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Montag, 21. Juli 2014

GLOSSE: PKW-Maut und der kleine Grenzverkehr


Erinnern wir uns, was versprach die Kanzlerin vor der Wahl? Mit ihr werde es keine PKW-Maut geben! Das war doch eine klare Aussage. Sollten wir meinen:




Veröffentlicht am 17.12.2013 von Øww my gåwwd, I give dislike! CØD is bettær.

Und wie so üblich, nach den Wahlen wurde alles anders. Die PKW-Maut soll es geben! Auch wenn die Gesetze zur Maut sich zu einem richtigen Bürokratiemonster auswachsen. Simone Peter von den Grünen schreibt: "Die Grenzen in Europa sind gefallen, jetzt will Herr Dobrindt an jeder grenznahen Kreisstraße Mauthäuschen aufstellen. Dieser kleinstaaterische Wegzoll schadet den Grenzregionen und zerschlägt unnötig europäisches Porzellan."

Wie recht sie hat! Da gibt es den kleinen Grenzverkehr zwischen der Schweiz und Deutschland. Viele Schweizer fahren zum Einkaufen über die Grenze. Wer die Preise in der Schweiz kennt, weiß warum. Viele deutsche Läden nahe der Schweizer Grenze leben davon. Aber auch Gasthäuser. 

Nicht nur Simone Peter fürchtet um den kleinen Grenzverkehr. Auch der bayerische Innenminister. Er schlug sogar vor, dass es Ausnahmen geben solle: In den grenznahen Landkreisen solle es keine Maut geben. Klingt irgendwie vernüftig. Aber König Horst I. funkte gleich dazwischen und ließ wissen, dass nicht jeder seinen Senf dazu geben soll! Auch nicht der Innenminister! 

Und noch jemand malte das Schreckgespenst eines Bürokratiemonsters an die Wand, der Bundesfinanzminister. Der Zoll müsse dann 50 Millionen neue Bescheide ausstellen. Wieso? Na, wegen der Maut! Und dabei hat der Zoll schon viel zu tun - allein die Kontrollen wegen des Mindestlohns! 

Ein SPD-Abgeordneter im EU-Parlament nennt die Maut-Pläne eine "Schnapsidee". Und Schnaps habe im Verkehr nichts zu suchen! 

Aber das alles ficht König Horst I. nicht an. DIe Maut kommt, auch beim kleinen Grenzverkehr! Es wird keine Ausnahmen geben. Und wenn die Wirtschaft in den grenznahen Gebieten dann dahinsiecht - das macht nichts aus. Hauptsache - die Maut kommt! Basta! 


Veröffentlicht am 22.11.2013 von DavidLovesNY

Wurde deshalb der damalige Verkehrsminister ausgewechselt und durch den damaligen CSU-General ersetzt? Aber die Maut ist geblieben! 


Übernommen von OverBlog


Mittwoch, 22. Januar 2014

GLOSSE: Aus dem Poesie-Album des Andreas Sch. ...

Lieber Andreas,

beherzige bitte meinen gut gemeinten Rat:

Und ist Dein Doktor noch so klein
fährt er Dir doch Pöstchen ein!
In Tschechien gibt's den Kucera, 
viele Dokortitel gibt es da!

Herzlichst Deine ...

Was es mit "Kucera" auf sich hat, es handelt sich um den "Doktorats-Vater" Rudolf Kucera: 

Quelle: Kommunisten-Online Das „kleine Doktorat“: Scheuers Doktorats-Vater Rudolf Kucera hatte in den 1980er Jahren in Prag eine Sektion der internationalen "Paneuropa-Union" gegründet. Die Paneuropa-Union, damals noch vom letzten Kronprinzen des österreichisch-ungarischen Kaiserreichs, Otto Habsburg, geführt, setzt sich für ein katholisch-konservativ geprägtes, nach Ethno-Kriterien ("Volksgruppen") strukturiertes vereinigtes Europa ein. 

Und für alle, die ihren Doktortitel - aus welchen Gründen auch immer - verloren haben: Ein Doktorhut lässt sich leicht selbst basteln: 


Veröffentlicht am 10.04.2012 von HilfreichTV

Übernommen von OverBlog

Donnerstag, 19. Dezember 2013

GLOSSE: Die Maut kommt - für Datenautobahnen

In der Bibel der Christen finden wir den Satz "Es gibt nichts Neues unter der Sonne" (Prediger 1,9). Und da ja bekanntlich die Bibel immer Recht hat, haben wahrscheinlich viele Bürger den Koalitionsvertrag gar nicht gelesen. Da steht bestimmt nichts Neues drin - nur die alten phrasenhaften Parolen! 

Und trotzdem irrt der biblische Prediger: Es gibt etwas Neues! 

Im Bundesverkehrsministerium. Das bekam einen neuen Chef - den Alexander Dobrindt! Aber da war doch der Ramsauer Peter bisher Minister. Er hat doch in Bayern das zweitbeste Ergebnis erzielt. Dem kann doch niemand seinen Ministerposten wegnehmen. Doch man kann - der Ministerpräsident kann alles! 

Auf nichts ist mehr Verlass - vor allem nicht auf die eigenen Parteifreunde. Die sägen einander gegenseitig an den Stuhlbeinen. Jetzt ist der Dobrindt Alexander neuer Verkehrsminister. Was bringt er denn für Voraussetzungen mit? Viele! Er kennt sich aus - zum Beispiel auch mit Minaretten im Garten: 


Hochgeladen am 07.11.2010 von marcelpauly

Der neue Bundesverkehrsminister verfügt offensichtlich über den totalen Weitblick! Da wäre er ja nur für reine Verkehrsprobleme schlicht unterfordert gewesen. Also wurde sein Ministerium erweitert - um Digitales! Sein Ministerium heißt jetzt "Verkehr und Digitales"! Damit kein Missverständnis aufkommt, das bedeutet nicht, dass die Uhrzeit im Ministerium nur noch digital angezeigt wird. 

Das geht ja nicht - denn in jedem Ministerium in bayerischer Hand ticken die Uhren anders - sie laufen rückwärts! 

Das Wort "Digitales" bezieht sich auf die Datenautobahnen.  Und um diese Datenautobahnen hat sich bisher noch nie ein Bundesministerium gekümmert! Das führte dann dazu, dass Geheimdienste von befreundeten Nationen wie der USA sich wie Spanner auf diesen Datenautobahnen aufführten und alles kopierten, fotografierten - mithörten. 

Ja, und gegen diese "Datenspanner" muss jetzt vorgegangen werden! Das schafft dann der Dobrindt Alexander. Einer, der kühne Gedankenbögen von der Atomenergie bis zum Minarett im Garten spannen kann, der kann auch den Datenspannern Einhalt gebieten. 

Und den Schnorrern - genauer den Datenschnorrern. Denn auf den deutschen Datenautobahnen sind viele ausländische Datenschnorrer unterwegs! Die benützen die deutschen Datenautobahnen und zahlen keine einzige Eurone Maut! Also, das geht nicht! Da muss eine Maut her - für die ausländischen Datenschnorrer - wie beispielsweise die NSA - das ist so ein ganz geheimer Geheimdienst der USA, der ist so geheim, dass sogar der amerikanische Präsident nicht weiß, was die machen! 

Ja, er war baff, als er erfuhr, dass die sogar seine deutsche Freundin Angela M. abhörten. 

Aber zurück zur Maut: Der bisherige Bundesinnenminister Friedrich Hans-Peter hatte Einwände, gegen diesen Geheimdienst vorzugehen. Also wurde ihm das Innenministerium weggenommen, das bekam jetzt der Thomas de M. - ein Hugenotte, der kann alles. Ja, und was macht er der Friedrich? Däumchen drehen wie der Ramsauer? 

Als die Aigner Ilse nicht mehr Verbraucherministerin in Berlin sein wollte und zurück nach Bayern ging, sie gibt jetzt dort die Wirtschaftsministerin, übernahm er kommissarisch ihr Ministeramt. 

Und jetzt ist er richtiger Minister für Ernährung und Landwirtschaft! Da konnte er sich schon einmal damit vertraut machen, was die Aigner Ilse alles liegen gelassen hat. 

Ja, und der neue Bundesinnenminister Thomas de M. stellt sich bestimmt nicht quer, wenn der Alexander D. gegen die ausländischen Datenschnorrer auf den inländischen Datenautobahnen vorgeht und Maut verlangt. Der Thomas ist ihm bestimmt behilflich, ein Formular zu entwerfen. Das macht er ja so gern, der Thomas de M. 

Ja, jetzt brechen schwere Zeiten an für die ausländischen Datenschnorrer! Die Bajuwaren lassen auch in Berlin ihre Muskeln spielen! 

Und der Bayerische Rundfunk fand endlich heraus, was CSU wirklich bedeutet: 
Comedy Soziale Union!


Veröffentlicht am 19.12.2013 von quer

Übernommen von OverBlog

Freitag, 12. April 2013

Der Wahlk(r)ampf der SPD - Blog von Kiat Gorina


Will die SPD überhaupt einen Wahlkampf führen? Oder trägt sie nur zur Belustigung der Wählerinnen und Wähler bei? Angesichts der bitteren Zeiten, denen auch das deutsche Volk entgegenblickt, mag das löblich sein. Wenn die Deutschen immer weniger zu lachen haben, dann sorgt die SPD dafür, dass den Deutschen das Lachen nicht vergeht.

Und das Timing war wieder suboptimal: Die Konkurrenz der SPD - die Schwarz-Gelben - lieferten Umfrageergebnisse - oder ließen liefern, die voraussagten, dass Schwarz-Gelb wieder vorn ist. Wer es glaubt, wird selig. Wenn allerdings so eine Behauptung genügend oft vom medialen Mainstream hinausposaunt wird, dann ist das eine mediale Gehirnwäsche. Und die gewollten Opfer sind die Wähler.

Und die SPD unternimmt herzlich wenig, gegen diesen Abwärtstrend zu kämpfen! Dabei sollten die Wahlkampfmanager der SPD sich bei der Bevölkerung erkundigen, was ihr auf den Nägeln brennt. Aber nein, da wird ein derart nichtssagendes Motto für den Wahlkampf gewählt, damit die arme SPD ja nicht aneckt.

Quelle: BILD.de Hohn und Spott für Peers Slogan

Aber der SPD-Kanzlerkandidat hat sich ja selbst den Blick vernebelt, indem er Beppe Grillo mit seiner Fünf-Sterne-Bewegung als "Clown" bezeichnet hat! Vielleicht kam sich der Kanzlerkandidat sehr witzig vor. Ich kann seine Äußerung nicht nachvollziehen. Was sind denn die fünf wichtigsten Forderungen der Bewegung des Beppe Grillo? Schauen wir uns doch mal diese fünf fundamentalen Forderungen an:
  1. Keine Privatisierung des Trinkwassers: Wie steht die SPD dazu? Nickt sie brav ab, wenn die EUrokraten auch das Trinkwasser privatisieren - also den Großkonzernen in den unersättlichen Rachen gießen wollen. Aber auch die Menschen in Deutschland treibt die Sorge um bezahlbares Trinkwasser um! Wieso nimmt das diese SPD nicht in ihr Wahlprogramm auf?
  2. Rücksichtsnahme auf unsere Umwelt: Da gibt es hier in Deutschland viele Probleme, z. B. die Versuche der Schwarzgelben, das Fracking über die Hintertür salonfähig zu machen! Und was meint die SPD dazu? Sie schweigt! Oder was unternimmt diese SPD gegen die Versuche der Energiegiganten, die beschlossene Energiewende zu sabotieren? Nichts!
  3. Verkehr: Ein anfangs lokales Problem wuchs zu einem Bundesthema - das Monsterprojekt Stuttgart 21! Wieso springt diese SPD nicht den S21-Gegnern bei? Damit könnte die SPD dieser Kanzlerin mächtig vor den Latz ballern! Warum lässt diese SPD diese Gelegenheit verstreichen? Oder der Großflughafen in Berlin? Soll da einfach wie bisher weitergewurchtelt werden?
  4. Internet: Da hat die SPD dem neuen Gesetz zur Bestandsdatenauskunft zugestimmt! War sie da von allen Geistern verlassen? Derzeit sind die Piraten die einzige Partei, die dagegen Sturm laufen! Wieso läuft diese SPD nicht mit?!
  5. Entwicklung des Wirtschaftsstandortes Deutschland: Die Schwarzgelben versuchen wieder einmal, den Deutschen Sand in die Augen zu streuen, mit der deutschen Wirtschaft stünde es bestens! Das ist doch eine Propagandalüge! Die SPD-Spitzen sollten sich mal mit Autohändlern unterhalten - der Verkauf von deutschen Autos im Lande ist regelrecht eingebrochen. Und der deutsche Binnenmarkt auch! Sogar die EUrokraten ermahnten und ermahnen die Kanzlerin, den deutschen Binnenmarkt zu stärken. Und sogar die EU wirft Deutschland vor, die deutsche Republik zu einem Niedriglohnland verkommen zu lassen. Ja, wo bleibt das soziale "S" der SPD?
Diese SPD hat doch nur eine Chance, wenn sie kein Wischi-Waschi-Motto wählt, sondern konkret zu fundamental-wichtigen Problemen Stellung bezieht und überzeugende Lösungen anbietet! Wenn die SPD sich weiterhin drückt, sich mit den brennenden Problemen zu befassen, dann werden potentielle Wähler weglaufen!

Und eine kämpferische SPD würde sich vehement wehren, wenn solche suggestive Wahlwerbung gemacht wird: Da werden Menschen gefragt: "Wen würden Sie wählen, wenn Sie den Kanzler direkt wählen könnten?" Eine solche Frage ist falsch. Grund: Eine Direktwahl des Kanzlers durch das Volk gibt es nicht! Eine solche Frage dient nur dazu, um Stimmung gegen den politschen Gegner zu machen. Und finanziert wird das unter anderem mit Geldern der GEZ-Zwangseinzahler!


Veröffentlicht am 12.04.2013 von Deutsche Welle


Sonntag, 16. Dezember 2012

Dort vor der Kaserne, vor dem großen Tor - Blog von Kiat Gorina


Nein, ich will ganz sicher nicht Lily Marleen kopieren. Das ginge nämlich gründlich schief! Mir war nur Vaterns peinlicher Auftritt vor der britischen Kaserne am Klüter Berg in Detmold wieder eingefallen. 

Es war ein regnerischer Novemberabend. Die Vorlesung in Lebensmittelchemie war zu Ende, und ich freute mich schon auf die Kavalleriepferde in der Klüter Kaserne. Welches Pferd würde ich diesmal bekommen? Dinder, den Riesen mit fast zwei Meter Widerristhöhe? Oder meine heiß geliebte Caroline? Die Stute galt als zickig und störrisch, aber davon habe ich nie etwas bemerkt. Bei ihrer Rückenhöhe knapp über 1,70 m kam ich mir nicht so verloren vor, und wir kamen gut miteinander aus. 

Verflixt, ich war schon spät dran, dazu der abendliche Berufsverkehr. Und dieser blöde Nieselregen. Ich fuhr einen uralten Käfer, den ich knallrot angemalt hatte. Ich bin eher klein geraten, Herbies Sitze waren ausgeleiert, so hatte ich das Lenkrad auch noch vor der Nase. Da musste ich immer hindurch peilen, um die Straße zu sehen. Dass bei der Höhe und dem Regen alle Scheinwerfer von anderen Autos eklig blenden, kennt bestimmt jeder kleinere Fahrer. 

So zerfloss mir die Zeit zwischen den Fingern, die Reitstunde fing bald an, und ich trug noch nicht einmal meine alten ausgeleierten Armee-Reithosen und die grünen “Wellingtons” - Englische Gummistiefel. Na, da konnte ich mich ja auf jede Menge Liegestütze gefasst machen, die Methode des Corporal Majors, etwaige Disziplin- oder andere Verstöße zu ahnden. 

Uff, endlich angekommen. Durch das hohe schmiedeeiserne Tor in der roten Ziegelmauer bis zum Schlagbaum, dann kam die übliche Kontrolle. Zwei bewaffnete Soldaten mit ihren schwarzen Barretts bewachten die Einfahrt. Aussteigen und zum Wachraum. Indessen kontrollierten die Soldaten mit einem fahrbaren Spiegel die Auto-Unterseite. Danach war der Sprengstoffhund an der Reihe. Wegen des Sprengstoffanschlages auf eine amerikanische Disko im selben Jahr. 

Die Posten kannten mich zwar schon alle, aber Vorsicht ist allemal besser. Wieso ich da meinen Führerschein, aber nicht den Personalausweis vorzeigen musste, habe ich nie verstanden. Wo genau ich hin wollte, und weshalb, wurde genauestens protokolliert. Dann durfte ich endlich zum Stall weiter fahren. 

Dass ich offenbar verfolgt wurde, und das schon seit Lemgo, hatte ich in der ganzen Hektik gar nicht mitbekommen. 

In der riesigen Reithalle angekommen, fiel der ganze Alltagsstress einfach von mir ab. Es war, als ob der ganze sonstige Ärger vor dem Hallentor stecken blieb. 

Das wohlige Gefühl hielt an, trotz der Verspätungs-Liegestütz und dem mir zugeteilten Pferd. Ich hatte Dinder erwischt. 

Diese Armee-Pferde sind einfach Spitze! Gut erzogen, unerschrocken, und diszipliniert. 

Wo sonst kann man in einer Abteilung reiten, in allen Gangarten, und Gymnastikübungen auf dem Pferd machen. Die Zügel lagen dabei einfach auf den Pferdehälsen. 

Man stelle sich so etwas mal in einem Reitverein vor … das Chaos wäre vorprogrammiert. 

Wir übten dann für eine Quadrille. Das ist wie ein Uhrwerk. Alles muss bis ins Detail passen, sonst bricht die ganze Quadrille zusammen. 

Was sich in der Zeit am Kasernentor abspielte, berichteten mir die Soldaten später in allen Einzelheiten. 

Kurz nach mir bog nämlich ein grauer Mercedes ins Kasernentor ein und hielt vor dem Schlagbaum an. Der Fahrer hupte lang anhaltend und forderte die Posten mit herrischen Handbewegungen auf, den Schlagbaum zu öffnen. Was sie natürlich nicht taten. 

Die Kaserne war britisches Hoheitsgebiet, da hatte ein unbekannter Deutscher nichts zu befehlen. Die Posten müssen meinen Vater - um genau den handelte es sich nämlich - für verrückt gehalten haben. Leider nicht zu Unrecht. Irgendwie muss sich das Militär in seinem Altmännergehirn festgefressen - oder festgerostet? - haben. 

Diese frechen Soldaten wagten es, ihm, dem Wehrmachts-Oberfeuerwerker a. D. nicht zu gehorchen? Das ging zu weit! 

Er stieg aus dem Auto und pflanzte sich vor den erstaunten Posten auf: “Nehmen Sie gefälligst Haltung an! Ein solches Benehmen dulde ich nicht! Niedere Dienstgrade haben Unteroffiziere zu grüßen! Merken Sie sich das!” 

Übertrieben gerade, mit ins Hohlkreuz durchgebogenem Rücken, versuchte Vatern, militärische Würde zu verbreiten. Was ihm aber nicht gelang. 

Er war zwar relativ groß, aber sehr schmal und erinnerte irgendwie an eine verdorrte Kletterranke. Dazu kam seine dünne Krähstimme. 

Kurz, diese Figur passte nicht hierher und störte den Betrieb am Tor ganz gewaltig. Gerade jetzt kamen eine Menge Soldaten zur Kaserne zurück, die Einfahrt war blockiert, und die Autos stauten sich inzwischen bis zur Ampel am Klüter Berg. Auch von links wollten Autos ins Tor einbiegen, was aber nicht ging, wegen Vaterns Mecedes. 

Jetzt war die ganze Straße dicht, alles staute sich, weil es keine Extra-Abbiegespuren gab. Vor Vaterns “Attacke” waren die auch nicht nötig. 

Der Stau wurde länger und länger, das Hupkonzert der entnervten Autofahrer, der Nieselregen … 

Und alles nur, weil dieser lächerliche ältere Mann die Einfahrt blockierte. 

Die Engländer machten jetzt kurzen Prozess. Sie schoben Vaterns heilige Nobelkarosse einfach zur Seite. Der protestierte heftig gegen den vermeintlichen Raub seines Wagens und krähte nach der Polizei! 

Die war sowieso schon längst unterwegs. Der anfangs kleine Stau wuchs sich nämlich schon zum Verkehrschaos aus. 

Der löste sich ziemlich bald auf, als das eigentliche Hindernis beseitigt war, und die Soldatenautos endlich in die Kaserne abbiegen konnten. 

Was sich nicht auflöste, war Vaterns Wutanfall. Wer meinen Vater gekannt hat, und einen solchen Anfall womöglich mal mit erlebt hat, wird sich auch heute noch vor Grausen schütteln. 

Er keifte sich regelrecht in Rage, dabei schlug er windmühlenartig mit seinen langen dürren Armen um sich.  Das sah natürlich urkomisch aus, und man hatte Mühe, sich das Lachen zu verbeißen. Was den Alten nur noch mehr in Fahrt brachte. Erst schlug er auch auf alle erreichbaren Leute ein, dann auf alles, was in seine Reichweite geriet. 

So holten die britischen Posten eine deutsche Polizeistreife herein. Die sollte bitteschön diesen deutschen Verrückten vom britischen Hoheitsgebiet entfernen. 

Verständlich, schließlich gab es ja in dieser Kaserne keine Gummizelle. 

Schließlich gelang es den Polizisten, Vatern zu fassen und festzuhalten. Nun wollten sie wissen, was denn genau passiert war. Dass Vatern den gewaltigen Verkehrsstau ausgelöst hatte, wussten sie inzwischen. Aber was wollte er in der englischen Kaserne? 

Vatern, noch immer im Griff der Polizisten, reckte seine Brust und machte “Meldung” : “Oberfeuerwerker Adolf Kippmann meldet gehorsamst: meine Tochter befindet sich auf diesem Gelände. Nach meiner Information geht dieses Luder dort der Prostitution nach! Das will und werde ich unterbinden!” 

“Sie werden hier gar nichts unterbinden, haben Sie mich verstanden? Wie kommen Sie darauf, Ihre Tochter sei eine Nutte? Haben Sie Beweise dafür? Hat sie das Gewerbe angemeldet?” 

Hier mischte sich ein britischer Offizier ein: “Das hier ist die Kaserne der Royal Household Cavalry. Wenn Sie ernsthaft behaupten wollen, hier sei die Prostitution gestattet, werden Sie sehr große Schwierigkeiten bekommen. Wir lassen unseren guten Ruf nicht besudeln.” 

Dieser Offizier sprach ein perfektes, geschliffenes Deutsch, dem keinerlei Emotion anzumerken war. 

“Darf ich fragen, ob Frau Kippmann sich hier in der Kaserne aufhält?”, erkundigte sich ein Polizist vorsichtig, “und könnten wir sie vielleicht kurz sprechen?” 

Das war möglich, und so begleitete ein Soldat einen der Polizisten zur Reithalle. 

Dort musste der arme Kerl noch warten, bis wir die ganze Quadrille zur Zufriedenheit des Corporal Majors reiten konnten. Auch dann hatte ich noch keine Zeit. Zuerst musste ich Dinder ordentlich versorgen. 

In ängstlichem Abstand folgte der Polizist den riesigen Pferden. Wenn man solche Riesenrösser nicht gewohnt ist, wirken sie ziemlich einschüchternd. Er hatte es eilig, wollte hier heraus und zu seinem Kollegen zurück. Nun darf sich ein deutscher Polizist nicht einfach so in einer britschen Kaserne bewegen. Also musste er warten. 

Ich “kämpfte” derweil mit Dinders “Abendgarderobe”. Die Armeepferde waren nämlich geschoren, und wurden deshalb eingedeckt. Auch das war eine Wissenschaft für sich: 

erst kam eine flauschige gelb-schwarz rot gemusterte Decke auf Dinders Rücken. Die wurde genauestens nach Militärvorschrift gefaltet. Decke vollkommen gerade und faltenfrei auf Hals und Rücken, dann vorne die Deckenenden zum Dreieck falten und auf dem Hals liegen lassen. Darüber kam eine verdammt schwere und sperrige Jutedecke. Die wurde vorn geschlossen, das gelb-schwarz-rote Deckendreieck darüber nach hinten geklappt und dann alles mit einem Deckengurt festgezurrt. Ganz einfach, ja? Eigentlich schon, nur dass mein Pferd eben eine Rückenhöhe von zwei Metern hatte. Ich habe die Pferde immer seitlich zur steinernen Futterkrippe gestellt. So konnte ich auf die Krippe turnen, was die ganze Operation sehr vereinfachte. 

Eigentlich wollte ich den Polizisten überreden, mir zu helfen, aber der war ganz plötzlich taub geworden. 

Dass auch das Sattelzeug nach dem Reiten militärisch akkurat geputzt und verstaut wurde, versteht sich wohl von selbst. Wer diesen ganzen Ablauf nicht kennt, steht furchtbar dumm herum und allen anderen im Weg. 

Der Polizist hatte dann keine Fragen mehr an mich. Diese Militärmaschinerie hatte so gar nichts Nuttenhaftes an sich. Einziges Nachspiel:  Vatern wurde strengstens dazu ermahnt, sich von der Kaserne fern zu halten!


Hochgeladen von Andrew Kelsall am 2007.06.18
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Freitag, 21. September 2012

GLOSSE: Neues Verkehrszeichen: Fremdenjagd - Blog von Kiat Gorina


"Geht das schon wieder los!", dachte ich, als ich heute morgen aus dem Küchenfenster sah. Der Bär wollte ins Dorf zum Briefkasten - und von unten kam ihm der Sammler entgegen. 

"Wenn das nur gutgeht", bibberte ich, und schon fing es an: Der Sammler hielt mit seinem GT (Geräteträger, hat die Ladefläche vorn) genau auf den Bär zu. Der konnte sich gerade eben noch in Sicherheit bringen. 

Das scheint auch so eine Marotte des Sammlers zu sein: Sieht er einen Fremden, will er ihn mit seinem GT rammen. Bei mir hat er es auch schon ein paar mal versucht, und ich bin samt Riffel über den Graben gesprungen, um nicht unter die Räder zu kommen. 


Verkehrszeuchen FREMDENJAGD
Wir sind allerdings nicht die einzigen, auf die er die Jagd eröffnet hat. Mal sind es Radfahrer, dann arglose Wanderer, die  erschreckt zur Seite springen. Kein Einzelfall also. 

So, nun ist an diesem Wochenende aber Kirchweih im Dorf. Und da kommen auch manchmal Fremde hin ... Ist der Sammler vieleicht der Grund, dass  immer weniger Leute in diese Gegend kommen? 

Wegen der Kirchweih und der Wirtshausgäste müssten eigentlich ringsum Warnschilder aufgestellt werden. 

Wie wäre es mit diesem hier?



Hochgeladen von slotcartreff am 27.02.2011
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Freitag, 10. August 2012

GLOSSE: Der Präsident und sein Wahlkampfthema - Blog von Kiat Gorina


Wie haben die Köpfe um Obama geraucht! Die Wahlkampfstrategen suchten verbissen nach einem Wahlkampfthema. Das musste speziell bei Frauen ankommen. Grund: Barack Obama punktet besonders bei Frauen. Und das muss ein Thema sein, bei dem der politische Gegner uralt ausschaut. 

Und jetzt gibt es das Thema dieses Wahlkampfes: Verhütung! Ja, er wirbt mit seiner Gesundheitsreform, da werden dann die Kosten für Vorsorge und für Verhütung zurückerstattet. Vorausgesetzt - die US-Regierung hat Geld. Und das ist ja nicht so sicher.
Quelle: USA Regierung bald pleite? - Drohen Aufstände? 

Und was sagt die Opposition dazu? Sie schimpt und wettert dagegen. Die Republikaner wollen die USA in Sachen Verhütung zurück in die 1950-er Jahre jagen. Das kommt natürlich an - und es lenkt ab von den wirklichen Problemen der USA!
Quelle: dieStandard.at Obama macht Verhütung zum Wahlkampfthema 

Und da dachte sich ein Hersteller von Kondomen, er müsse auf diesen Zug aufspringen. Trojan heißt er. Er will seinen Kunden kein Trojanisches Pfrd verkaufen, sondern Kondome! Er fragte sich also, wie mache ich eine Werbung, die niemand vergisst? 

Verschenken! Nicht die Kondome verschenken, sondern er wollte Vibratoren verschenken. Er schickte seine Mädels in Manhattan auf die Straße, mit Bauchläden ausgestattet - so ähnlich wie bei den Hot-Dog-Verkäufern. Doch diesmal wurden keine Würstchen angepriesen, sondern Vibratoren. Und verschenkt! Einfach so! 

Das gab natürlich einen Auflauf - der Verkehr staute sich. Und andere Städte fragten bei Trojan an: Wann kommt ihr zu uns?
Quelle: KURIER NYC: Verkehrschaos durch Gratis-Vibratoren

Tja, wenn diese Art von Werbung Schule macht? Nächstes Jahr gibt es auch in Deutschland einige Wahlen. Ob dann auch Vibratoren verschenkt werden? 

Dann müsste sich die Kanzlerin eine neue Girlie-Group zulegen. Da hätte ich einen Vorschlag:


Veröffentlicht am 02.08.2012 von BabsnerTV

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