! Aber so wurde es schon immer gemacht!

Und dann gibt es Menschen, sie lehnen es ab, irgendein kosmetisches Produkt zu verwenden, für deren Herstellung Teile von Tieren verwendet wurden. Genauso, wie sie sich weigern, tierische Produkte zu essen. Nun ist es sehr schwierig, gerade Firmen zu finden, die Kosmetika herstellen und dabei auf Tiere verzichten.

Freitag, 29. April 2011

GLOSSE: Die Frau, die mit Handys wirft - Blog von Kiat Gorina

Da schreibt eine Minderjährige in ihrem Blog über ihr neues Handy. Nun, das ist nichts Besonderes. Aber dieses Mädchen muss sich entschuldigen, dass sie nur ein billiges Handy bekommen hat - eben ein Billigteil. Ich finde es schon seltsam, wieso sich jemand für ein Billigteil entschuldigen muss. Wenn einer Käuferin die Funktionen eines billigen Handys ausreichen, dann ist doch die Welt in Ordnung. Nein, ist sie nicht! Da könnten doch andere VerbraucherInnen auf die Idee kommen: Warum soviel Geld für ein Edelhandy ausgeben, die meisten Funktionen brauche ich doch nicht!

Donnerstag, 28. April 2011

Ausforschung von intimen Geheimnissen - Blog von Kiat Gorina

Zur Zeit geistern durch einige Blogs sogenannte Fragebögen, die von den Leuten, die sich den Blog ansehen, auch ausgefüllt und abgeschickt sollten. Da werden Fragen über ganz persönlliche Dinge gestellt. Und ich wundere mich: Es gibt wirklich Menschen, die diese Fragen über sich beantworten?! Meinen all diese Menschen, dass sie anonym hinter dem PC sitzen? Das kann doch wohl nicht sein! Leute, jede von uns, die mit dem Internet kommuniziert, hinterlässt Spuren. Bei einigen Produkten wie zum Beispiel Apple

Sonntag, 17. April 2011

Müssen Tiere sterben? - Nur für Kosmetik? - Blog von Kiat Gorina


Gestern bekam ich einen Notanruf: Eine Stute in einem Privatstall hatte Kolik - der Tierarzt war nicht zu erreichen. Sonst will diese Reiterin von meinen "komischen" Methoden nichts wissen. Aber gestern rief sie an.


Ich fuhr zur Stute, machte das, was ich bei Kolik immer mache - mit Erfolg! Auch diesmal. Die Frau moserte: "Aber Sie spritzen ja nicht einmal!" Ich schwieg und bearbeitete die Stute weiter. Die fing zu gähnen an und dann rüsselte sie. Ein gutes Zeichen. Ich hörte dann die Darmgeräusche ab - sie waren wieder da. Dann gab die Stute einen langen Furz von sich - alle Wetter! Die Frau wurde grünlich-blass.


Ich führte dann die Stute ein paar Runden - sie war wieder in Ordnung. Die Frau sah jetzt auch, dass die Kolik verschwunden war und bat mich in ihr Haus. Da kam uns ihre Tochter entgegen - sie hatte ihren malerischen Tag. Da konnte ich es nicht lassen: "Weißt du, dass viele Tiere sterben müssen, weil es immer noch Firmen gibt, die grausame Versuche mit Tieren anstellen?"
"Wieso?"
"Nun ja, um die Kosmetikartikel zu entwickeln, werden sie vorher an Tieren getestet! Das ist oft sehr schmerzhaft und eine Riesenquälerei für die Tiere!"
Die junge Dame schluckte: "Machen das alle Firmen?"
"Nein, es gibt auch Firmen, die auf Tierversuche verzichten!"
"Und woher weiß ich, dass kein Tier gequält wird? Das wird ja keine Firma auf die Verpackung drucken: Achtung: Für dieses Produkt wurde ein Tier gequält!" meinte sie schnippisch.


Ich blieb ruhig: "Aber anders rum: Firmen, die auf Tierversuche verzichten, drucken das auf die Verpackung. Habt ihr Internet?"


Sie nickte. Da gab ich ihr eine Adresse für eine Webseite. Die Mutter zog mich in ihre Küche und bot mir einen Espresso an. Dann fragte sie mich aus, die üblichen Fragen, über die Mongolei usw. 


Ich erzählte einige kleine Geschichten aus meinem Leben.
Dann wurde die Tür aufgerissen, ihre Tochter trompetete: "Von meinem Kosmetikzeugs wird  das meiste mit Tierversuchen hergestellt! Das ist gemein!"
"Das ist es auch! Aber du kannst ja andere Firmen auswählen, die auf Tierversuche verzichten!"
"Das werde ich machen. Was nimmst du eigentlich?", fragte sie mich und musterte mich: "Oder nimmst du gar keine Kosmetik?" 


Ich lachte: "Genau. Ich brauche das nicht! Ein bisschen Nivea und eine gute Seife! Das reicht mir." Und erzählte von meiner letzten Lesung in Schwabach ...


Weitere Infos: