Posts mit dem Label nachlese werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label nachlese werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 13. Dezember 2012

Nachlese: ABDA - Spionage - Gesundheitsministerium - Dissertation - Blog von Kiat Gorina


Da wird zur Zeit ein "Spionagefall" im Bundesgesundheitsministerium hochgekocht. Ja, der Gesundheitsminister Daniel Bahr soll "stinksauer" sein! Das berichtete der Mainstream. Einem Artikel der taz entnehme ich, dass bereits seit 2010 ein Verdacht bestand:

Quelle: taz.de Im Auftrag der Apotheken-Lobby:
Bereits vor rund zwei Jahren habe es einen ersten Verdacht gegeben, da Entwürfe und Vermerke sehr schnell bekanntgeworden seien – zum Teil noch bevor Minister Daniel Bahr und sein Vorgänger Philipp Rösler oder deren Staatssekretäre die Papiere gekannt hätten. Ein konkreter anonymer Hinweis sei dann in den vergangenen Monaten eingegangen, woraufhin der Mann observiert worden sei.

Was lernen wir daraus?

  1. Die Wege der Bürokratie im Gesundheitsministerium sind offensichtlich lang und langsam.
  2. Der oder die Täter hatten wahrscheinlich eine automatische Weiterleitung eingerichtet.

Und ich frage mich:

  1. Wieso gibt das Bundesgesundheitsministerium derart sensible Daten außer Haus? An einen externen IT-Dienstleister? Hat dieses Ministerium keine eigene IT-Abteilung mehr? Outsourcing mag zwar bequem und billig sein. Aber wie diese Affäre zeigt, Outsourcing hat auch seinen Preis: nämlich zusätzliche Sicherheitslücken!
  2. Wurde eine Bestandsaufnahme durchgeführt, welche Daten von dieser Spionageattacke betroffen waren und sind? Ist eine etwaige automatische Weiterleitung noch aktiv?
  3. Wieso wird der Name des externen IT-Dienstleisters nicht öffentlich genannt? Schließlich wird er doch mit Steuermitteln bezahlt! Also haben wir - die Steuerzahler - doch ein Recht darauf, wen wir da bezahlt haben!

Und wie schaut die öffentliche Reaktion des Gesundheitsministeriums aus? Werfen wir doch einen Blick in seine amtliche Webseite:

Am 12.12.2012 wurde unter "Datenermittlungen" in dürren Worten berichtet:

  1. Nachdem wir am 3. September einen konkreten Hinweis auf den Sachverhalt bekommen haben, haben wir umgehend Gespräche mit der Staatsanwaltschaft aufgenommen und in Abstimmung mit der Staatsanwalt am 11. September Strafanzeige gegen "Unbekannt im Hause", ergänzt um Strafantrag am 14. September, gestellt.  
  2. Die Staatsanwaltschaft hat unverzüglich die Ermittlungen aufgenommen, unterstützt durch das Landeskriminalamt Berlin.
  3. In diesem Zusammenhang haben dann am 20. November die Durchsuchungen im BMG und bei dem externen Beschäftigten des IT-Dienstleisters (und dem zweiten Verdächtigen) stattgefunden. Der Beschuldigte hat im BMG Hausverbot.
  4. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Berlin dauern an.

Und da frage ich wieder: Welcher der Beschuldigten hat Hausverbot? Der Mitarbeiter des externen IT-Dienstleisters, der mit der "Datenpflege" betraut war? Oder der Lobbyist, der die Daten zugestellt bekam? Nach der bislang bekannten Sachlage gibt es ja zwei Beschuldigte.

Darf der Lobbyist immer noch das Gesundheitsministerium betreten?

Und noch eine Frage habe ich: Bisher hieß es ja, der Lobbyist sei für die ABDA tätig. Dann müsste ja ein Vertrag zwischen Lobbyist und ABDA vorliegen! Und was sagen die Verantwortlichen der ABDA dazu?

Quelle: web.de Datenspionage im Ministerium?
"Es war nie und es wird nie Politik unseres Hauses sein, die Interessen der deutschen Apothekerschaft per Scheckbuch zu vertreten. Wir lehnen eine auf solche Weise erfolgte Informationsbeschaffung strikt ab und distanzieren uns davon ausdrücklich", heißt es in einer Stellungnahme der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände ABDA vom Mittwoch in Berlin. Am Vortag war bekanntgeworden, dass ein Lobbyist aus dem Umfeld der Apothekerschaft im Verdacht steht, jahrelang am Kauf von geheimen Informationen aus dem Bundesgesundheitsministerium beteiligt gewesen zu sein.

Und wenn sich herausstellen sollte, dass dennoch ein Lobbyist für die ABDA tätig war, dann ist dieser Satz keine Lüge. Grund: Der Lobbyist wird ja wohl kaum mit Schecks belohnt worden sein ...

Es stinkt also wieder einmal sehr in dieser Republik - auch im Gesundheits(un)wesen!

Quelle: Videovalis DATENKLAU IM MINISTERIUM


Veröffentlicht von ApothekeAdhoc am 16.11.2012

besucherzhler

Sonntag, 9. Dezember 2012

Nachlese zu "S21 - 150. Montagsdemo - Volker Lösch und seine fulminante Rede" - Blog von Kiat Gorina


Von Juliane erhielt ich einige Links zu S21 und den neuesten Entwicklungen. Es sind hochinteressante Artikel, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Das Damoklesschwert über das Monsterprojekt S21 pendelt immer tiefer - vor allem über den Köpfen der verantwortlichen Bahnmanager:

  1. taz.de Merkels Stuttgart-Fluch: "Das Ende von Stuttgart 21 könnte Angela Merkel die Kanzlerschaft kosten. Doch der Reihe nach: Stuttgart 21 am Ende? Was denn bitte sonst. Die grün geführte Landesregierung in Baden-Württemberg kann ein Jahr vor der Bundestagswahl nicht ihr größtes Wahlversprechen brechen und sich an den Mehrkosten beteiligen. Auch der Bund schließt bis dato aus, noch weitere Milliarden in den Südwesten zu pumpen. Bei der Bahn pfeifen sie die erwartete Kostenexplosion mittlerweile aus jedem Büro." 
  2. DER TAGESSPIEGEL Stuttgart 21 könnte noch teurer werden: "Berlin – Das Bahnprojekt Stuttgart 21 könnte noch weitaus teurer werden, als bislang vermutet. Das ergibt sich aus neuen Berechnungen der Münchener Beratungsfirma Vieregg-Rössler. Alle Posten bis 2020 zusammengenommen „liegen die Gesamtkosten bei acht bis zehn Milliarden Euro“, sagte der Verkehrsexperte Karlheinz Rössler dem Tagesspiegel. Der Bahn-Vorstand will dem Aufsichtsrat kommende Woche eine neue Kalkulation vorlegen, wonach der Umbau des bestehenden Kopfbahnhofes zu einem Tiefbahnhof bis zu 5,5 Milliarden kosten könnte." 
  3. BEI ABRISS AUFSTAND Medienberichte 7./8.12: Gerade diese Seite möchte ich zum Lesen empfehlen! Da finden sich auch Artikel, die im Mainstream kaum veröffentlicht werden!

Was diese Meldungen zu S21 und der Explosion der Kosten ins Unermessliche angeht, das dürfte der Kanzlerin nicht gefallen! Oder sonnt sie sich bereits schon als Kaiserin von Europa? Und Deutschland und S21 geht ihr sonst wo vorbei?!


Veröffentlicht von 3rdclasspropaganda am 06.12.2012

besucherzähler

Samstag, 24. November 2012

Nachlese: Prof. Dr. Annette Schavan - Plagiate - Blog von Kiat Gorina


Im Blog Schavanplag schreibt Goalgetter über die derzeitige Bundesministerin Prof. Dr. Annette Schavan, dass sie angeblich nicht nur in ihrer Dissertation plagiiert hat, sondern auch in ihrem Buch "Schule der Zukunft":

Quelle: Schavanplag Wiki

Ihr Buch mit dem Titel "Schule der Zukunft. Bildungsperspektiven für das 21. Jahrhundert" erschien 1998 im Herder Verlag in Freiburg. Brisanterweise soll Schavan in diesem Buch von ihrem einstigen Doktorvater - Prof. Gerhard Wehle - abgeschrieben haben - natürlich ohne ausreichende Kennzeichnung der Quelle.

1980 veröffentlichte Prof. Gerhard Wehle eine Forschungsarbeit "Erziehung als Humantechnologie":

Wehle, Gerhard: Erziehung als Humantechnologie? : Personalität als Grenze und Herausforderung erzieherischen Handelns / Gerhard Wehle, 1980.
In: Person und Verantwortung : zur Bedeutung und Begründung von Personalität / hrsg. von Annette Schavan und Bernhard Welte. Mit Beitr. von Alfons Auer ; Alois Hahn ; Hans-Joachim Klimkeit. - 1. Aufl. - Düsseldorf : Patmos-Verl., (1980). - (Patmos-Paperback). - ISBN 3-491-77381-4. - S. 128-144
05.08 SCHA 1980.01

Quelle: drze Deutsches Referenzzentrum für Ethik in den Geisteswissenschaften List of new acquisitions (Februar 2008)

Interessanterweise ist Annette Schavan eine der Herausgeberinnen. Und für ihr Buch, das viel später - 1998 - erscheint, zitiert sie aus Wehles Beitrag - ohne ihren Doktorvater Wehle als Quelle zu nennen. Und sie verfälscht bei Umformulieren der Quelle noch den Sinn:

Wehle schreibt "geisteswissenschaftliche Pädagogik der zwanziger Jahre" und bei Schavan steht "geisteswissenschaftliche Pädagogik seit den 20er Jahren". Die Quelle ist eindeutig erkennbar, jedoch der Sinn ist bei Schavan entstellt.

Dieses Beispiel zeigt hier die Vorgehensweise von Schavan deutlich auf: Sie entnimmt aus einer Quelle einen Text, stellt die Worte etwas um und schon fließen diese umgemodelten Sätze in ihr Buch resp. in ihre Dissertation. Und sie nennt ihre Quelle nicht!

Bei einem Buch wird eine solche Vorgehensweise als Plagiat bezeichnet. Und es ist Aufgabe des Verlages, die Konsequenzen zu ziehen. Meist ist ein solcher abschreibender Autor weg vom Fenster!

Die meisten Verlage lassen sich von ihren Autoren bestätigen, dass außer dem Autor keine anderen Personen Urheberanspüche stellen können.

Bei einer Doktorarbeit müssen die Doktoranden meist eine eidesstattliche Erklärung abgeben, dass sie ihre Arbeit allein und ohne fremde Hilfe erstellt haben. Und im Umkehrschluss müssen alle fremden Texte genau gekennzeichnet werden.

Über fehlende Fußnoten stolperte einst der frühere Verteidigungsminister zu Guttenberg. Er trat freiwillig zurück! 

Und was ist mit der derzeitigen Bildungsministerin? Wann tritt sie zurück?


Veröffentlicht am 21.10.2012 von MisterSirComedian

Folgendes Video wurde "zensiert"!

Veröffentlicht am 09.11.2012 von Peak Doku

Wie ich das finde? - Bescheuert!

Freitag, 23. November 2012

Nachlese: Angela Merkel und die Krise - Blog von Kiat Gorina


Da berichtet Katharina in ihrem Blog von einem Journalistenpaar, das vor laufender Kamera den Job kündigte. Grund: Sie wurden gezwungen, Nachrichten zu fälschen resp. schönzureden.

Quelle: Tanneneck Kündigung vor laufender Kamera

Solche mutige und ehrliche Journalisten sollte es mehr geben. In Deutschland im Mainstream finden wir leider nur noch sehr wenige. Was da abläuft, kam bei einem Artikel der ZEIT zum Vorschein. Hier mein Artikel vom 30. Januar 2009 - leider immer noch aktuell:


Angela Merkel und die Krise


In der ZEIT Nr. 6 vom 29.01.2009 las ich etwas Hochinteressantes:

"Am 8. Okt. 2008 war die Krise noch jung, man könnte fast sagen: unschuldig. An jenem Mittwochabend luden die Bundeskanzlerin und ihr Finanzminister die Chefs der wichtigsten Zeitungen ins Kanzleramt, um ihnen eine Botschaft zu übermitteln. Die lautete: Wir wissen zwar nicht genau, was in zwei oder drei Wochen ist, aber würden doch recht herzlich um ihr Vertrauen bitten und vor allem darum, dass sie keine schlechte Stimmung machen, denn dazu ist die Lage zu ernst." (Artikel "Jetzt mal ehrlich" von Marc Bros und Bernd Ulrich)

Das bestätigte nun endgültig meinen Verdacht, dass die Mainstream-Presse gesteuert und manipuliert wird. Die Kanzlerin hat Richtlinienkompetenz beim Regieren, und das ist gut so! Aber darf sie gleich die Presse beeinflussen?

In diesem Zusammenhang fällt mir ein, dass in der Vita von Frau Merkel auch etwas vorkommt, was ihr früher schon mal peinlich war:

Gehen wir zurück ins Jahr 1994; Angela Merkel hielt eine Laudatio auf Kohl, schließlich war sie ja sein "Mädchen" und damals Bundesministerin für Frauen und Jugend. Rolf Schneider war Gast und erlebte:

"Sie redete von ihrer Herkunft, von der inzwischen untergegangenen DDR und prügelte verbal ein auf die damalige Ministerin im Land Brandenburg Regine Hildebrandt, wegen deren angeblich zu großen Erbarmens mit der PDS. Sie erhielt dafür viel Beifall."

Anschließend schrieb Rolf Schneider in einem Artikel über die Veranstaltung, "es sei obszön, wenn die tadelsfrei durch die DDR gekommene Regine Hildebrand ausgerechnet von einer ehemaligen FDJ-Funktionärin attackiert würde."

Einige Tage später rief Angela Merkel bei ihm an und beschwerte sich: "Erregt erklärte sie mir, nie in ihrem Leben FDJ-Funktionärin gewesen zu sein. Ich entgegnete, ich nähme ihre Worte zur Kenntnis."

Und ich fand in den zahlreichen Viten zu Angela Merkel sogar, was sie bei der FDJ machte: Kaum 1961 in Templin eingeschult, wurde sie Mitglied bei den Jungen Pionieren und das als Pfarrerstochter in der DDR. Später trat sie der FDJ bei, weil sie "dazu gehören" wollte. Merkel war sogar Leitungsmitglied, bis 1984 FDJ-Sekretärin für Agitation und Propaganda! Sie organisierte das FDJ-Studienjahr und monatliche politische Schulungen für FDJ-Mitglieder. Und sie nutzte die Möglichkeit, in Moskau Russisch zu lernen.

Irgendwie scheint sie damals das Beeinflussen der Medien gelernt zu haben. Aber sie sollte doch wissen, dass geschönte Berichte in einer gesteuerten Presse nicht lange taugen, schließlich sagt der Volksmund: "Lügen haben kurze Beine".


Hochgeladen von Kanzlerwanderer am 27.11.2010
besucherzhler