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Freitag, 21. Juni 2013

Merk und Mollath: Die politische Spitze sagt aus!

Vor einer Woche sollte die bayerische Justizministerin Dr. Beate Merk im Mollath-Untersuchungsausschuss aussagen. Es ging hin und her - am Freitag, den 14.06.2013 war es endlich soweit: Frau Ministerin sagte vor dem Untersuchungsausschuss aus. Und was sie da an Worthülsen und Dampfblasen von sich gab, ist wirklich erstaunlich:

Quelle: Süddeutsche.de Merk fühlt sich nicht zuständig: "Ich bin keine Sachbearbeiterin": Im Fall Mollath hat sich Beate Merk den Fragen des Untersuchungsausschusses gestellt - und ihr Vorgehen verteidigt. 

Gell, damit das allen klar ist, Frau Ministerin ist keine Sachberarbeiterin, das wollte Frau Ministerin gleich klarstellen! Und Frau Ministerin sagt auch, was sie in Wirklichkeit ist:

"Ich bin keine Sachbearbeiterin. Das sage ich jetzt ironiefrei. Ich bin die politische Spitze dieses Hauses."

Das ist doch ein Selbstverständnis, das sich gewaschen hat. Und Frau Ministerin versucht, alle ihre Spitzenbeamten reinzuwaschen - sie, die politische Spitze. Und außerdem sei der Mollath selbst schuld, weil er keinen neuen Gutachter nennen konnte. Aber, aber Frau Ministerin! Da sitzt der arme Mollath - abgesperrt vor der Öffentlichkeit, in der Psychiatrie und da soll er einen neuen Gutachter benennen?! Wie soll das gehen?

Erst unbequeme Menschen in die Psychiatrie sperren und dann ihnen vorwerfen, sie hätten keinen neuen Gutachter genannt.

Und was sagte Frau Ministerin dazu, dass die zuständigen Richter seit März immer noch über die beiden Wiederaufnahmeanträge brüten - einen von der Staatsanwaltschaft und einen anderen von Mollaths Verteidiger: Die Staatsanwaltschaft Regensburg hatte den Antrag im März eingereicht, einen solchen hat auch Mollaths Anwalt Gerhard Strate gestellt. Seither hat das Gericht aber keine Entscheidung über eine Wiederaufnahme gefällt - wegen der Komplexität des Falles.

Was für eine Entschuldigung? Der Fall ist so komplex! Dabei geht es doch nur darum, dass über die Wiederaufnahme entschieden wird! Was ist da noch groß zu entscheiden? Wenn sogar die Staatsanwaltschaft für eine Wiederaufnahme ist?

Die bayerische Justiz gerät immer mehr in die Zwickmühle: Längst ist Mollath über bayerische Grenzen hinaus bekannt. Sogar britische Zeitungen berichten über den Fall Gustl Mollath, wie er im Untersuchungsausschuss "aus der Hölle" berichtet:

Quelle: The Telegraph German committed over money-laundering claims tells of "hell": A German man committed to a high-security psychiatric hospital after being accused of fabricating claims of money-laundering at a major bank - which were subsequently proven true — told investigators: “I wouldn’t wish this on my worst enemy.”

Aber das alles ficht Frau Ministerin nicht an - als "politische Spitze des Hauses"! Da frage ich mich nur, wie schlimm sind dann erst die anderen Insassen dieses Hauses? Erinnern wir uns, was diese politische Spitze vor sechs Monaten im ZDF von sich gegeben hat:


Veröffentlicht am 28.11.2012 von mipram

Ob Frau Ministerin wirklich glaubt, was sie da behauptet? Allein, wenn sie sagt, es spiele keine Rolle, ob Mollaths Vorwürfe stimmen oder nicht! Er sei psychisch krank! Und damit Basta! 

Und warum dieses schaurige Schmierentheater? Nur weil die Hypovereinsbank prominenten Leuten behilflich war, Schwarzgeld in der Schweiz zu bunkern. Nur weil sonst bekannt würde, um welche Prominente es sich handelt? Na und! Wieso werden Prominente in Nürnberg geschützt, auch wenn sie Schwarzgeld dem deutschen Finanzamt verschwiegen haben?

Darauf weiß diese "politische Spitze" keine Antwort!

Ist eine solche "politische Spitze" noch wählbar? Die Antwort auf diese Frage ist wohl klar!

Übernommen von Over-Blog

Samstag, 19. Januar 2013

Düsseldorf: Knickt Universität vor Schavan ein? - Blog von Kiat Gorina


Ist die Universität Düsseldorf bereits eingeknickt? Vor der derzeitigen Bildungsministerin Annette Schavan? Es scheint so. Erinnern wir uns: Oktober 2012 warf ihr Professor Stefan Rohrbacher eine leitende Täuschungsabsicht vor. Das heißt doch, Schavan hat absichtlich abgeschrieben.

Quelle: Süddeutsche.de Kleine Ehrenrettung für Schavan

Ich fasse es wieder einmal nicht! Da wird eine Dissertation geprüft und geprüft und von den Prüfenden traut sich keiner die offensichtliche Wahrheit zu verkünden: Werfen wir doch einen Blick in SPIEGEL ONLINE, da ist ein beispielhafter Vergleich zwischen Textstellen Schavans und fremden Quellen veröffentlicht:

Originalquelle (Jacobi 1971, S. 50):

Der Schatten wächst parallel mit dem Ich, gleichsam als dessen "Spiegelbild", und setzt sich zusammen aus den teils verdrängten, teils wenig oder gar nicht gelebten psychischen Zügen des Menschen, die von Anfang an aus moralischen, sozialen, erzieherischen oder sonstigen Gründen weitgehend vom Mitleben ausgeschlossen wurden. [...] Außer einem "persönlichen Schatten" gibt es nach Jung auch einen "kollektiven Schatten", in dem das allgemein Böse enthalten ist [...]. Dann finden Inhalte ihren Ausdruck, die [...] den scharfen Gegensatz im Zeitgeist darstellen [...].

So, und jetzt vergleicht mal, was in Schavans Dissertation auf Seiten 102/103 steht:

Dieser Schatten wächst gleichsam als der Spiegel des Ich und setzt sich aus verdrängten, wenig oder gar nicht gelebten Zügen des Menschen zusammen, die aus moralischen, sozialen, erzieherischen oder sonstigen Gründen aus dem Leben ausgeschlossen wurden. Neben diesem "persönlichen Schatten" gibt es nach Jung auch einen "kollektiven Schatten", in dem das allgemein Böse, d. h. im scharfen Gegensatz im Zeitgeist stehende enthalten ist.

Wer diese beiden Textstellen miteinandr vergleicht, wird feststellen, dass Schavan nur ein paar Worte umgestellt oder gar weggelassen, aber keine einzige neue Idee von ihr beigesteuert hat! Und sie hat an dieser Stelle in ihrer Dissertation die Quelle nicht genannt!

Blättert mal im vorgenannten SPIEGEL-Artikel alle Stellen durch - es ist haarsträubend, was die heutige Bildungsministerin zusammengeschrieben hatte. Und eine solche "Doktorarbeit" wurde mit "magna cum laude" benotet!

In Wikipedia sind die sechs üblichen Benotungen von Dissertationen genannt: 
  1. summa cum laude, mit höchstem Lob, mit Auszeichnung, ausgezeichnet (eine hervorragende Leistung),
  2. magna cum laude, mit großem Lob, sehr gut (eine besonders anzuerkennende Leistung),
  3. cum laude, mit Lob, gut (eine den Durchschnitt übertreffende Leistung),
  4. satis bene‚ genügend, befriedigend (eine Leistung, die durchschnittlichen Anforderungen entspricht),
  5. rite, ausreichend (eine Leistung, die trotz ihrer Mängel noch den Anforderungen genügt),
  6. non probatum, non sufficit, non rite, insufficienter, ungenügend, nicht bestanden (eine an erheblichen Mängeln leidende, insgesamt unbrauchbare Leistung).
Und ich fasse es wieder nicht, diese Sammlung von Schavanschen Texten wurde mit "magna cium laude" benotet - also eine besonders anzuerkennende Leistung!

Wenn nun die Universität Düsseldorf einknickt oder bereits eingeknickt ist, bleibt es an dieser Benotung? Möglich ist in dieser Republik inzwischen alles.

Weitere Quellen:
  1. SPIEGEL ONLINE Plagiatsaffären von Schavan und Guttenberg: Die Ungleichen
  2. Schavan und immer noch kein Ende?
  3. Nachlese: Prof. Dr. Annette Schavan - Plagiate ()
  4. Plagiatsverdacht? - Dissertation von Annette Schavan
  5. Schavan macht es spannend - tritt sie nun oder tritt sie nicht - zurück?
  6. GLOSSE: "Elite" schreibt ab - Google deckt auf



Veröffentlicht am 18.10.2012 von ARD


Veröffentlicht am 21.10.2012 von MisterSirComedian


Veröffentlicht am 09.11.2012 von Peak Doku

Dienstag, 20. November 2012

Plagiatsverdacht? - Dissertation von Annette Schavan - Blog von Kiat Gorina


Am  17.10.2012 schrieb Der Tagesspiegel u. a.: Der Uni-Gutachter erkennt ein typisches Muster: Schavan suggeriere, sie habe sich eigenständig mit den Originaltexten von Philosophen und Psychologen beschäftigt. Dabei nutze sie tatsächlich aber Darstellungen aus der Sekundärliteratur, ohne das jedoch ausreichend zu kennzeichnen. Und weiter:

So behandele Schavan an einer Stelle Positionen des Biologen Wilhelm H. van der Marck und des Theologen Josef Fuchs. Tatsächlich sei sie „dabei jedoch erkennbar abhängig von Auer, der aber nicht genannt wird“, zitiert der „Spiegel“ das Gutachten. Auf den Seiten 75 und 76 der Dissertation verwende sie Textbausteine von Ernst Stadter, aber „jeder Verweis auf Stadter unterbleibt; auch im Literaturverzeichnis wird er nicht aufgeführt“.

Quelle: DER TAGESSPIEGEL Welche Stellen beanstandet werden

Bereits am 14.10.2012 veröffentlichte die Frankfurter Allgemeine Schwere Plagiatsvorwürfe gegen Schavan: 

So schreibt sie zu Seite 63 der Dissertation, sie setze sich „in ihrem ersten Drittel vollständig aus wörtlich übernommenen oder (ohne erkennbaren sprachlichen oder inhaltlichen Gewinn) abgewandelten Fragmenten“ eines Textes von Niklas Luhmann zusammen, die jedoch nur vereinzelt als solche kenntlich gemacht würden.  An anderer Stelle heißt es, der Textausschnitt „erweist sich als Collage von Versatzstücken aus einer Arbeit von Helmut Fend. Als Zitat ausgewiesen sei jedoch nur ein Halbsatz. Die flüchtig angewandte Collage-Technik führe mehrfach zu sprachlichen, sprachlogischen und inhaltlichen Problemen.

Quelle: Frankfurter Allgemeine Schwere Plagiatsvorwürfe gegen Schavan

Aber seit diesen Artikel wurde versucht abzulenken - vom Plagiatsverdacht. Da wurde die Tatsache hochgespielt, dass ein vertrauliches Papier an die fünfzehn Mitglieder eines Promotionsausschusses in die Öffentlichkeit gelangte. Und was ist daran so schlimm? Weil da etwas von einer "leitenden Täuschungsabsicht" steht? Oder von einer "plagiierenden Vorgehensweise"?

Da halte ich mich an den - anonymen - Verfasser der Dokumentation zur Dissertation von Schavan: 

Quelle schavanplag Dokumentation mutmaßlicher Plagiate in der Dissertation von Prof. Dr. Annette Schavan

Da gibt es unter anderem zu lesen: "Als Muster lässt sich erkennen, dass die Verfasserin oft vorgibt, Primärquellen zu rezipieren, während sie tatsächlich mit leichten Abwandlungen aus der Sekundärliteratur abschreibt. In vielen Fällen werden dabei auch Fehler bei Zitaten oder Literaturangaben mit übernommen bzw. – seltener – korrekte Literaturangaben fehlerhaft übertragen."

Und es gibt diese Dokumentation auch als PDF-Datei: Ich greife da mal heraus:

Zunächst ist die Dissertation Schavans zitiert:

Ökonomisch gesehen ist das Es das Hauptreservoir der psychischen Energie. Dynamisch betrachtet steht es in Konflikt mit dem Ich und dem Über-Ich, die – genetisch
gesehen – Differenzierungen seiner sind.

(Dissertation: Seite: 078, Zeilen: 21-24)

Und dann eine Quelle: Laplanche / Pontalis 1972

Ökonomisch gesehen ist das Es für Freud das Hauptreservoir der psychischen Energie; dynamisch gesehen läßt es sich in Konflikt mit dem Ich und dem Überich ein, die, genetisch
gesehen, Differenzierungen von ihm sind.

(Fundstelle: Seite(n): 147, Zeilen: 18-21)

Der Verfasser schreibt in seinen Anmerkungen: Laplanche / Pontalis (1972) werden in der vorliegenden Arbeit an keiner Stelle erwähnt. Bei Freud selbst findet sich obiger Sachverhalt in dieser Form nicht.

Also fassen wir zusammen:

  1. Schavan entnimmt - fast wortwörtlich - Sätze von Laplanche/Pontalis aus dem Jahr 1972.
  2. Schavan erwähnt in ihrer Doktorarbeit Laplanche / Pontalis nicht.
  3. Laplanche / Ponzialis behaupten etwas, was bei Freud nicht vorkommt-
  4. Schavan übernimmt ungeprüft diese Behauptung ihrer nicht genannten Quelle!

Und das ist ja offensichtlich kein bedauerlicher Einzelfall! Was ist also das Besondere an Schavans Arbeit, dass ihr dafür der Doktortitel verliehen wurde?


Veröffentlicht am 21.10.2012 von MisterSirComedian

Ein anonym bleibender Zeitgenosse hat mit zugeflüstert: "Je länger der Titel einer Doktorarbeit ist, desto mehr ist da faul ...° Ich habe gleich zurückgeflüstert: "Aber bei Merkels Doktorarbeit stimmt das nicht ... trotz überlangem Titel"
besucherzhler

Mittwoch, 26. Mai 2010

Ohrfeigen vom Gutachter - Blog von Kiat Gorina

Erinnern wir uns, da hat doch einst die BayernLB die komische Kärntner Bank für fast vier Milliarden Euro gekauft. Dabei soll es nicht mit rechten Dingen zugegangen sein.

Also gibt es einen Untersuchungsausschuss, die CSU-Fraktion nominierte den Rechtsgutachter Reiner Schmidt, und eben dieser Gutachter verteilte Watschen an seine Auftraggeber. 80 Seiten umfasst sein Gutachten, das dem Wirtschaftsblatt vorliegt. Lest diesen Bericht, ich bin jetzt gespannt, wie sich die CSU-Größen herausreden werden. Und ob endlich auch die erste Garnitur der CSU dazu befragt wird.

Weitere Infos:



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