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Samstag, 19. Juli 2014

GLOSSE: Das neue Sparmodell der Bahn


Die Bahn muss sparen. Grund: Der Sparstrumpf für S21 in Stuttgart hat so große Löcher, dass er bald leer ist. Was bleibt da der Bahn übrig als zu sparen. Auch wenn die Klimaanlagen ausfallen - gerade jetzt, wenn es besonders heiß ist. Normalerweise schenkt die Bahn kostenlose Getränke aus. Aber nicht am Freitag. 

So geschehen in einem IC von Berlin nach Essen. Kurz nach Hannover wurde es unerträglich heiß, die Fahrgäste fragten den Schaffner nach Getränken. Seine Antwort: "Freitags gibt es keine Getränke, da haben Sie Pech gehabt, wenn jemand einen Kreislaufkollaps hat, sagen Sie Bescheid, ich hole dann den Notarzt." Wie fürsorglich! Eben typisch Bahn! 

Oder der IC von Berlin nach Amsterdam. Da fiel die Klimaanlage aus. Getränke wurden auch nicht ausgegeben. Sondern der Schaffner schmiss seine Fahrgäste raus -  in einer kleinen holländischen Stadt. Und überließ sie ihrem Schicksal. Keine Betreuung. Die Bahn muss sparen. Und die Gewaltigen der Bahn finden das Handeln des Schaffners völlig in Ordnung: "Die Niederlande unterliegen nicht dem Hoheitsgebiet der Deutschen Bahn!" 

Alles klar? Wieso verhält sich die Bahn plötzlich so rüde gegenüber ihren Kunden - den Fahrgästen? Weil sie sparen muss! Auch an Fahrgästen! Oder gerade an Fahrgästen! Die Bahn legt gar keinen Wert mehr auf Fahrgäste. Die machen nur Ärger. Sie beschweren sich, wenn die Klimaanlagen den Geist aufgeben. Dabei sollten sie froh sein, wenn sie kostenlos ein Saunagefühl erleben dürfen! 

Nein, mit solchen anspruchvollen und verwöhnten Gästen will die Bahn nichts mehr zu tun haben! Außerdem muss die Bahn sparen. Eines Tages wird auch S21 zu Ende gebaut sein. Dieses Projekt wird etwas kleiner als geplant ausfallen. Es kursieren Gerüchte, dass die Züge viel kürzer sind - die Bahn muss sparen. Da passen nur noch eine Handvoll handverlesene Gäste rein.  

Und auch was die Antriebstechnik angeht, da muss auch gespart werden. Gerüchte besagen, dass da Hartz-IV-Bezieher eingespannt werden - im wahrsten Sinn des Wortes: Diese Arbeitssklaven werden auf Eisenbahndraisinen festgeschnallt und müssen die verkürzten Züge bewegen. Nach dem Hamburger Modell erhalten diese Hartz-IV-Sklaven keinen Lohn - auch keinen Mindestlohn - sie bekommen ja ihr Hartz IV! 

Wie gesagt, die Bahn muss sparen! Und damit sie den nächsten Gang an die Börse erfolgreich übersteht, spart sie jetzt schon an Fahrgästen ... 


Veröffentlicht am 19.04.2012 von Wise Guys

Übernommen von OverBlog

Dienstag, 10. Juni 2014

GLOSSE: Der Sparstrumpf für Stuttgart 21 hat ein Riesenloch ... Bald ist er leer!


Die Zeit der Sparstrümpfe kommt wieder! Jetzt, nachdem die EZB den Strafzins eingeführt hat, wer will da noch zusehen, wie sein Erspartes immer weniger wird. So dachte auch die Bahn bei Stuttgart 21 - ganze zwei Milliarden Euronen wurden in einen Sparstrumpf gesteckt. Aber daran hatten sie nicht gedacht: dieser Spastrumpf hat ein riesiges Loch. Da rieseln die Euronen nur so heraus. Ein Viertel der zwei Milliarden sind bereits herausgerieselt. Das Handelsblatt beichtete: 

Quelle: Handelsblatt Finanzreserven von Stuttgart 21 schrumpfen: Zwei Milliarden Euro wurden als Risikopuffer für das Projekt Stuttgart 21 eingeplant. Nach einem Jahr ist bereits ein Viertel verbraucht. Schrumpft die Reserve weiter im bisherigen Tempo, braucht die Bahn mehr Geld.

Und wenn der Sparstrumpf leer ist, dann geht die Bahn sammeln - bei der Stadt Stuttgart, bei den Kommunen, beim Land und beim Bund. Die Kanzlerin jedoch hat bereits gesagt: "Wir geben nichts!"

Und wie sieht es mit dem Baufortschritt aus? Die Bahn behauptet: "Alles bestens im Plan!" Nur die Parkschützer sehen das anders: Sie machen eine Rechnung auf: 

Knapp 62 Kilometer Tunnels sind zu bohren. Und nach vier Jahren Bautätigkeit sind bereits 400 Meter Tunnel gebohrt! 

Quelle: Kontext Wochenzeitung Geühlt oder Gebohrt?

Ja, wenn die Bahn in diesem Tempo weitermacht, dann braucht sie noch viele Sparstrümpfe!


Veröffentlicht am 26.05.2014 von Walter Steiger

Übernommen von OverBlog

Dienstag, 4. Februar 2014

GLOSSE: Wieso Annette Schavan Botschafterin im Vatikan werden musste

Vor einigen Jahrtausenden sah ein stotternder Moshe in einen brennenden Dornbusch und erkannte in den Flammen seinen Gott. Und sein Gott erteilte ihm einen Auftrag: "Führe deine Brüder und Schwestern aus der ägyptischen Sklaverei in die Freiheit!" Moshe wollte widersprechen: "Aber ich bin ein Stotterer, ich kann nicht reden!" Sein Gott unterbrach ihn: "Dein Bruder Aaron kann reden!" 

Und so geschah es. Moshe führte und sein Bruder Aaron redete - heute würden wir sagen, er war der Presseprecher. Und Moshe  erkannte, dass er Regeln brauchte für das Zusammenleben von vielen Menschen auf engem Raum. Er besprach sich mit seinem Gott und sein Gott schenkte ihm das Zehntwort - bei den Christen auch die Zehn Gebote genannt. 

Zwei dieser Gebote forden von den Menschen "Du sollst nicht stehlen!" und "Du sollst nicht lügen!" Diese zehn Gebote gelten auch für die Christen. 

Andere Länder - andere Sitten. In China gab und gibt es die Lehre des Konfutius, die auf einen einzigen Satz komprimiert wurde: „Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“ 

Diese Golgene Regel gibt es auch in Reimform: „Was du nicht willst, dass man dir tu’, das füg’ auch keinem anderen zu.“ Und in Europa komprimierte ein Magier Aleister Crowley diese Goldene Regel auf vier Worte: "Du was du willt!" 

Wieso schreibe ich das alles? Weil ich gestern gehört habe, dass diese Republik eine ehemalige Bundesministerin als Botschafterin in den Vatikan schicken will! Ich hörte noch einmal hin - kein Zweifel! Annette Schavan - die frühere Bundesbildungsministerin - soll deutsche Botschafterin im Vatikan werden! 

ABER! ja, genau! Schavan hatte vor über dreißig Jahren promoviert. Und im letzten Jahr verlor sie ihren Doktortitel. Grund: Sie soll fremde Gedanken und Ideen in ihre Doktorarbeit übernommen haben ohne sie als Zitate zu kennzeichnen. Also enthält ihre Doktorarbeit Plagiate! Deshalb wurde ihr der Doktortitel entzogen. Und sie klagte dagegen - vor dem Verwaltungsgericht. Im März soll eine Entscheidung fallen. 


Veröffentlicht am 08.02.2013 von topstorytv

Was aber bedeutet Plagiat? Ist das nicht Diebstahl? Doch es ist Diebstahl. Also hat die gläubige Katholikin gegen das Gebot "Du sollst nicht stehlen!" verstoßen. 

Und sie hat, als die ersten Vorwürfe des Plagiates auftauchten, ja, sie stritt ab. Also hat sie nicht nur gestohlen, sondern auch gelogen! Somit hat diese Ministerin - eine gläubige und überzeugte Kaholikin - gegen zwei Gebote verstoßen. 


Veröffentlicht am 25.02.2013 von clipcubede

Annette Schavan trat von ihrem Ministeramt zurück. Bei der letzten Bundestagswahl am 22.09. 2013 wurde sie wiedergewählt. Ja, und im Februar 2014 nahm sie die Nominierung als Botschafterin für den Heiligen Stuhl an. 

Ist das korrekt? Ich denke nein. Sie ließ sich in ihrem Wahlkreis als Kandidatin für den Bundestag wählen, wobei die meisten Wähler davon ausgingen, dass sie dann vier Jahre lang ihre Wähler repräsentiere. Aber Pustekuchen - nach ein paar Monaten taucht sie ab - in den Vatikan. 

Sie hat ihren Wählern keinen reinen Wein eingeschenkt - wie andere auch: Kristina Schröder: Sie nützte ihren Bonus als Familienministerin bei der letzten Bundestagswahl. Noch am Abend der Bundestagswahl erklärte sie, dass sie nicht mehr Ministerin werden wolle, sondern nur einfache Abgeordnete. War das die feine Art? Ich denke wieder nein. Sie hat ihre Wähler getäuscht! 

Oder nehmen wir Ronald Pofalla: Er war vor der Wahl Kanzleramtsminister und ließ sich auch mit dem Ministerbonus wählen. Und zog in den neuen Bundestag ein. Dann überlegte er es sich anders und geht zur Bahn als künftiger Vorstand - sein Mandat will er aber behalten. Auch Pofalla hat seine Wähler ge- und enttäuscht! 

Doch kehren wir zu Annette Schavan zurück: Ist sie die richtige Botschafterin für den Heiligen Stuhl? Meiner bescheidenen Meinung nach - NEIN!

  1. Eine ehemalige promovierte Bildungsministerin, die wegen Plagiate ihren Doktortitel verlor.
  2. Eine Bundesministerin, die geistiges Eigentum gestohlen hat.
  3. Eine Bundesministerin, die die Öffentlichkeit belogen hat!

Gibt es wirklich keine besseren Kandidaten? Oder andersrum gefragt: Wieso gerade Schavan? Die Antwort liegt auf der Hand: 

Annette Schavan ist eine Vertreterin der politischen Kaste hierzulande. Sie ist ja beileibe nicht die Einzige, die ihren Doktortitel verlor. Und sie darf auch deswegen nicht aus der Elite verbannt werden. Grund: Weil sie zuviel Internas weiß! Weil sie - aus Ärger, nicht mehr zur Elite zu zählen - schlimme Sachen ausplaudern könnte. Also muss sie weggelobt werden - zum Heiligen Stuhl! Eine Lügnerin und Diebin. 

Aber der Gott der Christen ist nicht nur ein zorniger Gott, sondern auch ein gnädiger Gott ... 

Übernommen von OverBlog

Freitag, 3. Januar 2014

GLOSSE: Bahn muss Fahrpreise erhöhen - wegen Pofalla!

Die Deutsche Bahn musste wieder die Fahrpreise erhöhen. Nicht weil ihr Service verbessert wurde. Sondern weil neue Kosten auf sie zukommen. Ja, die Bahn hat eingekauft - diesmal einen ehemaligen Kanzleramtsminister. Ja, den Ronald Pofalla! Und der ist nicht billig - so einer lässt sich nicht so ohne weiteres kaufen! 

Er besteht auch auf ein eigenes Ressort, das muss die Bahn erst schaffen. Und das ist nicht so einfach! Und das kostet! Da muss ja auch die personelle Infrastruktur geschaffen werden. Auch die kostet! Und so ein Vorstandsjob bei der Bahn, da kommen leicht bis zu 1,8 Millionen jährlich zusammen. 

Und was erhält die Bahn als Gegenleistung? Kontakte und Informationen. Denn der Ronald Pofalla will auf jeden Fall sein Bundestagsmandat behalten! Schließlich wurde er am 22. September 2013 in den Bundestag gewählt. Leider wussten damals die Wähler nicht, dass Pofalla in die Wirtschaft wechseln wird. 

Aber im Bundestag bleibt er - allein schon wegen der Kontaktpflege. 

Und wer soll das alles bezahlen? 

Natürlich wir, die Steuerzahler! Wir bezahlen die Kosten für den Bundestagsabgeordneten Ronald Pofalla. Und wir bezahlen für den neuen Bahn-Vorstand - einmal über die gestiegenen Fahrpreise und auch über Steuergelder. Die Bahn gehört immer noch mehrheitlich dem Bund, lebt also von Steuermitteln! 

Da mögen sich Abgeordnete der LINKEN aufregen, auf sie wird nicht gehört! Eine Karenzzeit von fünf Jahren, bevor Abgeordnete in Spitzenpositionen der Wirtschaft wechseln dürfen? Das geht doch gar nicht! Schon wegen der Kontaktpflege! 

Und Transparency Deutschland mault und spricht vom Verfall der politischen Sitten. Welche Sitten? Seid wann hält sich ein Politiker an Sitten und Gebräuche? Was für ihn zählt, das ist doch nur das Geld, das er einsteckt. Als Lobbyist! 

Und auch abgeordnetenwatch.de mault: Pofallas Tätigkeit sei nicht mit seinem Abgeordnetenmandat vereinbar. Wieso nicht? Geld ist Geld. Sind alles Steuergelder! 

Sollte die Bahn nicht wissen, wie sie das neue Ressort für Pofalla nennen soll, da hätte ich einen Vorschag: Ressort für verbale Entgleisungen! 

Was soll das sein? Ja, die Bahn entwickelt sich immer mehr als Spezialist für Entgleisungen. Da werden bestehende Gleisanlagen abgebaut - also entgleist, um als sauteuere Grundstücke verhökert zu werden. Beispiel: Stuttgart 21. 

Und als Politiker zeichnete sich Pofalla als Fachmann für Entgleisungen aus - verbale Entgleisungen. Er hat ja bewiesen, dass er schreien kann. Erinnern wir uns als Ronald Pofalla und Dirk Niebel sich anschrieen, dass die Wände wackelten. Und Pofalla bietet auch gerne Ohrfeigen an, so seinem Parteifreund Bosbach: "Ich kann deine Fresse nicht mehr sehen!" 

Schließlich ist Pofalla nicht nur Rechtsanwalt von Beruf, sondern auch Sozialpädagoge! Er weiß wie man die Menschen nehmen muss. Ist daher bestens geeignet für den personellen Umgang mit den Mitarbeitern der Bahn. Und vor allem deren Kritiker! 

Als Poltiker bewies Pofalla, dass er alles vom Tisch fegte - auch die NSA-Abhöraffäre. Tele5 berichtete über ihn: 


Veröffentlicht am 13.11.2013 von Tele5

Ja, Pofalla hat eine große Zukunft vor sich bei der Bahn: Was er alles vom Tisch fegen kann! S21? Ist vom Tisch! Und vielleicht auch: Deutsche Bahn? Ist vom Tisch! 

Übernommen von OverBlog

Sonntag, 15. Dezember 2013

Deutsche Bahn und idiokratisches Management vergeigen auch Kleinprojekte

Deutsche Bahn und seine Manager - eine never ending story! Beispiel: Da muss eine Brücke saniert werden. Das soll ja öfter vorkommen. Da  schafft es diese Deutsche Bahn, dass die Züge nur noch ohne Fahrgäste über diese Brücke fahren dürfen. Weil die Manager einfach vergessen haben, dass in den Zügen auch Fahrgäste sitzen könnten. Was passiert? 

Vor der Brücke müssen alle Fahrgäste aussteigen und in einen Bus umsteigen. Der bringt die Fahrgäste auf die andere Seite der Brücke, dann dürfen die Fahrgäste wieder den Zug besteigen. Der Zug selbst zuckelt ohne Fahrgäste über die Brücke. Diese Brücke liegt nict in Schilda, sondern in Müngsten: 


Veröffentlicht am 23.11.2012 von ARD

Und eben diese Deutsche Bahn will Großprojekte wie Stuttgart 21 bauen? Dass ich nicht lache! Diese Stümper können doch nicht einmal mehr ein Klohäuschen aufstellen! 

Und all diese Stümper wollen einen neuen Bahnhof in Stuttgart bauen, seit 2006 ist sogar den Gerichten bekannt, dass dieser neue Bahnhof maximal nur 32 Züge pro Stunde verkraftet. Der alte bestehende Bahnhof schafft derzeit 50 Züge pro Stunde! Wieso wird dann ein neuer Bahnhof gebaut? Wer die Hintergründe wissen will, schaue sich das Video an: 


Veröffentlicht am 11.12.2013 von Bahnbilanz

Dieses Video ist zwar eine halbe Stunde lang, hat es in sich - alles fundiert! 

Was lernen wir daraus? Wir haben eine Idiokratie - die Herrschaft der Dummen hat begonnen! 

Übernommen von OverBlog

Dienstag, 23. Juli 2013

Alle Wetter! - Bürgerzeitung für den Südwesten!

Heute erhielt ich Post, mit einer Vorabauflage einer neuen Ausgabe der Bürgerzeitung Alle Wetter! Nicht nur für Leser im Südwesten der Republik, sondern bundesweit! Die große Ausgabe wird - passend zur Bundestagswahl - im August /September 2013 erscheinen! Wer sich schon vorab informieren möchte, kann bereits in die Homepage von Alle Wetter! schauen:



Es geht um das äußerst umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21. Leider ist dieses Großprojekt für Größenwahnsinnige so groß geworden, dass es nicht nur die Bürgerinnen und Bürger im Südwesten dieser Republik interessiert, sondern alle Bürgerinnen und Bürger dieser Republik! Grund: Es geht um die Verschleuderung von Milliarden!

Und vergessen wir nicht, diese Bundesrepublik ist immer noch Eigentümer der Deutschen Bahn. Das bedeutet doch die Deutsche Bahn gehört uns allen! Wikipedia schreibt:

Quelle: Wikipedia Eigentümerstruktur Deutsche Bahn: Das Grundkapital des Unternehmens beträgt 2,15 Milliarden Euro und ist in 430 Millionen auf Inhaber lautende, nennwertlose Stückaktien eingeteilt. Die Bundesrepublik Deutschland ist Inhaber aller Anteile. 
Da der Bund alle Anteile beibehält und kein Handel damit stattfindet, handelt es sich aufgrund der Eigentümerstruktur um ein privatrechtlich organisiertes Staatsunternehmen.

Und wenn also in Stuttgart ein Wahnsinnsprojekt für Wahnsinnige zelebriert werden soll, dem viele Milliarden Euronen geopfert werden, dann geht das uns alle an! Auch die Bundeskanzlerin. Und den Finanzminister! Diese beiden ermahnen ja immer wieder gerade die Griechen, dass sie mehr sparen müssten. Und selbst? 

Wie schmeißt diese Bundesrepublik mit Milliarden um sich, wenn es um die Deutsche Bahn geht! Ganz besonders, wenn ein Bahnhof verbuddelt werden soll, damit die frei werdende Fläche mit Einkaufszentren bepflastert wird! Immobilienhaie rieben sich schon voller Vorfreude die Hände angesichts des Profites. 

Leider klappt es mit diesem Monsterprojekt nicht so, wie sich die "Macher" vorgestellt und ausgedacht haben! Und die Kosten steigen und steigen! Was heißt steigen? Sie explodieren!

Wie können sich Bundeskanzlerin und Finanzminister noch vor die Griechen hinstellen und sie auffordern zu sparen?! Leute, wenn die Griechen mitbekommen, was mit der Deutschen Bahn los ist, wie da Steuermilliarden verbrannt werden, dann schicken sie euch das nächste Mal nach Hause! 

Es gilt immer noch: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!

Sicher wissen die Griechen bereits, wie sehr die Deutschen Milliarden von Euronen aus dem Fenster werfen. Deshalb waren sie auch so wütend auf den deutschen Finanzminister:


Veröffentlicht am 18.07.2013 von Euronews

Verständlich, dass die Griechen sauer sind! Da kommt der deutsche Finanzminister zu Besuch und bringt kein Gastgeschenk mit! Ist es schon derart schlimm mit Deutschland bestellt, dass die Deutsche Bahn noch mehr Milliarden frisst? Jedenfalls macht ihr euch in Griechenland keine Freunde!

Übernommen von Over-Blog

Montag, 17. Dezember 2012

GLOSSE: Adventskalender verschenkt - Beschenkter ruft Polizei - Blog von Kiat Gorina


Was? Da bekommt jemand einen riesengroßen Adventskalender geschenkt und was macht er? Er ruft die Polizei! Vielleicht hatte er Angst, dass dieser Adventskalender Schokolade enthält, die mit Mineralöl verpanscht ist? Und mit hochgiftigen Stoffen!

Ja, solche Adventskalender wurden und werden immer noch verkauft:

Quellen

  1. Skandal: Mineralöl im Adventskalender - Ministerin Aigner verschweigt eigene Studie
  2. Glosse: Mineralöl im Adventskalender - welch eine Bescherung

Aber in diesem Fall garantieren die Verschenker, dass dieser Adventskalender garantiert frei von Mineralöl ist! Dieser Adventskalender enthält nur Wahres und gute Ratschläge!

Der Beschenkte ist Nils Schmid - der derzeitige Finanzminister von Baden-Württemberg, und wer verschenkte diesen Adventskalender? Die Parkschützer, die die Ermordung der stattlichen Bäume im Stuttgarter Schlossgarten betrauern - zumal diese Bäume ganz umsonst ermordet wurden!

Und damit dieser Finanzminister nicht noch einmal den gleichen Fehler macht, schenkten ihm die Parkschützer eben diesen Adventskalender. Aber der Nils weigerte sich, diesen Adventskalender in Empfang zu nehmen und ließ die Polizei aufmarschieren. 

Quellen:


  1. Bei Abriss Aufstand Adventskalender für Finanzminister Nils Schmid
  2. Bei Abriss Aufstand Fotos: Adventskalender für Nils Schmid


Hochgeladen von Martin Ben am 19.08.2011
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Sonntag, 16. Dezember 2012

S21: Der Anfang vom Ende - Blog von Kiat Gorina


Bereits am 14. Oktober 2011 schrieb ich über das Monsterprojekt S21 und die Industrie- und Handelskammer in Ulm unter anderem: 

In Ulm gibt es eine Industrie- und Handelskammer (IHK). Und die Ulmer IHK - allen voran deren Präsident Dr. Peter Kulitz - plädierten, wo  immer es möglich war, für das Monsterprojekt S21 - also für den geplanten unterirdishen Maulwurfsbahnhof.

Jetzt nicht mehr! Was ist passiert? Wurde die Ulmer IHK vernünftig? Nein, das nicht! Aber das Verwaltungsgericht Sigmaringen hat der Werbung für S21 durch die IHK Einhalt geboten! Wie es dazu kam? Tja, da haben neun Unternehmer gegen die IHK Ulm geklagt. Als Unternehmer müssen sie ja zwangsweise Mitglied bei der IHK sein, aber sie wollten auf keinen Fall zwangsweise diese Werbung für S21 unterstützen. Also klagten sie. Und bekamen Recht!

Die Ulmer IHK hat es ja ziemlich übertrieben: Da hängten sie ein 100 Quadratmeter großes Plakat mit "JA zu S21" an ihre Mauern - jetzt müssen sie es abhängen - wie peinlich! Oder es wird ein Ordnungsgeld von 10.000 Euronen fällig! Und da die IHK Ulm von den Zwangsmitgliedsgeldern "lebt", reagieren die Zwangsmitglieder bestimmt sauer, wenn da so viele Euronen zum Fenster rausgeworfen werden!

Quelle: IHK Ulm - Ein Bollwerk für S21 weniger!

Und vor zwei Tagen meldete der Südkurier: "Ulmer IHK hängt Stuttgart-21-Plakat ab"

Quelle: Südkurier Ulmer IHK hängt Stuttgart-21-Plakat ab.

Für mich bedeutet das den symbolischen Anfang vom Ende des Megaprojektes S21. So meldete beispielsweise das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 in einer Pressemitteilung, dass die Bahnmanager persönlich haften im Falle einer Missachtung eines hohen Schadensrisikos.

Quelle: Pressemitteilung des Aktionsbündnisses gegen Stuttgart 21

Und der Südkurier meldete: "Bahn geht auf Distanz zum Projekt."

Quelle: Südkurier Bahn geht auf Distanz zum Projekt

Bahn-Infrastrukturvorstand Volker Kefer habe im Verkehrsausschuss Zweifel geäußert, ob die Bahn aus heutiger Sicht unter Berücksichtigung der neuen Fakten Stuttgart 21 auf den Weg gebracht hätte, sagte SPD-Fraktionsvize Florian Pronold in Stuttgart.

Jetzt sind die Kanzlerin und ihr Verkehrsminister Ramsauer gefragt! Die Deutsche Bahn gehört ja immer noch dem Bund! Also muss die Kanzlerin endlich die Bahnmanager Grube und Kefer zurückpfeifen und sie dazu verdonnern, darüber nachzudenken, wie die beiden die bereits angerichteten Schäden wieder beseitigen können!

Bahnmanager Kefer versucht immer noch zu tricksen: So redet er von einer Kostenüberschreitung von über eine Milliarde Euronen. Aber das betrifft nur die Kosten, die auf die Deutsche Bahn zukommen. Da jedoch auch Bund und Land und Stadt ihren Beitrag für S21 leisten sollem, müssen deren Mehrkosten auch berücksichtigt werden: insgesamt 2,3 Milliarden. Und dabei wird es nicht bleiben!

Quelle: Stuttgarter Nachrichten Bahn-Manager Kefer und die halbe Wahrheit

Alle Beteiligten versprachen noch vor einem Jahr, dass S21 gestoppt wird, wenn die Kosten überschritten werden. Will von dieser Zusage niemand mehr etwas wissen? Oder leiden alle beteiligten Verantwortliche an Gedächtnisschwund?

Dabei gab Kefer zu, dass die Kosten der Bahn davonlaufen. Und "Die Wirtschaftlichkeit von S 21 geht massiv in die Knie." Wer unter solchen Bedingungen immer noch an diesem Monsterprojekt S21 festhält, handelt extrem verantwortungslos!


Veröffentlicht von Bonatz21 am 03.12.2012


Veröffentlicht von Bonatz21 am 03.12.2012


Veröffentlicht von Bonatz21 am 16.10.2012

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Montag, 12. November 2012

Die Hühnereskorte - Blog von Kiat Gorina



Dass ich beim Ausreiten versehentlich eine Schaf-, Rinder- oder Pferdeherde mitnahm, kam öfter vor. Aber Hühner? Das war neu. Ich hatte Tiger und Miriam bei einem Bauern in Niederoberbach (das heißt wirklich so!) eingestellt. Kam ich mit meinem kleinen roten "Dieselpanzer" angerattert, hängte sich der Hofhund fast an seiner kurzen Kette auf.Er wollte seine Kraul-Einheiten, jetzt sofort! 

So knuddelte ich den großen Kerl kräfig durch.Aber wenn ich nicht aufpasste, hatte ich einen dicken feuchten Hunde-Sabberkuss im Gesicht. Igitt - igitt.

Das hat Riffel gar nicht erst angefangen. Wolfsmischlinge sind eben doch anders. Als ich noch in Düsseldorf im LEJ gearbeitet habe, kam ich nur am Wochenende nach Feuchtwangen. Sonntagabends nahm ich immer den letztmöglichen Zug nach Düsseldorf. Und ich packte frische Kleidung in meine Reisetasche, die wirklich jedesmal so seltsam aus der Form geriet, wenn ich sie offen unten in der Küche stehen hatte. Wie das? Des Rätsels Lösung hing buschig aus der Tasche heraus. Riffels Rute! Immer wieder versuchte sie, sich in der Tasche zu verstecken und so unentdeckt mitzukommen. Klappte aber nie. Entweder war die Tasche zu klein oder Riffel zu groß.

Der Bär brachte mich immer nach Steinach zum Bahnhof.Klar, auch Feuchtwangen hat einen Bahnhof, Schienen sind auch da, nur fährt da nichts mehr. Die Bahn hat die Linie weggespart.

Riffels klägliches Heulen konnte ich sogar noch im wegfahrenden Zug hören. 

Aber dann kam der heiß ersehnte Freitag! Meine gepackte Tasche nahm ich schon mit ins Amt. Und sobald Feierabend war, hetzte ich zur Straßenbahn. Ich wollte den nächsten Zug nach Bayern erwischen, unbedingt! Mal hatte der gewaltig Verspätung, mal fiel er aus, dann wieder war der Zug so überfüllt, dass ich mich nur mit Mühe noch hineinzwängen konnte.Egal, Hauptsache weg aus dieser von Gebäuden und Menschen überquellenden Stadt.

Auch in Steinach wimmelte es von Menschen. Klar, weil da die Bahn nach Rothenburg o.T. abfährt. So bevölkerten ganze Touristenmeuten den Bahnsteig. Hauptsächlich Japaner und Amerikaner. 

Komischerweise gab es in dem Gewühl  immer eine breite Schneise. Und Riffels Freudengeheul war nicht zu überhören! Der Bär hatte ganz schön mit dieser aufgeregten "Riesenmaus" zu tun. Und dann traf die armen Touristen fast der Schlag, sie befürchteten offenbar ein Blutbad. Wie das? 

Riffel schoss auf mich los  - auf den Hinterbeinen stehend ist sie so groß wie ich - sprang mich an - und nahm meinen Unterkiefer in ihr gewaltiges Gebiss! Eben die typische Art von Wolfsjungen. Die erbetteln sich mit diesem Unterkieferbiss Futter von den Erwachsenen. Nun rülpste ich natürlich nicht mein Essen wieder heraus. 

Das ist einfach Riffels Art zu zeigen, dass ich die Leitwülfin bin. Danach steckte sie für eine ganze Weile ihren Kopf unter meinen Arm. Und ich konnte den entsetzten Touristen klarmachen, dass dies nur Begrüßung auf Wolfsart war. 

Zurück zum Wachhund. Nach dem Hund kam die Hühnerschar der Altbäuerin angelaufen. Die warteten nicht nur auf Brotkrümel. Einige von ihnen waren so anhänglich, denen musste ich erst das Bauchgefieder kraulen, sonst wurde ich sie nicht mehr los. Tiger und Miriam warteten auch schon. "Hmm-hmmm-hmmm” und "ii-üüüüh" tönte es im Stall. 

Flott putzte ich die beiden, sattelte Tiger und zog Miriam ihr Halfter an. Nun konnte es losgehen. Miriam war der perfekte Handesel. Mit den beiden auszureiten war, als hätte ich ein Passgespann. Tempo, Schrittlänge, Temperament. Da passte alles. Ich konnte sogar mit den beiden über Baumstämme springen. 

Also los. Um in den Wald zu kommen, musste ich erst quer durch das Dorf reiten. In Höhe der Reithalle sprach mich ein älterer Mann an. Er grinste so seltsam, was war da los? "Wo wollt ihr denn hin? Macht ihr einen Familienausflug?" 

"???" Dass ich immer mit zwei Huftieren unterwegs war, wusste doch jeder im Dorf. Ich musste wohl ziemlich blöd geguckt haben, denn der Mann gluckste jetzt . "Schau dich mal um", konnte er gerade noch herausquetschen, dann schüttelte es ihn vor Lachen. 

Ich sah mich um - und fiel fast vom Tiger. Mit diesem Anhang hatte ich nicht gerechnet. Da trippelte uns Omas gesamte Hühnerschar hinterher. Wie auf einer Perlenschnur aufgereiht. 

Und ich prustete auch los. Dann sah ich zu, dass ich dieses seltsame Gespann heil zurück zum Hof bekam. Da stand schon die Oma, mit einem Eimer voller Gemüsereste in der Hand. Sie wollte den Hühnern etwas Gutes bringen und konnte sie nirgends finden. Auch sie lachte los, klemmte sich das vorderste Huhn unter den Arm und marschierte mit der ganzen Schar zum Hühnerstall. 

Wir restlichen Drei kamen dann doch noch zu unserem flotten Ausritt. 




Hochgeladen von BluesBrothersMusic am 17.10.2008
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Sonntag, 9. September 2012

GLOSSE: München 21, Stuttgart 21 und die Bahn-Haie - Blog von Kiat Gorina


Bisher war die Frage offen, wieso heißt das Megaprojekt "Stuttgart 21" eben "S 21". Was bedeutet diese Zahl? War es der 21. Versuch, am Volkswillen vorbei einen Großbau durchzuführen? Nein, das liegt zwar auf der Hand - aber die Antwort schaut ganz anders aus! 

Es gibt resp. gab ein "Ober-Megaprojekt" - das wurde "Bahnhof 21" genannt. Ja, was steckt dahinter? So ein großer Bahnhof benötigt große Flächen. Und diese Grundstücksflächen sind nur mit Gleisen belegt. Und die meiste Zeit fährt kein Zug drauf! Das ist doch Verschwendung! 

Jawohl, Verschwendung! In den Augen eines Immobilienhais sind das sehr wertvolle Grundstücke - die können doch nicht einfach so brach liegen! Die lassen sich doch verkaufen oder verpachten. Und darauf lassen sich Einkaufscenter bauen. Und die lassen sich vermieten. Also, da lässt sich jede Menge Geld verdienen! Aber nicht, wenn diese Flächen nur mit Gleisen bedeckt sind. 

Also wurde flugs ein Geheimprojekt "Bahnhof 21" ins Leben gerufen. Und diese "Projekte 21" sollen den Bahnbetrieb rationalisieren und vor allem die benötigten Gleise reduzieren, also auch die Fläche, die die Bahn für ihren Betrieb braucht. Und was passiert dann mit den frei werdenden Flächen? Ja, da ist die Bahn ganz großzügig! Sie werden für die städtebauliche Entwicklung freigegeben! Ist doch so etwas von nobel von der Bahn! 

Tja, die Zeiten werden härter, also muss auch die Bahn sich ein weiteres Standbein aufbauen - den Immobilienhandel! 

Bahnbetriebsflächen gibt es ja genug, die kann die Bahn alle einsparen. Und dann handelt die Bahn nicht mehr mit Fahrkarten, nein, sie handelt dann mit Grundstücksflächen. 

Also wurden 21 größere Bahnhöfe ausgewählt - daher die 21! - und das geschah bereits 1996! Zunächst wurden unter anderem folgende Bahnhöfe ausgewählt:

  • Frankfurt am Main
  • München
  • Saarbrücken
  • Mannheim
  • Neu-Ulm

Dann stieg der Appetit der Immobilienhaie und sie legten dann noch weitere Bahnhöfe drauf wie

  • Magdeburg und
  • Lindau.

Wer sich diese Bahnhöfe anschaut, wird gleich erkennen, diese Bahnhöfe liegen ja alle in Gegenden mit sehr hohen Grundstückspreisen! Wie das wohl kommt? Aber man blieb bei der 21 bei der Projektbezeichnung, es könnten ja im Laufe der Zeit noch mehr Bahnhöfe werden. 

Und es gibt auch einige Projekte, die sind bereits abgeschlossen, zum Beispiel 

  • Neu-Ulm 21: da wurde ein neuer Durchgangsbahnhof gebaut, da können die Züge so schnell unterirdisch durchrasen, dass sie kaum zu sehen sind
  • Saarbrücken 21: da wurde der Hauptbahnhof renoviert und dabei wurden Flächen frei, daraus entstand ein neuer Stadtteil - Quartier Eurobahnhof!

Und bei Lindau 21 soll der gesamte Kopfbahnhof auf der Insel wegfallen und auf das Festland verlegt werden. Da werden vielleicht Grundstücke in bester Lage frei. Was für ein Geschäft! 

Ja, und es gibt auch einige Projekte 21, da haben sich die Immobilienhaie zurückgezogen:

  • Frankfurt 21, das wurde schon 2001 aufgegeben, es wäre einfach zu teuer geworden - da hatten die Immobilienhaie kein Interesse mehr. Sie wollen halt nur schnell schnelles Geld verdienen!
  • Mannheim 21: da haben die Bahn-Grundstückshändler 2003 erklärt, dass sie kein Interesse mehr haben. 

Und ein besonderer Fall ist München 21: 

Da gab es eine Machbarkeitsstudie, die bewies einwandfrei, dass München 21 zu teuer wird und fast nichts an Vorteilen bringt! Es blieb dann nur noch der Plan, den Hauptbahnhof neu zu bauen. 

2004 gewann das Architekturbüro Auer + Weber + Assoziierte einen Wettbewerb - von Freistaat und München ausgerichtet. Nur die Bahn war mit diesem Entwurf nicht einverstanden, sie präsentierten am 18. Mai 2011 (sic!) einen eigenen Entwurf, dem fehlte es an vielen Details, aber er hatte für die Immobilienhaie einen Vorteil: die Verkaufsflächen im Bahnhof wurden immens vergrößert! 

Dass dabei vergessen wurde, an die unterirdischen Verbindungen für S- und U-Bahnen zu denken, das störte die Immobilienhaie nicht im Geringsten - Hauptsache, sie können viele Flächen vermieten. 

Tja, was lernen wir daraus? Wie können die Stuttgarter die Bahn doch noch dazu zwingen, sich aus S 21 zurückzuziehen? Über die Kosten! Die Kalkulationen der Bahn müssen bis in allen Details durchleuchtet und nachgerechnet werden! Es kann natürlich sein, dass die Bahn ihre Kalkulationen nicht mehr veröffentlicht - vielmehr versucht die Bahn in Stuttgart Tatsachen zu schaffen, so dass ein Rückzug zu teuer werde! 

Es wird auch gemunkelt, dass wie die Waffenexporte auch die internen Bahnkalkulationen unter Verschluss gehalten werden - wie bei "Geheimprojekten" üblich, in einem besonders geschützten Tresor, der Bundesverkehrsminister soll dann der Schlüsselträger sein. 

Übrigens, 1996 erschien im Vieweg Verlag "Renaissance der Bahnhöfe. Die Stadt im 21. Jahrhundert" und da schrieb jemand über "Bahn frei für eine neue Stadt" - und wollt ihr wissen, wer der Autor ist? Heinz Dürr! 

Quelle: Heinz Dürr: Bahn frei für eine neue Stadt. In: Renaissance der Bahnhöfe. Die Stadt im 21. Jahrhundert. Vieweg Verlag, 1996, ISBN 3-528-08139-2 


Hochgeladen von Piti117 am 10.01.2011
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Sonntag, 19. August 2012

GLOSSE: Der humane Glühlampen-Detektor - Blog von Kiat Gorina


Ab 1. Sptember 2012 ist es soweit: Die EU hat ihren Bannstrahl auf die Verkaufsregale gerichtet: Alle Glühlampen müssen aus den Regalen verbannt werden. Nun hat die Erfahrung gezeigt, dass solche Verbannungen der EU-Behörden von den Verbrauchern nicht befolgt werden. Und vom Handel auch nicht unbedingt. 

Also hat der EU-Kommissar Oettinger ein neues Berufsbild geschaffen - den Glühlampen-Detektor! Ursprünglich sollte ein elektronischer Spürhund  entwickelt werden - leider erwies sich diese Aufgabe als zu komplex. Und außerdem hat ja die Deutsche Bahn große Probleme mit ihren Kühlschränken, so musste eine Alternative gesucht werden. 

Und die EU-Behörde wurde fündig: Sie fand - oder erfand - den humanen Glühlampen-Detektor! Genau genommen ist der alles andere als human. Aber human soll bedeuten, dass er ein menschliches Wesen ist. Er ist besonders ausgebildet für das Aufspüren von verbotenen Glühlampen. 

Als brauchen wir uns nicht zu wundern, dass ab September betont auffällig unauffällig gekleidete Menschen durch die Läden streifen - mit lauerndem Blick auf die Regale. Und wehe dem Ladenbesitzer, wenn sie den Schriftzug "Glühlampe" entdecken. Sie führen auch einen amtlichen Ausweis mit sich, der sie berechtigt, die Verpackung zu öffnen. Sollte sich da wirklich eine verbotene Glühlampe befinden, dann wird diese Glühlampe beschlagtnahmt - natürlich gegen Ausstellung einer Quittung. 

Eine Kostenerstattung ist nicht vorgesehen. Im Gegenteil, der Ladenbesitzer wird zur Zahlung eines hohen Ordnungsgeldes verdonnert. 

Denn der Ladenbesitzer hat die Wirtschaft im EU-Raum behindert. Grund: Ersatz für die Glühlampen sind viel teurer als die alte Glühlampe! Und wer die alten und billigen Glühlampen verkauft, behindert das Geschäft mit den überteuerten Energiesparlampen! 

Es mag ja sein, dass einiger dieser neuen Lampen Quecksilber enthalten - um die Wirtschaft nicht am Wachstum zu hindern, da müssen wir schon Opfer bringen. Und dass diese neuen Lampen verstärkt für Augenschäden sorgen, auch das ist in Kauf zu nehmen.   

Sagt der Energie-Kommissar Oettinger - er ist ja eigentlich von Beruf Schwabe - also besonders aufs Sparen aus - kein Wunder, dass er sich für diese Sparlampen einsetzt.


Veröffentlicht am 23.05.2012 von zoominde


DasErste Plusminus Glühlampen Verbot Der Widerstand wächst
Hochgeladen von newthingnewthing am 03.02.2011
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Samstag, 18. August 2012

GLOSSE: Deutsche Bahn - keine kühlen Köpfe mehr - Blog von Kiat Gorina


Bahnchef Rüdiger Grube hat es derzeit schwer: nicht nur, dass es mit dem Monsterbau in Stuttgart nicht so richtig weitergeht - die Fertigstellung wird immer weiter in die ungewisse Zukunft verschoben - jetzt kommt das Problem mit den Bordküchen in den ICE-Zügen hinzu: 

Die Bordküchen können oft nichts anbieten, weder Getränke noch Essen. Grund: Immer mehr Kühlschränke geben den Geist auf und stellen die Kühlung ein. Wenn nun eine halbe Stunde lang die Lebensmittel nicht gekühlt werden, müssen sie weggeworfen werden! 

Und die Fahrgäste bleiben mit hungrigem Magen sitzen oder stehen. Woran liegt es? Einmal, dass im französischen Bahnnetz der Strom alle 50 Kilometer ganz kurz abgeschaltet wird. Und wenn so ein deutscher ICE ins Nachbarland geschickt wird, dann vertragen die Elektronikteile diese kurzen Strompausen nicht, sie fallen aus. 

Also müssen neue Teile eingebaut werden. Aber woher nehmen? Den Hersteller dieser Teile von einst gibt es nicht mehr. Die Techniker versuchen mit herkömmlichen Ersatzteilen vom freien Markt sich zu behelfen - offenbar mit mäßigem Erfolg. 

Und wer trägt die Generalverantwortung für diese ICE-Züge? Eigentlich Siemens. Aber: Böse Zungen behaupten, die Gewährleistung für internationale Strecken sei abgelaufen - so etwas aber auch! 

Also müssen Bahnreisende weiterhin auf Essen und Getränke in den Zügen verzichten. Die Bahn will - Gerüchten zufolge - aus der Not eine Tugend machen: Sie bietet künftig "Fastenreisen" an - Reisende können vor der Fahrt auch psychologische Betreuung buchen. 

Und Bahnchef Grube ist ja ein weitgereister Mann, er fuhr offenbar auch schon mit der Bahnkorrenz in Thailand - da gibt es ein besonderes Angebot, wenn die Züge stehen: Da werden von fliegenden Händlern an langen Stangen den Fahrgästen Getränke und Essen durch die Fenster gereicht. 

Nun lassen sich die ICE-Fenster schlecht öffnen. Berater wurden - Gerüchten zufolge - beauftragt, die Umrüstung der Fenster zu planen. 

Was bedeutet das für die Stuttgarter? Dass sie auf ihren neuen unterirdischen Maulwurfsbahnhof sehr lange warten müssen. Die Deutsche Bahn plant sehr viel - nur mit der Umsetzung in den rauen Alltag hat sie immer mehr Probleme. 

Also wird sie sich immer mehr auf ihr heutiges Kerngeschäft - dem Handel mit Bahnimmobilien konzentrieren. Das ist ja nur zu verständlich: McKinsey-Berater haben ausgerechnet, dass mit dem Verkauf einer einzigen frei werdenden Bahnfläche in Stuttgart wesentlich mehr verdient wird als mit dem Verkauf einer Fahrkarte. 

Also muss doch die künftige Devise für Bahnmanger lauten: Ab in den Abgrund! Pardon - in den Untergrund ;-)
Quelle: WirtschaftsWoche Jetzt fallen die Kühlschränke aus


Hochgeladen von Neuesvonheute am 06.06.2011

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Dienstag, 26. Juni 2012

GLOSSE: Reaktionen auf meine GLOSSE über Alchemie - Blog von Kiat Gorina

Lady schickte mir einen Link zu dem SPIEGEL ONLINE Artikel über die holländische Bahn mit ihren "Pinkel-Tüten". Vielen Dank, Lady! Der wahre Grund ist nicht die Empörung der Fahrgäste, dass die Bahn in ihren Sprinter-Zügen die Toiletten vergessen hatte und keine Rücksicht auf ihre Fahrgäste nimmt, nein, der wahre Grund ist der, dass Manager der Bahn mitbekommen haben, dass Urin goldwert ist - im wahrsten Sinn des Wortes!
Und deshalb wurden die Pinkeltüten eingeführt. Das darin enthaltende Pulver ist in Wahrheit eine erste Stufe der alchemistischen Vorgehensweise! Aber streng geheim! Diese Tüten werden von besonderen Goldbeauftragten der Bahn eingesammelt und zu einem noch strengeren geheimen Ort gebracht, um dort zu Gold verwandelt zu werden. 
Und auch die Fluglinien basteln derzeit, dass der Urin nicht mehr als gefrorener Zylinder den Flieger verlässt, nein dieser gefrorene Urin wird künftig erst nach der Landung weggeschafft - ins eigene Alchemielabor der Fluglinie! 
Und solch ein Malheur, wie es Gérard Depardieu passierte, wird es künftig nicht mehr geben. Da braucht ein Passagier nur dezent mit dem kleinen Finger winken und schon flitzt eine Stewardess mit einem Sammelbehälter und legt persönlich Hand an. Das Flugpersonal wird derzeit eigens geschult!
Das neueste Gerücht besagt, dass vor allem der Urin von Eseln sich besonders für die Goldherstellung eignet - der Volksmund hatte also doch recht, als er vom "Goldesel" sprach! Und die EU sinnt derzeit darüber nach, wie sie ihre Dauerkrisen lösen kann. Mit dem Gold, aus dem EU-Urin hergestellt. 
Derzeit wird über Gesetze nachgedacht, dass alle WCs umgebaut werden müssen, so dass der Urin vom Rest getrennt werden kann. Diverse Softwarehäuser sind schon beauftragt, die ersten Versuche mit Fuzzy-Logik zu simulieren! Eins steht schon fest: Jeder Tropfen Urin ist automatisch sofort Eigentum des ESM und muss unverzüglich zum Transport nach Brüssel in den neuen Palast abgestellt werden.
Jetzt ist auch klar, was das für ein komischer Behälter ist: Das ist eine riesige Retorte! Ja, in diesem Palast wird mit Hilfe der Alchemie aus Urin Gold hergestellt! Und der derzeitige Ratspräsident findet das dann "sexy"!
Quellen:

  1. SPIEGEL ONLINE Holländische Bahn führt Pinkel-Tüten für Passagiere ein
  2. GLOSSE: Die EU lässt es krachen - trotz Krise!

Veröffentlicht am 26.04.2012 von henrykrasemann

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Dienstag, 12. Juni 2012

GLOSSE: Stuttgart 21 - Wegen der mangelnden Hygiene - Blog von Kiat Gorina


Da berichtet die WELT über die mangelnde Hygiene in den Zügen der Deutschen Bahn. Ja, es soll da richtig von Bakterien wimmeln! Als ich diesen sehr ausführlichen Artikel gelesen hatte, wurde mir etwas mulmig, da ich ja öfters auch mit der Bahn reise.
Quelle: WELT ONLINE ICE-Züge massenhaft mit Bakterien verseucht
Und dann ging mir ein Licht auf! Schlagartig wurde mir klar, weshalb die Deutsche Bahn viele Flächen von Bahnhöfen in den Untergrund versenken will. Beispielsweise in Stuttgart. Wer da denkt, es gehe hier nur um ein Bomben-Immobiliengeschäft, der irrt. Die Bahn macht sich nur Sorgen, dass eventuelle Erreger aus den Zügen entweichen und die oberirdischen Bahnhöfe verseuchen.
Schließlich wurden ja auch MRSA-Erreger gefunden, zum Beispiel Methicillin-resistente Staphylococcus aureus. Die sind gegen Antibiotika resistent und können bei Menschen Lungenentzündung und Blutvergiftung hervorrufen. Und solche bösen Erreger will die Deutsche Bahn auch nicht den Stuttgartern zumuten. Und deshalb soll auch der Stuttgarter Kopfbahnhof verbuddelt werden und zu einem Durchgangsbahnhof mutieren. 
Wer jetzt meint, solche Erreger ließen sich auch durch intensives Reinigen vermeiden, irrt wieder einmal. Denn intensives Reinigen, das bedarf Personals, und das ist teuer! Die Deutsche Bahn muss ja sparen, schließlich will sie mal an die Börse, und da muss sie für die Anleger attraktiv werden. Deshalb zieht sich ja die Bahn aus dem Fahrkartenverkauf mehr und mehr zurück und setzt den künftigen Schwerpunkt auf den Immobilienhandel - im ganz großen Rahmen!
Ursprünglich war hier ein Video eingebettet - von EXTRA3: "Johannes Schlüter - Jahreszeitenbeauftragter der Bahn - EXTRA 3 - NDR". Aber da in diesem Video der Bahnchef persönlich Sätze von sich gab, die an seinem Verstand Zweifel aufkommen lassen, hat der Nutzer das Video entfernt - oder entfernen lassen müssen. Wieder ein Fall von Deplublizierung - so nennt das beschönigend die ARD - und vergisst dabei, dass der NDR dieses Video mit GEZ-Geldern produziert hat - also haben doch alle GEZ-Einzahler das Recht auf dieses Video. Und nicht die ARD! Die ARD ist doch "nur" eine Dienstleistungsgesellschaft im Auftrag der Menschen, die zahlen! Wie sagt der Volksmund? "Wer zahlt, schafft an!" - Offensichtlich nicht beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk 
Hier der ursprüngliche Link auf dieses Video. Es soll ja Leute geben, die damit etwas anfangen können 
Das folgende Video stammt auch von EXTRA 3 und wurde nicht depupliziert - weil da der Bahnchef sich mit seinen Worten nicht der Lächerlichkeit preisgegeben hat:
Hochgeladen von t0pa am 20.02.2009

Und dieser Mehdorn hat eine neue Ausgabe übernommen: Er soll die Fluglinie Air-Berlin gesund sparen! Kommen dann die unterirdischen Flugplätze? Da werden ja auch wieder viele Flächen frei ...

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Dienstag, 13. Dezember 2011

GLOSSE: Ist die Deutsche Bahn ein Treppenwitz? - Blog von Kiat Gorina

Da hat sich die Deutsche Bahn wieder mal etwas geleistet: express.de berichtet von einem Abiturienten, der mit dem Regionalexpress fuhr. In einem doppelstöckigen Wagen, Im oberen Stock befindet sich die Erste Klasse, vom unteren Stockwerk führt eine Treppe zur oberen Etage, der Ersten Klasse.

Der Abiturient setzte sich auf eine der Treppenstufen. Fahrkartenkontrolle! Da sitzt jemand auf der Treppe, die zur Ersten Klasse führt! Das geht nicht! Da könnten sich ja die Fahrgäste der Ersten Klasse belästigt fühlen. Die Zugbegleiter der Bahn sind offenbar angehalten, den gemeinen Pöbel von den Fahrgästen Erster Klasse fernzuhalten!

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Samstag, 30. Juli 2011

GLOSSE: Das Grinsen des Grinskefers und der Stresstest - Blog von Kiat Gorina

Es gibt immer mehr Exemplare von der Spezies Mensch - zum Ausgleich vernichtet der Mensch andere Spezies - aber er produziert auch neue Spezies - zum Beispiel den Grinskäfer. Das ist eine Hybridisierung zwischen Käfer und Humanoiden - oft geschrieben wie K(a)efer oder einfacher Käfer.

Damit diese Spezies nicht mit anderen Exemplaren verwechselt wird, erhielt sie die Zusatzbezeichnung V. Er wird auch Grinskäfer genannt, weil er stundenlang grinsen kann. Derzeit bevölkert er die Vorstandsebene der Deutschen Bahn. Ja, und dort hat er viele Gelegenheiten zum Grinsen.

Freitag, 16. Januar 2009

Ärger mit der Bahn

Vorgestern beschloss ich, mit der Bahn zu fahren. Aber irgendwie habe ich Pech, die wenigen Male, als ich die Bahn benutzte, gab es Probleme.

Die letzte größere Fahrt machte ich 2007, als mich der Aufbau Verlag zur Buchmesse nach Frankfurt einlud. Die leitende Lektorin Sachbuch wollte mich sprechen. Ich war zwar verdutzt, wieso Sachbuch? Ich hatte ja schließlich mein Manuskript als Schlüsselroman eingereicht.

Eine Freundin, mit der ich in Deutschland das Abitur gemacht hatte, wohnt jetzt in Frankfurt, der erzählte ich das. Ja, sie wollte schon immer auf die Buchmesse, aber nicht an den Publikumstagen, sondern nur an der Fachbesuchertagen, da soll es ja nicht so voll sein.

Just an diesem Tag war Bahnstreik angesagt. Macht nichts, dachte ich mir und füllte meinen Rucksack mit all den Dingen, die ich vielleicht brauchen könnte, wenn der Zug auf weiter Strecke halten muss ... Außerdem habe ich meine bequemsten Boots angezogen, wegen der Lauferei auf der Messe. Und eine warme Jägerweste mit vielen Taschen.

Am Aufbau-Stand trafen dann zwei Welten aufeinander: Die Lektorin im schwarzen Miniröckchen, in einer sehr eng sitzenden Bluse (wie ist dir da reingekommen?) und mit braunen Lederstiefeln, mit Ansätzen für Sporenriemen, aber ein Pferd sah ich nicht. Dann machte sie in Zwangs-Smalltalk. Und ob ich wegen des Bahnstreiks keine Bedenken habe, wieder zu Hause anzukommen.

Nö, wieso denn? Ich habe alles dabei und klopfte auf meinen prallen Rucksack. Ja, und dann legte sie los. Sie wollte mein Manuskript als Biografie veröffentlichen, und sie wollte allen Ernstes Fotos von mir:

Wie ich mit den Wölfen gespielt habe. Von mir als Scharfschützin. Wo die Standorte der russischen Kasernen waren. Usw.

"Gute Frau, zu meiner Zeit in der Steppe, da war das modernste Gerät ein uralter Gabel-Vorderlader, einen Fotoapparat hatte niemand. Wo hätten wir denn die Filme entwickeln sollen?"

Sie murmelte: "Aber einen Foto hat doch jeder ..."

Und das als leitende Lektorin Sachbuch. Kurzum, dieses "Gespräch" hätte ich mir schenken können. Ich verabschiedete mich und winkte meiner Freundin, die an einem anderen Stand gewartet hatte. Die Lektorin wollte wissen, wer das sei. "Eine Freundin, mit der ich zusammen Abitur gemacht habe."

"Wieso haben Sie denn Abitur?"

"Ich habe in Deutschland nicht nur Abitur gemacht, sondern auch studiert und mit Diplom abgeschlossen" setzte ich drauf.

Die Lektorin bekam ganz schmale Lippen. Wahrscheinlich hatte sie sich was Unbedarftes vorgestellt, das sie bei Verhandlungen über den Tisch ziehen konnte. Ist aber nicht!

Ich schaute mich noch auf der Messe um und versuchte dann nach Haus zu kommen. Trotz Bahnstreik. Einfach war es nicht ...

Naja, es kam, wie es kommen musste: Im Mai 2008 meldete der damalige Verleger und Eigentümer des Aufbau Konkurs an. Mensch, habe ich da Glück gehabt ...

Zurück zu gestern: Da ging bei der Bahn rein gar nichts mehr und keiner wusste Bescheid. Angeblich lag die Ursache in einem Bahnrechenzentrum in Berlin, aber der Versorger Vattenfall wiegelte ab: Es gab keinen Netzausfall. Was denn nun? Wahrscheinlich haben die Sparmaßnahmen des Bahnchefs Mehdorn wieder mal hart durchgegriffen und seine Beraterchen haben die normalerweise redundanten Systeme wegrationalisiert. Zuzutrauen ist das diesem Völkchen schon ...

Jedenfalls dauerte es sehr lange, bis ich wieder zu Hause war. Und mein Bär war leider anderswo beschäftigt, er kümmerte sich um eine ältere Dame, für die er Betreuer ist. Sie liegt derzeit im Krankenhaus, was er da schon erlebt hat, das zieht einem die Socken aus. Die Verantwortlichen können sich schon mal warm anziehen. Aber das ist ein anderer Fall ...


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