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Freitag, 23. Mai 2014

In Memoriam: 23. Mai 2012 - Mord an Lipizzaner Tiger - Aus Fremdenhass ...

Heute ist es genau zwei Jahre her, dass Lipizzaner Tiger umgebracht wurde. Diese Gegend ist ja bekannt für Fremdenhass. Aber dass dies auch für Huftiere gilt, lässt tief blicken. 

Was hatte mein silberweißer Kamerad mit den treuen  Kinderaugen den Menschen getan, dass er sich so quälen musste? Vielleicht war es seine grenzenlose Gutmütigkeit? 

So wie bei der Familie, die uns mit ihrer autistischen kleinen Tochter besucht hatte. Die Kleine war wild, temperamentvoll - und laut! Temperament hatte Tiger selbst genug. Manchmal hatte ich das Gefühl, auf einem Vulkan zu reiten. 


Das kleine Mädchen  schlüpfte in seine Box, tobte vergnügt schreiend um seine Beine, schaukelte an seinem Schweif hin und her - Tiger stand wie festgewachsen. 

Dann untersuchte die Kleine genau sein Gesicht. Tiger senkte den Kopf, damit sie ihn überall anfassen konnte. Seine Ohren - ihre Ohren. Seine Nüstern - ihr kleines Näschen. Seine Augen usw. 

Tiger pustete sie nur sanft an und fuhr mit seinen weichen Lippen über ihr Gesicht. So sanft, dass nicht einmal die Brille der Kleinen verrutschte. Dann klappte sie sein Maul auf und steckte ihr dünnes Ärmchen bis zum Ellenbogen hinein. Die Mutter starb fast den Heldentod, während ihre Kleine diese unbekannte “Höhle” genau erforschte. 

Und Tiger? Er stand mit weit aufgesperrtem Maul und ließ sich alles gutmütig gefallen. 

Freundlich zu Fremden, die dazu auch noch behindert sind! Das geht zu weit! So etwas gehört sich nicht! 

Oder war es Tigers ganzes Wesen, das eher an einen “Reithund” erinnerte? 

Wenn ich ihn rief, kam er  immer freudig angaloppiert. Oder wenn ich spät Abends nochmal nach den beiden Huftieren schaute: Es dauerte immer ,bis ich das Vorhängeschloss an der Tür aufgefummelt hatte - in dieser Gegend ist es ratsam, alles abzusperren, auch das Plumpsklo!


Tiger und Miriam, später Marian. freuten sich schon auf ihr Leckerli. Dabei lief Tiger immer ein langer Spuckefaden aus dem Mund, so wie bei einem Hund. 

Tiger war mein guter verlässlicher Kamerad, freudig, freundlich, gutmütig und interessiert. Musste er deshalb sterben? Weil manche Menschen dazu neigen, was ihnen fremd ist zu zerstören? 

Tiger hat bis jetzt noch keinen Nachfolger - die Prophezeiung tritt immer schneller ein. 

Wenn die Zeit gekommen ist, wird wieder ein kleines Tigerchen  da sein. 

Tiger, wir werden dich nicht vergessen!


Hochgeladen am 19.04.2010 von Milchgans

Übernommen von OverBlog

Mittwoch, 18. Dezember 2013

R. I. P. - Miriam und Tiger

Oh du fröhliche, oh du selige … und Jingle Bells schallt und bimmelt es jetzt aus allen Richtungen.

Friedliche und besinnliche Adventszeit. Aber nicht überall.

Am 18. Dezember 2007 wurde Miriam ermordet: 
















Am 23. Mai 2012 wurde Tiger umgebracht:






















































Mir bleiben nur die Erinnerungen.
Friedliche Weihnachtsstimmung? 
Da gibt es die Prophezeiung des alten Schamanen:
Von denen du dich im Zorn abwendest, von denen wird das Glück weichen …
Wie es aussieht, erfüllt sich diese Prophezeiung immer  schneller…

R.I.P. Tiger und Miriam
Wir werden euch nicht vergessen.


Übernommen von OverBlog

Dienstag, 18. Dezember 2012

Heute vor fünf Jahren - Mord an Miriam - Blog von Kiat Gorina


In einem Dorf bei Windsbach
da geht es tödlich zu.
Ziehst Du als Fremder dort hin
Du findest keine Ruh!
Miriam vergiftet!

Dein Esel wird vergiftet
dein Lipizzaner auch
Du fandest deine Katzen
mit einem Loch im Bauch.

So geht es allen Fremden
Sie sind dort in Gefahr
So mancher wirds noch wissen,
was einstmals hier geschah:
Tiger vergiftet

Ein Ehepaar zog hierher,
das fern aus Hamburg war
Ihr Haus, das brannte nieder,
die Leute starben auch
Das sollt auch mir passieren,
das ist im Dorf so Brauch!

(nach der Melodie "Am Brunnen vor dem Tore ...")
besucherzhler

Samstag, 15. Dezember 2012

Ein verqueres Vollmondfeuer - Blog von Kiat Gorina


Unsere Vollmondfeuer waren immer eine famose Sache. Es gibt kaum etwas Schöneres als beim aufgehenden Vollmond am Feuer zu sitzen.  Wir hatten oft Gäste bei diesen Feuern. Stadtpflanzen zumeist. Und natürlich Leute aus der esoterischen Ecke. Die sahen natürlich in jedem vorbei huschenden oder fliegenden Schatten irgendwelche "verlorene Seelen" oder andere Geister. 

Komisch, was ich da am nächtlichen Himmel erkannte, waren Fledermäuse, irgendwelche Nachtvögel oder sogar der Uhu vom Mönchswald. Die waren aber nicht verloren oder gar gespenstisch, die waren auf Beutefang. 

Heute rief mich eine alte Bekannte an, wir kamen auf die Vollmondfeuer und dann aus dem Lachen nicht mehr heraus. 

"Weißt du noch", kicherte Ria, "diese Rothaarige aus München, die bei euch übernachtet hat und dir dann unbedingt im Stall helfen wollte? Die wollte sich doch auch ein Pferd anschaffen und ..." 

Weiter kam Ria nicht. Ich musste so lachen, dass ich mich heftig verschluckte. 

Ach ja, das war ein Exemplar der besonderen Art. Sie hielt mir erst mal lange Vorträge darüber, dass Pferde auf gar keinen Fall zusammen auf die Weide dürften. Die Verletzungsgefahr sei viel zu groß! Und überhaupt, einem Lipizzaner die Gegenwart eines Esels zuzumuten! So ging es in einer Tour. 

Dann verschwand sie auf die Koppel. Uff, endlich Ruhe! Ich musste nämlich noch den Stall machen. Von wegen! 

“Aauuuaaaa!" jaulte es auf der Koppel. 

Was war da los? Hatten Tiger und Knopfi dieser Tante die Meinung gegeigt? Sie hatten.

Wimmernd beklagte sich Yvonne bei mir : "Der böse Esel hat mich in den Popo gebissen!" 

Ich hatte es plötzlich sehr eilig. Eine gestandene Mittdreißigerin, die zu ihrem ausladenden Hinterteil "Popo" sagt, muss erst mal verdaut werden. 

Es kam noch schlimmer. Der Bär bog um die Ecke: "Kiat, Erika hat angerufen, ihre Freundin kann sie nicht herbringen, weil sie plötzlich ins Krankenhaus musste. Ich habe ihr versprochen, dass du sie in einer halben Stunde in Heilsbronn am Bahnhof abholst ..." 

Das hatte mir gerade noch gefehlt! Die ersten Eso-Tanten rollten jeden Moment hier an, der Stall war noch nicht fertig, und zum Bahnhof war es auch kein "Katzensprung".

Im Eiltempo gemistet, eingestreut, Futter rein, alles in totaler Hektik. Umziehen musste ich mich ja auch noch. 

So, nur noch das Wasser auffüllen - dachte ich! 

Das war reine Selbstüberlistung. Yvonne wollte nämlich helfen. 

"Die brauchen noch Wasser", sagte ich arglos, "Tiger kriegt fünf Eimer und Knopfi einen, ich geh mich mal umziehen ..." 

Mit meiner Brieftasche in der Hand schoss ich aus dem Haus, ich war schon verdammt spät dran. Aus Gewohnheit sah ich noch eben in den Stall, schaute in Tigers Tränkbottich, stutzte, trat in die Box - und stand im Nassen! 

Tigers Bottich war knochentrocken, diese Trine hatte die fünf Eimer Wasser mitten auf das frische Stroh gekippt! Alles schwamm! 

(Fürchterliche Flüche, nicht aufgeschrieben, da wahrscheinlich jugendgefährdend). Und eine beleidigte Yvonne. Die Trine konnte froh sein, dass ich ihr nicht das ganze klatschnasse Stroh über den Kopf gekippt habe! 

So, jetzt aber los, diese Erika wartete sicher schon. Wer war das noch gleich? Ich konnte diese ganzen Esotanten noch nie gut auseinander halten. 

Doch, an eine konnte ich mich erinnern. Die war eher klein, aber breit wie gleich zwei Brauereipferde. Dagegen war meine Bekannte "Schrappi" die reinste Elfe. Hoffentlich war es nicht gerade die, weil sie beim letzten Besuch die gesamte Rückbank eines großen Kombis eingenommen hatte. Und mein kleiner Polo hat einen Laderaum, aber keinen Rücksitz. 

Na, das wird sie schon nicht sein. Soviel Pech an einem Tag kann es gar nicht geben! So tröstete ich mich selbst, warf die Brieftasche auf den Beifahrersitz und ratterte los zum Bahnhof. 

Aber - da! Das war zuviel! Wer mich da erwartete, war eben jenes Riesendromedar!

Da blieb nur eines: Auto in Fahrtrichtung stellen und den zweiten Gang einlegen. Warum das? 

Ganz einfach: keuchend schob ich Erika so weit ins Auto, dass ich die Tür gerade eben schließen konnte. Dann wollte ich auch einsteigen, das heißt, ich versuchte es. Aber beide Sitze waren mit Erika gefüllt! Sie thronte sogar auf dem armen Schalthebel. 

"Rutsch mal rüber, wie soll ich denn fahren!" fauchte ich sie an. 

"Das geht aber nicht, hier ist so wenig Platz, hättest du nicht mit einem größeren Auto kommen können?", keifte sie zurück. 

"Soll ich mir wegen dir vielleicht einen Tieflader mit Hebekran zulegen?" Ich war auf hundertachtzig, meine Stimme hätte einem Nebelhorn alle Ehre gemacht. Das Trumm rührte sich aber nicht. 

Da griff ich zur Selbsthilfe, nämlich meiner Hufzange, die unter dem Sitz lag. Die piekte ich ihr in die schwabbelige Figur, Erika rutschte plötzlich doch zur Seite. So, schnell rein und Tür zu. 

Seitdem weiß ich, was Platzangst ist! Halb erstickt in den schwabbeligen Speckmassen, versuchte ich, mein armes überladenes Autochen im zweiten Gang nach Haus zu manövrieren. 

Wir kamen so verdammt langsam vom Fleck, ich fühlte mich schon halb zu Tode gemangelt. Jetzt fehlte nur noch - ach, da war sie schon. Eine Polizeistreife. Den Polizisten war mein merkwürdig langsamer Fahrstil aufgefallen, und nun wollten sie meine Papiere sehen.

"Ihren Führerschein und die Fahrzeugpapiere bitte." 

Verdammt, das war Trick siebzehn mit Selbstüberlistung! Die Papiere waren in der Brieftasche, und die lag auf dem Beifahrersitz. 

"Ähm, das geht leider nicht ..." 

"Bestimmt haben Sie beides zu Hause vergessen!", der Polizist wurde schon leicht schnappig. Klar, in der Dunkelheit konnte er in meinem Auto wohl nicht viel erkennen. 

"Nein, meine Papiere liegen auf dem Beifahrersitz und ich ... ääh" 

Er leuchtete ins Auto und erblickte meine überquellende Fracht. 

"Ich glaube, wir haben da ein schwerwiegendes Problem", meinte er nur. Auf die weitere Kontrolle verzichtete er.

Hochgeladen von  haslurrrr am 30.11.2010
besucherzhler

Samstag, 27. Oktober 2012

Bayerischer Wald - Luchsin vergiftet - Was für Tierhasser - Blog von Kiat Gorina


Im Bayerischen Wald gibt es Luchse - nicht viel. Ein einziger Luchs braucht ein Revier von mindestens 100 Quadratkilometern. Ja, und da kommt eine Zeitung auf die Idee, über die Luchsin Tessa eine Serie zu veröffentlichen.

Das war offensichtlich zu viel für einen Tierhasser oder Tierhasserin! Also erlegt er einen Rehbock und schlitzt Hals und Schlegel auf, Da streut er schwarze Körnchen hinein - ein Insektengift.

Tessa hatte einen Sender implantiert. Vor ein paar Wochen sendete Tessa immer von derselben Stelle. So wurde Tessa gefunden - tot! Grausam verendet!

Wer macht so etwas? Das kann doch nur ein Verrückter machen! Jemand ohne jegliches Mitgefühl! Ein brutaler Tierquäler! Diesem Menschen wünsche ich, dass er auch qualvoll stirbt!

Ja, es gibt Tierhasser und Tierquäler - auch in einem Dorf in der  weiteren Umgebung: Bereits im Dezember 2007 wurde meine katalanische Rieseneselstute - sie zählte zu den schützenswerten Haustierrassen der EU - und im Mai 2012 mein nur 25 Jahre alter Lipizzaner-Wallach - Lipizzaner können weit über dreißig Jahre alt werden - aus Fremdhass auf mich vergiftet.

Quellen

  1. BLOG Luchs - dir bleibt der Jäger gestohlen
  2. BR aktuell Luchsin Tessa wurde vergiftet


Hochgeladen von Vogelfilmer69 am 03.10.2010

Sonntag, 3. Juni 2012

Maulesel Marian trauert um Tiger - Blog von Kiat Gorina


Lipizzaner Tiger vergiftet

Ganze zehn Tage ist es jetzt her, dass Lipizzaner Tiger vergiftet wurde. Und der kleine Marian versteht die Welt nicht mehr. Er hat den qualvollen Tod seines Kameraden mitansehen müssen, hat hoffnungsvoll immer wieder Tigers sterbliche Hülle angestoßen: "Komm, steh doch wieder auf, bitte!" 

Maulesel Knopfi ganz allein

Natürlich vergebens. Nun ist der kleine Knopfi ganz allein. Traurig steht er in seiner Box, das Frühstücksgras will ihm nicht mehr schmecken. An den ersten beiden Tagen hat er ganz leise nach Tiger gerufen. Pferde können wiehern, Esel können "Iiiiiaaaaah" brüllen. Maulesel können beides nicht. So blieb ihm nur ein leises fragendes "Üüüüü" ... Immer wieder. Vergebens. 
Tiger konnte nicht mehr antworten. Wenn ich den Kleinen nach draußen hole, muß er an Tigers Box vorbei. So ein trostloser Anblick: schon nach den wenigen Tagen scheinen seine Spuren vergangen. Zwar hängt seine Decke noch über dem Freßgitter und sein Tränkbottich lehnt an der Wand - aber, wer je die leere Box seines behuften Freundes gesehen hat, weiß, wie uns zumute ist. 
Schon hängen Spinnweben über der Futterkrippe, sein Leckstein ist eingestaubt und nur noch einzelne Strohhalme liegen am Boden. Das alles ist so endgültig, Staub deckt die Erinnerung langsam zu. Tigers  Bürste und das Halfter liegen noch im Stall, ich habe es noch nicht fertig gebracht, sie fortzuräumen. 
Marian zog es anfangs immer in Tigers Box, wo er die letzten Geruchsspuren seines toten Freundes aufnahm.
Maulesel Knopfi und Lipizzaner Tiger
Auf der Koppel steht er nur noch traurig herum, vorbei sind die wilden Jagden und Rangeleien. Da ist keiner mehr, mit dem er sich den Hals kraulen kann. Auch der Ball mit dem Griff reizt ihn nicht mehr. Sein Spielzeug liegt unbeachtet in der Ecke. Sicher, wir bürsten ihn, kraulen ihn und gehen mit dem Kleinen spazieren. 
Wenn Reiter vorbei kommen, schaut er aber nur kurz hoch. Die können ihm seinen Freund Tiger nicht ersetzen. Sein großer Tiger, mit dem er abends nach dem Fressen Seite an Seite gestanden hatte, der ihm den Rücken beknabberte oder ihn auch mal mit Stroh bestreute.
Wenn wir von Tiger sprechen, und er versteht den Namen, reckt er den Hals und schaut sich hoffnungsvoll um: "Tiger? Wo??"
Wer den kleine Marian jetzt auf der Koppel stehen sieht, den Blick in weite Fernen gerichtet, wird an manchen Tagen merken, dass ihm dicke Tränen über die Wangen laufen. Er weint um seinen verlorenen Freund ... 
Bleibt zu hoffen, dass es mir irgendwann gelingt, wieder einen passenden Kameraden für Marian zu finden.
Singing Tiger

besucherzähler

Mittwoch, 23. Mai 2012

Pressemitteilung: Aus Fremdenhass Lipizzaner einer Schriftstellerin vergiftet


Nachruf auf Tiger
Ich hatt' einen Kameraden, einen Besseren findst du nicht ...,  dieses Lied ging mir durch den Kopf, als mein armer Tiger tot im Stroh lag.  

Tiger vergiftet - Kopf und Vorderbeine zusammengebunden
Warum musste er sterben? Was hatte er den Menschen getan, außer dass er mir, der im Landkreis Ansbach so verhassten Schriftstellerin gehörte? 
Tiger vergiftet
Nur 23 Jahre durfte er das Leben genießen. Obwohl Lipizzaner sehr langlebig sind. Wie hatte er sich über den Frühlig gefreut, hatte genüsslich die ersten frischen Grashalme verspeist. Mit seinem kleinen Kumpel Marian war er vergnügt über die Koppel getobt, hatte voller Übermut Bocksprünge gemacht. 
Sein silbrig glänzender Leib mit dem mächtigen Hals hatte in der Sonne geglänzt und seine riesigen blanken Augen strahlten.
Wie freudig hatte er mich immer mit einem sanften Brummeln begrüßt. Nie konnte er es erwarten, wenn ich sein Sattelzeug holte. Er war begeistert, wenn wir über Land ritten. Ich werde nie vergessen, wie er immer zu dem großen Kran an der Thermoselect-Baustelle strebte. Der hatte es ihm offenbar angetan, er sah jedes Mal wie gebannt zu, wenn etwas daran hing und in die Höhe gezogen wurde. Er freute sich wie ein Kind, wenn er im Haundorfer Weiher herumplantschen konnte. Oder diese gelbe Shampoo-Ente, die er in der Altmühl entdeckt hatte. Er drückte sie mit dem Maul unter Wasser und machte einen Hupfer, wenn sie wieder auftauchte. Immer wieder, bis sein "Spielzeug" schließlich in der Strömung davon trieb. 
Jetzt ist er tot. Vergiftet. Sein leerer Körper mit den gebrochenen Augen liegt noch vor dem Haus. Morgen früh wird er vom Abdecker abgeholt...
Wer konnte  diesem sanften Tier mit den strahlenden Kinderaugen so etwas antun? Was sind das für Menschen, die aus Fremdenhass unschuldige Tiere ermorden?
Ich hatte zuvor schon mehrere Drohanrufe bekommen, derart: "Wenn du alte Schlampe wieder Leuten aus deinem blöden Buch vorliest, kannst du was erleben. Denk dran, was mit deinem Esel passiert ist. Jetzt ist dein dämlicher Gaul dran!"  Solche Anrufe erhalte ich regelmäßig, wenn ich irgendwo eine Lesung habe. Meist mit dem giftspritzenden Zusatz: "Nur der Herr Pfarrer darf Bücher schreiben!"
Komisch, ob diese Leute noch nie in einem Buchladen waren? So viele Pfarrer gibt es gar nicht, um die Regale mit ihren Machwerken zu füllen. In einem Kommentar habe ich ja erfahren, dass der ehemalige Dekan Heißmann im Konfirmandenunterricht gegen mich gewettert habe. Ich würde in Sünde leben! 
Das Mittelalter läßt grüßen...
Und Menschen, die wehrlose Tiere grundlos umbringen, das sind gute, brave Christenmenschen?
Na, dann besser kein Christ, wenn Tierquälerei da womöglich zum guten Ton gehört?
Eines weiß ich mit Gewissheit: Wer meinen treuen Kameraden ermordet hat, den erwartet ein schlimmes Ende. Und ich denke an die Prophezeiung, die mir ein alter Schamane in der Steppe gemacht hat. "Von denen du dich im Zorn abwendest, von denen wird das Glück weichen". Ob es vielleicht doch kein Zufall ist, dass schon mehrere Leute, die mir schaden wollten oder es getan haben, entweder qualvoll an Krebs verreckt sind oder tödlich verunglückt sind?
Mein armer Tiger hat keine Schmerzen mehr.  Er ist jetzt auf den unendlichen Weidegründen mit den klaren Wasserläufen und vielen schönen Obstbäumen angekommen.
Singing Tiger


Hochgeladen von TheMCoSSy am 19.04.2010

Der gute Kamerad wurde 1809 von Ludwig Uhland in Tübingen gedichtet, Friedrich Silcher vertonte, ebenfalls in Tübingen, das Gedicht im Jahre 1825. 

Ich hatt einen Kameraden,
Einen bessern findst du nit.
Die Trommel schlug zum Streite,
Er ging an meiner Seite
Im gleichen Schritt und Tritt.

Eine Kugel kam geflogen:
Gilt sie mir oder gilt sie dir?
Ihn hat es weggerissen,
Er liegt mir vor den Füßen
Als wär's ein Stück von mir

Will mir die Hand noch reichen,
Derweil ich eben lad'.
"Kann dir die Hand nicht geben,
Bleib du im ew'gen Leben
Mein guter Kamerad!"








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Mittwoch, 6. Juli 2011

Lady Godiva nackt zu Pferd - Blog von Kiat Gorina

Heute rief eine Lehrerin an, wir hatten uns aus den Augen verloren, wie es halt so geht. Nun hatte sie die Eingebung, mich im Telefonbuch zu suchen, und sie rief mich einfach an. Wie haben wir uns gefreut!

Natürlich tauschten wir alte Erinnerungen aus. Kennengelernt hatten wir uns auf einem Reiterhof, ich hatte dort meinen Lipizzaner eingestellt. Sie war mit einer Freundin zusammen da, sie hatten eine Woche Reiterferien gebucht. Mit geführten Ausritten. Aber wer sollte die Damen begleiten?

Mittwoch, 23. März 2011

Singing Tiger - Mein Lipizzaner singt! - Blog von Kiat Gorina

Heute beim Putzen hörte ich Musik im Stallradio - Tiger, der Lipizzaner und Marian, der Maulesel, mögen beide Musik. Da "sang" Lena und Marian gefiel das nicht und er fing mit einer Arie an. Und Tiger signalisierte mir: "Komm wir singen etwas anderes!"

Mittwoch, 5. Januar 2011

Plauderei mit Tiger (Video) - Blog von Kiat Gorina

Mein alter Lipizzaner Tiger genießt die Plauderei mit mir in der Sonne. Es ist lausig kalt, aber er hat ein dickes Fell. . Das "Gnom, hör auf!" galt meinem Maulesel, der die Kamera untersuchen wollte ...

Heute schien die Sonne auf der Koppel und Tiger wollte seine Krauleinheiten. Ginge es nach ihm, so könnte ich stundenlang an ihm herumknuddeln. Aber Marian, der Maulesel, drängt sich dann dazwischen. Und ich? Ich hänge dann dazwischen - wie der Käse in der Semmel - und muss aufpassen, dass der Kleine mich nicht in den Hintern kneift.

Mittwoch, 26. Mai 2010

Tiger und Pawlow - Blog von Kiat Gorina

Ist mein Lipizzaner ein Hund? Immerhin, er verhält sich in Sachen Palow wie ein Hund.

Pawlow, das ist doch die Sache mit der Konditionierung, dazu habe ich ein pfiffiges Video gefunden.


Heute hatte ich eine angehende Tierärztin zu Besuch. Sie war dabei, als ich mittags den Stall betrat. Tiger hat das gehört und rüsselte und produzierte einen ganz langen Spuckefaden.

"Das gibt es doch nicht! Das machen doch sonst nur Hunde?!" sagte sie erstaunt und fuhr fort: "Das habe ich noch nie gesehen!"

"Tiger ist ja auch so etwas wie ein Reithund!" Dann erzählte ich ihr die Geschichte, wie mich Tiger gegen einen zudringlichen Gemeindearbeiter verteidigt hat ...


(C) Copyright 2004-2010 by Kiat Gorina, Windsbach. Alle Rechte vorbehalten.

Dienstag, 25. Mai 2010

Tiger und Pawlow - Blog von Kiat Gorina

Ist mein Lipizzaner ein Hund? Immerhin, er verhält sich in Sachen Palow wie ein Hund.

Pawlow, das ist doch die Sache mit der Konditionierung, dazu habe ich ein pfiffiges Video gefunden.

Das Video findet ihr hier.

Heute hatte ich eine angehende Tierärztin zu Besuch. Sie war dabei, als ich mittags den Stall betrat. Tiger hat das gehört und rüsselte und produzierte einen ganz langen Spuckefaden.

"Das gibt es doch nicht! Das machen doch sonst nur Hunde?!" sagte sie erstaunt und fuhr fort: "Das habe ich noch nie gesehen!"

"Tiger ist ja auch so etwas wie ein Reithund!" Dann erzählte ich ihr die Geschichte, wie mich Tiger gegen einen zudringlichen Gemeindearbeiter verteidigt hat ...