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Donnerstag, 28. November 2013

Weihnachtslesung mit Roman Kollmer und Andrea Kunesch


In Nordbayern gibt es den Altmühlsee. Und es gibt eine Gemeinde Muhr am See. Da entstand vor zehn Jahren der Plan: Wir veranstalten  Festspiele  - die Altmühlsee-Festspiele.  Es gab auch einen Sponsor - den Lederwaren-Unternehmer Fritz Steinmann aus Nürnberg („4You“). Andere Sponsoren aus der Region schlossen sich an. Und es stand ein Intendant zur Verfügung: Christian Peter Hauser. 

Er schaffte das, was viele für unmöglich hielten. Diese Festspiele wurden ein Erfolg. Zehn Jahre lang. Noch am 23. Juni 2013 schrieb die regionale Presse - voll des Lobes - über zehn Jahre Festspiele am Altmühlsee. In Muhr am See: 

Quelle: nordbayern.de 10. Altmühlsee-Festspiele eröffnet: Muhr am See  - Die Skeptiker sind widerlegt: die Altmühlsee-Festspiele können heuer schon zum 10. Mal begangen werden. Sie gehören inzwischen zum festen Veranstaltungplan im Fränkischen Seenland und sie sind zu einem kulturellen Markenzeichen geworden. 

Ja, die Schirmherrschaft für dieses zehnjährige Jubiläum übernahm gar der bayerische Finanzminister Markus Söder! Dann kam etwas, womit keiner gerechnet hatte - am wenigsten der Intendant: Er wurde gefeuert - oder milder ausgedrückt: ihm wurde gekündigt: 

Quelle: Pressemitteilung Altmühlsee Festspiele in Muhr am See:  Nachdem Bürgermeister Roland Fitzner heute Morgen per Mail mitgeteilt hat, dass die Gemeinde Muhr am See und der Freundeskreis der Altmühlsee Festspiele die Zusammenarbeit mit Christian Peter Hauser, dem Gründer und bisherigen Intendant der Altmühlsee Festspiele, nicht fortsetzen wollen, möchte Hauser sich für die vergangenen 10 Jahre bei Publikum und Unterstützern bedanken. 

Das ist ja auch nicht die feine fränkische Art vom Bürgermeister - nicht einmal persönlich mit dem Intendanten zu sprechen, stattdessen eine Mail schicken! 

Was war der Grund? War es wirklich nur der Ausfall des Hauptsponsors? Auf der Seite "4YOU" finden wir auch heute noch: 

Quelle: 4YOU präsentiert Altmühlsee Festspiele

Und dann suchte die Gemeinde nach einem neuen Intendanten. Vor vier Wochen wurde er der Öffentlichkeit vorgestellt: Roman Kollmer. Ja, und jetzt ist dieser neue Intendant nicht mehr im Amt! 

Es gab eine Trennung - gibt Bürgermeister Roland Fitzner zu: "Unüberwindbare Hindernisse". 

Noch vor vier Wochen war von demselben Bürgermeister anderes zu hören: "Mit Roman Kollmer haben wir einen Intendanten gefunden, dessen Herz voll und ganz für diese Festspiele schlägt." 

Ja, was war passiert? Kollmer wollte den Festspielen mehr Profil verleihen. Als das Mitglieder der Gemeinde hörten, werden sie wohl kaum an Reifenprofile gedacht haben ... Aber dann hörten sie vom neuen Intendanten, dass er durch die Theaterliteratur verschiedener Länder spielen wolle! 

War das zuviel für den Bürgermeister? Ausländische Stücke? In einer fränkischen Gemeinde? Ein Schelm, wer Böses dabei denkt ... 




Die Trennung muss tiefer gewesen sein. Für morgen, den 29. November 2013 war eine Weihnachtslesung von Roman Kollmer und Andrea Kunesch vorgesehen. Sie sollte im AIZ, dem Altmühlinformationszentrum der Gemeinde Muhr am See, stattfinden. Das geht jetzt nicht mehr - wieso eigentlich nicht! Jetzt findet sie im Parkhotel statt: 

Weihnachtslesung
am 29. November 2013 um 20:15 Uhr
mit

und
im
Parkhotel
Zum Schießwasen 15
91710 Gunzenhausen
Fon 09831/5040


Hochgeladen am 01.11.2008 von malacunddisno

Dienstag, 11. Juni 2013

GLOSSE: Wer "Mollath" schreibt oder ausspricht, ist gefährlich!

Das Heimatschutzministerium in den USA machte es vor: Da wurde eine Liste von Wörtern gesammelt und seitdem werden alle Nachrichten durchforstet, ob eines dieser hochgefährlichen Worte vorkommt. Und falls ja, werden Absender und Empfänger dieser Nachricht abgestempelt - als gefährlich! Gar als Terrorist!

Auch in Bayern wird offensichtlich diese Technologie zur Fahndung nach topgefährlichen Staatsfeinden eingesetzt. Auch ich wurde offensichtlich ein Opfer einer solchen Schnüffelliste. Erinnern wir uns, da wollte ein Wald- und Wiesendekan meine Lesung verhindern. Nicht nur, weil er mir Sterndeuterei vorwarf, auf der laut Bibel die Todesstrafe stehe. Heute weiß ich:

Ich bin verdächtig, eine Terroristin zu sein. Ja, wirklich:

Quelle: Mein Buch - Terroristisch - sagt das Heimatschutzministerium: Raus kam das, weil es in den USA einen Freedom of Information Act gibt, demzufolge diese Schnüffelliste veröffentlicht werden musste. Das geschah auch. Und viele reiben sich die Augen und prüfen ihre Texte und fallen vom Hocker! So auch ich. Ich eine Terroristin?! Wer hätte das gedacht! Ich zu allerletzt.

Doch, es stimmt schon: In meinem Buch steht das Wort "Wolke" ("cloud"). Wer mein Buch kennt, weiß, dass "Wolke" der Name meines Schimmelponys war. Dieses Wort "Wolke" kommt mehrmals vor - bestimmt ein sehr schwerer Fall von Terrorismus!

Die bayerischen Justizbehörden - an ihrer Spitze die Justizministerin Dr. Beate Merk - haben diese Schnüffelliste aktualisiert: Wer "Mollath" und "Merk" schreibt, fällt sofort als Staatsfeind auf! Ohne Ansehen der Person. Das gilt sogar für CSU-Mitglieder - beispielsweise für Frau Prof. Dr. Ursula Gresser. Sie hatte getwittert: 

"Wann Mollath freikommt? Diese Frage könnte man Frau Merk am Mo. 10.06.13 um 19 Uhr im Landgasthof Hofolding stellen." Klar, da schlugen die blauweißen Schnüffelcomputer gleich zweimal zu: einmal wegen "mollath" und dann wegen "merk"! Und was passierte? Frau Professor bekam Besuch - von zwei Polizisten. Der stern berichtet:

Quelle: stern.de "Sagt man Mollath, ist man Staatsfeind":  "Die taten mir schon fast leid, wie sie so rumdrucksten", sagt Gresser. Denn die Beamten wollen nicht so recht mit der Sprache herausrücken, warum sie eigentlich geklingelt haben. Also stellt sie Fragen: Ob diese Veranstaltung nicht öffentlich sei? Doch, doch, natürlich. Ob sie besser nicht zu der Veranstaltung hingehen solle? Nun ja. "Ein diskretes Nicken", so Gresser. Ob sie den Tweet löschen solle? Die Reaktion der Polizisten muss Gresser von deren Gesichtern ablesen. "Ich glaube, die wussten gar nicht, was ich meine", sagt sie. Also entfernt Gresser den Eintrag, und die Polizisten ziehen zufrieden ab.

Und Frau Professorin ging trotzdem zu dieser Merkschen Veranstaltung. Es ging um "Facebook & Co. – sicher surfen in sozialen Netzwerken, mit Staatsministerin Dr. Beate Merk" und Frau Professor ging hin. Ihr EIndruck: "Am Eingang standen drei große Herren, die wirkten wie eine ganze Mannschaft Männer", sagt die nur 1,58 Meter große Gresser. "Eigentlich traurig, dass Politiker mit drei Sicherheitsmännern auf eine Veranstaltung mit 20 Leuten kommen", sagt die Medizinerin. Sie wurde beäugt, die Herren begannen zu tuscheln, dann ein weiterer Blick – dann wurde sie in den Saal gelassen.

Was lernen wir daraus? Frau Justizministerin scheint sehr dünnhäutig geworden zu sein - kein Wunder, gibt es doch einen Untersuchungsausschuss zur Causa Mollath. Und Gustl Mollath durfßte heute selbst aussagen - im Landtag in München. Ursprünglich wollten ihn irgendwelche Leutchen nicht nach München reisen lassen, er sollte in der Forensik bleiben. Aber der mediale Druck war einfach zu groß!

Bisher kam bei diesem Untersucungsausschuss Erschütterndes ans Licht: So die Aussage des Richters Otto Brixners, der zugeben musste, dass er die über hundert Seiten der Mollathschen Verteidigung gar nicht gelesen hat. Aber er hat ihn in die geschlossene Psychiatrie wegsperren lassen.

Quelle: Süddeutsche.de Diese Situation wünsche ich nicht mal meinem ärgsten Feind: Immer wieder bezieht sich Mollath auf die 106 Seiten umfassende Verteidigungsschrift, in der er seine einzelnen Schritte detailliert beschrieben habe. Dabei handelt es sich um eben jene 106 Seiten, die zu lesen dem Vorsitzenden Richter Otto Brixner zuviel waren. Vor dem Untersuchungsausschuss darauf angesprochen sagte Brixner vor Kurzem: "Ich lese doch keine 110 Seiten." Bei der  zweiten Nachfrage präzisierte er auf verwirrende Weise: "Dieses Konvolut ist mir nicht bekannt."

Ja, die bayerischen Richter sind unabhängig, sie und nur sie allein entscheiden, was sie lesen und was nicht! Das gilt auch für Schriftsätze der Verteidigung - vor allem wenn schon vor dem Prozess feststeht, dass die Angeklagten schuldig zu sprechen sind ...

In wenigen Tagen wird die Justizministerin selbst vor dem Untersuchungsausschuss aussagen müssen. Mal sehen, was sie von sich gibt.

Dieser Untersuchungsausschuss brachte bereits Unglaubliches ans Licht - sogar der Bayerische Rundfunk musste darüber berichten:

Quelle: BR Mollath sagt aus

Und was macht der Ministerpräsident Horst Seehofer? Von ihm ist nichts zu hören! Hat es ihm die Sprache verschlagen? Irgendwie verständlich - hammerharte Schläge gab es bislang: Die noch nicht ausgestandene Affäre wegen der Familienbetriebe in den Wahlkreisbüros, dann die Affäre um die Haderthauers.

Es gab einmal einen Geheimrat von Goethe, der fragte: "Kennst du das Land, wo die Zitronen blühn, ...". Was schriebe er heute? Ganz bestimmt: "Kennst du das Land wo die Affären blühn!"

Aber jetzt muss ich Schluss machen, ich habe ja zu oft aus der Schnüffelliste zitiert. Sonst geht es mir wie Reinhard May:


Hochgeladen am 07.07.2009 von wolfmon42

Mittwoch, 18. Juli 2012

Schleichtiere und Votivgaben - Blog von Kiat Gorina

Dass manche Kirchenleute ihre Probleme mit mir haben, ist mir inzwischen auch schon aufgefallen. Ich würde ja in Sünde leben und die Leute hätten Angst vor dem, was ich mache.


Interessant. Was denn nun die Sünde ist, und wovor die Leute Angst haben? Keine Ahnung, das haben mir diese Kirchenleute nicht verraten.


Dann habe ich doch noch eine Lesung im RPZ in Heilsbronn gemacht. Und der Direktor teilte dem Publikum mit, dass er wegen mir mit dem Seuchen ... ach, Verzeihung SEKTENBEAUFTRAGTEN in München telefoniert habe. 


??? Müsste ich das jetzt verstehen? Schamanen sind nichts anderes als Naturheilkundler mit zum Teil sehr guten medizinischen Grundkenntnissen. Und ich bin auch nichts anderes. Wie eine Sekte aus einer einzigen Person funktionieren soll, ist mir auch schleierhaft.


Kurz, die Lesung war ein Erfolg, und die Zuhörer blieben auch das, was sie vorher waren, nämlich gestandene Bayern.


Dann kam die Sache mit den Schleichtieren. Weil diese so naturgetreu aussehen, hatte ich mir nach und nach einige zugelegt. Wer wie ich als totales "Landei" plötzlich mitten in der Stadt im dritten Stock wohnen muss, der wird kreuzunglücklich. So legte ich mir noch mehr Pflanzen zu, um wenigstens etwas Grünes am Abend in der Nähe zu haben. Wald und Felder waren auch weit weg, und damit auch die Tiere. So kam ich zu den Schleichs. Und dann zog ich aufs Land - mit den Schleichs.


In meiner Naturheilpraxis rufen oft Tierbesitzer vom anderen Ende der Republik an. Weil ich aber nicht eben nach Rostock, Emden oder sonst wohin kommen kann, gibt das meist längere Telefongespräche. Oft kann ich den Tierbesitzern raten, was der Tierarzt noch untersuchen sollte, oder ich gebe andere nützliche Tips.


Sehr oft hat das Erfolg. Dann wollen die Leute mir Geld überweisen. Das geht aber nicht. Wenn ich ein Tier nicht selbst untersucht habe, kann und will ich auch kein Geld nehmen. Dann sage ich: "Wenn  Sie mir dieses oder jenes SChleichtier schicken, würde ich mich freuen."


Und einmal kam ganz unverhofft ein kleines unauffälliges Päckchen. Nanu? Eine Briefbombe wird es doch nicht sein? Drin war eine Karte: "Meinem Wallach geht es wieder richtig gut! Hoffentlich gefallen Ihnen die Tiere." 


Die gute Frau hatte alles an Füchsen, Luchsen usw. eingepackt. Und ich freute mich riesig.


Worüber ich mich weniger freute - wegen schlechter Erfahrungen eben - war ein Besucher, der mir am selben Abend "hereinschneite". Ich kannte ihn nicht, aber irgendwie sah er fatal nach Pfarrer aus!


Volltreffer, es war auch einer. Begeistert war ich überhaupt nicht, trotzdem bat ich ihn herein. In der Tür meines Arbeitszimmers blieb er wie angeleimt stehen. Ob er Angst hatte, dass er von meiner Bücherwand erschlagen wird?


Er zeigte auf mein Schleich-Sammelsurium: "Was ist denn das alles?"
"Och, diese Tiere schicken mir Kunden oder bringen sie mir zu Weihnachten mit ..."
"Aha! Votivgaben also!" Nach kurzer Zeit verabschiedete er sich. Und ich schaute in Wikipedia:


Votivgabe:  (von lat. votum: „Gelübde“) ist der künstliche oder natürliche Gegenstand, den der Votant gemäß einem Gelübde (ex voto) an heiliger Stätte als Zeichen des Dankes für die Rettung aus einer Notlage darbringt.


Nun bin ich vollends ratlos. Müsste ich das jetzt verstehen?
Hochgeladen von Schneefloeckchen1000 am 28.07.2010


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Freitag, 8. Juni 2012

Mein Buch - Terroristisch - sagt das Heimatschutzministerium - Blog von Kiat Gorina


Jetzt weiß ich es, wieso der damalige Dekan von Windsbach eine Lesung meines Buches verhindern wollte. Nicht wegen der Horoskope, nicht wegen der Sterndeuterei!
Nein, viel schlimmer! Mein Buch stellt eine terroristische Gefahr dar! Wieso denn das? Tja, da gibt es eine Schnüffelliste des amerikanischen Heimatschutzministeriums, sie enthält genau 377 Wörter. Und wer in seinen Texten nur eines dieser Wörter verwendet, gerät in den dringenden Verdacht, ein Terrorist zu sein!
Raus kam das, weil es in den USA einen Freedom of Information Act gibt, demzufolge diese Schnüffelliste veröffentlicht werden musste. Das geschah auch. Und viele reiben sich die Augen und prüfen ihre Texte und fallen vom Hocker! So auch ich. Ich eine Terroristin?! Wer hätte das gedacht! Ich zu allerletzt.
Doch, es stimmt schon: In meinem Buch steht das Wort "Wolke" ("cloud"). Wer mein Buch kennt, weiß, dass "Wolke" der Name meines Schimmelponys war. Dieses Wort "Wolke" kommt mehrmals vor - bestimmt ein sehr schwerer Fall von Terrorismus!
Jetzt wird der SNMC-Computer zuschlagen und diesen Blog als terroristisch melden. Wegen "Wolke"! Ach Wolke, der du schon längst deine Letzte Reise angetreten hast, du siehst aus deinem Pony-Paradies auf uns Menschen und schüttelst deinen weisen Kopf.
SNMC-Computer, was soll das sein? SNMC steht für Social Networking/Media Capability - also die Ausforschung der sozialen Netze. 
Und alle, die einen Wetterbericht verbreiten und Wolken am Himmel voraussagen, sind auch höchst verdächtige Terroristen. Ja, so gar Hobby-Flieger, die über den Wolken segeln. Und Sänger, die dann noch darüber ein Lied singen und es öffentlich verbreiten:
Hochgeladen von mrjazzycharon2 am 05.01.2009


Das Urteil des Heimatschutzministeriums ist eindeutig: Dies ist ein deutsches Kampflied der Kraut-Terroristen, in der sie die Freiheit verherrlichen! Und da dies von einem öffentlich-rechtlichen Sender wie dem ZDF verbreitet wurde, wird der Präsident persönlich zum Roten Telefon greifen und die Kanzlerin der Krauts zur Ordnung ermahnen müssen.
Ach ja, die Liste findet ihr bei heise:

  1. heise.de 377 Wörter, die Sie mit den US-Behörden in Kontakt bringen könnten
  2. heise.de Liste der Schlüsselwörter

Ja, und den Geschäftsleuten unter uns empfehle ich, die Emails mit einer Signatur abzuschließen mit den Worten "Wenn Sie uns antworten, dann bedenken Sie bitte, keines der folgenden Worte Department of Homeland Security (DHS) ... Social media zu verwenden!"
Auch auf die Gefahr hin, dass die SNMC-Computer heißlaufen.

Heike schickte mir einen passenden Link zu einem anderen passenden Lied von Reinhard May:
Hochgeladen von wolfmon42 am 07.07.2009


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Sonntag, 3. Juni 2012

Bluff und Blog - Blog von Kiat Gorina


Ein Mädchen aus meiner Lesung

Vor einigen Tagen radelte ein junges Mädchen vorbei, sie kam mir bekannt vor. Ach ja, ich hatte sie schon einmal einmal gesehen. Ja ich erinnere mich an meine letzte Lesung, da stand ein Mädchen, es schien mir, als wollte sie mich ansprechen - aber sie traute sich nicht.
Also sprach ich sie an und hatte recht gehabt. Sie war bei der Lesung und stellte jetzt ein paar Fragen - recht kluge Fragen! Als sich die Zuhörer verlaufen hatten, unterhielten wir uns noch weiter. Ihr schien es zu gefallen - und mir auch.
Dieses Mädchen radelte vorbei, ich rief ihr hinterher. Da kehrte sie um und fuhr auf den Hof. Sie stieg ab und steichelte Riffel, die in der Sonne lag und döste. Ich merkte, dieses Mädchen hatte etwas auf dem Herzen. Also wartete ich ab.

Kosmetik und Tierversuche

Dann fing sie an: "Ich habe in Ihrem Blog gelesen, dass Sie bei Kosmetik gegen Tierversuche sind?" "Du kannst ruhig du zu mir sagen, ich duze dich auch. Okay?" Sie nickte - erfreut.
Ich antwortete: "Stimmt! Es geht auch ohne Versuche und dann müssen keine Tiere leiden." Ich sah sie an: "Nimmst du viel Kosmetik?"
"Eigentlich nicht, aber meine Eltern wollen das." Ich war verblüfft.
"Wieso denn das? Normalerweise sind Eltern froh, wenn ihre Töchter erst spät mit dem Schminken anfangen."

Der Bluff: Ein Beauty-Blog wider Willen

Da stiegen ihr Tränen in die Augen, dann schluchzte sie haltlos. Ich nahm sie in die Arme und wir setzten uns beide auf die Bank. Ich ließ sie weinen. Vom Schluchzen unterbrochen erfuhr ich ihre Geschichte:
Ihr Vater war arbeitslos geworden und ihre Mutter machte ihrem Mann Vorwürfe, dass sie sich jetzt bei Kosmetik einschränken müsse. Es kam deshalb immer wieder zum Streit ...
Da hatte ihr Vater eine total verrückte Idee: Er fotografierte seine Tochter und bastelte einen Kosmetik-Blog - im Namen seiner Tochter. Das Mädchen wusste von nichts. Es kam nur drauf, weil ein anderes Mädchen in der Schule zu ihr sagte: "Du hast ja einen coolen Blog!"
Sie erschrak, sie wusste von nichts.  Zu Hause fragte sie ihre Eltern, was das mit dem Blog auf sich hat. Dann schaute sie zum ersten Mal in ihren Blog - und war entsetzt! Da hatte ihr Vater in ihrem Namen an Kosmetikfirmen geschrieben und um Probeartikel gebeten. Sie werde die dann in ihrem Blog positiv bewerten und so weiter. Das gestand ihr eigener Vater.

Die Werbegeschenke der Kosmetik-Industrie

Und die Mutter meinte: "Du weißt doch, dass wir wenig Geld haben, du glaubst gar nicht, wieviel Proben ich schon bekommen habe! Die Firmen schmeißen nur so mit dem Zeug um sich!"
Und der Vater fuhr fort: "Und die Meinung deiner Mutter setze ich um und schreibe das in einer etwas kindlichen Sprache - das kommt toll an!"
Das Mädchen war geschockt, da sagte ihre Mutter: "Da ist doch nichts dabei! Außerdem kannst du uns doch unterstützen, für dich fällt doch auch Kosmetik ab! Wenn wir Glück haben, kriegen wir auch schicke Klamotten geschenkt, das ist doch etwas. Oder?"
Das Mädchen sprang auf und schloss sich in ihr Zimmer ein. Sie wollte niemand hören und auch nicht sehen. Ihre Elten auf keinen Fall! Verständlich.
Tja, das war ja eine üble Geschichte! Ob das ein Einzelfall war? Ich denke nicht. Wenn ich da an overblog denke, da wimmelt es seit einiger Zeit nur von Lifestyle, Beauty etc. Meist von jungen Mädchen, oft minderjährig.

Ende gut - Alles gut!

Tja, was tun? Dieser Bluff mit dem Blog sollte so schnell wie möglich beendet werden! Aber wie?  Wen ansprechen? Ich entschied mich für die Mutter. Dann fragte ich das Mädchen, ob sie einverstanden ist, wenn ich gleich anrufe. Ich ließ mir die Nummer geben.
Ich stellte mich als Schriftstellerin vor, und erzählte, dass ihre Tochter in meiner Lesung war und wir uns dort kennenlernten.
"Ja, sie hat so gedrängt, da habe ich sie hingefahren. Mir hat Ihre Lesung auch gefallen. Meine Tochter hat sich Ihr Buch zum Geburtstag gewünscht."
Dann sprach ich die Mutter auf die Geschichte mit dem Blog an. Zunächst Schweigen, dann flüsterte sie leise: "Eigentlich bin ich froh, dass das aufgeflogen ist. Ich hatte ein schlechtes Gewissen ..." Dann fuhr sie fort: "Wir lassen den Blog einschlafen!"
"Das sagen Sie am besten ihrer Tochter, sie ist nämlich bei mir." Ich gab der Tochter den Telefonknochen und zog mich diskret außer Hörweite. Ich ging ins Haus und nahm vom Stapel der Freiexemplare ein Buch.
Als ich wieder rausging, redeten Mutter und Tochter immer noch - ohne sich anzuschreien - wie schön! Als die Tochter das Gespräch beendet hatte, fragte ich sie: "Was soll ich als Widmung reinschreiben? Ich möchte dir mein Buch schenken."
"Echt?" "Klar, was soll ich schreiben?" Dann überlegten wir gemeinsam die Widmung. Mit meiner KungFu-Schrift schrieb ich die Widmung. Sie nahm stolz das signierte Buch und verstaute es in ihrem Rucksack. Dann unterhielten wir uns und sie wollte noch die Tiere sehen. Erfreut fuhr sie wieder heim ...
Hochgeladen von KattiPueppchen am 17.12.2008
Botox-Tierversuche - Gequälte Schönheit
Hochgeladen von NeinZuTierversuchen am 19.05.2008
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Mittwoch, 23. Mai 2012

Pressemitteilung: Aus Fremdenhass Lipizzaner einer Schriftstellerin vergiftet


Nachruf auf Tiger
Ich hatt' einen Kameraden, einen Besseren findst du nicht ...,  dieses Lied ging mir durch den Kopf, als mein armer Tiger tot im Stroh lag.  

Tiger vergiftet - Kopf und Vorderbeine zusammengebunden
Warum musste er sterben? Was hatte er den Menschen getan, außer dass er mir, der im Landkreis Ansbach so verhassten Schriftstellerin gehörte? 
Tiger vergiftet
Nur 23 Jahre durfte er das Leben genießen. Obwohl Lipizzaner sehr langlebig sind. Wie hatte er sich über den Frühlig gefreut, hatte genüsslich die ersten frischen Grashalme verspeist. Mit seinem kleinen Kumpel Marian war er vergnügt über die Koppel getobt, hatte voller Übermut Bocksprünge gemacht. 
Sein silbrig glänzender Leib mit dem mächtigen Hals hatte in der Sonne geglänzt und seine riesigen blanken Augen strahlten.
Wie freudig hatte er mich immer mit einem sanften Brummeln begrüßt. Nie konnte er es erwarten, wenn ich sein Sattelzeug holte. Er war begeistert, wenn wir über Land ritten. Ich werde nie vergessen, wie er immer zu dem großen Kran an der Thermoselect-Baustelle strebte. Der hatte es ihm offenbar angetan, er sah jedes Mal wie gebannt zu, wenn etwas daran hing und in die Höhe gezogen wurde. Er freute sich wie ein Kind, wenn er im Haundorfer Weiher herumplantschen konnte. Oder diese gelbe Shampoo-Ente, die er in der Altmühl entdeckt hatte. Er drückte sie mit dem Maul unter Wasser und machte einen Hupfer, wenn sie wieder auftauchte. Immer wieder, bis sein "Spielzeug" schließlich in der Strömung davon trieb. 
Jetzt ist er tot. Vergiftet. Sein leerer Körper mit den gebrochenen Augen liegt noch vor dem Haus. Morgen früh wird er vom Abdecker abgeholt...
Wer konnte  diesem sanften Tier mit den strahlenden Kinderaugen so etwas antun? Was sind das für Menschen, die aus Fremdenhass unschuldige Tiere ermorden?
Ich hatte zuvor schon mehrere Drohanrufe bekommen, derart: "Wenn du alte Schlampe wieder Leuten aus deinem blöden Buch vorliest, kannst du was erleben. Denk dran, was mit deinem Esel passiert ist. Jetzt ist dein dämlicher Gaul dran!"  Solche Anrufe erhalte ich regelmäßig, wenn ich irgendwo eine Lesung habe. Meist mit dem giftspritzenden Zusatz: "Nur der Herr Pfarrer darf Bücher schreiben!"
Komisch, ob diese Leute noch nie in einem Buchladen waren? So viele Pfarrer gibt es gar nicht, um die Regale mit ihren Machwerken zu füllen. In einem Kommentar habe ich ja erfahren, dass der ehemalige Dekan Heißmann im Konfirmandenunterricht gegen mich gewettert habe. Ich würde in Sünde leben! 
Das Mittelalter läßt grüßen...
Und Menschen, die wehrlose Tiere grundlos umbringen, das sind gute, brave Christenmenschen?
Na, dann besser kein Christ, wenn Tierquälerei da womöglich zum guten Ton gehört?
Eines weiß ich mit Gewissheit: Wer meinen treuen Kameraden ermordet hat, den erwartet ein schlimmes Ende. Und ich denke an die Prophezeiung, die mir ein alter Schamane in der Steppe gemacht hat. "Von denen du dich im Zorn abwendest, von denen wird das Glück weichen". Ob es vielleicht doch kein Zufall ist, dass schon mehrere Leute, die mir schaden wollten oder es getan haben, entweder qualvoll an Krebs verreckt sind oder tödlich verunglückt sind?
Mein armer Tiger hat keine Schmerzen mehr.  Er ist jetzt auf den unendlichen Weidegründen mit den klaren Wasserläufen und vielen schönen Obstbäumen angekommen.
Singing Tiger


Hochgeladen von TheMCoSSy am 19.04.2010

Der gute Kamerad wurde 1809 von Ludwig Uhland in Tübingen gedichtet, Friedrich Silcher vertonte, ebenfalls in Tübingen, das Gedicht im Jahre 1825. 

Ich hatt einen Kameraden,
Einen bessern findst du nit.
Die Trommel schlug zum Streite,
Er ging an meiner Seite
Im gleichen Schritt und Tritt.

Eine Kugel kam geflogen:
Gilt sie mir oder gilt sie dir?
Ihn hat es weggerissen,
Er liegt mir vor den Füßen
Als wär's ein Stück von mir

Will mir die Hand noch reichen,
Derweil ich eben lad'.
"Kann dir die Hand nicht geben,
Bleib du im ew'gen Leben
Mein guter Kamerad!"








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Sonntag, 13. Mai 2012

Offener Brief an Dekan Heißmann - Blog von Kiat Gorina


Wer ist Dekan Heißmann? Tja, so heißt der Dekan in Windsbach, der meine Lesung im Religionspädagogischen Zentrum - auch RPZ genannt - verbieten wollte. Dabei war der Raum für diese Lesung Monate vorher gebucht worden. Mit Einverständnis des Direktors des RPZ!
Quelle: Veto gegen Lesung im RPZ
Und heute fand ein Abschiedsgottesdienst für den Dekan Heißmann statt. Ich wollte mich persönlich von ihm verabschieden und ihm einige Fragen stellen. Leider hat mir eben dieser Dekan Hausverbot für alle kirchlichen Räume im Dekanat Windsbach erteilt! Also schreibe ich diesen offenen Brief:
Sehr geehrter Herr Dekan Heißmann,
Sie erinnern sich gewiss daran, dass Sie einst eine geplante und mit dem Direktor des RPZ vereinbarte Lesung in den Räumen des RPZ verboten hatten. Ja, und ein Jahr später fragte mich der Direktor des RPZ, ob ich vor Bayerischen Schulräten im RPZ eine Lesung halten wolle. 
Ich war verdutzt: Ein Jahr zuvor hatten Sie ja eine Lesung verboten. Dann klärte sich der Sachverhalt: Sie als Windsbacher Dekan hatten und haben bis heute gar kein Hausrecht für das RPZ, da das RPZ von München verwaltet wird. Und damit nicht in den Zuständigkeitsbereich Ihres Dekenats fällt.
Aber zurück zu Ihrem Veto von damals. Die Buchhändlerin und ich suchten einen Ersatzraum, die Stadt Heilsbronn war sehr hilfsbereit und vermietete den Konventsaal. Und dies war zum Vorteil für mich. Grund: Ich hatte bei dieser Lesung über 90 zahlende Gäste - beim vorgesehenen Raum im RPZ hätte die Hälfte keinen Platz gefunden.
Also, Herr Dekan, Sie haben mir mit Ihrem Veto einen sehr großen Gefallen erwiesen. Denn ohne Ihr Veto hätte meine Lesung nicht im wesentlich größeren Konventsaal stattgefunden!
Ich weiß nicht, ob Sie diesen Vorteil für mich und meine Zuhörer im Auge hatten, als Sie Ihr Veto aussprachen! Sie waren hier in Windsbach Dekan und werden schon gewusst haben, was Sie getan haben.
Nur eines muss ich loswerden: In der mongolischen Steppe bei den Nomaden, bei denen ich aufgewachsen bin, wäre es keinem Sippenfürsten in den Sinn gekommen, jemandem wegen seines Glaubens oder seiner Religion ein Hausverbot auszusprechen.
Im Gegenteil: Wenn ein Fremder ins Lager ritt, dann wurde er von der Sippe als Gast aufgenommen - unabhängig davon, ob er Schamane, Nestorianer, Muslim oder Buddhist oder Animist war. In der Mongolei herrscht seit Dschinghis Chan Religionsfreiheit!
Aber nun sind Sie ja bald von der schweren Bürde des Dekanats befreit und stehen vor Ihrem Umzug nach Dorfen - östlich von München!
Ich wünsche Ihnen für Ihren Umzug ein gutes Gelingen und viel Gesundheit für Ihren Lebensabend! Und denken Sie doch gelegentlich daran: Außer den protestantischen Religionen gibt es viele andere Religionen. Vielleicht erinnern Sie sich an das Goldene Zeitalter im maurischen Spanien, als Juden, Christen und Muslime friedlich zusammenlebten. Das war eine Blütezeit für die Wissenschaften. Denken wir nur an den berühmten Rabbi Maimonides!
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Ihrer Familie alles Gute!
Mit freundlichen Grüßen
Kiat Gorina
Schriftstellerin
Hochgeladen von KiatGorina1 am 14.06.2011


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Mittwoch, 9. Mai 2012

DIe Einsamkeit der sozialen Netze - Blog von Kiat Gorina


Gestern las ich wieder einmal in Schwabach - im Café am Wehr. Wieder war das Café gefüllt. Ich erhielt viel Applaus. Und ich wurde gefragt, ob ich nächstes Jahr wieder lese. Natürlich! Bei so einem phantastischen Publikum! Nach der Lesung gab es sehr interessante Gespräche. 
Dann fuhren wir wieder nach Hause. Wir hatten Hunger, also bogen wir zu McDonald ab. Wir hatten ja auch der Polizeistation in Heilsbronn Bescheid gesagt, sie versprachen, bei ihren Streifen auch an meinem Hof vorbeizufahren. Grund: Kaum stand die Ankündigung meiner Lesung im Internet, schon gab es - natürlich anonyme Anrufe! Und die Androhung von schweren Straftaten wie Brandstiftung etc.
Aber - wir vertrauten der Polizei und ihren Streifen. Und ließen es uns bei McDonals schmecken. Mir fiel auf, dass es viele allein sitzende Menschen gab, die alle auf ein Handy oder etwas Größeres starrten. Ich bin ja gar nicht neugierig und warf beim Vorbeigehen einen Blick auf die Displays. 
Die meisten waren mit einem sozialen Netz zugange - ganz allein. Ich finde diese Entwicklung schade. Wenn ich mich an die mongolische Steppe erinnere. Wenn da ein Reisender zu einer Sippe stieß, dann wurde er eingeladen zum Essen und danach saßen die Männer beisammen und unterhielten sich.
Und heute? Da sitzen Menschen einsam in einem Raum - jeder hat Kontakt mit einem Partner in einem sozialen Netz. Aber diese Menschen unterhalten sich nicht mehr miteinander.
Da mögen diese Menschen noch so lange Freundeslisten haben - aber genau besehen sind sie sehr einsam. Ein Eintrag in einer solchen Freundesliste ist doch erst dann wertvoll, wenn hinter dem Namen ein realer Freund steht. 
Und dann stellt sich die Frage: Wieso "unterhalte" ich mich mit meinen wirklichen Freunden über ein soziales Netz? Das ist doch so etwas von unpersönlich! Wieso treffe ich mich nicht direkt mit meinen Freunden? Wieso führen wir keine persönlichen Gespräche mehr?
Ja, und irgendwann kommt die ketzerische frage: Wozu brauchen wir überhaupt diese sozialen Netze? Ketzerisch ist eine solche Frage deshalb, weil die Werbeindustrie hinter solchen sozialen Netzen steckt!
Trotzdem scheint der Zenit dieser sozialen Netze überschritten zu sein: Das prognositizierte Wachstum von Facebook wurde nicht erreicht, der Konkurrent Google+ kommt nich so richtig in Fahrt. Und immer mehr Menschen sind erbost über die Art und Weise, wie manche sozialen Netze mit ihren Nutzern umspringen.
Gefahren sozialer Netzwerke einfach erklärt (by explainity)
Hochgeladen von explainity am 07.07.2011

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Mittwoch, 2. Mai 2012

Mein Buch: Lesung am 08.05.2012 - Blog von Kiat Gorina


In der Reihe
Schwabach liest ...
lese ich aus meinem Buch
"Die Schamanin, die keine sein wollte"
und wie es weiter geht ...
Wann?
am Dienstag, den 8. Mai 2012 um 17 Uhr
Wo?
Im Café am Wehr, Limbacher Straße 12g, 91126 Schwabach
Eintritt: frei


Hochgeladen von KiatGorina1 am 14.06.2011

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Samstag, 28. April 2012

Wieder eine Beerdigung - Hausverbot für Friedhof - Hugh, der Dekan hat gesprochen


Heute beim Einkaufen wurde ich angesprochen - von einer Dorfbewohnerin. Sie sagte mir, dass eine Frau gestorben und wann die Beerdigung sei. Ich bedankte mich für die Information und sagte, dass der Dekan ein Hausverbot ausgesprochen hatte.
Für alle kirchlichen Einrichtungen. Also könne ich der Verstorbenen nicht die letzte Ehre erweisen! Die Frau war fassungslos! "Das in unserer Zeit!" wiederholte sie. Immer wieder! Ja, in unserer Zeit!
Quelle: Beerdigung - Wegen Hausverbot des Dekans Teilnahme verboten
Ja, und dann erzählte ich die Geschichte: Von der Lesung, die der Dekan verboten hatte - obwohl sich ein Jahr später herausstellte, das der Raum gar nicht in seinen Dekanatsbereich fiel!
Wieso sollte ich das verschweigen? Ich habe das Hausverbot nicht ausgesprochen! 
Jedenfalls ist das Verhaltens dieses Dekans ein Zeichen für Intoleranz - bezeichnenderweise von einem leitenden Mitglied der protestantischen Kirche! Was wohl der GOTT dieser Christen von solch einem Dekan halten mag?
Die bayerischen Biermösl-Blasn haben sich auch darüber Gedanken gemacht und sind zu folgendem Ergebnis gekommen:
Hochgeladen von racistslayer am 02.06.2011

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Samstag, 21. April 2012

Beerdigung - Wegen Hausverbot des Dekans Teilnahme verboten - Blog von Kiat Gorina


Heute war ich noch einkaufen, da sprach mich eine Bekannte an: "Du bist aber spät dran - bei euch im Dorf ist doch heute Beerdigung! Oder gehst du da nicht hin?" Ich erwiderte: "Ich wollte hingehen, aber der Dekan hat mir ein Betretungsverbot für alle kirchlichen Einrichtungen ausgesprochen - und der Friedhof gehört dazu!"
"Das gibt es doch nicht! Wie kann der das machen?" Sie winkte ihrer Freundin und erzählte ihr das brühwarm: "Stell dir vor ...!" Auch die Freundin schüttelte den Kopf und wollte wissen warum.
Ich erzählte ihr die Geschichte vom Veto des Dekans, als ich eine Lesung halten wollte. "So geht das aber nicht!" meinten dann beide Frauen im Chor.
Und eine fügte hinzu: "Der Dekan geht ja bald in Ruhestand, er zieht nach Dorfen, das ist bei München, da gilt doch dann sein Hausverbot nicht mehr!" Ich schüttelte den Kopf: "Nein, so einfach ist es nicht: Dieser Dekan hat ja das Hausverbot nicht als Privatperson ausgesprochen, sondern als Dekan. Und wenn dieses Hausverbot nicht mehr gültig sein soll, dann muss der jeweils zuständige Dekan dieses Hausverbot zurücknehmen. Am besten schriftlich, damit ich etwas in der Hand habe."
"Der Kirche traust du wohl nicht mehr?" fragte eine der Frauen belustigt. Ich: "Stimmt! Damals hat die Buchhändlerin mit dem Direktor des Religionspädagogischen Zentrums den Termin und die Miete des Raumes für die Lesung vereinbart. Und dann funkt dieser Dekan dazwischen. Und ein Jahr später stellt sich raus, dass er dazu gar nicht berechtigt war. Grund: Für das Religionspädagogische Zentrum ist München und nicht Windsbach zuständig. Und da soll ich noch einem Vertreter dieser Kirche über den Weg trauen?"
Hochgeladen von Pennerbubu am 06.01.2009
Hochgeladen von notyobs am 06.05.2007

Dienstag, 10. April 2012

Mein Buch: Veto gegen Lesung am 15.01.2010 im RPZ - Blog von Kiat Gorina


Windsbach, 11. Dezember 2010. Der Windsbacher Dekan Horst Heißmann hat Veto eingelegt gegen meine Buchlesung im RPZ Heilsbronn. Grund: Meine tägliche Vorausschau!
Heute rief mich eine Bekannte an, sie hatte mit der Buchhändlerin gesprochen und erfahren, dass die Lesung nicht im RPZ (Religionspädagogisches Zentrum) stattfinden darf. Grund: der Windsbacher Dekan erlaubt es nicht.
Na so was! Dabei wurde dieser Termin bereits Ende September/Anfang Oktober mit dem Direktor Klaus Buhl vereinbart und festgelegt. Und als wir vor einigen Tagen mit der Werbung begannen, taucht plötzlich das Veto vom Windsbacher Dekan Host Heißmann auf.
Da ich nicht so bibelfest bin wie mein Bär, bat ich ihn, mit dem Dekan zu reden. Mein Bär rief ihn an. Zunächst wich der Dekan konkreten Fragen aus und flüchtete sich in Allgemeinheiten. Aber mein Bär blieb hartnäckig und wollte wissen, weshalb ich die Räume des RPZ nicht betreten darf. Nach einigem Hin und Her meinte der Dekan, wegen meiner täglichen Vorausschauen in meinem Blog!
Das beweise meine schamanische Lebensweise, meinte der Dekan. "Und was ist so schändlich daran?" wollte mein Bär wissen. "Die Astrologie!" meinte der Dekan.
"Sie waren doch gewiss schon im Heiligen Land?" sagte mein Bär zu ihm. "Und dann wissen sie sicher, wie sich heute noch die Israelis begrüßen, auch im Ivrit?" Keine Antwort. "Mit mazel tov!" half ihm mein Bär. "Und Sie sprechen gewiss auch hebräisch, dann wissen sie, was das heißt?" Wieder keine Antwort. "Glückliche Sterne!" sagte mein Bär und fuhr fort: "Also, das bezieht sich eindeutig auf astrologische Bräuche auch im alten Israel. Die Bibel warnt vor der Sterndeuterei, weil sie offenbar sehr oft angewandt wurde, sonst hätte man sie ja nicht verbieten müssen. Ja, die Sterndeuterei fand sogar ihren Niederschlag in einem gebräuchlichen Grußwort!"
Und mein Bär war in Fahrt geraten und fuhr fort: "Auch im Neuen Testament kommt die Astrologie vor. Schlagen Sie mal die Vulgata auf, da finden sie ECCE MAGGI EX ORIENTE VENERUNT (Siehe, da kamen Magier aus dem Osten), sie kamen wegen einer besonderen astronomischen Konstellation, und da Magier zur damaligen Zeit auch Astrologen waren, machten sie sich auf den Weg nach Jerusalem, um den neuen König zu suchen.
"Also, wenn sie die Astrologie verteufeln, dann müssen sie die sog. Heiligen Drei Könige auch rausnehmen, denn im Neuen Testament steht nirgends die Zahl Drei und es steht auch nicht, dass sie Könige waren. Das tauchte erst viel später auf."
Keine Antwort vom Dekan. Stattdessen eine Drohung: "Sie werden schon sehen, was sie davon haben" und dazu ein "Bibelzitat": "Wer Wind sät, wird Sturm ernten." Und damit war das Gespräch beendet ...
Damit hat der Dekan mit einem Bibelspruch des Propheten Hosea, Kapitel 8, Vers 7 geantwortet: "Denn sie säen Wind und werden Sturm ernten. Ihre Saat soll nicht aufgehen; was dennoch aufwächst, bringt kein Mehl; und wenn es etwas bringen würde, sollen Fremde es verschlingen."
Das ist ein Fluch! Also, so eine Gesprächsführung von einem christlichen Dekan?! Ich bin geneigt, das als Schwarze Magie zu interpretieren.
Gerne hätten wir ihn noch zu anderen Bibelstellen befragt wie z. B. Leviticus 20, 13: "Wenn ein Mann sich mit einem anderen Mann wie mit einer Frau vergeht, haben beide Schändliches begangen. Sie sollen mit dem Tode bestraft werden; es lastet Blutschuld auf ihnen."
"Dürfen dann Politiker wie Wowereit, Westerwelle oder von Beust et al. Ihr RPZ auch nicht betreten? Oder legen Sie sich die Bibel aus, wie es Ihnen gerade passt?"
Wer diesen schier unglaublichen Vorfall nicht glaubt, der kann ja direkt beim Windsbacher Dekan nachfragen.


 (C) Copyright 2004-2009 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.

Nachtrag: Später stellte sich heraus, dass der Dekan gar kein Hausverbot aussprechen durfte. Grund: Die Räume des RPZ werden von München aus verwaltet! Die Lesung fand trotzdem statt: Gegenüber vom RPZ, im Konventsaal, der der Stadt Heilsbronn gehört. Und die Stadt kam uns hinsichtlich der Kosten entgegen. Und im nachhinein war es gut, dass wir in den Konventsaal gingen: Es kamen über 90 zahlende Zuhörerinnen und Zuhörer. Im RPZ-Raum hätten die Stühle nicht ausgereicht. So hatte das Veto dieses Dekan letzendlich etwas Gutes 
Hochgeladen von KiatGorina1 am 14.06.2011

Weitere Artikel zu Veto und Dekan

Samstag, 3. Dezember 2011

Todesstrafe wegen Hexerei - auch heute noch! - Blog von Kiat Gorina

Da wurde in Saudi-Arabien im Jahr 2007 ein sudanesischer Gastarbeiter wegen Hexerei angeklagt und zum Tode verurteilt. Jetzt im Jahr 2011 wurde dieses Todesurteil vollstreckt! Und gleich regen sich Europäer auf über die grausamen Sitten in Arabien.

Dabei vergessen sie, dass auch in der Bibel der Christen Sterndeuterei und Zauberei mit dem Tode bestraft wird. Doch, so steht es auch heute noch im Alten Testament. Und Homosexualität - vor allem wenn ein Mann mit einem anderen Mann es treibt - darauf steht auch die Todesstrafe.

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Mittwoch, 25. Mai 2011

Ein Lob von Helly - Blog von Kiat Gorina

Da schrieb mir Helly, dass sie meinen Blog ganz toll findet. Das hatte ich nicht erwartet. Also habe ich in ihren Blog geschaut und war erstaunt. Sie schreibt anders als die andern, sie unterscheiet sich sehr von der Masse, das finde ich sehr gut! Liebe Helly, bleibe so wie bist! Und dann fragte sie mich, ob es wirklich stimme, dass ich ein Buch geschrieben habe. Ich verwies dann auf die Leseprobe, die sich jeder von meinem Blog herunterladen kann. Sie antwortete, sie werde sich das Buch kaufen. Das freut mich natürlich.

Mittwoch, 18. Mai 2011

Thilo S. hat ein Buch geschrieben ...

Wenn ich mir so ansehe, wie der Autor eines Buches - auch Schriftsteller genannt - mit den Worten kämpft, wenn ihm nach einer Lesung Fragen gestellt werden, dann kommen mir Zweifel. Ist es wirklich so schwer für einen Akademiker mit Doktortitel, frei zu reden? Und wenn ich mir seine abstrusen Ideen anhöre resp. lese, über welchen Intelligenzgrad muss ein Mensch verfügen, um solche Äußerungen zu akzeptieren? Ich frage mich allen Ernstes: Wer hat dieses Buch geschrieben? Oder Teile des Buches? War es wirklich nur das Lektorat bei DVA, das Thilo S. unterstützend zur Seite stand?

Dienstag, 12. April 2011

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Am letzten Dienstag las ich wieder im Café am Wehr in Schwabach in der Reihe "Schwabach liest ..." - das Café war wieder voll! Nach der Lesung kamen wieder viele ZuhörerInnen mit Fragen. Eine ältere Dame fragte mich, wie alt ich denn sei. Sie könne gar nicht glauben, dass ein so junger Mensch wie ich so viel erlebt habe. Sie meinte: "Sie schauen aus wie 18!"

Sonntag, 13. Februar 2011

Mein Buch - Lesung in Nürnberg - Blog von Kiat Gorina

Am Freitag, den 25. Februar 2011,
liest Kiat Gorina aus ihremBuch "Die Schamanin, die keine sein wollte"

WO?
Naturhistorisches Museum un Nürnberg, Norishalle, Marientorgraben 8, 90402 Nürnberg

WANN?
19:30 Uhr in der Norishalle

Mittwoch, 19. Januar 2011

Heute kein Video - Blog von Kiat Gorina

Heute konnte ich kein Video aufnehmen - wegen einer Lesung in einer geschlossenen Veranstaltung. Dafür konnte ich die Story mit den aufreitenden Jungbullen erzählen-