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Sonntag, 23. März 2014

Ansbacher Behörden - zum Kopfschütteln!

Ein Juwelierladen in Fürth wurde von zwei Männern überfallen. Der Überfall  wurde von einer Überwachungskamera aufgenommen. Darauf ist zu sehen, wie die beiden Verkäuferinnen bedroht werden, wie die Täter Uhren mitnehmen. Was macht der Juwelier? Er veröffentlichte das Video mit den Tätern  in Facebook. 

Natürlich wurde sofort die Polizei verständigt, die Täter konnten nicht gefasst werden - bis heute. Ein Angestellter verfolgte die Täter - bis zum Stadtpark - dann verliefen sich die Spuren. Die Polizei setzte sogar einen Hubschrauber ein - ohne Erfolg. Bitter für den Juwelier. Seit dem Überfall hält sich ein Wachmann im Geschäft auf. 

Und der Juwelier bekommt einen Behördenbrief - aus Ansbach. Da befindet sich das Bayerische Landesamt für Datenschutzsicherheit. Dieses Landesamt hat nichts anderes zu tun, als den Juwelier zu rügen. Grund: Er dürfe das Tätervideo nicht veröffentlichen! 

Ja, wieso nicht? Weil auch Täter ein Recht auf informelle Selbstbestimmung hätten! Wiklich! Ja, wenn der Juwelier die Täter vor der Veröffentlichung gefragt hätte, ob sie mit der Veröffentlichung einverstanden seien, ja, dann hätte er das Video veröffentlichen dürfen! 

Da frage ich mich, in welchem Staat leben wir denn? Was hier abläuft, ist Absurdistan hoch drei! Da gewinne ich doch den Eindruck: Wollen die Behörden gar nicht, dass die Täter gefasst werden? Was läuft hier eigentlich ab? 

Nur die Polizei dürfe Tätervideos veröffentlichen! Vorher muss ein Richter dazu befragt werden ... 

Mir will das nicht in den Kopf! Da begehen Verbrecher eine schwere Straftat - Raubüberfall ist eine schwere Straftat - und das Video darf nicht veröffentlicht werden - weil die Zustimmung der Täter fehlt! 

Der arme Juwelier musste wirklich sein Video in Facebook wieder löschen! 


Veröffentlicht am 17.03.2014 von VVFrankenfernsehen·

Da frage ich mich, welche Gesetze haben wir in diesem Staat? Da tummeln sich in den Parlamenten und Ministerien fast nur Juristen - und was kommt heraus? Nichts als Lachnummern! Und dafür sollen wir weiterhin Steuern bezahlen? 

Übernommen von OverBlog

Dienstag, 11. Dezember 2012

SIMSEN - damit soll Schluss sein? - Blog von Kiat Gorina


Es ist schon einige Jährchen her, da erfuhr ich, dass es so etwas wie SIMSEN gibt. Das passierte in einer Reithalle in Widerlingsbach. Das Dorf heißt in Wirklichkeit etwas anders, aber da mich in Widerlingsbach mal Nazis überfallen und krankenhausreif zusammengeschlagen haben, heißt dieses Kaff bei mir seitdem Widerlingsbach!

Aber zurück zu SIMSEN: Ich sah da zwei Reitmädchen nebeneinander sitzen und kichern. Dann stellte sich heraus, die beiden hatten neue Handys von ihren Eltern geschenkt bekommen. Und sie schickten sich Texte auf den Handys zu! Und kicherten laut, wenn ihre "Geistesblitze" auf dem Handy der Freundin eintrafen.

Mir war diese Tipperei mit den kleinen Tasten eines Handys immer zu blöd. Immerhin mussten ja die 26 Buchstaben auf einer Zehnertastur irgendwie "gequetscht" werden - also funktionierte das nur mit einer mehrfachen Belegung der Zifferntasten.

Erst als ich eine Möglichkeit fand, kurze Texte auch mit einem Computerprogramm zu schicken und zu empfangen, war ich etwas versöhnt.

Angeblich soll vor zwanzig Jahren die erste Nachricht gesimst worden sein. Mit den wenig geistreichen Worten "merry christmas". Und jetzt gibt es immer mehr Auguren, die das Ende der SIMSEREI herbeireden.

Einen sehr kurzweiligen Artikel über das zwanzigjährige Jubiläum der SIMSEREI fand ich  bei SPIEGEL ONLINE - ein Artikel von Katja Iken. Solche Artikel liebe ich, flott und informativ zugleich:

Quelle: SPIEGEL ONLINE einestages 20 Jahre Kurznachricht

Und noch etwas gefällt mir an diesem Artikel: Da können wir durch sechzehn Kurzbeiträge blättern und dabei erfahren, was Menschen so bei im nachhinein bedeutenden Augenblicken von sich geben.

Und jetzt nach zwanzig Jahren soll das SIMSEN aussterben. Dabei haben SMS auch bei Beziehungen eine große Rolle gespielt: beispielsweise bei der Liaison zwischen dem damaligen Landwirtschaftsminister Horst Seehofer und seiner Freundin Annette Fröhlich. Sie hatte ein Kind von Seehofer. Und Seehofer machte mit ihr Schluss - per Telefon. Und er versuchte später Kontakt mit seiner Ex und seiner Tochter zu halten: 

Demnach versucht Seehofer, über SMS Kontakt zu halten. "Es interessiert ihn schon, wie es seiner Tochter und mir geht", sagte Fröhlich der Illustrierten "Bunte". "Es gibt sicherlich verschiedene Auffassungen, was 'kümmern' bedeutet. Er schickt SMS." 

Quelle: stern.de Die Trennung war wie ein Fallbeil

Übrigens, das grammtikalische Geschlecht einer SMS ist im deutschsprachigen Raum nicht eindeutig geklärt: für die Deutschen ist der Fall eindeutig. eine SMS ist weiblich. Für die Schweizer ist das SMS ein Neutrum. Und die Östereicher können sich nicht entscheiden, mal weiblich, mal geschlechtslos.

Einen humorvollen podcast über das angebliche Ende der SMS-Ära gibt es vom Deutschlandradio.

Und heute gibt es ja Alternativen zum Simsen - das Twittern. Eine Piratin aus dem NRW-Landtag soll ja damit schon sehr berühmt geworden sein - sagt das ZDF. Oder ist das wieder Bashing?


Veröffentlicht von ThomKutlatschkowa2  am 07.09.2012

besucherzhler

Sonntag, 8. April 2012

Die Hyänen der Etablierten wollen die Piraten zerfleischen - Blog von Kiat Gorina


Kaum veröffentlichen die Jungen Piraten einen Offenen Brief an die Piratenpartei, schon sehen die Etablierten eine Gelegenheit, über die Piraten öffentlich herzufallen und die Piraten zu zerfleischen.
Gewiss, die Piratenpartei hat wegen ihres rasanten Aufstieges ein Problem: viele Interessierte stoßen zu ihnen, die früher mit anderen Parteien sympathisierten oder gar Mitglied waren.
Vor allem von der FDP sind viele Mitglieder und Sympathisanten enttäuscht. Natürlich in erster Linie über den Niedergang der FDP - wer da junges Mitglied ist, hat kaum eine Chance auf einen politischen Posten.
In der Vergangenheit galt die FDP als günstige Startposition für Schnellstarter. Diese Ära dürfte zu Ende sein. Also versuchen karrieregeile Menschen ihr Heil bei anderen Parteien - auch bei den Piraten.
Bisher wirkte der "Selbstreinigungseffekt" innerhalb der Piratenpartei. Jetzt allerdings ist der Andrang derart groß, dass sich Menschen melden, die etwas "schillernd" sind.
Und was für die meisten Menschen in dieser Republik neu und deshalb überraschend ist, ist die Art und Weise, wie solche "Differenzen" öffentlich und transparent ausgetragen und darüber diskutiert wird.
Die Piraten sind ja auch ein Spiegelbild dieser Gesellschaft. Und wenn die Jungen Piraten anprangern, dass "eine Frau als „zu hübsch“ galt, um ernstgenommen zu wer­den" - dann ist dies nicht nur ein Problem der Piratenpartei, sondern dieser immer noch patriarchalisch geprägten Republik.
Genau diese Tatsache ist einer der Gründe, dass sich im derzeitigen Politikbetrieb Frauen oft nicht wohl fühlen: sie werden einfach nicht ernst genommen. Wie war es denn am Anfang mit Frau Marina Weisband?
Da interessierten sich die allermeisten Reporter für ihr Aussehen, ihr Studium etc. Aber dass Marina Weisband die Piratenpartei repräsentiert, das einzusehen und zu akzeptieren, das dauerte.
Somit haben nicht nur die Piraten dieses Problem, sondern die allermeisten Parteien und Organisationen. Diesen Offenen Brief der Jungen Piraten sollten auch die Funktionäre anderer Parteien lesen, bevor sie Jounalisten auf die Piraten hetzen. Wieder einmal stellt sich heraus, dass das Sprichwort "Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!" immer noch gilt.
Und solche Stammtischparolen wie "sollte mal richtig hart durchgefickt werden, viel­leicht entspannt sie sich dann ja mal" finden wir überall in dieser von Männern dominierten Gesellschaft. Das soll keine Entschuldigung für eine solche Entgleisung sein, zeigt jedoch, dass noch gar mancher Mann - auch bei den Piraten - an sich arbeiten muss, was sein Frauenbild angeht. 
Ich persönlich kenne solche Macho-Sprüche schon seit langem, seit ich in Deutschland ankam: mein deutscher Halbbruder hatte ja auch solche Sprüche drauf wie "Frauen müssen unten liegen und das Maul halten!" Ich zeigte ihm seinerzeit den Vogel und als er mich verprügeln wollte, zeigte ihm meine Hündin - eine Mischung von Wolf und Schäferhund, 50 kg schwer - ihre Zähne ;-)
Ich empfehle jetzt nicht, dass jede Frau einen sie verteidigenden Hund braucht - aber gewisse Abwehrtechniken können schon nützlich sein. So kenne ich eine junge Frau, die sich beklagte, dass es in ihrer Clique junge Männer gibt, die sich von hinten anschleichen und die Frau umklammern. Ich riet ihr zu einem Selbstverteidigungskurs. Was sie auch machte.
Als dann ihre Clique wieder einmal zusammensaß und einer der jungen Tölpel sie von hinten umklammern wollte, beugte sie sich reflexartig nach vorn und warf diesen Jungen auf den Tisch. "Das ist gemein!" riefen empörte Jünglinge - aber seitdem hat diese Frau ihre Ruhe.
Was ich damit sagen will, ist: Wir Frauen müssen uns in dieser Männerwelt wehren - nicht nur empören und anklagen! Gewiss, es gibt viele einsichtige und lernbereite Männer, aber es gibt auch Exemplare, die auf ihren autoritären Mannritualen beharren.
Und was Ableismus angeht, diese Erfahrung musste ich mein ganzes Leben lang machen: Die allermeisten Mongolen sahen mich als Dschinn an, weil ich nicht wie sie ausschaute. Und hier im Westen halten mich viele für doof, weil ich eben nicht wie eine Langnase ausschaue. Aber ich habe gelernt, auch dies zu meinem Vorteil zu nutzen: "Es ist schon von Vorteil, wenn einen die anderen anfangs unterschätzen!"  meinte mein Anwalt ...
Bis ich das erkannte und einsah, musste ich auch "Lehrgeld" bezahlen: So schlugen mich einst Ultrarechte und Mitglieder des Reitvereins in Widerlingsbach zusammen. Anlass: Ein Reitmädchen hatte in meiner Abwesenheit in meinem Rucksach gewühlt und meinen Behindertenausweis gefunden, den ich wegen meines Diabetes habe. Und diese "Herrschaften" wollten keine Behinderten in ihrem Verein haben. "Bei Hitler ist so etwas wie du vergast worden!" brüllten sie im Chor. 
Kurz darauf wurde einer der Oberbrüller als Notfall ins Krankenhaus eingeliefert - Krebs! Zwischenzeitlich ist er verstorben.

Freitag, 27. Januar 2012

Marcel Reich-Ranickis Rede und der Nationalsozialismus - Blog von Kiat Gorina

Marcel Reich-Ranicki hielt eine Rede, am Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine erdrückende Rede, eine beklemmende Rede. Aber sie musste gehalten werden.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie sich Nazi-Opfer fühlen. Im Jahr 2000 wurde ich von Nazis brutal zusammengeschlagen - in Wiedersbach, das ich seitdem Widerlingsbach nenne. Damals hatte ich Tiger und Miriam eingestellt. Und war mit den beiden ausgeritten - Miriam als Handeselin dabei. Da musste ein neugieriges Reitmädchen in meinem Rucksack gekramt haben und es wurde fündig:

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